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404398_622170087804245_1331147608_kleinDass sie einmal zu den bekanntesten deutschen Bands gehören würden, hätten sich die Broilers nicht träumen lassen, als sie sich 1992 gründeten, um (unter anderem) ihrem Vorbild, den Toten Hosen, nachzueifern. „Das hätten wir realistisch gesehen nie erwartet, dass wir mal so steil gehen!“, erzählt uns Frontmann Sammy Amara im Interview.

2011 erschien das bis dahin erfolgreichste Album der Band, „Santa Muerte“. Damit legt die Band nicht nur einen gewaltigen Schritt Richtung Rockabilly hin, erreichte auch Platz 3 der deutschen Charts. Anfang Februar dieses Jahres hatte das Warten für die Fans dann endlich ein Ende. Mit „Noir“ geht es weiter. Doch nicht nur das: es wurde ihr erstes Nummer-eins-Album.

Für den 20.11. haben sich die vier Herren und eine Dame in Kassel angekündigt, um das Kongress-Palais zu rocken. Vorab nahm sich Sänger Sammy die Zeit, im Ww-Interview einige Fragen zu beantworten.

» 20.11.2014, Broilers, Kassel, Kongress-Palais
» [ www.broilers.de ]

Sammy auf der Bühne. Foto: Jessika Wollstein
Sammy auf der Bühne. Foto: Jessika Wollstein

Punkrock ist die Basis eurer Musik, doch ihr spielt mit Elementen wie Ska, Reggae oder Rockabilly. Was könntet ihr euch noch vorstellen, mal zu probieren?
Wir haben mit „Noir“ einen ordentlichen Schritt Richtung Pop gewagt. Mehr davon wird es aber in naher Zukunft nicht geben, da haben wir das Maximum erreicht, was wir mit den Broilers machen wollen! Ansonsten hören wir alle sehr unterschiedliche Sachen. Ich kann mir die Broilers aber nicht mit Hip Hop oder Jazz vorstellen!

Gibt es Dinge, die unbedingt zu einem Song werden müssen?
Wenn es besondere Momente sind, sinnbildlich gesprochen, wenn man im Sommer auf einem Hochhaus sitzt, es ist eine laue Nacht und man das festhalten möchte. Es gibt natürlich auch die negativen Sachen, das ist dann wie eine Therapie. Unsere Songs sind fast alle persönliche Sachen.

Gibt es Leute, mit denen ihr zu Recht oder zu Unrecht immer wieder verglichen werdet?
Die, mit denen wir zu Unrecht verglichen werden, möchte ich gar nicht nennen, denn die mag ich nicht und die brauchen keine Werbung! Die die ich mag, und das ist eine Ehre: ich freu mich, wenn jemand Bruce Springsteen oder The Clash nennt, weil ich die sehr mag und das Vorbilder sind.

Drei Begriffe, die auf eure Fans passen?
Da sind die Die Hards, die fürchten weder Tod noch Teufel und sind auf fast jedem Broilers-Konzert, dann sind unsere Fans sehr trinkfest, das freut natürlich die Hallenbetreiber und sie sind breit gemischt. Das freut uns und das finden wir genau richtig!

In einem Satz: was denkst du über eure Karriere?
Sehr unwirklich, das hätten wir realistisch gesehen nie erwartet, dass wir mal so steil gehen!

Was ist dein persönliches Lieblingslied von euch?
Es ist tatsächlich „Zurück in Schwarz“. Es hat genau das Düstere, das ich mag und ist musikalisch toll umgesetzt.

Von Maria Blömeke

Ehemaligen Ww-Redakteurin

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