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(Bad Arolsen) Messing blitzt im Licht, das Schlagzeug zählt an, und acht Stimmen aus Metall setzen ein, als würde sich ein Vorhang aus Klang öffnen. und plötzlich steht ein bekannter Ohrwurm wie ein heller Scheinwerfer im Raum, neu gezeichnet, kantiger, groovender, mit einem Augenzwinkern in der Klangfarbe. Mr. Brassident live im BAC Theater steht für eine ausgewöhnliche Power-Brass-Band die bekannte Titel in einen brassigen Live-Sound überträgt – mit Trompeten, Posaunen, Saxofon, Sousafon und Schlagzeug.

Brass-Band Mr. Brassident live im BAC Theater: Was steckt hinter der achtfachen Bläserpower?

Am Samstag, den 14. März 2026, steht im BAC Theater in Bad Arolsen ein Konzerttermin im Kalender, der ein Prinzip feiert, das im Live-Kontext besonders spannend wirkt: bekannte Titel, gespielt von einer Brass-Formation. Hinter dem Namen Mr. Brassident steckt eine Power-Brass-Band aus dem Münsterland in Nordrhein-Westfalen, aktiv seit Ende 2016. Rund acht Musiker formen ein Setup, das klassisch und modern zugleich denkt: Trompeten, Posaunen, Saxofon, Sousafon und Schlagzeug – also jene Zutaten, mit denen Pop-, Rock- und Funk-Hits nicht einfach „nachgespielt“, sondern in eine handgemachte Bläsersprache übersetzt werden.

Die Band beschreibt ihr Programm als Mix aus Rock, Pop, Funk, Soul, Jazz und sogar Metal-Covern – arrangiert in brassigem Live-Sound. Gerade diese Idee – ikonische Melodien mit Blasinstrumenten und Drums neu zu beleuchten – macht den Kern des Abends aus: Wiedererkennen trifft auf Überraschung, Hooklines bleiben, doch Dynamik, Akzentsetzung und Klangfarben ändern sich. Das Ergebnis ist kein stiller Konzertabend im klassischen Sinne, sondern ein Format, das laut den verfügbaren Live-Eindrücken stark auf Energie, Groove und Interaktion setzt.

„Blaskonzert der Extraklasse: Mr. Brassident in Bad Arolsen“ – was bedeutet das musikalisch?

Die Formulierung „Blaskonzert“ trifft den Rahmen – und gleichzeitig greift sie zu kurz, wenn es um die Mechanik hinter einer Brass-Coverband geht. Denn bei Mr. Brassident wird Popkultur nicht über Gitarrenpedale, Synth-Flächen oder Studioeffekte transportiert, sondern über Atem, Ansatz, Ventile, Züge und ein Drumset, das den Puls klar nach vorn schiebt. Eine Trompete kann eine Gesangslinie nachzeichnen, eine Posaune kann den „Antwort“-Hook liefern, das Saxofon kann zwischen beiden Rollen wechseln – während Sousafon und Drums die untere Etage stabil, warm und druckvoll halten.

Diese Art Arrangement bringt eine Besonderheit mit sich: Die Musik bleibt analog, greifbar und lebendig. Statt perfekt glattpolierter Pop-Produktion entsteht ein Sound, der Ecken zeigen darf – mit sauberen Hits, aber auch mit Luft im Ton, mit hörbarer Kraft, mit einer Energie, die im Raum entsteht. In der Sprache moderner Genres lassen sich dafür passende Begriffe finden: ein groovy Funk-Backbone, ein brassy Pop-Gestus, dazu stellenweise die Wucht von rockigen Riffs – und, wo Metal-Quellen anklingen, eine rhythmische Härte, die aus dem Schlagzeug und den tiefen Stimmen kommt, ohne dass Saiteninstrumente nötig wären.

Genau hier liegt das „besondere Erlebnis“, das in Beschreibungen solcher Shows oft mitschwingt: Bekannte Titel wirken wie neu, weil das vertraute Material auf einem anderen Klangkörper landet. Es geht nicht um einen Effekt um des Effekts willen, sondern um eine Perspektivverschiebung – ähnlich wie bei einer Coverversion, die den Song in ein neues Licht rückt. Bei Brass-Arrangements ist dieses Licht häufig heller, direkter und körperlicher.

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„Achtfache Blässerpower live im BAC“ – wer steht auf der Bühne?

Die Formation wird als achtköpfig beschrieben. Genannt sind die Bandmitglieder und ihre Rollen:

  • Trompeten: Jarek Schönfeld, Franz Hösing
  • Posaunen: Jochen Niehaves, Michael Vorholt
  • Saxofon: Holger Hobing
  • Sousafon: Uli Meyering
  • Drums: Wilm Flinks, Jan Risthaus

Schon diese Aufstellung zeigt, wie das Klangbild gebaut wird. Die Trompeten liefern häufig die klaren, strahlenden Spitzen – ideal, um markante Melodien aus Pop und Rock zu übernehmen. Posaunen können harmonisch stützen, aber auch „schieben“: Sie setzen Akzente, bauen Spannungsbögen und geben dem Arrangement Breite. Das Saxofon hat als farbiger Allrounder eine besondere Rolle: mal Lead, mal Hook, mal Bindeglied zwischen hoch und tief. Das Sousafon übernimmt den Bass-Part – nicht nur als Fundament, sondern als bewegliche Linie, die den Groove atmen lässt. Und die Drums sind die Schaltzentrale für Drive, Breaks und jene Momente, in denen ein Publikum hörbar reagiert.

Bekannte Songs als Bläser-Arrangement: Warum wirkt das live so unmittelbar?

Ein zentraler Reiz entsteht aus dem Kontrast: Viele Pop- und Rock-Hits sind im Original stark studiozentriert. Synthesizer, Gitarrenlayer, Vocal-Stacking, Effekte, Samples – all das ist Teil der Identität. Eine Brass-Band muss diese Identität anders bauen. Sie kann nicht einfach „kopieren“, sondern muss „übersetzen“ so die Band über sich. „Übersetzen“ bedeutet im Kontext eines Brass-Arrangements zunächst: Eine Vorlage wird nicht bloß nachgespielt, sondern in eine andere Klanglogik übertragen. Der Kern eines Songs – Melodie, Hook, Rhythmusgefühl – bleibt als Orientierung erhalten, während die Mittel sich ändern: Statt Stimme, Gitarre oder Synths übernimmt ein Bläsersatz das Material.

Das Konzept lebt davon, Vorlagen so zu arrangieren, dass Blasinstrumente nicht nur Begleitung sind, sondern Hauptmotor. Genau diese Logik verbindet die genannten Genres unter einem gemeinsamen Dach.

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In Live-Clips tauchen beispielhafte Titel auf, darunter »Take On Me« und »Gimme Some Lovin«. Beide Stücke sind in ihren Originalversionen eng mit prägnanten Hooks verbunden. Im Brass-Kontext werden diese Hooks häufig noch „sichtbarer“, weil sie von Bläsern mit klarer Artikulation nach vorn gestellt werden. Gleichzeitig verschiebt sich die Körperlichkeit: Die Luftsäule ersetzt das Gitarrensustain, das Schlagzeug hält den Rahmen, das Sousafon zeichnet die Bassbewegung mit einem warmen, runden Charakter nach.

Wer sich fragt, wie „kino- und fernsehbekannte“ Musik als Brass-Set funktionieren kann, findet im Prinzip dieselbe Antwort: Themen und Motive sind oft sehr melodiebetont – und damit prädestiniert für Bläser. Die Kunst liegt im Arrangement: Welche Stimme übernimmt das Thema? Wo sitzt die Harmonie? Welche Gegenmelodie hält die Spannung? Wo entstehen Breaks, in denen die Band mit Stille arbeitet, bevor der Groove wieder einsetzt?

Live-Eindrücke aus dem Netz: Energie, Groove und kurze Publikumsstimmen

Konzerte von Mr. Brassident werden im Web durchgehend als dynamisch, direkt und groovebetont beschrieben. Auch die Art, wie in Kommentaren reagiert wird, passt dazu: Das Feedback ist meist kurz, informell und emotional, zeigt aber, welche Wirkung die Formation mit ihren Shows erreicht.

Der Abend im BAC Theater Bad Arolsen: Termin, Ort, Rahmen

Für Bad Arolsen bedeutet dieser Termin eine Begegnung mit einem Bandformat, das in Deutschland seit Jahren an Sichtbarkeit gewinnt: Brass-Acts, die zwischen Popkultur und Blasmusik vermitteln, ohne in traditionelle Schubladen zu passen. Mr. Brassident steht dabei für eine Variante, die stilistisch breit aufgestellt ist – von Soul-Grooves bis zu Rock-Kanten, von Pop-Hooks bis zu rhythmischer Härte aus Metal-Quellen.

FUN-FACT: Als kurzer Hinweis zur Verwechslungssicherheit: Mr. Brassident ist nicht die 90er-Eurodance-Gruppe „Mr. President“ (bekannt durch »Coco Jamboo«), sondern eine Brass-Band mit Schwerpunkt auf Cover-Arrangements im Live-Sound.

Achtfache Bläserpower live im BAC: Instrumente, Rollen, Klangidee

Die Band arbeitet mit einer klassischen, schlagkräftigen Kombination aus Blasinstrumenten und Drums. Genannt werden Trompeten, Posaunen, Saxofon, Sousafon und Schlagzeug. Diese Besetzung ist ein deutlicher Hinweis auf das Klangziel: Melodie, Harmonie und Rhythmus kommen nicht aus Studiolayern, sondern aus dem Zusammenspiel von Atem, Ventilen, Zügen, Holzblättchen, Bassfundament und Schlagzeugpuls.

Im Kern lässt sich das Ensemble als Bündel verschiedener Aufgaben verstehen, die zusammen ein dichtes Live-Bild ergeben:

  • Trompeten stehen häufig für helle Konturen, prägnante Signale, markante Linien und melodische Spitzen.
  • Posaunen liefern tragfähige Mittellagen, rhythmische Figuren und kraftvolle Satzmomente, die den Sound auffächern und verdichten können.
  • Saxofon ergänzt das Gesamtbild mit einer Stimme, die zwischen weich und kernig variieren kann – je nachdem, wie das Arrangement Spannung erzeugen soll.
  • Sousafon übernimmt die Tieftonrolle und setzt ein Fundament, das den Groove stabil hält und melodisch mitdenken kann.
  • Schlagzeug sorgt für Puls, Akzente und klare Übergänge – entscheidend dafür, ob ein Song eher in Richtung Funk, Rock oder poppigem Drive kippt.

Das Programm wird als Mischung aus Rock, Pop, Funk, Soul, Jazz und Metal-Covern beschrieben. In dieser Bandbreite steckt eine klare Idee: Wiedererkennbare Motive sollen so arrangiert sein, dass sie in einem Bläsersatz nicht nur „mitlaufen“, sondern ein eigener, analoger Körper werden. Typische Genre-Wörter, die in dieses Konzept passen, sind etwa groove, riff und brassy punch – weil sie beschreiben, wie Rhythmus, Wiederholung und Energie in einem Brass-Setup zusammenfinden.


FAQs: Häufige Fragen zu Mr. Brassident und dem Auftrittsrahmen in Bad Arolsen
  • Seit wann gibt es Mr. Brassident?In den vorliegenden Informationen wird genannt, dass Mr. Brassident seit etwa Ende 2016 aktiv ist.
  • Wie viele Musiker stehen bei Mr. Brassident auf der Bühne? – Die Formation wird als rund achtköpfige Band beschrieben.
  • Welche Musik spielt Mr. Brassident – eher Pop oder eher Jazz? – Die Band beschreibt ihr Repertoire als Genre-Mix: Rock, Pop, Funk, Soul, Jazz und sogar Metal-Cover. Im Zentrum stehen bekannte Titel, die als Brass-Arrangements neu aufgebaut werden.
  • Welche Instrumente prägen den Sound? – Trompeten, Posaunen, Saxofon, Sousafon und Schlagzeug bilden die Basis. Der tiefe Druck kommt häufig aus Sousafon und Drums, die Melodien und Hooks liegen oft in Trompeten und Saxofon, während die Posaunen Breite und Akzente liefern.
  • Welche Song können erwartet werden? – »Take On Me« und »Gimme Some Lovin« gehören laut Live-Mitschnitten auf Youtube zu ihrem Repertoire. Die Titel stehen exemplarisch für den Ansatz: vertraute Hooks in einem brassigen Live-Gewand.


Aktuell im BAC Theater in Bad Arolsen

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Von Wildwechsel

Online-Redaktion des Printmagazin Wildwechsel. Wildwechsel erscheint seit 1986 (Ausgabe Kassel/Marburg seit 1994). Seit 2021 erscheint Wildwechsel ausschließlich online. Laut Auswertung hat sich dadurch die Zahl der Leser noch mal deutlich gesteigert.

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