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Nicht nur Köln kann es! Natürlich wird auch in der Ww-Region ordentlich geschunkelt! Hier gibt es eine Auswahl der Highlights der närrischen Zeit! Die Region, wie sie lacht und tanzt! Von traditionell bis Party.
Ob man jetzt Karneval, Fasching oder Fastnacht sagt, ist regional sehr unterschiedlich, teilweise sogar von Ort zu Ort. Die Karnevalstage des eigentlichen Hochfestes werden nach Blumen benannt: Nelkensamstag, Knopsen- oder Tulpensonntag, Rosenmontag und Veilchendienstag. Dabei gibt es die Theorie, dass der Rosen-Montag seinen Namen nicht von der Pflanze, sondern vom Verb „rasen“ hat. Ob aber Helau, Alaaf, Schurri oder Hasi Palau, gemein sind allen viel Fantasie und viel Lebensfreude beim leidenschaftlichen Feiern.
Die Prinzen und Dreigestirne sind meist schon proklamiert, doch jetzt im Februar stehen die Narren ihrem „Weihnachtsfest“ gegenüber: der Prunksitzung, wo alles an Show und Bütt aufgefahren wird, was geht. So wird in der nordhessischen Karnevalshochburg Borken am 7.2. die Prunk- und Fremdensitzung gefeiert. Traditionell sind es besonders die Frauen, die es am Karnevalsdonnerstag oder auch Altweiberfastnacht besonders bunt treiben. Viele gehen verkleidet zur Arbeit oder in die Schule. Mit im Gepäck der „Weiber“: eine Schere. Die rückt – zweideutig – Krawatten und Schnürsenkeln der Herren zu Leibe. Am 12.02. ist Weiberfastnacht-Party in Besse (Bilsteinhalle) und am 13.02 rocken die Merzhäuser Glucken die Mehrzweckhalle in Willingshausen.
Verurteilt werden jedes Jahr Prominente in Lohfelden. Das Narrengericht tagt am 15.02. um 14:11 Uhr.
Der Samstag ist vielerorts ein Tag für Kostüm- und Maskenbälle oder natürlich auch für Sitzungen. Das Motto des Kostüm- und Faschingsballs in Felsberg ist „Zirkuswelt“. In Lohfelden ist „Karneval am Loh“ im Bürgerhaus, aber auch in Alsfeld und Guxhagen ist was los!
Viele Karnevalsumzüge finden schon sonntags statt, zum Beispiel in Guxhagen. Hier wird auch, wie in Lohfelden, das Rathaus gestürmt. Dort halten die Narren Gericht.
Besonders lieben natürlich die Kinder allerorts den Karneval! In vielen Orten gehen sie verkleidet von Haus zu Haus und sammeln Süßigkeiten. Meist am Karnevalssonntag gibt es in vielerorts eigene Kinderkarnevals-Veranstaltungen, wie zum Beispiel in der Hann. Mündener Kulturscheune Queck, im Dorfgemeinschaftshaus Hutzdorf bei Schlitz, im Bürgerhaus Lohfelden oder im KFZ in Marburg sind die kleinen Narren los!
Klassischer Tag für Umzüge ist natürlich der Rosenmontag, wenn liebevoll gestaltete Wagen durch Städte und Dörfer ziehen und fantasievolle Kostüme bewundert werden können. Neben Schnaps gibt’s natürlich reichlich „Kamelle!“ in Fritzlar, Holzhausen am Hahn, Herbstein oder Naumburg. Mehrfache Deutsche Meister tanzen in Baunatal am 14.02. zur Jubiläumssitzung 66 Jahre GCG. Anschließend wird natürlich gefeiert. In Lohfelden bei der Prunk- und Galasitzung im Bürgerhaus. Auch im Kasseler Stadtteil Wehlheiden findet ein Rosenmontagsball statt.
Erst am Faschingsdienstag wird in Gemünden an der Wohra das Rathaus gestürmt. Dann zieht auch der Kinderumzug durch Fritzlar.
Wer eher Party statt Sitzungen mag, ist vielleicht bei der Sinnlust „We Are Karneval“ in Kassel, am 14.2, besser aufgehoben. Auch die Hazienda in Treysa feiert ihren Karneval am 14.2.
Am Aschermittwoch ist alles vorbei, heißt es in vielen katholischen Gegenden, denn nun hat die Fastenzeit begonnen und damit sind Alkohol, Süßigkeiten und Fleisch streng genommen tabu. Doch vielerorts ist der Aschermittwoch auch ein Tag der Politik, wie beispielsweise in Fulda oder Lohfelden. Meist in protestantischen Gegenden wird an diesem Tag aber noch einmal richtig aufgedreht. Ob aus Protest gegen die strengen Fastenregeln der anderen Konfession? Teilweise aber auch, weil traditionell der Karneval später gefeiert wurde und sich der Termin gehalten hat. (mb)

» Mehr Infos & Termine im Terminator

Von Maria Blömeke

Ehemaligen Ww-Redakteurin

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