Wildwechsel-Plattenkritiken
Plattenkritiken aus dem Wildwechsel 2002


THE GREAT CRUSADES
Never Go Home
Glitterhouse

3 mal Brian , 1 mal Christian, das sind die Great Crusades aus Chicago - eine der besten Live-Bands der USA. Mit »Never Go Home« legen die stilsicheren Rocker nun ihr vorzüglich drittes Album vor. Welchen musikalischen Vergleichen mußten sie nicht alle standhalten, von Nick Cave über Tom Waits bis Springsteen oder den Tindersticks war die Rede. Von allem etwas mag gut sein, aber mit dickem eigenen Stempel. Musik für alle die länger an der Theke sitzen als andere, hies es mal, stimmt! Wuchtige Rocker, schwebende balladeske Zuckerstücke. Mit »Runaway« gelingt den Crusades zudem noch ein Roadmoviesong, wie er schöner nicht sein kann. In einem gerechten Musikleben, wäre dieses Songheiligtum aus dem Radio nicht mehr wegzudenken. Schlicht ein Klasse Album. Der Ww präsentiert die Band live am 30.11. in Schrecksbach. (hs)


RAINER
The Farm
Glitterhouse/Indigo

Ganze drei Jahre nach dem Tod seines Freundes Rainer hat es gedauert, bis sich Howe Gelb an die letzten Aufnahmen herangewagt hat, um sie zu einem finalen Album zusammenzustellen. Versammelt sind 18 Titel des Ausnahmegitarristen aus Tucson/Arizona, die er in den Wochen vor seinem Tod immer dann aufnahm, wenn es seine Kräfte zuließen. Herausgekommen ist das vielleicht beste Album von Rainer. Deutlich zu hören sind seine Wurzeln im Blues eines B.B. King oder Buddy Guy, als diese noch erdig und sehr reduziert aufgenommen haben. Rainer erweist sich dabei einmal wieder als exzellenter Virtuose und Songwriter. So überzeugt er mit seinen filigranen Instrumentals, meist eingespielt auf einer National Steel, und tiefgehenden Songs, wie z.B. die herausragenden Titel "Oasis" und "Lets Pretend To Be Happy". Ein berührendes Meisterwerk! (kf)


DUIVELSPACK
Margaritas ante Porcos
Eigenvertrieb

Die Spielleute aus Detmold melden sich zurück und werfen Perlen unter die Säue. Wer staunend die herrlichen Satzgesänge der drei hört und an Studiotricks denkt, sei versichert: Die klingen live genauso! Und schneiden dazu noch Grimassen und haben das Publikum fest im Griff. Ja, es ist ja wahr, so raffinierte Chorsätze hatten die rauen Spielmänner anno dunnemals noch nicht im Repertoire und manches Arrangement klingt eher nach dem Folkrevival der 70er als nach Mittelalter-Purismus. Na und? Es macht einfach Spaß, den drei sympathischen Spaßvögeln aus Theotmalli zuzuhören. Nummern wie »Schockschwerenot«, »Duivelspack« und »Drei Musikanten« sind längst straßenerprobt und auch die neuen Ausgrabungen können sich hören lassen. Bezug:
[ www.duivelspack.de ] (lj)


SINEAD O'CONNOR
Sean-Nós Nua
Roadrunner

Old Style but new - im alten Stil und doch neu, so könnte man den irischen Albumtitel übersetzen. Musikalisch hat sich die stimmgewaltige Irin auf ihre Wurzeln besonnen. Sinead O' Connor hat sich mit einigen Größen der irischen Folkszene zusammengetan, um eine ganze Reihe traditioneller irischer Songs in ein sensibles, zartes Popgewand zu hüllen. Traumhafte Erinnerungen an die grüne Insel werden wach - bei Song-Balladen wie »Molly Malone«, der wohl bekanntesten Fischverkäuferin aus dem 19. Jahrhundert. Oder beim Klassiker »Paddy's Lament«, der Klage eines Manne, der aus Irland nach Amerika floh, um dort dann wieder in den Bürgerkrieg geschickt zu werden. Wer bereits die zauberhafte EP »Gospel Oak« von Sinead mochte, wird dieses Album lieben. Zum Jahresschluss ein großes, besinnliches, wunderschönes Album. Vielleicht ihr Bestes! (hs)


ORCHESTRA BAOBAB
Specialist In All Styles
World Circuit/Indigo

Die Geschichte des Orchestra Baobab klingt ähnlich wie die des Buena Vista Social Clubs. 1970 wurde die Band gegründet, um in einem Club namens "Baobab" in Dakar die Menschen zu unterhalten. Durch die großartige Musik wurde auch der Name des Clubs populär. Was die Gruppe so herausragend macht, ist die Leichtigkeit, mit der sie unterschiedliche afrikanische Musiktraditionen mit kubanischen Rhythmen zu einem eigenen Stil vereinen. 20 Jahre später gelang es dem Labelchef von World Circuit, die Band zu einem Comeback zusammenzubringen. So, als ob keine Zeit vergangen wäre, spielen die Musiker in alter Frische auf und es wirkt nach wie vor locker und extrem angenehm. Einen Gastauftritt haben dabei Youssou N'Dour und Ibrahim Ferrer. Zeitlos schön! (kf)


 

NO JAZZ
No Jazz
Q-Rious/Warner

Warum nur, warum behaupten die 5 Jungs aus Frankreich hartnäckig, sie würden »no jazz« machen??? Angst davor durch das Jazz-Etikett nur elitäres Volk anzulocken? Das hier groovet und swingt jedenfalls wie Sau und kommt so virtuos und synkopenreich herüber, dass selbst ein Herr Mangelsdorff seine helle Freude hätte. Doch das ungestüme Quartett will mehr: Die Elektronikfreaks sollen abdriften, die HipHopGemeinde Respect zollen, der Dancefloor in Trance geraten. Und das klappt - dank einer wunderbaren Zusammenarbeit einer hochkarätigen Band, eines Nightlife-erfahrenen Pariser DJs namens Mike und dem genialen Produzenten-Opa Theo Macero, der schon Ikonen wie Charles Mingus und Miles Davis den letzten Schliff verpasste. Mehr als cool! (lj)


MISS WYOMING
Frogs Never Lie
Frog Sound/Shuttlemedia

Das gute alte Konzeptalbum, das in den Siebzigern seine großen Tage hatte, feiert ab und zu eine Renaissance. Diesmal ist es ausgerechnet eine deutsche Newcomerband, die es wagt, ihr Debütalbum mit einem Konzept zu hinterlegen. Frischer, frecher und erfreulich unverkrampfter Pop ist es trotzdem geworden! Es geht um das Auf und Ab einer großen Liebe, die Stücke sind raffiniert aufeinander bezogen. Zahlreiche musikalische Einflüsse sind spürbar. Als Gäste wurden dann auch Hochkaräter wie Andy Cox (FINE YOUNG CANNIBALS) und das Radio-Orchester Budapest einbezogen, für die Produktion stand Dave Anderson (Blacks »Beautiful Life«) gerade. Unüberhörbar ist auch der BEATLES-Einfluss, als Single wurde dann auch ihr »Run For Your Life« ausgekoppelt, der einzige Coversong. (lj)


SCHANDMAUL
Narrenkönig
F.A.M.E./BMG

Präziser, vorwärtstreibender, gnadenloser auf den Punkt präsentieren sich SCHANDMAUL auf dem aktuellen Album. Knappe Themen, die geschickt wiederholt und variiert werden, ein wuchtiger Sound und eine ungewohnte Härte von Gitarre und Bass kontrastiert mit den Klängen von Flöte, Geige und Ziehharmonika. Sie sind mit dem aktuellen Album ein wenig näher an IN EXTREMO und SUBWAY TO SALLY herangerückt, klingen nicht mehr so verspielt wie bei dem "Spitzbuben"-Album. Man hat das Gefühl, sie wollen's jetzt wirklich wissen und gehen bis ans Limit. Mit irischen Anklängen und einem folkigen Reggae locken sie dann aber doch noch die Sonne ins Herz: So stark ist die dunkle Seite der Macht nun auch nicht, dem Narrenkönig bleibt immer noch sein Lachen! (lj)


THE ROOTSMAN
New Testament
Meteosound/EFA

Nein, es handelt sich hier nicht um eine Bibelvertonung. Vielmehr hat sich Rootsman, der begnadete britische Dub-Maniac, zu neuen Ufern aufgemacht und seinem Sound Hip Hop und R'n'B beigemengt: Elemente, die für gewöhnlich eher wenig Eingang in seinen Kosmos des Modern Rootsdub finden. Das Resultat überzeugt durch Eingängigkeit. Angefangen beim erstklassigen Opener »Faith« mit der herausragenden Stimme von Dayjah bis hin zum letzten Titel »Love«, eingesungen von Bobby Blue, wird der Hörer auf eine variationsreiche Reise mitgenommen, bei der die unterschiedlichen Einflüsse deutlich werden. Dazwischen findet sich auch ein Downtempo-Dancehall-Titel mit Cudjoe Banton an den Vocals. Interessant ist hier die Verwendung der Melodielinie von Outcasts' »Ms. Jackson« im Refrain. Weiterhin sind u.a. Determine, Mike Brooks und U-Brown mit dabei. (kf)


HARDPAN
Hardpan
(Blue Rose Records/inakustik)

Ein Projekt aus vier außergewöhnlichen Singer/Songwritern muss nicht immer gutgehen. Viele Köche verderben gern mal den Brei. Hier schmeckt's jedoch großartig! Die Rede ist von Todd Thibaud, Joseph Parsons, Terry Lee Hale sowie Chris Burroughs. Tragischerweise traf man sich zur Umsetzung für 10 Tage gerade am Vorabend zum 11. September. Da aber Millionen Menschen ihren normalen Tagesjob weiter verrichten mussten, gingen auch die Musiker an ihr Werk. Vorwiegend geht es beim Album mit der Akustischen zu den Wurzeln von Folk und Rock. Jeder brachte einige weithin fertige Songs mit. So klingen diese dann auch wie die Solowerke der Herren. Besonders gut gelang der gemeinsame Song »Tucson Sky«. Gerade dieser lässt auf eine weitere Zusammenkunft hoffen. Live am 1.10. im Schlachthof Kassel - präsentiert vom Ww! (hs)


THE BLACK CROWES
Live
V2 Records

Kurz und knapp wurde es vor einigen Monaten über die Homepage der Band verkündet: Die Black Crowes werden eine lange Auszeit nehmen. Zwischen den Zeilen gelesen, sah es bei massiven Problemen schon nach Split der Band aus, schließlich gab es öfters Zwist zwischen den beiden Brüdern Rich und Chris Robinson. Sänger Chris wird noch dieses Jahr sein Solo Debüt »New Earth Mud« veröffentlichen und auf Tour gehen - angeblich auch nach Europa. Bruder Rich möchte mit eigener Band weiterarbeiten - im Stile der Crowes. Die gerade für ihre Liveshows legendären schwarzen Krähen, liegen somit erst mal für lange Zeit auf Eis. Für Fans kommt da ein Livealbum gerade recht. Als Doppel-CD mit 19 Songs, quer durch alle Studioalben, mit mächtig Spielfreude machen sie ihrem Namen als rock'n'rollste Band des Rock'n'Roll alle Ehre. (hs)


MINUS 8
Minuit
Compost/PPSales

Robert Jan Meyer alias Minus 8 legt mit »Minuit« sein mittlerweile viertes Album vor. Bei Compost Records, dem Top-Label für NuJazz hierzulande, ist der Schweizer dabei musikalisch vortrefflich aufgehoben. Die 13 Tracks des Albens zeichnen sich allesamt durch einen hervorragenden Sound und gute Kompositionen aus, die sich meistens im Dancebereich bewegen. So dürfte der Remix von »Badman & Throbin'« zweifelsohne durch seine Nähe zum 2Step zu einem Floorfiller werden. Spannend wird es auch bei den latin-flavoured Dancetunes, wie z.B. »Starlight« und »Theia«, die durch ihre treibende Rhythmen einen hoffentlich heißen Sommer heraufbeschwören werden. Dazu gibt es ausgefeilte Jazz-Improvisationen, eingespielt mit Hammond, Flöte, Saxophon u.a., die den Tunes einen deutlichen Jazztouch geben. Kompliment - ein überzeugendes Album! (kf)


GLUECIFER
Basement Apes
Steamhammer

Captain Poon und Biff Malibu waren irgendwie seltsame Kinder. Während andere verzückt vorm schrottigen Kinderfernsehen versanken, hörten sie sich lieber AC/DC Scheiben auf 78 Umdrehungen an, bis ihnen schwindelig wurde. In Oslo nennt man das schon verhaltensauffällig. 20 Jahre später hat der Wahnsinn einen Namen und nennt sich GLUECIFER. Seit 94 sind sie in Europa unterwegs. Mit zwei Fingern in der Luft, versteht sich. Der böse Blick ist geübt und das rohe Fleisch steht auf der Cateringliste. Dieses Album ist ein Vorschlaghammer direkt ins Gesicht. Zwischen jedem Riff springt der Gitarrist auf dem Rücken seines Sängers den Salto rückwärts. Tut weh? Ja klar, soll's ja auch. Liebe Kinder, bitte nicht nachmachen. Man spielt schließlich keinen Rock'n'Roll, man jagt ihn um den Block. Auf 78 Umdrehungen, das versteht sich von selbst! (stb)


CHRIS ISAAK
Always Got Tonight
WEA

Der Crooner ist zurück! Fast vier Jahre sind seit dem Vorgänger »Speak Of The Devil« vergangen. Untätig hingegen war der smarte Songwriter der US-amerikanischen Musikszene gar nicht. Nach zahlreichen überzeugenden Schauspiel-Nebenrollen hat Chris Isaak seine eigene TV-Show als Quotenrenner etabliert und erhält quer durch die Presselandschaft vorzügliche Kritik. Isaak spielt sich weitgehend selbst, belagert von Groupies, Dealern und sonstigen Star-Satelliten kämpft er sich durch die Welt des Showbiz. Mit Musikern von Green Day, Everclear oder Shelby Lynn werden dort u.a. auch Songs aus »Always Got Tonight« performed. Und dieses aktuelle Werk darf man getrost zu dem Besten zählen, was der Mann mit der Schmachtstimme bisher veröffentlicht hat. Die musikalische Mischung von sanftem Pop und rockenden Nummern versüßt uns den Sommer. Klasse! (hs)


TOCOTRONIC
Tocotronic
L'Age D'Or

Ungewöhnlich viel Zeit gelassen haben sich Tocotronic für ihr neues Album, welches schlicht den Bandnamen im Titel trägt. Schlicht auch das Cover: Wo früher verwackelte Polaroids zu sehen waren, ist heute nichts als Weiß. Die Reduktion auf das Wesentliche - die Band - soll hier wohl zum Ausdruck kommen. Lange (anderthalb Jahre!) wurde an Songs und Sound gearbeitet. Das Resultat ist ein weiter Schritt weg vom gepflegten Dilettantismus, hin zum treibenden, schwelgenden Sound für die Ewigkeit. Auch inhaltlich haben Tocotronic sich neu orientiert. Ihre Texte sind nun mehr ein "Wald aus Zeichen", anstatt der zuvor üblichen T-Shirt-Parolen. Weshalb die Musikpresse bereits einen Diskurs-Hype um Begriffe wie "Empire" oder "Gruppen-Sektor" losgetreten hat. Indes: Es ist einfach Rockmusik. Und eine der besten deutschsprachigen Platten in diesem Jahr! (ks)


THE SEER
Rise
Point Music

THE SEER gelten in Süddeutschland als so etwas wie die deutschen HOOTERS. Mit ihrem zupackenden Folkrock haben sie auf zahlreichen Konzerten für Begeisterung gesorgt - zeitweise im Doppelpack mit FIDDLER'S GREEN, die musikalisch nicht allzu weit weg sind. Doch THE SEER orientieren sich kaum am traditionellen Repertoire, sie stehen mit beiden Beinen in der Gegenwart. So ist das aktuelle Album »Rise« auch eine ganze Ecke Pop-orientierter ausgefallen als erwartet. Der amerikanische Produzent Ken Rose hat der Musik der Jungs einen internationalen, professionellen Schliff verpasst. Und plötzlich werden Erinnerungen an Stars wie BOOMTOWN RATS, COCKNEY REBEL und DIRE STRAITS wach. Frischer, Pop-orientierter Rock mit einem fröhlichen Folk-Anteil! (lj)


BOWES & MORLEY
Moving Swiftly Along
Eagle

Wer Bowes und Morley sind? Ich bitte Euch! Die beiden prägten einst den Sound der britischen Power-Pop-Truppe THUNDER. Nun rocken sie zu zweit, und da lässt das Donnergrollen deutlich nach. Nur vereinzelt sorgen Hard'n'Heavy-Elemente noch für den nötigen Druck, sonst bewegt sich das dynamische Duo in Richtung fein ausgearbeiteter Popmusik der Güteklasse A. Man merkt den Blick aufs Detail, auf die vielen kleinen Soundspielereien, die das Leben in die Songs bringen. Nicht selten kommen sie erstaunlich funky daher, manchmal verharren sie auch in Nachdenklichkeit. Ja, wandeln die beiden gar klammheimlich auf den Spuren eines anderen großen Duos mit dem Namen Becker & Fagen? Sehr relaxt, herrlich produziert. Das ist wirklich Balsam fürs Ohr! (lj)


BAD RELIGION
Punk Rock Songs
Epic

Nichts Neues vom großem Flaggschiff des kalifornischen Punkrocks, sondern eine schöne Zusammenstellung der Jahre beim Majorlabel Epic. Darunter Songs, die längst zu Klassikern des Genres geworden sind, wie z.B. »21st Century Digital Boy« oder »Punkrock Song«. Das Schöne an BAD RELIGION ist, dass man sie nach einer Platte kennt. Aber das war bei den RAMONES nicht anders. Eingängige Melodien und flotte Punkbeats transportieren die anspruchsvollen Texte von Sänger Greg. Außerdem findet man hier Single B-Seiten und Live-Versionen bekannter Songs, sowie Kooperation mit BIOHAZARD und Campino von den TOTEN HOSEN. Kaum eine andere Band war so stilprägent und wegweisend für all die kleinen Garagenbands. Best of-Alben riechen nach Nachlassverwaltung. Hoffen wir, dass es sich um eine Bestandsaufnahme handelt. (stb)

LITTLE AXE
Hard Grind
On-U-Sojnd/EFA

Little Axe zeigen erneut, dass Blues auch abseits gängiger Klischees und Taktstrukturen funktioniert, ja vielleicht führen sie gepaart den Blues mit dem Dub sogar zu neuen Ufern? Es klingt jedenfalls gut, was hier zusammengebraut wurde. Sphärische, warme Dub-Sounds mischen sich mit eher klassischen Blues-Gitarren-Elementen, Sprachsamples und eindringlichem Gesang. Die Musiker Keith LeBlanc und Doug Wimbish waren gemeinsam mit Skip McDonald früher für den Sound des Sugarhill-Rap-Labels zuständig und spielten u.a. »Rapper's Delight« der Sugarhill Gang ein. Später wurden sie Weggefährten von Adrian Sherwood. Ganze zwei Mal begegnen wir auf »Hard Grind« auch der Stimme von Bim Sherman. Spätestens hier dürfte klar sein, dass es sich eben nicht um den klassischen "My Baby Left Me This Morning"-Gniedel-Blues handeln kann. Tipp! (kf)



PEER GYNT
Fairytale
Ruf Records

Immer wieder gibt es Platten, die landen bei einem auf dem Tisch, schauen harmlos aus, fangen harmlos an und hauen einen dann doch um. Hier ist es wieder mal soweit. Dem Intro und einem Blues-Instrumental folgt mit Song Nummer drei eine echte Überraschung: »Summer Tale«, frischer Bluesrock der Güteklasse A!. Der norwegische Nachwuchskünstler beeindruckt vor allem durch seinen sympatisch-charismatischen Gesang. In seiner Heimat wird er bereits als "King of Mountain Blues" gefeiert. Tatsächlich bringt Peer Gynt endlich einmal Frische in das Blues-Einerlei. Seinen powervollen Bluesrock mixt er nämlich exzellent mit norwegischen Folkelementen. Eine unerwartete, aber gelungene Mischung! Dazu serviert Peer Gynt gleich reihenweise Ohrwürmer. Er meistert sanfte Balladen genauso wie roughe Rocker und kann somit durchgängig ein Klasse-Debütalbum vorlegen. (hs)




SKATALITES
From Paris With Love
Celluloid/EFA

Ohne die SKATALITES hätte es Reggae wohl gar nicht gegeben. Seit den 60er Jahren sind diese Urgesteine des Ska nun schon aktiv. Auf unzähligen Konzerten zogen sie das Publikum in ihren Bann. Auf dem neuen Album wird die einzigartige Liveatmoshäre der Band tatsächlich erfolgreich eingefangen. Allerdings spielten die SKATALITES nicht vor Publikum sondern live im Studio. So kann sich die ihnen eigene Spontaneität entfalten, welche gerade den jazzigen Improvisationen ihre Würze verleiht. Es wurden etliche historische jamaikanische Riddims neu eingespielt, wie etwa der »African Beat«. Hinzu kommen zwei neue Titel, die ebenfalls zu Klassikern werden dürften. Wunderbar wird es, wenn sich Doreen Schaffer bei drei Titeln ans Mikrophon begibt und herzerwärmend den Rocksteady wieder auferstehen lässt. Ein Album nicht nur für Reggae-Liebhaber! (kf)




DIE FALSCHEN FREUNDE
Gästeliste
Intonation (Zomba)

So falsch sind sie gar nicht, diese drei Freunde aus München, die in Wien zur gemeinsamen Musik fanden. Herauskam ein herrlich relaxter Deutsch-Pop, der mehr Stil hat, als alle Hamburger Bemühungen bisher zustande bringen konnten. Angenehm ist das fast britische Understatement, gepaart mit einem unverkrampften Blick auf die Welt und sich selbst. Sicher, man hört ab und zu schon die Anregungen aus der Aufbruchsepoche der NDW oder den besseren Tagen der Hamburger Schule heraus. Doch genauso lässt man dann wieder einen Latino-Groove oder ein kerniges Gitarren-Riff in die luftige Atmosphäre des Albums hereinfliegen. Ungeheuer charmant, da steht man gerne auf der Gästeliste! (lj)



DIE HAPPY
Beautiful Morning
BMG

Ähnlich wie EAT NO FISH haben DIE HAPPY das Problem, das man sie viel zu oft mit den GUANO APES vergleicht. Harte Gitarren, Crossoversound, Frauenstimme, deutsche Band - okay, soweit reichen die Parallelen. Doch DIE HAPPY ist alles andere als ein Nachahmer. 1993 begann bereits die Bandhistory, und schon vor dem Durchbruch der APES hatte die Gruppe nicht nur ihren Sound gefunden, sondern auch schon erste Erfolge im Nachbarland Tschechien, Heimat von Sängerin Marta. Nach »Supersonic Speed« war die Band auch hierzulande richtig hip. Das zweite Album legt noch eine Kohle nach: Von ultraheftig bis liebevoll-sanft reicht das Spektrum der Gefühle, und trotzdem ist es richtig schöne Popmusik. Ja, das ist die richtige Musik zum Aufwachen an einem "beautiful morning"! (lj)



BIGBANG
Frontside Rock'n'Roll
WEA

Die Norweger darf man zur Rockelite ihres Landes zählen. Dabei sein, alles geben, an beiden Enden brennen: BIGBANG lösen die Versprechen des Rock'n'Roll noch ein! Die Band um Songwritertalent Oystein Greni macht Albumtitel zum Programm: "No digital stuff", ist weiterhin die Devise. Beachtlich was die Minimalbesetzung Gitarre-Bass-Drum an Kraft und Energie ausstrahlt. BIGBANG können allen Retro Vorwürfen zum Trotz behaupten, einen ganz eigenen Stil gefunden zu haben. Einflüsse werden von den 60er bis zu den 90ern verarbeitet. Von LED ZEPPELIN, DEEP PURLE über Curtis Mayfield bis Hüsker Dü. Wer meint, dass alles nicht in seine Lieder packen zu können, wird vom Ergebnis überrascht sein. Live sind BIGBANG ein Erlebnis: energetisch, publikumsnah und völlig natürlich: zu erleben beim einzigen Konzert der Region, am 11.5. in Schrecksbach, oder auch bei Rock am Ring! (hs)




SMITH & MIGHTY

Life Is...
K7

Zusammen mit MASSIVE ATTACK und Tricky gelten Rob Smith und Ray Mighty als Erfinder des »Bristol Sound« - besser bekannt als Dub meets Breakbeat oder zusammengefasst Trip Hop genannt. Doch während ihre Kollegen mit eher melancholischen, apokalyptischen Sounds Weltkarriere machen, wurde das Duo stiefmütterlich links liegen gelassen. Vollkommen zu Unrecht! Mit ihren furiosen Konglomerat aus Dub, Reaggae, Soul und HipHop rückten die beiden halt die basslastigen und härterten Beats in den Mittelpunkt. Auf ihrem neuen Album präsentieren sich SMITH & MIGTHY dagegen entspannter und reifer - massig Bass und Beats sind Gott sei dank immer noch da, dazugekommen ist aber ein mehr an Soul, Groove und Reggae-Einflüssen. Zudem fällt die stärkere Focussierung auf den Einsatz von Vocals auf; die DJs scheinen also endgültig Songschreiber geworden zu sein! (nn)



KOTAI

Kotai
WMF REC.

Experimentell zu klingen, ohne mit eindimensionalen Pling-Plang- Geräuschen zu nerven, gelingt nur den wenigen Electro-Klangkünstlern dem Wahlberliner Klaus Kotai schon. Sein gleichnamiger Tonträger besticht durch gradlinige, beat-orientierte Technotracks. Kaum ertönen die ersten minimalistischen Sounds, wird der Hörer mitgerissen. Gegenwehr sinnlos. Der Rhythmus treibt unentwegt nach vorne. Doch hat man es sich auf dem Dancefloor eines dunklen, atmosphärischen Techno-Kellerclubs gerade gemütlich gemacht, kommt »Junesong«, Track vier. Plötzlich und hier unerwartet beherrschen gefühlvolle, sphärische Klangkompositionen die Szenerie. Noch weiter geht der Song »Guardian Angel« ein fast klassisches Songwriterstück mit 80er-Jahre-Pop-Attitüde. Der Beat setzt von neuem ein, weiter geht's im Techno-Sauseschritt. Auch am 5.5. im Kasseler A.R.M.! (nn)



NIRGENDWO
Hinter den Tannen
Rolling Thunder

Im zarten Alter von 10 Jahren spielte Nirgendwo-Mastermind "Des" Höcker schon in seiner ersten Band eigene Songs. Inzwischen hat er mit Drummer Chad und Bassist Greg ein Trio gebildet, das sich mit zahlreichen Auftritten in der Region einen guten Namen gemacht hat. Die drei machen da weiter, wo die großen Vorbilder von NIRVANA (das ist ja das indische Wort für »Nirgendwo«) einst endeten. Aus ihrem punkigen Grunge-Sound spricht die gleiche Wut und Entschlossenheit wie bei den Seattle-Kids. Doch die deutschen Texte lassen neben aller Wut auf Hass, Unterdrückung, Kriege und Ungerechtigkeit doch Raum für Hoffnung! Das wird auch auf dem Videotrack »Freiheit« deutlich, den das 8-Song-Album, das bei Tony Sadler in einm Rutsch eingespielt wurde, als Bonus enthält. Kompliment! (lj)



ADARO
Minnenspiel
Steamhammer/SPV

Bislang bot ADARO eine einzigartige, fast schon skurrile Mischung aus 70er-Jahre-Progressive-Rock und mittelalterlichen Melodien dar. Beim neuen Album ist davon nur noch wenig zu spüren. Man hat sich deutlich dem Mainstream angenähert: Eingängig und druckvoll rocken ADARO meist direkt nach vorne los. Das erinnert durch den folkigen Unterton ein wenig an die mitreißenden HOOTERS, manchmal auch an BAP. ADARO beweisen dabei, dass das Mittelhochdeutsche mindestens ebenso rock-tauglich ist wie Kölsch. So hat man die Texte von Walther von der Vogelweide und anderen Minnesängern noch nie gehört. Dass es auch was fürs Herz gibt, dafür sorgt Sängerin Konstanze Kulinsky, die dazu auch noch der Jimi Hendrix der Drehleier ist. (lj)



WELLE:ERDBALL

Die Wunderwelt der Technik
SPV

Es war Anfang der Achtziger, als in Folge der Punkwelle ein rauer Rocksound namens "New Wave" zu uns herüberschwappte. Der verband sich hierzulande auf magische Weise mit Electro-Pop vom Kaliber KRAFTWERK und einer neuen Lust an deutschen Reimen: die Neue Deutsche Welle. Sie wurde zum schrullig-fröhlichen Experimentierfeld. Bis die Industrie das Etikett nahm und die skurrilen Klänge zum neuen deutschen Schlager verkommen ließ. Alles vorbei? Nein! WELLE:ERDBALL holt die Experimentierlust der ersten NDW-Tage ins 21. Jahrhundert. Als würden PLAN, DAF und PALAIS SCHAUMBURG einen Neu-Anfang wagen! Mit Witz, Biss und Freude am Plingplangplong billiger Elektronik. Pfiffig! (lj)



MONTESAS

Hipsville Teen Party
Kamikaze

Die MONTESAS haben schon weit über Kassel hinaus einen guten Namen: Überall, wo die Sixties zu neuem Leben erweckt werden, sind sie dabei. Dabei covern sie nicht die alten Hits, sondern hauchen dem Starclub-Spirit neues Leben ein. Treibende Rhythmen, perlende Gitarre, röhrende Hammondorgel, knackige Bässe und schmeichelnder Gesang - sowas hat in der legendären Beat-Ära schon die Kids vom Stuhl gehauen. Und ehrlich gesagt, heute ist es nicht anders, vor allem, wenn man auch noch den mitreißenden Background-Vocals der »Montesitas« mit ihrem unwiderstehlichen Sex-Appeal ausgesetzt ist. Wem jetzt ganz heftig nach Twist, Limbo, Surf und Shake ist, der sollte sich schleunigst diese CD besorgen! Live im A.R.M. Kassel 30.4.! Bezug: KAMIKAZE, PO-Box 1607, 49114 Georgsmarienhütte. (lj)




MARSCHMELLOWS

From The Decks Of
(SPV/audiopharm)

Das Hannoveraner Plattenlabel lancierte schon mit »Brazilelectro« eine erfolgreiche Compilationserie auf dem Musikmarkt. Mit »From the Decks Of« wird nun eine neue Mixreihe aufgelegt, die der erfolgreichen »DJ-Kicks«-Serie (Studio K7) erheblich Konkurrenz machen könnte. Denn auch hier wird der Kritiker wie der "normale" Musikkonsument gekonnt befriedigt: Das für die erste Ausgabe zuständige Frankfurter DJ-Duo Marschmellows stellte eine gelungenen Mischung aus Breakbeats, Nu Jazz und Deep House zusammen, die das tanzfreudige Publikum mit Funk und Groove zum Hüfte kreisen animiert und dem Ganzen mit Reggae-Offbeat und HipHop-Sounds zudem einen Touch "Underground" verleiht. Angenehme, relaxte Mixplatte - für die Tanzfläche, für die Bar, für das Auto, für das Sofa... Superb - dieses Album ist sehr zu empfehlen! (nn)



ALANIS MORISSETTE

Under Rug Swept
WEA

Sie gehört zweifelsohne zu den begabtesten und eigenwilligsten Stars der jüngeren Rockgeschichte. Sensationeller Erfolg, gepaart mit einem eigenem Kopf geben Alanis Morissette eine gewisse Vormachtsvorstellung. Zu ihrem dritten, heißersehnten Studioalbum gab es sehr kritische Töne. Klartext ist, »Under Rug Swept« ist ein beachtliches Stück Musik, wahrlich zauberhafte Balladen (»Flinch«, »That Particular Time«) finden sich neben modernen Rockstücken wie »Hands Clean« oder »Precious Illusions«. Dass Alanis textlich schon immer sehr persönlich wurde, muß nicht immer zum großen Thema gemacht werden. Die Musikalität von Songs wie »Utopia« oder »You Owe Me Nothing In Return« spricht für sich. Eine so große Zahl von Songerwähnungen soll deutlich machen, dass dieses Album voller Höhepunkte steckt und mit jedem Hören wächst. (hs)



DIVERSE

Göttingen
Auric

Irgendwann in den Sechzigern bedauerte eine Chansonette namens Barbara, dass es so schöne und so Lieder über Paris gibt, doch keins über Göttingen. Dabei wird dort doch ebenso geliebt und gelitten wie an der Seine! Leider verhallte die Klage damals fast ungehört, doch nun wurde das Kleinod zum Titelstück einer der merkwürdigsten Songsammlungen aller Zeiten. Wer kommt schon auf die Idee, James Last, Nina Hagen, Funny van Dannen und STEREO TOTAL auf ein Album zu bringen??? Und doch passt alles zusammen: Ein wehmütiges, leicht ironisches Hohelied der Liebe in der "Provinz". Göttingen steht dabei als Metapher der Seele Deutschlands, die hier auch von erstaunlich viel ausländischen Beobachtern wie France Gall, den Ofarims und Dusty Springfield analysiert wird. (lj)


CORVUS CORAX
In Electronica
EFA

Die "Könige der Spielleute" haben sich auf ein gewagtes Experiment eingelassen: Sie ließen Musiker der unterschiedlichsten Genres ans Mischpult, um ihre Stücke remixen und bearbeiten zu lassen. Dabei kamen Rock- und Gothicmusiker wie BLIND PASSENGERS und UMBRA ET IMAGO ebenso zum Zuge wie der NDW-Überlebende Gaby Delgado (DAF), DJ Stefan H. (Transsylvania Berlin) und die Technopunker REOX. Das Problem solcher Alben ist normalerweise, dass fast zwangsläufig ein Sound-Mischmasch entsteht, da zuviele Köche am Brei stehen. Dank der Erfahrungen mit dem CC-Sideproject TANZWUT und der klaren Vision der Band entstand trotzdem ein Werk aus einem Guss. Eine raue, pulsierende Mischung aus Mittelalter und Electro, wie man sie bislang noch nicht gehört hat! (lj)


BIM SHERMAN
The Need To Live
Century/EFA

Bim Sherman hat in seinem viel zu kurzen Leben sowohl auf Jamaika als auch in England unvorstellbar schöne Titel produziert. Getragen werden die Stücke vor allem von seiner samtweichen, bezaubernden Stimme. Posthum versammelt »The Need To Live« seltene, unveröffentlichte und alternative Versionen, die während der langen Zusammenarbeit mit Adrian Sherwood entstanden. Neben klassischem Reggae (»Be My Lighthouse«) befinden sich poppige (»More Is Insane«) wie auch akustisch geprägte Tracks auf dem Album. Mit »Use Your Head«, »Purify Your Heart« und »No Longer« liegen gar drei Kleinode vor, die sparsam instrumentiert eine fast sakrale Atmosphäre erzeugen. Über allem schwebt die schöne Stimme von Sherman, die im Reggae ihresgleichen sucht. Als Musiker sind u.a. Flabba Holt und Style Scott dabei. Empfehlenswert! (kf)


FATBOY SLIM
Live: Brighton Beach
Southern Fried Rec.

Ein DJ-Liveset auf CD - eine seltene Sache. Obwohl sowas bei den Fans sehr beliebt und begehrt ist. Vor allem ältere hr3-Clubnights oder Mayday-Mitschitte werden hoch gehandelt. Allerdings nur wenige DJs wagen den Schritt, ihr wahres Können auf einer offiziellen Scheibe zu veröffentlichen. Auch urheberrechtliche Gründe bergen Probleme. Kein Problem für eine Größe wie FATBOY SLIM. Ausgefallen und abwechslungsreich waren die Alben des Briten ja schon immer. Auch dieser Mitschnitt, unterteilt in 17 Tracks, aufgenommen an Englands Partymeile, dem Brighton-Beach, glänzt mit einer virtuos zusammengestellten Playlist: mit dabei Dance-Hits des letzten Jahres unter anderem von BASEMENT JAXX und BLACK & WHITE BROTHERS, aber auch echte Techno-Klassiker wie »Born Slippy« von UNDERWORLD. Ein fettes Gute-Laune-Set! Nice! (joh)


ELEMENT OF CRIME
Romantik
Motor

Romantik? "bring den vorschlaghammer mit wenn du heute abend kommst, dann hauen wir alles kurz und klein". Sven Regeners Romantik-Begriff hat nichts mit der verkitschten "Über-allen-Wipfeln-ist-Ruh"-Romantik zu tun und erst recht nichts mit der Küchenkalender-Romantik eines Caspar David Friedrich. Romantik ist für ihn die Nachtseite des Lebens, viel Weltschmerz und gefühlvolle Innerlichkeit: »Romantik« führt fort, für was ELEMENT OF CRIME schon immer standen: gefühlvolle, melancholische Lieder mit lakonischen Refrains. Spätestens seit Regeners Roman »Herr Lehmann« ist klar, ELEMENT OF CRIME stehen insbesondere für die Poesie des Alltags, für die Beschreibung großstädtischen Lebens und für Sprachkunst, die es in Texten leider viel zu selten gibt. Der Ww präsentiert ELEMENT OF CRIME am 18.3. in der Kulturwerkstatt Paderborn. (ks)