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MiseryWildes Schneetreiben. Bei diesem Sauwetter verunglückt der bekannte Autor Paul Sheldon mit seinem Auto und wird im Fahrzeug eingeklemmt! Bewusstlos bleibt er auf der Landstraße irgendwo in Colorado zurück.

Doch er hat Glück im Unglück. Er wird nicht nur gefunden, sondern das auch noch von Annie Wilkes, nicht nur ehemalige Krankenschwester, sondern ihres Zeichens sein größter Fan. In ihrem einsam gelegenen Haus mitten in den Bergen pflegt sie den Schriftsteller gesund.

Doch als er schließlich wieder fit ist, erlaubt sie ihm nicht, zu gehen. Stattdessen verlangt sie von ihm, ihr als Dank eine Fortsetzung seiner überaus erfolgreichen Romanreihe „Misery“ zu schreiben. Dass die Hauptfigur Misery Chastain im letzten Band gestorben ist, will Annie nicht akzeptieren. Paul hasst diese Romane und hatte eigentlich schon damit abgeschlossen. Doch ihrer „Liebe“ und ihrem zunehmenden Wahn hat er nichts entgegenzusetzen.

Die Roman-Vorlage zu diesem Theaterstück stammt vom Horrormeister Stephen King. Der 1947 geborene Schriftsteller studierte Anglistik in Maine. Seine Bücher verkauften sich über 400 Millionen Mal, etliche wurden verfilmt, so auch das 1987 erstmals erschienene „Misery“ (auf Deutsch „Sie“), das 1990 einen Oscar gewann.
In der geistesgestörten Annie Wilkes sieht King ein Sinnbild seiner jahrelangen Alkohol- und Drogenabhängigkeit, die er sich nicht zu überwinden traute, weil er fürchtete, dann nicht mehr schreiben zu können.

Im Großen Haus des Theaters Paderborn wird das Stück, das von Simon Moore geschrieben wurde, am 16.5. aufgeführt. Der britische Drehbuch-Autor konnte ebenfalls einen Oscar für „Traffic“ gewinnen. 

» 16.5., Premiere, Misery, Großes Haus, Theater Paderborn

Von Maria Blömeke

Ehemaligen Ww-Redakteurin

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