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Eine Innen- und Außenbesichtigung des Marburger Hexenturms steht beispielsweise bei der Stadtführung am 4. August auf dem Programm. | (c) Patricia Grähling
Eine Innen- und Außenbesichtigung des Marburger Hexenturms steht beispielsweise bei der Stadtführung am 4. August 2021 auf dem Programm. | (c) Patricia Grähling

(Marburg) Um den Menschen die spannende Geschichte Marburgs näher zu bringen, organisiert die Veranstaltungsreihe »Sommerstadt Marburg« Stadtführungen, die unter dem Oberthema Hexenverfolgung stehen. Ein Thema, das mit der Geschichte des Ortes stark verwoben ist.

Als Teil des städtischen Hilfspakets »Marburg miteinander – gemeinsam durch die Krise« werden am Mittwoch, dem 4. August 2021, und am Donnerstag, dem 5. August 2021, jeweils ab 17 Uhr Führungen durch Marburg angeboten, die vor allem über die Geschichte Marburgs im Zusammenhang der Hexenverfolgungen aufklären wollen. Die Veranstaltungsreihe bietet auch darüber hinaus andere pandemiegerechte Kulturveranstaltungen an. Dabei kooperieren sie mit dem Stadtmarketing Marburg und dem Marbuch-Verlag.

Hexenverfolgung in Marburg: Von Hexen und Heilmitteln

Die Führung am Mittwoch steht unter dem Oberthema »Von Hexen und Hebammen«. In diesem Rahmen stellt die Marburger Kulturwissenschaftlerin Marita Metz-Becker das Thema »Hexenverfolgung in Marburg« anhand von Prozessprotokollen und Fällen vor, die in der Literatur beschrieben wurden.

Marita Metz-Becker arbeitet als Professorin für Kulturwissenschaften an der Philipps-Universität Marburg. Bei der neuen Attraktion der Stadt rund um das Thema Hexenverfolgung übernimmt sie die Leitung.

Hier geht es vor allem darum, wo und wann genau in Marburg die Verfolgungen stattfanden. Auch wird diskutiert, wie die Rechtsprechung aussah und wie die damalige Gesellschaft mit dem Thema umgegangen ist. Dabei liegt der Fokus unter anderem auf den »Hexendeutungsmustern«, die damalige Menschen dazu verleitet haben, ihre Mitmenschen anzuklagen.

Anschließend beginnt die Führung am Hexenturm mit einer Innen- und Außenbesichtigung und endet schließlich in der Elisabethkirche. Dort lernen die Teilnehmer mehr über das Thema Heilkunst und Hebammen in der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Geschichte anhand von Gemälden und Skulpturen.

Auf den Spuren hessischer Landgräfinnen

Das Marburger Landgrafenschloss prägt die nordhessische Region und verfügt über eine jahrhundertlange Geschichte, bei welcher auch die Hexenverfolgung eine Rolle spielt.

Am Donnerstag ist das Thema »Von Hexen und Landgräfinnen« . So geht es dann um um berühmte hessische Landgräfinnen und ihre Rolle bei den Hexenverfolgungen. Auch diese Führung wird von Marita Metz-Becker geleitet. Sie geht unter anderem auf die Baugeschichte des Marburger Schlosses und in diesem Zusammenhang die Rolle der Frauen ein. So erfahren die Teilnehmer unter anderem mehr über Hedwig Sophie, die zum Beispiel während des Hexenprozesses gegen Katharina Lips regierte.

Wie erfolgt Deine Anmeldung?

Anmeldungen werden per E-Mail an die Adresse kaz@marbuch-verlag.de unter Angabe von Postanschrift und Telefronnummer entgegen genommen. Die Teilnahme ist kostenlos und der Treffpunkt wird den Teilnehmern erst nach der Anmeldung mitgeteilt. Weitere Informationen gibt es auf der Website der Veranstaltungsreihe.

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Von Madeline Widmann

Hallo :) Mein Name ist Madeline, ich bin 18 Jahre alt und mache zurzeit ein Praktikum beim Wildwechsel, um Erfahrungen im Schreiben zu sammeln. Davor hab ich mein Abitur gemacht und in dem Rahmen auch schon Praktika bei anderen Zeitungen gemacht. Meine Freizeit verbringe ich mit lesen und schreiben. Und ich habe einen Hund :)

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