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Beim Atelierrundgang konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich über die Arbeit in den Kursen der letzten Sommerakademiewoche informieren, wie hier beim Portraitzeichnen (Foto: Stadt Marburg, i. A. Heiko Krause)

Am Freitag ist die vom Fachdienst Kultur der Universitätsstadt organisierte 41. Marburger Sommerakademie für darstellende und bildende Kunst zu Ende gegangen. Zuvor hatten Interessierte noch die Gelegenheit, sich bei einem geführten Atelierrundgang durch die Kurse der letzten Woche ein Bild vom umfangreichen Angebot zu machen.

„Es ist heute unser vorletzter Tag und wir freuen uns, noch die Kurse vorstellen zu können, die erst nach dem Tag der offenen Tür begonnen haben“, sagte Akademieleiterin Britta Sprengel. Die einwöchigen Kurse erfreuten sich immer größerer Beliebtheit. Dass bei der Sommerakademie insgesamt mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu verzeichnen waren als in den Vorjahren, liegt laut Sprengel auch daran, dass mehr Menschen die kürzeren Angebote nutzen: Mit mehr als 220 Teilnehmerinnen und Teilnehmern verzeichneten die einwöchigen Kurse rund 60 Interessierte mehr als noch 2017. „Fünf Kurstage sind zwar recht wenig, aber viele, die jetzt nur eine Woche dabei waren, werden 2019 dann sicher auch zweiwöchige Kurse besuchen“, zeigte sie sich überzeugt.

3_Sommerakademie 2018 Atellierrundgang Foto Stadt Marburg, i. A. Heiko Krause_klein Breitwillig erläuterten die Künstlerinnen und Künstler beim Freien Malen ihre Werke
Breitwillig erläuterten die Künstlerinnen und Künstler beim Freien Malen ihre Werke (Foto: Stadt Marburg, i. A. Heiko Krause)

„Das Schöne ist, dass beim heutigen Rundgang wirklich gearbeitet wird“, freute sich Sprengel. Und das merkten auch die Kunstinteressierten, denen Kursleiterinnen und -leiter und Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereitwillig Rede und Antwort standen und das Erarbeitete präsentierten. So etwa im Kurs von Ana Laibach, wo unter dem Motto „Prinzip Freiheit“ der Freien Malerei nachgegangen wurde. Bei Emö Simonyis Kurs ging es um ungewöhnliche Perspektiven der Körperdarstellung und um Portraitzeichnen bei Stephanie Binding.

Waren die Kunstwerke der vorgenannten Angebote analog, trug Leander Aurel Taubner – der Marburger war vor Jahren noch selbst Teilnehmer der Sommerakademie – der Digitalisierung Rechnung. Nicht auf Papier oder Leinwand, sondern auf dem Tablet entstanden in seinem Einführungskurs Werke der digitalen Malerei. „Wer malerische Technik digital umsetzen möchte, muss aber auch auf Papier malen können“, betonte der Kursleiter. Wie Britta Sprengel erläuterte, sollten mit diesem Angebot auch Jüngere angesprochen werden. Mit Erfolg: Das zeigte das relativ geringe Durchschnittsalter der Teilnehmenden.

2_Sommerakademie 2018 Atellierrundgang Foto Stadt Marburg, i. A. Heiko Krause _klein Ganz kleine und sehr große Drucke entstanden im Kurs „Von der Briefmarke bis zum Schiffssegel.“
Ganz kleine und sehr große Drucke entstanden im Kurs „Von der Briefmarke bis zum Schiffssegel.“ (Foto: Stadt Marburg, i. A. Heiko Krause)

Weitere Kurse, die den Interessierten beim Atelierrundgang vorgestellt wurden, waren Druck mit Linol und Holzschnitt, den Claas Gutsche unter dem Thema „Von der Briefmarke bis zum Schiffssegel“ leitete, sowie Freies Modellieren „mit und ohne Worte“ bei Eva Naomi Watanbe. Im Anschluss an den Rundgang präsentierte schließlich der Theaterkurs „Dada ist das Leben ohne Pantoffeln und Parallelen“ von Beate Krützkamp noch eine 30-minütige Vorführung.

Insgesamt zog Akademieleiterin Sprengel eine sehr positive vorläufige Bilanz der 41. Marburger Sommerakademie, „auch wenn der Sommer seinem Namen diesmal alle Ehre gemacht hat“, denn die anhaltende Hitze habe manchen schon zu schaffen gemacht: „Zum ersten Mal überhaupt mussten wir den Holzbildhauenden zum Beispiel einen Wasserschlauch besorgen“.

» 27.7.2018, 41. Marburger Sommerakademie

» Rückblick: Marburger Sommerakademie

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