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Giora Feidman wurde schon mit 18 Jahren als Klarinettist im Orchester des Teatro Colón in Buenos Aires aufgenommen.

82 Jahre weilt er schon auf der Welt und spielt noch immer mit Begeisterung Musik. Prinzipiell spielt Giora Feidman alles, ob Mozart oder lateinamerikanische Klänge. In seinem neuen Programm »Klezmer Bridges« spielt er sich zusammen mit dem Rastrelli Cello Quartett zurück zu seinen Wurzeln: dem jiddischen Klezmer.

Was ist Klezmer?

Klezmer ist eine jiddische Volksmusiktradition, der sich ab dem 1500 Jahrhundert entwickelte. Es wird meist mit Violine, dem sogenannten tsimbl (Schlaginstrumentart), einem Kontrabass oder Cello und einem Flötinstrument gespielt. Klezmer wird als weltliche, nichtliturgische Musik vor allem bei Hochzeiten und anderen Festen gespeichert.

„Ich spiele Klarinette, um meine Gefühle mit den Mitmenschen zu teilen“ – Giora Feidman auf seiner Website über sich selbst.

Giora Feidmans Eltern entstammen einer Familie von Klezmorin (so nennt man jiddische Musiker, die Klezmer spielen) aus dem osteuropäischen Raum. Anfang des 20 Jahrhunderts mussten sie aufgrund der zunehmenden Judenfeindlichkeit in Europa nach Südamerika fliehen. Im Laufe seiner Karriere verließ Feidman Südamerika, um unter anderem in Tel Aviv und New York zu spielen.

Die bewegte Geschichte Feidmans spiegelt sich in der Musik wieder. Werke von Sam Liberman, Carl Orff, aber auch den Beatles und anderen geben einen breiten Einblick, wie sich Klezmer anhört. Denn der ist für Feidman die Sprache der Seele, ein jüdischer Soul.

» Mittwoch, 14.11.2018, Giora Feidman & Rastrelli Cello Quartett, Kloster Bredelar, Marsberg-Bredelar

» Website von Giora Feidmann

» Website vom Rastrelli Cello Quartett

Von Lukas Nickel

Freier Autor

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