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Eigentlich ist dieses Album überhaupt gar nicht mehr dafür geeignet, im Jahre 2018 in irgend einem Review zu erscheinen. Denn, genau genommen wurde Andreas Grossers „Venite Visum“ bereits 1981 als Kleinstauflage auf York House Recordings veröffentlicht.

Der Ost-Berliner nahm die atmosphärischen, klanglich komplexen Songs vor seiner Übersiedelung in den Westen auf, bevor er einen Karriereweg als weltweit anerkannter Mikrophontechniker einschlug. Aber die Affinität für präzise Sounds, deren Dynamik dem Klangbild eine unfassbare Tiefe gibt ist auch hier schon das bestimmende Element.

Komplexe rhythmische Strukturen finden sich auf „Venite Visum“ eher nicht, hier handelt es sich um langsame, atmosphärische, treibende und teilweise bis zu 20 Minuten lange Ambient-Tracks. Die Musik ist spacig, hypnotisch und würde auch im Jahre 2018 noch so manche dilettant zusammengeschusterte Ambient-Techno-Platte locker in den Schatten stellen. Großartig! Anspieltipps: Inspirations From The Mental Realm, Variation On A Pentatonic Motion, 3C 123, The Quantum Jump

Von Frank Booth

Freier Autor

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