
(Warburg) Warburg stellt die Weichen für die Zukunft der Oktoberwoche. Neue Wege, neue Treffpunkte, neue Ideen für Biergarten, Festzelt und Genuss. Unter dem neuen Festwirten, der Familie Köster, wird sich 2026 so einiges spürbar verändern. Das betrifft die Optik, das Konzept aber auch eine Einschränkung, über die sich in der Vergangenheit schon viele Besucher „gewundert“ haben, die abgeschafft wird.
Manchmal merkt man erst im Rückblick, dass man an einer Weggabelung steht. Bei der Warburger Oktoberwoche war dieses Gefühl in den vergangenen Jahren zuletzt zu spüren. Vieles funktionierte noch. Und doch wurde deutlicher, dass sich Rahmenbedingungen, Erwartungen und Gewohnheiten veränderten. Nicht abrupt. Nicht laut. Nicht unangenehm. Sondern schleichend. Genau an diesem Punkt setzt die Entscheidung der Hansestadt Warburg an, für die Oktoberwoche ab 2026 einen neuen Festwirt und Veranstalter zu beauftragen – und damit bewusst den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen.
Ab der 77. Warburger Oktoberwoche übernimmt das Familienunternehmen Köster Event + Gastronomie aus Anröchte die Festbewirtung sowie die organisatorische Umsetzung des Festzeltes und weiterer zentraler gastronomischer Bereiche. Vorausgegangen ist ein reguläres, offenes Ausschreibungs- und Auswahlverfahren, an dem sich fünf renommierte Unternehmen beteiligt haben.

Bürgermeister Tobias Scherf machte bei der Pressekonferenz unmissverständlich klar, dass die Entscheidung mit großer Überzeugung gefallen ist:
Wir sind überzeugt, mit der Entscheidung für das Team um Markus Köster die Warburger Oktoberwoche in die Zukunft zu führen. Die Entscheidung ist ohne jeden Zweifel gefallen.
Die innovative Herangehensweise, das klare Zukunftsbild und die nachgewiesene Erfahrung des Unternehmens hätten in den zuständigen Gremien einhelligen Anklang gefunden. Ziel sei es, die Oktoberwoche erfolgreich weiterzuentwickeln und ihr zugleich ihren Charakter zu bewahren.
Wandel als Ausgangspunkt
Dass sich Volksfeste, Kirmessen und Stadtfeste im Umbruch befinden, ist kein Warburger Sonderfall. Bürgermeister Scherf erinnerte daran, wie stark sich insbesondere seit der Corona-Pandemie Feier-, Konsum- und Sozialverhalten verändert haben. Warburg gehörte damals zu den wenigen Städten, die unter schwierigen Bedingungen überhaupt eine Oktoberwoche durchführen konnten – eine Erfahrung, die vielen Beteiligten noch präsent ist.
Wandel sei dabei nichts Negatives, so Scherf, sondern eine Konstante. Entscheidend sei, ihn aktiv zu gestalten. Genau das habe man mit dem Auswahlverfahren erreichen wollen: nicht einfach einen Betreiberwechsel, sondern neue konzeptionelle Impulse.

Ein Familienunternehmen mit breitem Fundament
Köster Event + Gastronomie wurde 2003 von Markus Köster (56) gegründet. Heute führt er das Unternehmen gemeinsam mit seinen beiden Söhnen:
- Nils Köster (27)
- Silas Köster (24)

Rund 22 festangestellte Mitarbeitende sowie saisonal bis zu 300 Beschäftigte bilden das Rückgrat des Betriebs. Jährlich betreut das Unternehmen mehr als 500 Veranstaltungen – von privaten Feiern und Firmenevents über Karnevalspartys und Schützenfeste bis hin zu Konzerten, Stadtfesten und großen Kirmesveranstaltungen.
Zu den Referenzen zählen unter anderem:
- Warsteiner International Montgolfiade (Europas größtes Ballonfestival)
- Biggesee Open Air mit rund 30.000 Gästen an fünf Tagen
- Partydorf und zahlreiche Ausschankwagen auf der Allerheiligenkirmes in Soest
- Festzelt auf der Hüstenener Kirmes
- Ausrichtung des Bundesschützenfestes in Brilon
Markus Köster beschreibt sein Selbstverständnis klar:
Schlüsselfertig, feiern!
Gemeint ist: Auftraggeber stellen Strom und Wasser – alles andere kommt aus einer Hand. Von Infrastruktur über Gastronomie bis Personal.
Ebenso zentral ist für ihn eine einfache Leitfrage:
Wir stellen uns bei jedem Konzept die Frage: Was wollen die Menschen?

„Der größte Change-Moment der Branche!“
Köster sieht die Zeit nach Corona als tiefgreifenden Umbruch für Gastronomie und Eventbranche:
Wir erleben aktuell nach Corona den größten Change-Moment in Gastronomie und Eventbranche.
Sinkender Bierkonsum, wachsende Bedeutung alkoholfreier Getränke, veränderte Tagesrhythmen und neue Erwartungen an Aufenthaltsqualität seien Fakten, die man ernst nehmen müsse. Gleichzeitig beobachtet er, dass Veranstaltungen wieder stärker als soziale Treffpunkte gebraucht werden:
Veranstaltungen dieser Art sind das neue Lagerfeuer der Gesellschaft!
Menschen kämen nicht nur wegen Musik oder Getränken, sondern weil sie Begegnung suchten. Dieses Verständnis bildet die Grundlage des neuen Oktoberwochen-Konzepts.
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Stärkere Verbindung von Festzelt und Festplatz
Ein zentrales Element: Die räumliche und atmosphärische Annäherung von Festzelt und Kirmesmeile.
Künftig soll der Biergarten direkt an den Festplatz heranrücken. Statt eines etwas zurückgesetzten Zeltes entsteht ein klarer Übergang zwischen Kirmes und Festzeltbereich. Ziel ist es, dass Besucherinnen und Besucher nicht bewusst „ins Zelt wechseln“ müssen, sondern sich fließend zwischen Bereichen bewegen können.
Der geplante Biergarten umfasst rund 20 × 55 Meter – also über 1.000 Quadratmeter – und bildet das neue Herzstück.
Moderne Ausschankwagen, große Schirme, Sitz- und Stehmöglichkeiten sorgen für mehr Aufenthaltsqualität und Sichtbarkeit.
Markus Köster formuliert es so:
Wir möchten die Schwelle zwischen Festzelt und Festplatz verschwinden lassen. Der Biergarten wird direkt an den Festplatz angrenzen und zum Verweilen einladen.

Modulares Zelt statt Gigantenzelt
Statt eines riesigen, stützenfreien Großzeltes setzt Köster auf eine wirtschaftlich tragfähige, modulare Lösung mit angebauten Bereichen. So lassen sich unterschiedliche Zonen schaffen:
- Bereiche mit Partyfokus
- ruhigere Zonen für Gespräche
- flexible Anpassung je nach Tageszeit und Programm
Diese Struktur soll helfen, sowohl Familien am Nachmittag als auch Feierpublikum am Abend anzusprechen.
Getränkeangebot zeitgemäß erweitern
Neben dem traditionellen Urtyp sollen künftig unter anderem:
- Longdrinks
- Wein
- Warburger Pils
angeboten werden. Das Angebot wird stärker an Altersgruppen und aktuelle Trends angepasst – ohne den typischen Oktoberwochen-Charakter zu verlieren.
Eine zentrale Botschaft betonte Köster mehrfach:
Der Bierpreis bleibt in diesem Jahr gleich. Es ist keine Erhöhung geplant.
Konkret bedeutet das: 3,50 Euro pro Bier – trotz steigender Kosten in vielen Bereichen.
Essen ausdrücklich willkommen
Ein weiterer wichtiger Punkt: Speisen vom Festplatz dürfen künftig in den Biergarten und ins Festzelt mitgenommen werden. Köster sieht das ausdrücklich als Unterstützung für Schausteller und Gastronomen: Wer sich Pommes, Bratwurst oder andere Speisen auf dem Festplatz kauft, soll diese auch dort essen können, wo er gerade sitzt – und sich im Zweifel anschließend ein Getränk holen.
Für ihn ist das eine Frage von Aufenthaltsqualität und Miteinander.
Musik & Programm: moderner, ohne die Tradition zu vergessen
Zum künftigen Musik- und Unterhaltungsprogramm machte Köster bewusst noch keine konkreten Künstlerangaben. Klar ist:
- Programm soll moderner werden
- gleichzeitig traditionsbewusst bleiben
- qualitativ hochwertiger aufgestellt sein
- kein Eintritt ins Festzelt
Das neue Programm wird in etwa 14 Tagen vorgestellt.
Reservierungen mit Bands, DJs und Künstlern seien bereits erfolgt, nun folge die Feinabstimmung gemeinsam mit Stadt und Organisationsteam.
Nicht nur Gastronom, sondern Veranstalter
Köster machte deutlich, dass sein Unternehmen bei der Oktoberwoche nicht nur die Getränke ausschenkt, sondern auch als Veranstalter Verantwortung trägt – inklusive Ablauf, Infrastruktur, Logistik und Programmkoordination.
Diese Doppelrolle sei einer der Gründe, warum man sich beworben habe und warum man sich der Aufgabe gewachsen fühle.
Er verwies dabei auch auf Erfahrungen mit Großkonzerten und Open-Airs mit Künstlern wie Robin Schulz oder Bryan Adams – sowohl als Dienstleister als auch als Veranstalter.
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Familienbetrieb mit Zukunftsperspektive
Ein Thema, das Markus Köster besonders am Herzen liegt: die Rolle seiner Familie.
Mir ist wichtig zu betonen, dass wir ein Familienbetrieb sind. Meine beiden Söhne übernehmen bereits heute wichtige Rollen im Gesamtkonzept – und werden den Betrieb in wenigen Jahren übernehmen.
Er betonte mehrfach, wie stolz er darauf sei, dass beide diesen Weg bewusst gehen und Verantwortung übernehmen wollen.
Vertragsrahmen und Perspektive
Der Vertrag mit Köster Event + Gastronomie läuft über drei Jahre und beinhaltet eine Option auf Verlängerung. Diese Laufzeit soll beiden Seiten ermöglichen, Erfahrungen zu sammeln, Abläufe zu optimieren und das Konzept weiterzuentwickeln.
Köster selbst sagt offen, dass man Veranstaltungen dieser Größenordnung erst nach mehreren Durchläufen wirklich perfekt kenne – Besucherströme, Stoßzeiten, Logistik und Details ließen sich nur im laufenden Betrieb präzise bewerten.
Dank an die Vergangenheit – Blick nach vorn
Abschließend würdigte Bürgermeister Scherf die jahrzehntelange Prägung der Oktoberwoche durch den bisherigen Festwirt und betonte, dass viele positive Erinnerungen und legendäre Veranstaltungen untrennbar mit dieser Zeit verbunden bleiben.
Gleichzeitig sei nun der richtige Moment für einen neuen Schritt.
Fazit
Die Warburger Oktoberwoche 2026 soll kein Bruch werden – sondern eine Weiterentwicklung. Mehr Aufenthaltsqualität. Mehr Verbindung zwischen Kirmes und Festzelt. Zeitgemäßes Getränkeangebot. Stärkere Ausrichtung auf Begegnung und Geselligkeit.
Oder, wie Markus Köster es formuliert:
Wir wollen, dass Menschen zusammenkommen, sich wohlfühlen und eine gute Zeit haben. Dafür machen wir das.
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Nützliche Links zum Thema
- Anmeldung Festumzug – Offizieller Link zur Anmeldung für Teilnehmergruppen
- Warburg Touristik – Informationen zu Tickets, Programmpunkten und weiteren Angeboten
Termine & Programm der Warburger Oktoberwoche (wird bald ergänzt!)
»77. Warburger Oktoberwoche 2026«
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»Achtsam Morden - 1. Buch«
20:00 Uhr | Theater in Warburg, Pädagogisches Zentrum Warburg (PZ)
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Pete Alderton, Carsten Menzel
20:00 Uhr | Konzert in Warburg, Kulturforum Warburg
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Mark Prang Band
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20:00 Uhr | Konzert in Warburg, Musik-Cafe Pfeffermintz
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