Wildwechsel-Plattenkritiken
Kurz und klein 1999


J.B.O.
Meister der Musik (B.M.G.)
Alles wie gehabt, die mittlerweile zensierten J.B.O. blödeln sich mit ihrem wenig originellen deutschsprachigen Fun-Metal durch die Musikgeschichte. Coverversionen wechseln sich mit Selbstverbrochenem ab. Wer darüber immer noch herzlich lachen kann, wird auch mit dem Kauf dieser CD gut beraten sein. (stb)

SKUNK
Just Trust Tomorrow (Art Beat Records)
Die zehnköpfige Band Skunk schlägt sich auf  ihrem Album recht wacker. Ziel war es, die Tanzbarkeit des Skas mit der Härte des Punks zu verbinden. Das ist eigentlich prima gelungen. Hoffen wir, daß wir noch einiges von ihnen hören. (stb)

CHRIS ISAAK
Speak Of The Devil (Reprise/WEA)
Der Herzensbrecher, seit »Wicked Game« weltberühmt, hat die sanfteren Töne etwas abgestreift. Mit solider Backingband wird auch mal ordentlicht gerockt. Abwechslungsreiches Rock'n'Roll-Album mit einigen Hits. (hs)

AJUUCA
A Green Leavy Substance Drifting In An Ocean Of Blue Liquid... (X-Pansion Records/Indigo)
Die deutsche Elektro-Rock-Pioniere mit ihrer außergewöhnlichen Mixtur mit Big Beat und Drum'n'Bass schließen nahtlos an ihr tolles Debüt an. Wer die Erde in Richtung musikalisches All verlassen will, hat hier viel Spaß mit dem passenden Soundtrack. (hs)

THE CONNELLS
Still Life (Blue Rose/Rough Trade)
1993 wurde die Band aus North Carolina mit dem Album »Ring« und dem Smash »74-75« weltberühmt. Ihr siebtes Album überzeugt mit radiotauglichen Gitarrensongs, die beweisen, daß man The Connells nicht als Vorreiter für Bands wie Hootie & The Blowfish oder Dave Matthews Band vergessen sollte. (hs)

PORNOMAT
Pornomat (Bonanza/Polydor)
Wem die Pause Seligs einfach zu lange andauert, sollte sie mal mit der jungen Nachwuchsband Pornomat überbrücken. Eine Band mit klassischem Gitarrenrock zu deutschen Texten, die sich auch gerne an der Diskussion beteiligt, ob 22 Minutenstücke über (im) Drogenzustand auf ein Ü-Raum Tape gehören oder auf CD. (hs)

DIVERSE
Luxury Liner Vol.3 (Glitterhouse)
Eine kleine, aber feine Auswahl an Songwritern befindet sich auf diesem Sampler. Zum Minipreis (9,90) kann man von Vic Chesnutt bis Markus Rill stöbern. Nur als Mailorder erhältlich: 05273-363636.  (hs)

THE BEAUTIFUL SOUTH
Quench (Motor)
Herausragend an dieser Band ist immer noch die »Stimme der Housemartins«, Paul Heaton chartet bereits mit der Single »Perfect 10« mit Paul Weller an der Gitarre durch, das Album steht dem in nichts nach: schmissiger Gitarrenpop mit herrlichen Melodien. (hs)

IN EXTREMO
Die Verrückten sind in der Stadt (EFA)
Die Live-Aufnahmen sind noch aus der Pre-Rock-Phase der wüsten Gesellen: leider ohne bratenden E-Gitarren und wummerndem Baß! Lärmendes Mittelaltergetrommel und -geschrei für derbe Historien-Spektakel mit Markttrubel: Wo bleiben die Haxen? (lj)

RAWLINS CROSS
Make It On Time (Magnetic Music)
Die Iren spielen einen lockeren Celtic Rock, der die ausgetretenen Pfade von HOOTERS, POGUES & Co. verläßt und dafür einen frischen Wind aus Blues und Southern Rock durch die Highlands wehen läßt. Schön! (lj)

TRIO THREE TIMES
Touch The Spirit (Patmos)
Lockerer Jazz im Loussier-Stil, ausgehend von Chorälen wie »Befiehl du deine Wege«, »Die güldne Sonne« und »Ich steh an deiner Krippen hier«. Frömmigkeit ohne sakrale Weihe! (lj)

DIVERSE CHÖRE
Chanting Globe (PolyMedia/Nuzzcom)
2 CDs mit Chorgesang jenseits von Bach und Distler. Die Gesanstraditionen aus aller Welt werden lebendig, das Spektrum reicht von Afrika un Südamerika über Armenien und die Momgolei bis nach Tiber. (lj)

LAGWAGON
Let's talk about feelings (Fat Wreck Chords)
Gewohnt gute Laune auf dem 5. Album der seit 1990 musizierenden Pop-Punker aus San Francisco. Ihr ausgefeilter Kalifornien-Sonnen-Punk mit knalligen Arrangements begeistert eine stätig wachsende Fangemeinde. Keep on rocking! (stb)

TERRY LEE HALE & THE BLIND DOCTORS
Old Hand (Glitterhouse)
Der Songwriter, berühmt durch seine Akustikalben, gibt mit der französischen Begleitband sein Coming Out zum elektrischen Rock'n'Roll. Jedoch wird keiner seiner Fans aus ruhigeren Tagen, hier nicht seinen Gefallen finden. (hs)

BOTTOM 12
Secret Mechanics (Nois-O-Lution/EFA)
Rawums! BOTTOM 12 hauen auch auf ihrem vierten Album wieder aufs Ölfaß, daß es nur so kracht. Die Hardcore-Fraktion bekommt somit feuchte Augen und Trompetentöne in die Ohren. Der Musikjournalist fragt sich derweil: Was, bitte, heißt Kehlkopfentzündung auf englisch? (ks)

CANDLEBOX
Happy Pills (wea)
Mit dem Single-Hit »Far Behind« und dem dazugehörigen Debüt hatten die Amis damals richtig frische Sachen am Start. Das vorliegende dritte Album der Hardrocker langweilt leider völligst. (hs)

DÖRTE
Top 13 (Langstrumpf Records)
Das ehemalige Mitglied der Briloner STURMSCHÄDEN spannt auf seinem Debütalbum einen großen Bogen zwischen Gewollt-Trivialem und textlich anspruchsvollen Alternative-Pop. Konkurs-Pop! (stb)

HYPNOTIX
Witness Of Our Time (African Dance Records)
Die ultimative Echokammer liegt in Prag und der Sound der HYPNOTIX ist längst nicht mehr von dieser Welt. Nennt es Dub, nennt es Ethno, nennt es von mir aus TripHop, der Soundtrack zum bewußtseinserweiternden Abheben ist es allemal! (ks)

PAUL WESTERBERG
Suicane Gratifaction (EMI)
In '96 brachte der Ex-Replacement Mann mit »Eventually« eine der Singer/Songwriter- Platten des Jahres raus. Sein Nachfolger enttäuscht leider herb. Irgendwie lustlos und ohne jeglichen Ohrwurm plätschert das Album an einem vorbei. (hs)

DIVERSE
Humanary Stew - A Tribute To Alice Cooper (Eagle)
Unzählige Stars von Bands wie DEF LEPPARD, KISS, MEGADETH, THE WHO, G'N'R, Dio, MÖTLEY CRÜE, Ozzy oder IRON MAIDEN lassen den alten Alice mehr schlecht als recht hochleben. Sicherlich wäre mehr rausgekommen hätte jede einzelne Band ein Stück gemeinsam aufgenommen, so aber sind alle Musiker wild gemixt. Teils echt schrecklich! (hs)

PAT MACDONALD
Sleeps With His Guitar (ulfTone/Intercord)
Das Leben nach TIMBUK 3 geht Pat Macdonald mit spärlichen und puristische  Singer/Songwriter Songs an. Tief heruntergestimmte Akustikgitarre und Stimme reichen aus, um ein Album einzuspielen, welches Kriktiker lieben und Musikfans aufhorchen läßt. (hs)

WOOLDRIDGE BROTHERS
Uncovering The Sun (Blue Rose/Rough Trade)
Die Wooldridge Brüder wissen, wie man Songs schreibt. Wer bei Van Morrison, BEATLES, Dylan oder Springsteen Wurzeln schlägt und diese in Gitarren Pop Songs reinwachsen lässt, wird zu einer schönen Pflanze ranwachsen. (hs)
 

SPOOKY TOOTH
Cross Purpose (Ruf Records)
Wer kennt sie noch aus dem Gründungsjahr 1967? Zwischendurch verdienten sich die Mitglieder bei Humple Pie oder Mott The Hoople ihre Brötchen. Auf dem Reunion-Album findet man nun vier neue Stücke und sechs neueingespielte Songs von gut abgehangenen Rock'n'Roll. (hs)

ELEMENT OF CRIME
Psycho (Motor)
Das größte Lob, das sich für ein ELEMENT OF CRIME-Album finden läßt, ist, daß es wie ein solches klingt. Bei »Psycho« ist es der Fall. Die Texte sind (wie gewohnt) auf höchstem lyrischen Niveau und die Musik entzieht sich (wie gewohnt) jeder Kategorie - sie wurde nur ein wenig rauher. Bleibt alles anders, bleibt eben ELEMENT OF CRIME! (ks)

DEEP PURPLE
The Friends And Relatives Album (Eagle Rec)
Hier kann man nur jedem Purple Fan abraten zuzugreifen. Was vielleicht als Komplettierung in einer Purple Sammlung ausschaut, ist in Wirklichkeit ein wildes Sammelsurium von Solowerken oder Stücken ehemaligen Purple Musiker (Coverdale, Glenn Hughes) mit obendrauf noch äußerst schwachen Songmaterial. (hs)

PRETTY MAIDS
Anything worth doing is worth overdoing (Massacre Records)
Gähnend langweiliger Hardrock mit dezenten Gitarrenattacken. Auf ihrem mittlerweile 12. Album quälen sich die Dänen einmal querbeet durch die Metal-Geschichte. HELLOWEEN konnten's auch nie besser... (stb)

STOPPOK
Neues Aus La*La*Land (epic)
Kleine Geschichten, feine Beobachtungen mit deutschen Texten, so herzlich (un)gereimt, alles mit Herz und Seele, richtig schön verknarzter Rock der auch rollt, das ist Stoppok. Wer bei deutschen Texten wieder mal richtig schmunzeln will, höre sich nur mal »Nach New York Geflogen« an! (hs)

DR. SOMMER
Alle Kassen! (Amöbenklang)
Verklagt von der Bravo, kann man sich eine bessere Publicity wünschen? Auf dem Debüt der Kölner um den HEITER BIS WOLKIG-Sänger Micha wird hervorragend produzierter deutschsprachiger Fun-Punk geboten, der noch nicht mal peinlich ist. (stb)

WILCO
Summerteeth (Reprise/WEA)
Genau so sollte Musik heute klingen: Eine intelligente Mischung aus Pop, Rock und Country mit poetischen Texten, ohne dabei aber ins Sentimentale zu verfallen oder gar in die Untiefen des Mainstream abzustürzen. WILCO bleiben die unbestrittenen Meister des US-Alternative-Rock. Spitzenklasse! (ks)

DIVERSE
ffn-Baseline 3 (spv)
Sampler gibt es viele. Richtig gute leider selten. Das Konzept von Radio ffn, die aktuelle schwarze Musikszene mit viel Herzblut zusammenzustellen, macht einfach nur Spaß. Von CULTURED PEARLS über Lutricia McNeal bis Klassikern wie US3 ist auf dieser DoCD alles vorhanden. (hs)

SOUNDTRACK
Varsity Blues (Hollywood Rec/Edel)
Ein wahres Kraftpaket eines Soundtracks. Amerikanische Rocker geben sich die Klinke: LOUDMOUTH, GREEN DAY, FOO FIGHTERS, FASTBALL oder VAN HALEN. Aufsehen erregt die filmische Musik derzeit durch den Singlehit »Run« von COLLECTIVE SOUL. (hs)

THE GOO GOO DOLLS
Dizzy Up The Girl (Edel)
Es scheint gerade ihre Zeit zu sein. Singleerfolge mit »Iris«, dem Megahit aus dem City of Angels Soundtrack und dem Nachfolger »Slide« bescheinigen ihrem Powerpop eine Welle der Aufmerksamkeit. Die Zeit wird zeigen, ob ihnen ein ähnliches Schicksal wie SOUL ASYLUM widerfahren könnte. (hs)

TOM PETTY & THE HEARTBREAKERS
Echo (Wea)
Der gute alte Tom rockt wieder einmal mit den HEARTBREAKERS. Und die geben ganz schön Gas! Bluesverwurzelter Rock'n'Roll, wie immer hochqualitatives Songwriting und den unverwechselbaren Petty Charme. Kein Meilenstein, aber souveräne Arbeit. (hs)

FRUIT
Exposures Left (BMG)
Die Frankfurter Band füllt den Früchtekorb mit bittersüßen Grunge-Gitarrenklängen und frischem Synthiegedudel und -geblubber. Sängerin Catenia kommt mit ihren naiven Charme fast an CRANBERRIES-Niveau heran. Vielversprechend! (lj)

CALVIN RUSSEL
Sam (SPV)
Der Texaner Calvin Russell liefert mit dem Album »Sam« ein reifes musikalisches Werk ab. Gute eindringliche bluesigrockige Songs mit erdigem Gitarrensound. Russel tourt Ende '99 in Europa mit Band und Solo. (bm)

PROPAGANDHI
Where The Quality Is Job#1 (B.A. Records)
Sehr gute Compilation mit alten, rarem, unveröffentlichen Material, Demo- und Liveversionen. Insgesamt 28 Songs der bekannten amerikanischen Punk- und Hardcore Band mit aufwendigen Liner-Notes. Nicht nur für Sammler! (stb)

SHEEPS
Tales from Wiener Schnitzel (Street Beat Rec.)
Leider nur halb so witzig wie der Titel: Gemäßigte Crossover-Sounds werden überraschenderweise mit Akustikgitarren-Gesängen in amerikanischer Tradition kombiniert, bis funkige Rhythmen wieder die Richtung angeben. Mehr Fett in die Pfanne, mehr Würze, weniger Panade! (lj)

CHRISTINA LUX
She Is Me (Genuit Music)
Relaxed, cool, groovy und mit einem angenehmen Anteil nachdenklicher Melancholie bringt die aus Emstal stammende Sängerin 6 brillant arrangierte Songs zu gehör. Christina, die schon bei größen wie Fury, Zanki, Pe Werner und Jon Lord im Background sang, kann sich auch vorne behaupten. Live am 28.5. im Chacal Kassel, am 29.5. im Harlekin Warburg. (lj)

BRUDA SVEN
Patentierte Zungenakrobatik (3P)
Pleiten, Pech und Pannen - abgekürzt 3P, das Label des Rödelheimer Rappers Moses P. Neuste Entdeckung des Hartreimers ist Bruda Sven. Wie sein Boss lamentiert er sich durch seine (Musik)-Welt. Hessen haben's halt schwer! Typische 3P-Beats sorgen für bekannte Langeweile. Diesen HipHop braucht kein Mensch. (nn)

SOUNDTRACK
Meschugge (Motor)
Der nächste Soundtrack mit den GUANO APES an Bord. Zum neuesten Streifen mit Maria Schrader ist die Hitsingle »Don't Turn Your Back On Me« verewigt. Neben viel Scoremusik begeistern ebenfalls MOTORSHEEP mit dem düster schönen »Dust War«. (hs)

VLADIMIR ASHKENAZY
Bruckner: Ondine (Note 1)
Nach der Teldec-Aufnahme mit Inbal von 1992 ist dies nun die erste Alternative für den Bruckner-Fan, zumal er als "Füller" noch eine respektable Streicherversion des Adagios aus dem Streichquintett hinzubekommt. Alles in allem ist Ashkenazy eine lebhafte, orchestral geschmeidige und "warme" Aufnahme von Bruckners "Studiensinfonie" gelungen. Warum jedoch die Pauken kaum zu hören sind, wird wohl das Geheimnis der Tontechniker bleiben. (gum)

SOUNDTRACK
Straight Shooter (eastwest)
Deutscher Thriller mit Weltstarbesetzung. Dennis Hopper (gut) bekämpft sich mit Heino Ferch (böse). Musikalisch untermalt man mit deutscher Alternativ Garde: GUANO APES, WOLFSHEIM oder PROJECT PITCHFORK. Neue Songs findet man von EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN, FRONT 242 und ARMAGEDDON DILDOS. Gibt bessere. (hs)

THE ELECTRIC FAMILY
Tender (Blue Rose/Rough Trade)
Die Space Rocker um Tom »The Perc« Redecker sind zurück. Nach ihrem umjubelten Herzberg Auftritt und dem folgenden beachtenswerten Debüt präsentiert man wieder Space Rock mit Gitarrenläufen die im Nirgenwo zusammenlaufen, tiefstimmigen Gesang und Träumereien in Rock. Sogar Neil Young trägt verbal zum Gelingen der Platte bei. Tip! (hs)

SOUNDTRACK
Varsity Blues (Hollywood Rec/Edel)
Ein wahres Kraftpaket eines Soundtracks. Amerikanische Rocker geben sich die Klinke: LOUDMOUTH, GREEN DAY, FOO FIGHTERS, FASTBALL oder VAN HALEN. Aufsehen erregt die filmische Musik derzeit durch den Singlehit »Run« von COLLECTIVE SOUL. (hs)

REAGAN CAIN
Give me your clothes, your boots and your motorcycle! (Eigenvertrieb)
Das deutsch-irische Quintett präsentiert sich mit dieser 4 Track Maxi-CD auf den Spuren von BLONDIE und den frühen PRETENDERS. Sängerin Reagan weiß zu rocken. Vieversprechender Ableger der Marburger CAREFREE. (stb)

AM I JESUS
Chrome (Ass-Card Records)
4 neue Songs der Olsberger Pop-Punk Band. Gut produziert, gibt es auf dieser Vinyl-EP ihr bisher beste Material zu hören. Besser nächstes Mal keine Texte abdrucken! Diese sind nämlich unter aller Kanone. (stb)

MIKE & THE MECHANICS
M6 (Virgin)
Seit 14 Jahren "nur" ein Nebenprojekt von GENESIS-Gitarristen Mike Rutherford. Das 5. Album der erfolgreichen Band bietet gewohnt glänzend produzierten und intelligenten Pop mit eingängigen Melodien. Leider nur nichts wirklich Neues. Trotzdem nett! (stb)

BAD COMPANY
The 'Original' Bad Co Anthology (Elektra)
Diese Doppel CD zeigt die Schaffensperiode BAD COMPANYs in Originalbesetzung von 1974-1982. Neben Klassikern wie »Can't Get Enough«, findet man auch Single B-Seiten, unveröffentlichte Songs und vier brandneue Songs aus 1998, die aber nicht zur Güte älterer Semester zählen. Für Fans einer der wegweisenden Bluesrock-Bands sicher wertvoll. (hs)

GLENN HUGHES
The Way It Is (spv)
Der Ausnahmesänger der bereits auf hochkarätige Stationen wie DEEP PURPLE oder BLACK SABBATH zurückschauen kann und letztendlich das Projekt PHENOMENA zu einem herausragenden Ereignis machte, enttäuscht auf seiner neuesten Soloscheibe leider auf ganzer Linie. Hardpop-Songs, die so gar nicht hängenbleiben wollen. Stellenweise schrecklich (»Curse«), größtenteils belanglos! (hs)

SOUNDTRACK
I Still Know What You Did Last Summer (WEA)
Bißchen Jugendhorror, da muß doch schnell ein Soundtrack, natürlich auf der Höhe der Zeit, zusammengebastelt werden. Bißchen Elektro, Singer/Songwriter, Alternative, Pop mit Trip Hop. Fertig! Erwähnenswert sind lediglich, das bereits gechartete »Blue Monday« von ORGY,  das Highlight »Gorecki« von LAMB und die Verwunderung, daß das Luder Jennifer Love Hewitt gar nicht so schlecht singen kann. (hs)

MOTÖRHEAD
Everything Louder Than Everyone Else (spv)
Zum 25jährigen Bandjubiläum schenken die Urväter des harten Rock'n'Roll ihren Fans eine Do-Live CD aufgenommen in Hamburg. 25 Songs, 25 mal voll auf die Glocke, angefangen bei  »Iron Fist« bis »Bomber«, »Ace Of Spades« oder »Overkill«. Jawoll, das knallt! Glückwunsch Männer! (hs)

PERAU
Heute Noch (edel)
Mit keinem Wort geht aus dem Presse Info hervor, daß wir es hier mit dem Frontman von TERRY HOAX zu tun haben. Sicherlich mit Absicht, denn alte Fans der Hannoveraner reagieren wahrscheinlich enttäuschend auf Peraus weiterem musikalischen Werdegang. Moderner deutschsprachiger Pop, der hier und dar gar mit Jazz Einlagen angereichert ist. Leider ist der Ausflug oder die Berufung, nur zum äußerst durchschnittlichen Werk geraten. (hs)

SCORPIONS
Eye II Eye (eastwest)
Ich weiß nicht, soll man weinen? Immerhin ist man mit den Scorps groß geworden, immerhin sind sie die erfolgreichste deutsche Band im Ausland, war man ja immer stolz drauf. Immerhin haben sie einzigartige Luftgitarren Klassiker geschrieben. Nun möchte man anscheinend den Zug der Zeit nicht verpassen und verpasst seinem Sound moderne Samples, textet auch mal einen Song in Deutsch und klatscht sechs Balladen aufs Album. Furchtbar!!! Kann es denn wirklich sein, daß sie es völlig verlernt haben? (hs)

GEORGE THOROGOOD AND THE DESTROYERS
Half A Boy, Half A Man (spv)
Ein Urgestein der Rockgeschichte meldet sich mit Pauken und Trompeten zurück. George Thorogood interpretiert neben eigenen Songs auch Chuck Berrys »Hellbound Train« oder lässt einen in Titty Twister Atmopshäre mit Willie Dixons »As Long As I Have You« schweifen.  Rock 'n' Boogie mit einigen Krachern. Geil! (hs)

TITO & TARANTULA
Hungry Sally & Other Killer Lullabies (BMG)
Bei der letzten Debüt-Veröffentlichung hatte Tito noch den riesigen »From Dusk Till Dawn« Bonus. Ergebnis war dann auch 6 Monate Präsenz in den Albumcharts. Das Zweitwerk der Band wird dieser Erfolg wahrscheinlich nicht beschieden sein. So hart es ist: Ihr Gitarrenrock kommt nicht über Provinzband-Status hinaus. Eine absolute Enttäuschung! (hs)
 

DIE STERNE
Wo ist hier (Epic)
Neues von der Hamburger-Schule-Band? Neues leider nicht! Alles schon mal gehört: Die Texte der STERNE sind treffend und spitz formuliert, der Sound groovy, rockig, lässig, cool. Stagnation auf hohem Niveau! (nn)

FREUNDESKREIS
Esperanto (Sony / Four Music)
Sehr bescheiden (im positiven Sinne) und extrem relaxed kommt das neue FREUNDESKREIS-Album aus den Boxen. Die Musik chillt. Und  erst die Texte! Politisch wie immer, kommen sie wie ein Brett. "Esperanto", ein Synonym für die urbane Sprache des HipHop, eine Kunstsprache, in der sich jeder verständigen kann. Respekt! (ks)

SUEDE
Head Music (Nude / Epic)
Diese Platte stinkt! Wirklich. Wenn man die CD öffnet stinkt es verdächtig giftig nach Lackfarbe. Der Grund: Das Booklet ist komplett pink eingefärbt. Was auch das einzig Besondere an diesem Album ist, was einen an Pop gemahnt oder aufregen könnte. Der Rest, also die Songs, langweilt! (ks)

DIE PRINZEN
So viel Spaß für wenig Geld (BMG)
Die ostdeutschen Helden des mehrstimmigen Gesangspop melden sich mit gewohnten Sound und Witz zurück. Wirken ihr Popsongs überwiegend trivial, so liegt ihre Stärke in den Acappela-Stücken. Insgesamt nix neues, aber diesmal mit Gaststar Rüdiger Hoffmann. (stb)

NEW RADICALS
Maybe You've Been Brainwashed Too (Polydor)
Eines der erfrischenden Popalben dieses Sommers: Gregg Alexander schafft hier als Songwriter, Sänger und Produzent betörende Musik mit Melodien zum Verlieben. Das ist defently fresh! (hs)

DRACUL
Speichel und Blut (Spirit/SPV)
Peinliches Gestammel um Liebe, Leidenschaft und Tod mal zu krachigen Gitarren, dann wieder zu peppigen Rhythmen. Der Graf wird im Grabe rotieren! (lj)

ERIC BIBB
Home To Me (Ruf Records)
Derzeit wieder groß gefeiert: Akustik Blues. Im Windschatten von Keb Mo befindet sich Eric Bibb. Mit filigranem Fingerpicking und eine einfühlsamer Stimme schaffte es der New Yorker auch schon zum Best Newcomer bei den britischen Blues Awards.  (hs)

REAGAN CAIN
Give me your clothes, your boots and your motorcycle! (Eigenvertrieb)
Das deutsch-irische Quintett präsentiert sich mit dieser 4 Track Maxi-CD auf den Spuren von BLONDIE und den frühen PRETENDERS. Sängerin Reagan weiß zu rocken. Vieversprechender Ableger der Marburger CAREFREE! (stb)

DIVERSE
Burning London-The CLASH Tribute (epic)
Großer Coversampler, der sich vor der politischsten aller alten englischen Punkbands verbeugt. Mit dabei: NO DOUBT, RANCID, THE MIGHTY MIGHTY BOSSTONES, AFGHAN WHIGS, SILVERCHAIR und Ice Cube. Leider nicht wirklich mehr als eine Verbeugung. (stb)

FAHRGEMEINSCHAFT
The Last Volume (Rough Trade/Frühstyxradio)
Für Fans des Frühstyxradio unentbehrlich: Vier Menschen wie Du & ich entblößen & entblöden sich auf dem Weg zur Feinkost-Fleischsalatfabrik. Gute Fahrt. (mgg)

THE PALADINS
Slippin' In (Ruf Records)
Eins vornweg: Diesem Sound kann man nicht wiederstehen! Die Mannen um Dave Gonzales spielen ein Gemisch aus Rock-a-Billy, frühem Rock'n'Roll, R&B sowie Swing und Jazz. In den USA sind sie damit auch einer der gefragtesten Live Acts der Szene. Die Groovebombe kommt nach Deutschland. Hingehen und Abtanzen! (hs)

DIE PRINZEN
So viel Spaß für wenig Geld (BMG)
Die ostdeutschen Helden des mehrstimmigen Gesangs-Pop melden sich mit gewohnten Sound und Witz zurück. Wirken ihr Popsongs überwiegend trivial, so liegt ihre Stärke in den A-cappela-Stücken. Insgesamt nix Neues, aber diesmal mit Gaststar Rüdiger Hoffmann. (stb)

MIKE OLDFIELD
Guitars (WEA)
Ein eher zurückhaltendes Album, auf dem Oldfield zeigt, welche Bandbreite an folkigen, rockigen und bluesigen Klängen sich akustischen, elektrischen und verfremdeten Gitarren entlocken läßt. Solides Handwerk, aber wenig inspiriert. (lj)

NEW RADICALS
Maybe You've Been Brainwashed Too (Polydor)
Eines der erfrischenden Popalben dieses Sommers: Gregg Alexander schafft hier als Songwriter, Sänger und Produzent betörende Musik mit Melodien zum Verlieben. Das ist defently fresh! (hs)

DRACUL
Speichel und Blut (Spirit/SPV)
Peinliches Gestammel um Liebe, Leidenschaft und Tod - mal zu krachigen Gitarren, dann wieder zu peppigen Rhythmen. Der Graf wird im Grabe rotieren! (lj)

ERIC BIBB
Home To Me (Ruf Records)
Derzeit wieder groß gefeiert: Akustik Blues. Im Windschatten von Keb Mo befindet sich Eric Bibb. Mit filigranem Fingerpicking und eine einfühlsamer Stimme schaffte es der New Yorker auch schon zum Best Newcomer bei den britischen Blues Awards.  (hs)

DIVERSE
Burning London - The Clash Tribute (Epic)
Großer Coversampler, der sich vor der politischsten aller alten englischen Punkbands verbeugt. Mit dabei: NO DOUBT, RANCID, THE MIGHTY MIGHTY BOSSTONES, AFGHAN WHIGS, SILVERCHAIR und Ice Cube. Leider nicht wirklich mehr als eine Verbeugung. (stb)

FAHRGEMEINSCHAFT
The Last Volume (Rough Trade/Frühstyxradio)
Für Fans des Frühstyxradio unentbehrlich: Vier Menschen wie Du & ich entblößen & entblöden sich auf dem Weg zur Feinkost-Fleischsalatfabrik. Gute Fahrt. (mgg)

THE PALADINS
Slippin' In (Ruf Records)
Eins vornweg: Diesem Sound kann man nicht wiederstehen! Die Mannen um Dave Gonzales spielen ein Gemisch aus Rock-a-Billy, frühem Rock'n'Roll, R&B sowie Swing und Jazz. In den USA sind sie damit auch einer der gefragtesten Live Acts der Szene. Die Groovebombe kommt nach Deutschland. Hingehen und Abtanzen! (hs)

MUMBLE & PEG
This Ungodly Hour (Nois-o-lution/Efa)
Düster-schleppender Rock mit Country- und Blueswurzeln, melancholisch und bittersüß, mit viel Liebe zum Detail produziert. Die amerikanische Band ist live am 5.9. in der Klampfe Witzenhausen zu erleben.

FRIENDS
Magic Music Live (Akzent)
Golden Oldies der 60er und 70er Jahre in folkigen Arrangements. Besondere Favoriten sind Simon & Garfunkel, dafür gibt's kein BEATLES-Stück. Manchmal ist der Schmalzfaktor allerdings zu hoch! (lj)

CREE SUMMER
Street Faeri (Sony)
Lenny Kravitz hat doch ein Faible weibliche Künstlerinnen zu produzieren, nach Vanessa Paradies, verleiht der Multi-Instrumentalist seiner "Look-A-Like Schwester" Cree Summer seine Künste. Lenny selbst ist neben dem Produzentjob, auch als Musiker auf allen Songs vertreten, gesanglich u.a. im Duett mit Cree bei dem tollen »Mean Sleep«. Sollte man als Kravitz Fan unbedingt reinhören. (hs)

COURAGE BROTHERS
Wood
Something Strong (Blue Rose/Rough Trade)
Bei dem derzeitigen Todd Tibaud Fieber, welches nicht nur im Hause Blue Rose grassiert, schenkt uns das kleine Rootslabel zwei Wiederveröffentlichungen von Tibauds ehemaliger Band. Knackiger Americana Rock für lange Highways. (hs)

SAND RUBIES
Release The Hounds (Blue Rose/Rough Trade)
Treue Fans vom Meister Gitarrero Rich Hopkins, hatten sich dieses Teil bereits auf der letzten Sand Rubies Tour gesichert. Nun kommt die CD ausschließlich mit Coverversionen bestückt, auch in den Handel. Mitreißende Versionen von Tom Petty, Neil Young, Beatles oder Bob Dylan Klassikern. Kaufen, weil einfach Klasse! (hs)

BELLE AND SEBASTIAN
Tigermilk (Virgin)
Vergeßt die Proll-Rocker von OASIS, BELLE AND SEBASTIAN sind zu recht beim Brit-Award »Artist of the Year 98« geworden. Hört man sich ihr legendäres und erstmals auf CD (wieder-)veröffentlichtes Debüt an, so bekommt man wohlige Gänsehautschauer! Einfach schön!!! (ks)

JIMMY SUMMERVILLE
Manage The Damage (SPV)
Der "Smalltown Boy" von BRONSKI BEAT ist schon seit Jahren als Solokünstler erfolgreich (»You Make Me Feel«). Sein neues Album knüpft unmittelbar an seinem bisherigen Sound an - ruhig-relaxt bis soulig und druckvoll. Disco-Pop eben. Allerdings mit ernsthafter Thematik: AIDS und das Leben mit dieser Krankheit. (ks)

BELLE AND SEBASTIAN
Tigermilk (Virgin)
Vergeßt die Proll-Rocker von OASIS, BELLE AND SEBASTIAN sind zu recht beim Brit-Award »Artist of the Year 98« geworden. Hört man sich ihr legendäres und erstmals auf CD (wieder-)veröffentlichtes Debüt an, so bekommt man wohlige Gänsehautschauer! Einfach schön!!! (ks)

JIMMY SUMMERVILLE
Manage The Damage (SPV)
Der »Smalltown Boy« von BRONSKI BEAT ist schon seit Jahren als Solokünstler erfolgreich (»You Make Me Feel«). Sein neues Album knüpft unmittelbar an seinem bisherigen Sound an - ruhig-relaxt bis soulig und druckvoll. Disco-Pop eben! Allerdings mit ernsthafter Thematik: AIDS und das Leben mit dieser Krankheit. (ks)

GORDON JACOB
2. Sinfonie u.a. (Classico)
»The British Symphonic Collection« ist eine neue Serie des dänischen Labels Classico. Vol. 1 mit dem Dirigenten Douglas Bostock und den Münchner Sinfonikern sind dem 1984 verstorbenen, der Neuromantik verpflichteten Gordon Jacob gewidmet. Musik ganz in der Nachfolge Elgars und doch unverkennbar zum 20.Jahrhundert gehörig. (gum)

DOUG WIMBISH
Trippy Notes For Bass (EFA)
»Rapper's-Delight«-Basser Doug Wimbish, bekannt von LIVING COLOUR und Tourneen mit Jagger, Madonna und DEPECHE MODE, meldet sich mit Klangwanderungen durch die Tiefen der eigenen Seele zurück. So traumverloren hat man den Funky Bassman noch nie gehört! (lj)

ZEITREISER
Ardistan (Zeitbombe)
Musiker von SCHERBEN, GROBSCHNITT, YELLO und Joachim Witt remixen und bearbeiten einen der legendären Rio-Reiser-Songs frei nach Karl May. Diese musikalische Verbeugung vor zwei deutschen Dichtern ist ein Muß für alle Krautrocker, aber auch für Freunde versponnener Elektroniktrips. (lj)

SOUNDTRACK
Star Wars Episode 1
Dirigent John Williams, Komponist der Star-Wars-Titel-Melodie und der Soundtracks aller bisherigen Star-Wars-Filme, durfte wieder ran. Das legendäre London Symphony Orchestra setzt die raffinierte Musik des Hollywood-Wagners kongenial um. Aber es ist eben Programm-Musik: Was im Kino die Handlung effektvoll begleitet, wirkt zuhause doch eine Nummer zu pathetisch. (lj)

DIVERSE
Blue Rose Broadcasts Vol.1 (Blue Rose/Rough Trade)
Blue Rose präsentiert einige seiner Schützlinge wie zu alten BBC-Radiosessions-Zeiten: Pure Liveaufnahme im 9-Quadratmeter-Studio. Da halten noch welche richtig schöne Traditionen hoch! Freut Euch auf Handmade-Rock mit u.a. Steve Wynn, Rich Hopkins oder Todd Thibaud. (hs)

SARAH McLACHLAN
Mirrorball (Arista/BMG)
Die Begründerin der Lilith Fair Festivals veröffentlicht mit Mirrorball eine kraftvolle und atmosphärische Livedokumentation der 98er Surfacing Tour. Top Hits wie »Building A Mystery« oder »Adia« dürfen natürlich nicht fehlen. Nicht umsonst ist Sarah in den Staaten ein absoluter Superstar. Ein Spitzen-Album des Rockbereichs! (hs)

IAN MCDONALD
Drivers Eyes (Camino Records)
Man kennt ihn von Foreigner oder King Crimson. Zu seinem Solowerk finden neben vielen berühmten Gaststars (John Waite, Steve Hackett, Peter Frampton) auch alte Weggefährten wie Lou Gramm den Weg ins Studio. Leider klingt das Ergebnis trotz der Top-Besetzung nur nach lahmen Pop-Rock der 80er. (hs)

REGENUNDMILD
Im Bann des Plattenspielers (intercord)
Längst gehört deutscher HipHop zu unserem Alltag. Verständlich, daß so auch Projekte an die Oberfläche gespült werden, die früher in den entlosen Weiten ihres Übungsraumes entschwunden wären - wie die Wiesbadener REGENUNDMILD. Bis auf wenige Tracks beherbergt ihr Erstling nur belangloses. Kinderkram! (nn)
 

BENJAMIN BOYCE
Benjamin Boyce (Epic)
Nach der Trennung von CAUGHT IN THE ACT im vergangenen Jahr versucht der Teenie-Schwarm nun eine Solokarriere ins Rollen zu bringen. Gespannt lauscht man den vielversprechenden, mal funky, mal spacig klingenden Liedanfängen, um spätestens beim einsetzenden Gesang enttäuscht festzustellen, das alles nach demselben Strickmuster gestrickt ist: flache Texte, ein seichter, noch zu sehr nach Boygroup klingender Gesang. (ah)

DIE TOTEN HOSEN
Crash-Landing (JKP)
Für das Ausland gedacht, haben die Hosen auch bei uns diese Compilation mit Hits und raren B-Seiten Songs veröffentlicht, die alle in englisch gesungen sind. Eine bunte Zusammenstellung mit Coverversionen von »I am the walrus« und »I fought the law«. Das läßt Sammlerherzen höher schlagen!(stb)

KLAUS DOLDINGER
Blind Date (WEA)
Altmeister Klaus Doldinger, breiteren Massen als Komponist der Tatort-Titelmusik bekannt, kommt demnächst mit der New Yorker Band BLIND DATE auf Tour. Jazz von Feinsten! (bm)

THE CANDYSKINS
Death of a minor tv celebrity (Intercord)
Abwechslungsreicher Britpop, der streckweise an die frühen R.E.M. und an OASIS errinnert. Hervorragend produziert, schleicht es sich in unsere Gehörgänge und veranstaltet einen Sitzstreik. Das Leben ist schön. (stb)

BEATSTEAKS
Launched (Epitaph)
Das zweite Werk der Berliner Punk- und Hardcoregröße strotzt nur so vor Energie. Großes Vorbild dürften die amerikanischen DESCENDENTS sein, deren Einfluß deutlich zu spüren ist. Komplexe Arrangements, druckvoll gespielt und produziert, sowie ein solides Songwriting mit kleinen Hits zeichen diese CD aus. Cool! (stb)

DIVERSE
Music for an uprising century (New wayz)
Kasseler Jesus-Freaks haben einen bunt gemischten Sampler zusammengestellt. Auf ihm sind 9 christliche Bands aus den Bereichen Punk, Hardcore, Metal und Crossover vertreten. Mit dabei CHERUBIM, BREAK OUR PRIDE und FORGIVEN. Schöne Idee! (stb)

AURORA
Compilation 1983-1998 (Hulk Räckorz)
Diese Zusammenstellung von 20 Songs bietet einen prima Überblick über mittlerweile 15 Jahre Bandgeschichte des ungarischen Punkrock-Trios. Kraftvoll und schnell, kurz und kompromißlos. Genau richtig, um diese Band kennenzulernen... (stb)

ELEKTRUS
Future Musika from spb.ru (Indigo)
Elektrus präsentiert 14 außergewählich Tracks elektronischer Musik aus St. Petersburg. Zu hören sind verschrobene Retro-Sounds, knalliger Dancefloor und heftige Noise-Stücke. Außergewöhnlich! (bm)

MARIO LOPEZ
The Sound Of Nature (Fairlight)
Wer bei dem Wort Trance an langweilige Chillout-Mucke denkt, liegt hier völlig falsch. Der phatte Beat und der treibende Rhythmus am Anfang der Platte dienen nicht etwa wie bei vielen anderen Tracks als Warteschleife zum Slowpart, sondern reißen sofort mit. Durch die sehr unterschiedlich gestalteten Remixe von LIGHTFORCE oder PLUG'N'PLAX ist die Platte für fast jeden Geschmack geeignet. Der positive Eindruck wird unterstützt durch das optisch auffällige Vinyl im leuchtenden Neon. (bl)

MOLOKO
Sing It Back (Peppermint Jam)
Das englische Duo MOLOKO stand bisher eigentlich eher für Big Beat und TripHop. Jetzt begeistern sie mit einer Mischung aus groovigem House und Funk auch die Club-Crowd. (bl)

DIATRIBE
Born To Live (25cent records/Red Alert Rec.)
Freunde von schnellem, klassischem Hardcore-Sound mit melodisch groovenden Metalriffs kommen bei der Debut-CD der vier Jungs aus Paderborn voll auf ihre Kosten. (jh)

ATANATOS
Devastation (Last Episode)
Die Thüringer sind nur was für Black-Metal-gewöhnte Gemüter. Diese sehr düstere Band erzählt in ihren Songs von furchtlosen Kriegern und blutigen Schlachten. Nicht jedermanns Sache! (jh)

FLO & LEA
Susannes Zimmer (Intercord)
Erfrischende Popmusik mit witzigen Texten vom Traumpaar der deutschen Pop-Szene. (bm)

EISBERG
Grundlos im Freibad (Intercord)
Wer BADESALZ mag oder übrib gebliebener Fan der legendären Blödelkombo FLATSCH ist, der wird Eisberg mögen. In Südhessen ist die "Witzischkeit" von Offenbach-X-Files sicherlich der Renner, ebenso die dialektgefärbten Wortspiele um Hadama etc. Für den Rest ist es schlicht Handkäs mit Musik! (ks)

AURORA
Compilation 1983-1998 (Hulk Räckorz)
Diese Zusammenstellung von 20 Songs bietet einen prima Überblick über mittlerweile 15 Jahre Bandgeschichte des ungarischen Punkrock-Trios. Kraftvoll und schnell, kurz und kompromißlos. Genau richtig, um diese Band kennenzulernen... (stb)

DIATRIBE
Born To Live (25cent records/Red Alert Rec.)
Freunde von schnellem, klassischem Hardcore-Sound mit melodisch groovenden Metalriffs kommen bei der Debut-CD der vier Jungs aus Paderborn voll auf ihre Kosten. (jh)

ATANATOS
Devastation (Last Episode)
Die Thüringer sind nur was für Black-Metal-gewöhnte Gemüter. Diese sehr düstere Band erzählt in ihren Songs von furchtlosen Kriegern und blutigen Schlachten. Nicht jedermanns Sache! (jh)

FLO & LEA
Susannes Zimmer (Intercord)
Erfrischende Popmusik mit witzigen Texten vom Traumpaar der deutschen Pop-Szene. (bm)

KALK & WELK
Zwei Engel der Barmherzigkeit (Frühstyxradio) DoCD
Oliver Kalkofe ("Kalkofes Mattscheibe") & Oliver Welk ("Ran") melden sich wieder mit einer Mischung bester Frühstyxradio-Komik zurück. Man darf Lachen über Kalkofes Mattscheibe, Isernhagen-Law und die Stars der 70er u.v.m. Kurzweil mit Realsatire und schnörkelloser Witzigkeit und vielen Gaststars.

SCORPIONS
Best (EMI)
Deutschlands erfolgreichster musikalischer Exportschlager mit zahlreichen Luftgitarrenklassikern und Balladen von »In Trance« Zeiten bis zum »Wind Of Change«. Mit »Love Is Blind« befindet sich zusätzlich ein nagelneuer (schwächerer) Song auf der Zusammenstellung. Auffallend ist auch, daß die heutige Schwäche der Scoprs, durch die Beschränkung der Songs bis 1990 dokumentiert wird. (hs)

PETE TOWNSHEND
Live  (in-akustik)
Der WHO Gitarrist Townshend veröffentlicht die Maryville-Acadamy-Benefit- Show, live aufgenommen im Chicagoer House Of Blues. Ohne große Backing Band überzeugt er rockend, aber auch nachdenklich mit viel Spielfreude. Als Bonbon: Auf der Bonus CD zwei Duette mit PEARL JAMs Eddie Vedder. (hs)

JOHN MELLENCAMP
Rough Harvest (mercury)
Der Meister des amerikanischen AOR Radios besinnt sich bei diesen Aufnahmen als Singer/Songwriter zurück. Nochmals nimmt er mit seiner Band einige seiner großen Hits sowie rare Songs ohne großen technischen Firlefanz auf. Real Roots Rock! Als Bonus gibt es »Under The Boardwalk« und »Wild Night-Live!« . (hs)

THE BOTTLE ROCKETS
Brand New Year (Blue Rose/Zomba)
Das US-Magazin »Esquire« kürte sie zur Best Bar Band im Land und genau dort gehören sie hin: in schwüle, verrauchte Rockclubs, wo sie ihr Gemisch aus ZZ-Top, Bad Company und den Ramones den Leuten um die Ohren hauen können. Das hier ist simply R-O-C-K, zwar nicht neu erfunden, aber live sicherlich obergeil. (hs)

BADESALZ
Voodoobabbel (Sony)
DAS Vorreiter-Duos der Comedy-Welle ist wieder da. Bei 37 Nummern jedoch ist nicht alles Gold, was glänzt. Größtenteils eher lauere Gags. Köstlich:die Badesalz-Parodie auf den Kuba-Rummel. (hs)

GARY MOORE
A Different Beat (Castle Music)
Nach seinen guten Hardrock- und Blues-Jahren spielt der große Gitarrenviruose Gary Moore sein bereits zweites Album mit Einflüssen aus Pop und Drum'n'Bass ein. Leider kann man nirgends einordnen, was diese CD uns nun bringen soll. Schlicht langweilig. Go back to the roots, Gary! (hs)

CORNELIUS DOPPER
7. Sinfonie »Zuiderzee« u.a. (Musik-Welt)
Musik aus Holland ist hierzulande kaum bekannt. Der Münsteraner Vertrieb »Musik-Welt« schließt mit dem NM-Classics-Label diese Lücke. Neben Doppers Sinfonie, die mit Melodienreichtum und Originalität (Pauken-Solo im 4. Satz!) aufwartet, gibt es auf der CD eine »Ciaconna« des Komponisten und die »Piet Hein Rhapsodie« von Peter van Anrooy. Beide Komponisten sind beachtenswerte Vertreter der holländischen Romantik. (gum)

STING
Brand New Day (A&M)
Eins vorweg: Diese Platte ist extrem gewöhnungsbedürftig. Nicht nur wegen des französisch-arabischen Flairs, auch die üblichen Sting-Hooks sind verhältnismäßig selten gesät (z.B. in »After the rain has fallen«). Verhaltenheit und Besinnlichkeit sind Trumpf. Vielleicht nicht die unzweckmäßigste Geisteshaltung zu Beginn eines neuen Jahrtausends... (pw)

PSYCHO GAMBOLA
Punkrock einmal anders. Anstatt kurzer Mitgrölhits durchdachte Arrangements und anstatt Huldigungen heimischer oder billiger Gerstensäfte Alltagsprosa nach Neu-Hamburger Schule. Jeder der But Alive oder die frühen Abwärts mag, sollte in diese CD unbedingt reinhören oder besser gleich kaufen. Noch ein Geheimtip. (ck)

SWEET LITTLE SISTERS
Heaven On Earth (Eigenvertrieb)
Die Lauterbacher Progressiv Rocker legen ihre zweite CD im Eigenvertrieb vor. Heftige Gitarrenriffs lassen zu keiner Zeit den Hang zur Melodie vermissen oder irgend eine Art von Langeweile aufkommen. CD für 25 DM bei Jochen Rey, Tel: 06641-918173. Lohnend ist auch ein Blick auf ihre tolle Homepage: www.abo-net.de/sls. (hs)

GEORGE MICHAEL
Songs from the last century (Virgin)
George Michael erinnert sich an seine persönlichen Lieblingssongs. Von schnulzig bis schön interpretiert er Klassiker von Frank Sinatra, Doris Day, Nat King Cole, Bing Crosby und Police. Gute Idee, schön umgesetzt! (stb)

SWEET LITTLE SISTERS
Heaven On Earth (Eigenvertrieb)
Die Lauterbacher Progressiv Rocker legen ihre zweite CD im Eigenvertrieb vor. Heftige Gitarrenriffs lassen zu keiner Zeit den Hang zur Melodie vermissen oder irgend eine Art von Langeweile aufkommen. CD für 25 DM bei Jochen Rey, Tel: 06641-918173. Lohnend ist auch ein Blick auf ihre tolle Homepage: www.abo-net.de/sls. (hs)

DREI FLASCHEN IN'NA PLASIKTÜTE
Kaisers of Metal (Feier Mettel Records)
Lustiger Deutschpunk ohne Rücksicht auf Verluste. Kurz und bündig mit nur einem Ziel: Spaß! Unterhält und verschwindet dann wieder. (stb)

GREGORIAN
Masters Of Chant (edel)
Der Weihnachts-Hype: Rock-Klassiker von REM, DIRE STRAITS und Clapton im gregorianischen Stil gesungen. Eine fürchterliche Idee! Wenn man's dann wenigstens beim Gesang mit Kloster-Hall belassen hätte. Dieser wurde dann auch noch in widerlich süße Zuckerwatte-Arrangements eingepackt. Kurzum "die Popmusik des kommenden Millenniums" (Presse-Info)! (lj)

SWITCH
Das Beste aus der Comedy Show II (Edel)
52 Spaß-Tracks aus der Pro-7-Serie lassen die gemeinen Lachmuskeln erzittern. Ziel der Schadenfreude ist das oft zur Real-Satire verkommene Fernsehen. U.a. Winnetou, Schäfer, Türk, Naddel, Frontal und die beliebten Fakten, Fakten, Fakten werden gekonnt vorgeführt. Für alle Comedy-Fans! (mgg)

CHAINSAW HOLLIES
Lifetime guarantee (Alternation/Intercord)
Auf ihrem mittlerweile dritten Album dominieren die rockigen Gitarrenklänge des deutschen Power-Pop Trios. Sänger und Gitarrist Atze bewegt sich charismatisch durch das britsch anmutende Songwriting, das in der Tradition von Bands wie den WHO oder TEENAGE FANCLUB steht. Schön. (stb)

KAFKAS
Sklavenautomat (Kulturschock)
Deutlich härter und schneller als die beiden Vorgängeralben bewegen sich die Fuldaer Deutsch-Punker mit ihrem neusten Werk auf den Pfaden von EA80 und TAGTRAUM. Druckvoll produziert und mit nachdenklichen Texten versehen, verstehen es die Kafkas, sich hier weiterzuentwickeln ohne zu kopieren. (stb)

DJ SAKIN
Nightmare (Intercord)
Dj Sakin, dessen Handschrift für Tranceproduktionen steht, welche im Mittelpart einen megalangen Aufbau mit einer phatten Steigerung haben, geht nun etwas andere Wege. »Nightmare« steht zwar auch für Trance, ist im Aufbau allerdings durchgängiger, aber keineswegs weniger treibend. Natürlich steht auch hier wieder eine eingängige Melodie im Vordergrund. (bl)

CASPER KLYNE
Keep On Klubbin´ (Kontor)
Dieser funkig angehauchte Technotrack vom Meister des Clubsounds himself, Ramon »Hardfloor« Zenker, begeistert durch seinen treibenden Sound und die phatten Beats. Seine neue Produktion, die das Zeug zum Clubhit hat, basiert auf dem Original-Sample von »Two Man Sound«. Also, Check it out! (bl)

DIVERSE
Best of Wall of Sound (Virgin)
Das Label »Wall of Sound« ist die erste Adresse in Sachen Big Beat, Heimat für solche hochkarätigen Gruppen wie Propellerheads, für die Wise Guys und, und, und. In Deutschland übernimmt seit Herbst diesen Jahres die Münchener Plattenfirma Virgin die Distribution und Promotion der Wall of Sound-Produkte. Zum Start dieser neuen Geschäftsbeziehung gibt es ein Best-Of-Compilation des englischen Labels. Fett! (nn)

DIVERSE
Tribute To Aerosmith (Eagle Rec)
Wieder wurden alle Persönlichkeiten des Heavy Rock zusammengetrieben, diesmal nach Alice Cooper, Aerosmith ein Tribute hinzuknallen. Die Herren von den Stammcombos wie Slaughter, Whitesnake, Ratt oder LA Guns scheinen sich nicht mal zu schämen. Und bitte wer braucht ein »Dream On« mit Ronnie James Dio an den Vocals? Schlimm, das! (hs)

BOB MARLEY
Chant Down Babylon (mercury)
Bobs Sohn Steve hat sich hingesetzt, Daddys Originalgesang und -Musik neu arrangiert und die Gesangsspuren mit Gastmusikern wie Busta Rhymes, Steven Tyler und Joe Perry von Aerosmith oder Chuck D in Duette gepackt. Herausgekommen ist wahrlich ein beachtliches Projekt, vor allem das hypnotische »Turn Your Lights Down Low« mit Lauryn Hill. (hs)

XAVIER NAIDOO
Live (epic)
Welcher Künstler, besser noch: welcher deutscher Künstler kann es sich leisten nach seinem Debüt bereits ein Livealbum zu veröffentlichen. Da wäre selbst über MMW oder Grönemeyer gelacht worden. Nicht so hingegen beim Mannheimer Rapper Xavier Naidoo. Dass er ein Ausnahmemusiker ist, zeigt sich gerade bei dieser Live CD, die es schafft Atmosphäre genauso wie Intensität einzufangen. Hut ab! (hs)

QUEEN
Greatest Hits III
Der Abschluß der Greatest Hits Trilogie zeigt Queen mit Gastsängern wie Elton John oder George Michael. Weiterhin sind einige Solowerke von Freddie Mercury oder Brian May zu finden. Der Rest wurde angereichert mit Songs aus dem letzten Queen Album »Made In Heaven«. Interesssant ist vor allem eine bisher unveröffentlichte Version von »Under Pressure« mit David Bowie. (hs)

DIVERSE
Josh's Blair Witch Mix (in-akustik)
Dies ist nicht der Soundtrack zum Low Budget-, aber megaerfolgreichem Horror Movie »The Blair Witch Project«, sondern die Musik, die auf Kassette im Auto des Kameramanns gefunden wurde. Der Sound reicht von düsterem Gothic Rock bis zu Industrial. Gimmick: Auf der CD befindet sich ein Video, welches im fertigen Kinofilm nicht zu sehen ist. (hs)

MICHAEL HUTCHENCE
Michael Hutchence (V2)
Bis kurz vor seinem rätselhaften Tod arbeitete der ehemalige INXS Frontmann an seinem ersten Soloalbum. Posthum serviert uns Hutchence etwas Alternativ, Funk und bekannten PopRock. Leider finden sich nur wenige Highlights, wie das  Duett »Slide Away« mit Bono oder das düstere »Possibilities« auf seinem Nachlaß. (hs)

 

 

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