Tanzen in der Stille: Bei einer Kopfhörer-Party, auch "Silent Disco" genannt, wird die Musik über Funkkopfhörer anstatt über Lautsprecherboxen gehört. Aus dem Silent Festival in Brakel wird jetzt vielleicht nichts mehr | Symbolfoto: Pixabay
Tanzen in der Stille: Bei einer Kopfhörer-Party, auch “Silent Disco” genannt, wird die Musik über Funkkopfhörer anstatt über Lautsprecherboxen gehört. Aus dem Silent Festival in Brakel wird jetzt vielleicht nichts mehr | Symbolfoto: Pixabay

An Christi Himmelfahrt (Vatertag) sollte in Brakel ein sogenanntes “Silent Festival” stattfinden. Am Anfang und Ende der Rosenstraße sollten die Kassen stehen, in der Rosenstraße selbst Theken und Essensstände. Doch jetzt heißt es in der Tagespresse: Die geplante Kopfhörer-Party auf dem Parkplatz Rosenstraße wurde vom Brakeler Rathaus abgesagt. 

Ordnungsamt und Werbering befürchten, laut NW, ein zu großes Besucheraufkommen, vor allem junger alkoholisierter Leute und damit verbundene Sachbeschädigungen und Körperverletzungen im Umfeld des Festivals.

Ausschreitungen wie zuletzt schon Anfang Februar in Siddessen seien zu befürchten, berichtete die Neue Westfälische bereits. Dieses „Drumherum” würde ein negatives Bild auf das Stadtfest werfen, hieße es in der E-Mail aus der Stadtverwaltung. Auch die Polizei halte die Veranstaltung für „nicht genehmigungsfähig”.

Nicht der erste Event der Brakeler Macher

Die Organisatoren Jürgen Jäger-Stein und Nils Grewe hatten die Idee für das kleine Festival in ihrer Heimatstadt Brakel. Schon wegen früherer, erfolgreicher Musik-Events, wie den Summer City Beats und dem Strandklänge-Festival, sind die beiden in der Region bekannt. Mit dem Silent Festival wollten sie ein weiteres Highlight setzen. Doch daraus wird jetzt nichts mehr. Die Absage kam direkt aus dem Brakeler Rathaus.

Es könne passieren, dass Jugendliche Alkohol trinken, Sachbeschädigungen und Körperverletzungen begehen und wild urinieren und es sei zu befürchten, dass diese Besucher dann auf Kirchplatz, Marktplatz, Sparkassengelände und Kriegerehrung ausweichen, so in der Stellungnahme der Stadt, heißt es im Bericht der Neuen Westfälischen.

Die Neue Westfälische berichtete auch, dass der Festival-Organisator Jürgen Jäger-Stein die Bedenken und Argumentation der Stadt Brakel nicht nachvollziehen könne. „Den jungen Leuten von vornherein so ein Verhalten zu unterstellen, finde ich schlimm”.

Werbering, Polizei und Ordnungsamt haben den Veranstaltern jedoch inzwischen einen Gesprächstermin angeboten, um die Probleme zu erörtern.

» Und wie sieht es ansonsten mit Events in Brakel aus?

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Von Nabiel

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