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Was auch immer man von Mando Diao erwartet – dieses Album überrascht sicher. Weniger lauter, druckvoller Indie-Rock

(wie „Dance with somebody“), sondern fast ausschließlich ruhige Klänge, und was viele noch mehr überraschen dürfte – die fünf Schweden singen nicht wie gewohnt auf Englisch, sondern in ihrer Muttersprache.

Björn Dixgårds und Gustaf Noréns unverwechselbare Stimmen werden zum Spielen rausgelassen. Sie dürfen all ihre Register ziehen, alles zwischen laut und leise, rau und sanft. Hinter den Melodien schimmern immer wieder musikalische Anspielungen auf schwedische Volksmusik hervor, insgesamt ist es auf keinen Fall Indie-Rock, eher Folk mit Geigen (und durchaus ein paar Gitarren).

Textlich bewegt sich die schwedische Band auf den Pfaden des Dichters Gustaf Fröding, der 2011 seinen 100. Todestag feierte. Die Texte sprechen von Jugend und Alter und von Wehmut. Der Schönheit der Natur und gesellschaftlichen Problemen. Eine wunderbare Stimmung, auch wenn man von den Texten kaum etwas bis nichts versteht. Wer sie versteht, wird an der Tiefgründigkeit Frödings sicher gefallen finden. Der Klang dieser Sprache ist ein ganz besonderer!

Infruset“ ist sicher auch eine Liebeserklärung an die Heimat. In Schweden verdiente Nummer 1.

Von Maria Blömeke

Ehemaligen Ww-Redakteurin

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