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Ihre Gedichte haben eine ganz eigene Strahlkraft. Mit wenigen schlichten Worten drückte sie nicht nur ihre Gefühle aus, sondern wußte auch zu bezaubern. Mascha Kaléko (1907-1975) gilt als eine der größten deutschsprachigen Dichterinnen der Moderne.

Geboren wurde sie im heutigen Polen, damals geghörte Galizien zu Österreich-Ungarn. Golda Malka Aufen, so ihr richtiger Name, war das nichtehelich geborene Kind des jüdisch-russischen Fischel Engel und seiner späteren Ehefrau, der österreichisch-jüdischen Rozalia Chaja Reisel Aufen. 1926 heiratete sie den Hebräischlehrer Saul Aaron Kaléko. Sie gehörte im Dritten Reich zu verbrannten Autoren. Sie war die einzige weibliche Vertreterin der Neuen Sachlichkeit und wurde oft mit Ringelnatz oder Morgenstern verlgichen. Doch der Tagesspiegel schreibt: „Sie hat deren Verspieltheit, satirische Schärfe und Sprachwitz, aber es kommt ein Sehnen hinzu, eine zarte Zerbrechlichkeit, die den Atem nehmen kann …“

Helga Weber liest aus dem Werk der Dichterin unter dem Titel „Wir haben keine andere Zeit als diese“. Begleitet wird sie dabei von Welf Kerner auf dem Akkordeon. Die Lesung gehört zum Begleitprogramm der aktuellen Sonderausstellung des Stadtmuseums „Ich bleibe also Jude – Franz Rosenzweig und Kassel“.

» 10.4., „Wir haben keine andere Zeit als diese“, Schaustelle Stadtmuseum, Kassel.

Von Maria Blömeke

Ehemaligen Ww-Redakteurin

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