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Schokoladentafeln mit verschiedenen Zutaten – Symbolbild zum Alsfelder Genussmarkt
Für alle, die bei Schokolade gern noch ein zweites Mal hinschauen: „Lecker Gedöns“ verbindet süßen Genuss mit einem Bummel durch Alsfeld. Symbolbild | (c) Ri Butov auf Pixabay

(Alsfeld) Nur ein Stückchen? Wer Schokolade liebt, kennt diese Frage – und die Antwort fällt selten endgültig aus. Am 25. Oktober 2026 gibt es in Alsfeld einen guten Anlass, sich Zeit fürs Genießen zu nehmen: „Lecker Gedöns“ bringt süße und herzhafte Spezialitäten in die historische Altstadt. Der als Alsfelder Schokoladenmarkt bekannte Genusstag verbindet kulinarische Entdeckungen mit Fachwerkflair und einem verkaufsoffenen Sonntag.

Lecker Gedöns: Schokolade trifft herzhaften Herbstgenuss

Ein Stück Schokolade darf den Anfang machen. Oder doch lieber etwas Warmes vom Grill? Bei „Lecker Gedöns“ am Sonntag, 25. Oktober 2026 bekommt beides seinen Platz: Der Markt in der Alsfelder Altstadt öffnet von 10 bis 18 Uhr. Veranstalter ist AlsAktiv e. V.

Zum Angebot gehören Schokolade, Pralinen und süße Spezialitäten ebenso wie Steaks, Bratwurst und Suppen. Getränke ergänzen die kulinarische Auswahl. Damit ist der Herbstsonntag auch für alle interessant, die zwischen zwei süßen Kostproben gern etwas Deftiges essen.

Den Schokoladenfachleuten über die Schulter schauen

Bei Live-Vorführungen lässt sich beobachten, wie Pralinen und andere Leckereien entstehen. Schokoladenexpertinnen und -experten sowie weitere Anbieter aus der Region sind dabei. Unser Tipp: Nimm Dir Zeit zum Zuschauen. Wer einmal verfolgt hat, wie aus einer Masse eine kleine Köstlichkeit wird, schaut auf die nächste Praline vielleicht mit ganz anderen Augen.

Verkaufsoffener Sonntag: erst genießen, dann bummeln

Ab 12 Uhr öffnen die Alsfelder Geschäfte. Zwischen Marktständen, Schaufenstern und Fachwerkgassen kannst Du den Tag nach Deinem eigenen Appetit gestalten. Die offizielle Veranstaltungsseite informiert über den Genusstag.

Warum Schokolade so zart schmilzt

Bevor Schokolade auf der Zunge schmilzt, steckt einiges an Handwerk in ihr. Für dunkle und Milchschokolade werden Kakaobohnen geröstet und gemahlen. Die daraus gewonnene Kakaomasse wird je nach Rezept mit Zucker, Kakaobutter und bei Milchschokolade mit Milchbestandteilen vermischt. Weiße Schokolade erhält ihren Kakaoanteil dagegen über die helle Kakaobutter und enthält keine dunkle Kakaomasse.

Beim Feinwalzen werden die festen Bestandteile der Mischung zerkleinert. Das sorgt dafür, dass sich die Schokolade auf der Zunge glatt anfühlt und einzelne Zucker- oder Kakaopartikel kaum wahrnehmbar sind.

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Video zum Alsfelder Schokoladenmarkt – Eindrücke von der Veranstaltung.

Beim anschließenden Conchieren wird die Masse unter Wärme bewegt. Dabei entwickeln sich Geschmack und Konsistenz weiter; unerwünschte flüchtige Aromastoffe können entweichen. Wie lange dieser Schritt dauert, hängt von Rezeptur und Herstellung ab.

Zum Schluss wird die Schokolade temperiert: Gezieltes Abkühlen und Erwärmen lässt die Kakaobutter in einer geeigneten Kristallstruktur erstarren. Gut temperierte Schokolade glänzt, löst sich aus ihrer Form und bricht mit dem typischen Knacken. Die passenden Temperaturen unterscheiden sich je nach Schokoladensorte.

Vollmilch, Zartbitter oder weiß: Was steckt dahinter?

Die Unterschiede beginnen bei den Zutaten. Vollmilchschokolade enthält neben Kakaobestandteilen auch Milchbestandteile. Dunkle Schokolade rückt den Kakao geschmacklich stärker in den Vordergrund. Weiße Schokolade besteht im Kern aus Kakaobutter, Zucker und Milchbestandteilen: Sie ist also keineswegs einfach eine braune Tafel, der die Farbe fehlt.

Auch eine Praline ist mehr als bloß Schokolade im Kleinformat. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit beschreibt sie als mundgerechtes Erzeugnis mit mindestens 25 Prozent Schokoladenanteil. Füllungen und weitere Zutaten eröffnen ganz eigene Geschmackswelten. Genau deshalb lohnt es sich, bei Vorführungen auf die kleinen Arbeitsschritte zu achten.

Ein kleines Stück Genuss mit nach Hause nehmen

Eine hübsche Auswahl für zu Hause verlängert den Ausflug – vorausgesetzt, die Schokolade wird gut aufbewahrt. Das Bayerische Landesamt empfiehlt einen trockenen, kühlen Platz, geschützt vor Licht und Luft, bei etwa 12 bis 20 Grad. Lagere sie außerdem getrennt von stark riechenden Lebensmitteln: Schokolade nimmt fremde Gerüche leicht an.

Unser Genusstipp: Lass ein kleines Stück langsam auf der Zunge schmelzen, bevor Du zum nächsten greifst. So bleibt Zeit, Schmelz und Geschmack wahrzunehmen. Und vielleicht wird aus der mitgebrachten Tafel ganz nebenbei ein guter Anlass, Freunde zum Kaffee einzuladen.

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Schokoladen-Genuss: Das ist unser Ww-Tipp!

Heiße Schokolade für zu Hause: Erwärme 200 ml Milch oder einen Pflanzendrink in einem kleinen Topf. Rühre 20 bis 30 g gehackte Zartbitterschokolade ein und lass sie bei kleiner Hitze schmelzen. Eine Prise Zimt oder etwas Vanille passt dazu. Je nach Kakaogehalt kannst Du nach Geschmack süßen.

Außer als Praline oder Riegel kann man Schokolade natürlich noch auf unzählige weitere Arten genießen. Ob als Trinkschokolade, wohlduftendes Bad oder als zu einem kleinen Kunstwerk geformte Deko, da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt!

Heiße Schokolade mit Buch und Herbstlaub auf einem Tablett
Ein warmer Becher, ein ruhiger Moment: Trinkschokolade passt wunderbar zu einem gemütlichen Herbsttag. Symbolbild | (c) Pixabay

Fachwerk als Zugabe: ein Spaziergang durch Alsfeld

Wer beim Bummeln nur auf die Auslagen schaut, verpasst in Alsfeld etwas. Das historische Rathaus am Marktplatz wurde zwischen 1512 und 1516 errichtet. Auf seinem spätgotischen steinernen Unterbau erhebt sich das markante Fachwerk. Schon das Erdgeschoss diente einst als Markthalle – Handel und Stadtleben haben hier also eine lange gemeinsame Geschichte.

Ein kleines Detail für Deinen Rundgang: An der linken Ecke des Rathauses befindet sich die „Alsfelder Elle“, ein historisches Längenmaß. Es lohnt sich, zwischendurch den Blick von der Schokolade zu heben. Für weitere Termine und Ausflugsideen geht es hier zu den aktuellen Veranstaltungen in Alsfeld.

Anreise, Parken und praktische Tipps

Mit Bahn und Auto: Alsfeld liegt an der Zugverbindung zwischen Gießen und Fulda. Vom Bahnhof erreichst Du das historische Zentrum nach Angaben der Stadt in wenigen Gehminuten. Mit dem Auto gelangst Du über die A5 und die Anschlüsse Alsfeld-Ost oder Alsfeld-West in die Stadt. Details findest Du auf der städtischen Anreiseseite.

Parken: Die Stadt nennt unter anderem die Stadthalle in der Jahnstraße und den Parkplatz an der Bleiche als kostenlose Parkmöglichkeiten. Für einen längeren Bummel ist das praktisch. Die Parkplatzübersicht der Stadt Alsfeld zeigt weitere Standorte und Lademöglichkeiten. Achte vor Ort auf die Beschilderung und mögliche Veranstaltungsregelungen.

Mit Kindern und für eine Pause: Eine öffentliche Toilette in der Neurathgasse ist laut städtischer Veranstaltungswebsite von 7 bis 21 Uhr geöffnet. Die Toilette im Weinhaus ist über die Obergasse barrierefrei zugänglich und mit Euroschlüssel rund um die Uhr nutzbar. Im Tourist Center gibt es während dessen Öffnungszeiten eine Wickelstation. Die offizielle Übersicht hilft bei der Orientierung.

Kontakt: Tourist Center Alsfeld, Rittergasse 3, 36304 Alsfeld, Telefon 06631 / 182-165, E-Mail tca@stadt.alsfeld.de.

Lecker Gedöns 2026 auf einen Blick

Wann? Sonntag, 25. Oktober 2026, 10–18 Uhr.
Wo? Alsfelder Altstadt, 36304 Alsfeld.
Was? Schokolade und Pralinen, herzhafte Spezialitäten, Getränke und Live-Vorführungen.
Einkaufen? Verkaufsoffener Sonntag ab 12 Uhr.
Veranstalter? AlsAktiv e. V.

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Von Wildwechsel

Online-Redaktion des Printmagazin Wildwechsel. Wildwechsel erscheint seit 1986 (Ausgabe Kassel/Marburg seit 1994). Seit 2021 erscheint Wildwechsel ausschließlich online. Laut Auswertung hat sich dadurch die Zahl der Leser noch mal deutlich gesteigert.

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