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ERIC CLAPTON
Live: One More Car - One More Rider (Wea)
Wollen wir hoffen, dass er sein Versprechen nicht hält, keine Tourneen
mehr zu bestreiten. Denn die vorliegende Do-Live-CD beweist Mr. Slowhands
Bühnenpräsenz sogar noch im heimischen Wohnzimmer. Von den neueren Songs
bis zu Klassikern, von den Rockern über den Blues bis zum Pop. Lohnt sich!
(hs)
TOM PETTY & THE HEARTBREAKERS
Echo (Wea)
Der gute alte Tom rockt wieder einmal mit den Heartbreakers. Und die geben
ganz schön Gas! Bluesverwurzelter Rock'n'Roll, wie immer hochqualitatives
Songwriting und den unverwechselbaren Petty Charme. Souveräne Arbeit!
(hs)
BLACKMORE'S NIGHT
Past Times With Good Company (SPV)
Richie Blackmore und Lebensgefährtin Candice Night widmen sich bereits
seit drei Alben einer Mischung aus Mittelalterrock, Pop und Folk. Die
vorliegende Doppel Live CD zeigt, dass dies auch auf der Bühne gut kommt.
Besonders erfreulich, dass Blackmore eines der besten Deep-Purple-Stücke
ausgegraben hat: »Soldier Of Fortune«. Fein. (hs)
SLOBBERBONE
Slippage (Blue Rose/inakustik)
Wann wird man schon mal von Stephen King geadelt. In Form seines Buches
»Das schwarze Haus« verweist die Hauptfigur des Romans auf einen Song
der Amerikaner, "This is a great rock'n'roll song", so seine Aussage.
Und das haben die Jungs wirklich zu bieten, wuchtiger Gitarrenrock in
Reinkultur. ROCK großgeschrieben: treibend, dreckig, staubig. (hs)
TOPLOADER
Magic Hotel (Epic)
Ihr Debüt »Onka's Big Moka« und vor allem die dazugehörige Hitsingle »Dancing
In The Moonlight« zählten zum Besten des Jahres 2000. Mir ihrem Nachfolger
geht es richtig gut weiter: hart rockend, rythm'n'bluesig, soulig, vor
allem richtig lässig und entspannt. (hs)
ME AND CASSITY
Hope, With A Pain Chaser (Tapete/indigo)
Hinter
ME AND CASSITY verbirgt sich Dirk Darmstädter, aufrechten Popfans noch
aus Jeremy-Days-Zeiten bekannt. Bereits auf seinem Soloalbum 1997 fröhnte
er dem Singer/Songwritertum. Auch hier tritt er als klassischer Storyteller
auf und beglückt all die, die das tägliche Radiogedudel nicht ertragen.
(hs)
PRIMEsth
Underneath The Surface (Rebelution Ent.)
Hoffnungsvolles aus Schweden, über
den Umweg USA zum Erfolg gelangt: ausgefeilter Mainstream Rock, wie er
im US College Radio läuft! Ihre Single »I'm Stupid (Don't Worry 'bout
Me)« kickt zumindest richtig gut. (hs)
RICHIE HAVENS
Wishing Well (Evangeline Rec.)
Einst eröffnete er Woodstock. Nun hat Richie Havens nach Jahren wieder
ein Studioalbum draußen. Ruhig und besonnen geht es vor sich, mit viel
Folk, leichtem Soul und gar einem Schuss Weltmusik. Musik mit Leidenschaft
bis zum Schlusspunkt: dem mystischen »On The Turning Away« von Pink Floyd.
(hs)
ROBERT PLANT
Dreamland (mercury)
Robert Plants außerordentliche Stimme die schon Led Zeppelin verzauberte,
sticht auch hier wieder markant hervor. Aufgenommen hat er ein Album mit
Songs, die ihn beeinflussten und ein paar eigenen Stücken. So zitiert
er Bob Dylan oder Tim Buckley. Lediglich »Hey Joe« gerät in Plants Version
völlig daneben. Insgesamt ein recht ruhiges aber beachtliches Gemisch
aus Folk und Bluesrock. (hs)
CASHMA HOODY
Hoodylicious (African Dance)
Die Hessischen Reggaemeister aller Klassen melden
sich mit einem schönen Album zurück, poppig, melodisch und doch relaxed.
Einfach erfrischend, dieser Sound... (lj)
PAUL WESTERBERG
Stereo (Vagrant/Motor)
Eigentlich Mono/Stereo, denn das Album besteht aus zwei CDs. Mono zeigt
Westerberg solo mit Songs zur Akustikgitarre balladesk und roh. Auf Stereo
geht es dann mit Band an den Start. Der ehemalige Replacements Mann der
nach seinem 99er Solowerk »Suicane Gratifaction« herb enttäuschte, lässt
es hier endlich wieder rocken und rollen. (hs)
OZZY OSBOURNE
Live At Budokan (Sony)
Der Altmeister scheint Live-Alben über alles zu Lieben. Hier wieder mal
eine Bestandsaufnahme seiner aktuellen Konzerte. Altbewährtes wie »I'dont
know« oder »Bark At The Moon«, neueres mit »Junkie« oder »Mama I'm Coming
Home«. Man merkt aber leider schon, dass Ozzy nicht mehr die Puste vergangener
Tage hat. Für Livealben gilt somit immer noch als Empfehlung schlechthin:
»Tribute To Randy Rhoads«: ein Muss für jeden Rocker! »Budokan« ist eher
für Fans. (hs)
DIVERSE
The Osbournes (Epic)
Apropos Ozzy: Die MTV-Soap um seine Family zählt mitterweile zu den erfolgreichsten
Serien, die der Musiksender je ausgestrahlt hat. Die CD zur Serie serviert
uns 2 Ozzy-Balladen, weiterhin » Crazy Train« im Original, sowie die Titelmelodie
der Serie von Pat Boone (!), Stücke von Lennon, Clapton bis Starsailor
oder Kellys Madonna Cover »Papa Don't Preach«. Herrlich: die besten Dialoge
unzensiert - gut für den Anrufbeantworter! (hs)
DEF LEPPARD
X (mercury)
Einst zählten sie zu den größten Hardrock-Bands der Welt. Dieser hell
leuchtende Stern ist schon eine ganze Weile verloschen. Mit ihrem 10ten
Album gibt es nun glattgebügelten Mainstream - mehr Pop als Rock -, garniert
mit vielen Balladen. (hs)
AYA
A Flower On The Battlefield (BMG)
Das rockt kräftig, was die junge japanische Dame da als Debüt vorlegt.
Nachdem Starproducer Adam Caspar (Pearl Jam, Nirvana, Soundgarden) das
Talent der Sängerin und Gitarristin entdeckte, tauchten gleich bekannte
Mitstreiter wie Matt Cameron (Pearl Jam), Kim Thayil (Soundgarden), oder
Krist Novoselic (Nirvana) auf und veredelten die Aufnahmen zu einem Alternative-Rock-Leckerbissen.
(hs)
DAVID BOWIE
Heathen (Columbia)
Bowie wechselt zu Columbia und wieder seinen Stil. Diesmal weg von der Moderne
und back to the roots. Classic Bowie sozusagen. Mit Produzent Tony Visconti
der schon bei »Young Americans« oder »Heroes« mit an Bord war, wird auch
wieder mal die Gitarre ausgepackt. Besonders die Single »Slow Burn« mit
WHO-Gitarrist Pete Townsend kann voll überzeugen. (hs)
LAURYN HILL
MTV Unplugged No. 2.0 (Columbia)
Erstmals nach dem Solo-Debüt von 1998 veröffentlicht das sympathische FUGEES-Gründungsmitglied
eine Platte mit neuen Songs. Auf Doppel-CD gibt es die Aufnahmen einer Live-Session
vor ausgewähltem Publikum in New York. Nur mit Akustikgitarre und Stimme
erzeugt Lauryn zwar heimelige Atmosphäre, auf zwei CDs jedoch wird's zu
langatmig. (hs)
DEL AMITRI
Can You Do Me Good? (Mercury)
Schon 'ne ganze Weile nichts mehr gehört von den schottischen Rockern mit
Melodiegarantie! Im 15ten Karrierejahr sind sie nun mit kräftigen Rock-Songs
wie »Drunk In A Band« oder wehmütigen wie »Just Getting By« zurück. Zwar
vermisst man Ohrwürmer wie »Nothing Ever Happens«, aber Fans der Band werden
mit dieser Platte definitiv glücklich. (hs)
WEEZER
Maladroit (Motor)
Es ist Sommer. Und mit WEEZER ist das ganz einfach, wer mal Pause von
BLINK 182 oder PAPA ROACH braucht, legt die neue WEEZER auf. Ultimativ
gute Sommerlaune ist vorprogrammiert! Unbeschwerte, jugendfrische Songs
mit viel, viel Gitarre - manchmal braucht man nicht mehr... (hs)
ADORNED BROOD
Erdenkraft (Moonstorm)
Melodischer geworden verschmelzen sie folklorische Wurzeln teils mit agressiven
Black-Metal Vokals, teils mit jener hauchzarten Stimme von Frontfrau Ingeborg,
die mit wunderschönem Gesang das Ganze abrundet. Mit dabei: SUBWAY-TO-SALLY-Frontman
Eric Hecht, der Text und Gesang zum Song »Der Fluch« lieferte. Ein Album,
dass selbst erklärte Metal-Feinde mögen könnten. (tim)
AYNSLEY LISTER
Supaker N Pilehards (Ruf Rec/In-akustik)
Von den Veteranen zum hoffnungsvollen Nachwuchs: Das Bluesrock Wunderkind
aus England erfreut uns mit mit einem Solo-Live-Album. Es enhält fast ausschließlich
Coverversionen, bei denen er sich nur mit seiner Gitarre begleitet. Lister
zeigt, dass er es auch "unplugged" drauf hat, aber mit wuchtiger Backing
Band ist er um Längen besser. (hs)
ROGER WATERS
Flickering Flame (Columbia)
Alte Herren, Teil 2: Das einstige Pink-Floyd-Mastermind wollte die Band
verlassen, solange es noch in Würde ging. Sonderlich inspiriert ist sein
Solo-Output auch nicht geworden, wie diese Kolltektion beweist. Abgeklärt
ist er, altersweise und nicht ganz so verstaubt wie seine einstigen Bandkollegen,
die sich nur selber zitieren. Doch weit entfernt von der Experimentierwut
früher Tage! (lj)
VAN MORRISON
Down The Road (Polydor)
Eine Van-Morrison-Platte aufzulegen ist meistens immer eins: entspannend,
manchmal berauschend. Spricht man bei anderen von "reifem Alterswerk",
so verzaubert der große irische Musiker seine Fangemeinde von Album zu
Album. Mal mehr, mal weniger. Diesmal zeigt er sich wieder um einiges
inspirierter als beim letzten »Back On Top«. (hs)
BADESALZ
Du packst es Jutta (Eastwest)
BADESALZ hat endlich die adäquate Aktionsform gefunden, die auch Demo-Muffel
gegen Ausländerfeindlichkeit aktivieren wird: Essen gegen Rechts! Auch
ansonsten gibt es schräge und böse Scherze, die manchmal sogar richtig
kabarettistischen Biss haben. Live am 3.5. in der Stadthalle Marburg.
(lj)
BERNADETTE LA HENGST
Der beste Augenblick in deinem Leben (Trikont)
Die einstige Braut, die sich jetzt traut: Bernadette auf eigenen Füßen
- und wie! Schöne, sensible Songs, souverän und mit einer gewissen coolen
Distanz. So schön kann deutscher Pop sein! Live am 3.5. im Café Trauma
Marburg. (lj)
KUNG FU
Kungfu (Island)
Ganz heftig auf SELIGs Spuren wandelt Christian Neanders neue Truppe -
in neuer Besetzung noch wilder und wagemutiger, aber auch sensibler als
beim »Glaskugelsammelbehälterkastenoderwiedasdingnunhieß«. Der Wildwechsel
präsentiert die Band am 10.5. bei Rock For Tolerance in Einbeck. (lj)
AI PHOENIX
Lean That Way Forever (Glitterhouse)
Bei dieser Musik kommt der Folk- und Country-Fan genauso auf seine Kosten
wie der Liebhaber von CRANBERRIES oder PORTISHEAD. Dieser Slowmotion-Sound
ist das Gegengift gegen die allgegenwärtige Hektik! Live präsentiert der
Ww die Band am 13.5. im Kasseler K 19. (lj)
PETE YORN
Musicforthemorningafter (Columbia)
Neben Ryan Adams noch ein frisches Gesicht am Songwriter-Himmel. Pete
Yorn kann mit seinem Debüt auf ganzer Linie überzeugen, schon der Opener
»Life On A Chain« will aus dem Kopf gar nicht mehr raus. Ein Album, an
dem man sich gar nicht satt hören kann. (hs)
SOUNDTRACK
Star Wars Episode 2 (Sony)
Star-Wars-Komponist John Williams, der Wagner Hollywoods, hat wieder ganze
Arbeit geleistet. Gewohnt monumentale Orchesterarrangements leuchten die
Handlung bis ins kleinste i-Tüpfelchen aus. Da entstehen die Fantasy-
und Action-Bilder und -Szenen schon beim Zuhören. (lj)
SHERYL CROW
C'mon, C'mon (Polydor)
Die amerkanische Songwriterin bleibt ihrem Folkrock-Stil treu. Serviert
lockere Songs à la »Soak Up The Sun« oder balladeskes wie »It's So Easy«
mit Don Henley. Weitere Gaststars sind u.a. Liz Phair und Lenny Kravitz.
Nicht unbedingt ihr bestes Album, aber o.k.! (hs)
NIKOKAI
Sestrichka (WMF Records)
Da der georgische Klangkünstler gleichzeitig auch als Filmregisseur aktiv
ist, verwundert es kaum, dass seine Musik wie ein (imaginärer) Soundtrack
klingt. Seine verträumten, malerischen Melodien verknüpft er mit elektronischem
Frickelsounds. Zum einem mit knackigen Beats, zum anderen mit verschleppten
Bässen versetzt, ensteht ein pulsierender Klangteppich. Spannend! (nn)
RYAN ADAMS
Gold (Lost Highway/mercury)
In sämtlichen seriösen Musikgazetten als ein Americana-Meisterwerk gefeiert.
Zurecht! Lässiger Folk-Rock zwischen Moderne und Tradition. Volltreffer!
(hs)
DEF CUT
Street Level (MZEE Records)
Der Schweizer HipHop -DJ Def Cut beherrscht die Kunst, treibende Funk-Breaks
und elektronisch durchnässte HipHop Stücke mit Durchschlagskraft zu produzieren.
Seine Songs klingen angenehm und versorgen den Hörer mit zeitlosen Beats
und einer Prise 70er-Jahre- Feeling. Sympathisch! (tg)
FINK
Letzter September (Normal Records)
Über FINK braucht man eigentlich nicht mehr viele Worte verlieren: ihre
Musik ist Country und auch wieder nicht, ihr Sound ist die große Sehnsucht
und ihre Texte sind lakonisch bis staubtrocken. »Letzter September« versammelt
Konzertmitschnitte der Fink-Tour 2001. Nicht immer in guter Klangqualität
, aber dem Fan dürfte das gleich sein. (ks)
DIVERSE
A Boy named Sue. Johnny Cash...
(Trikont) Cash, die Ikone der Countrymusik, galt viele Jahre als Sinnbild
für provinziell-reaktionäre Truckermucke. Wie falsch dies war, zeigte
sich nicht erst mit dem viel beachteten Album »American Recordings«, das
ihm unsterbliche Coolness verlieh. Cash hat unzählige Fans, einer davon
ist Autor Franz Dobler, der diesen einmalig schrägen Tribute-Sampler editierte.
(ks)
MAGNUM
Breath Of Life (SPV)
Reunionscheibe der englischen Erfolgs-Art -rock-Combo. Nach sechs Jahren
Pause veröffentlichten sie mit »Breath of Life« ihr elftes Album - leider
in einer Songqualität, die Meilen von den alten Erfolgen entfernt ist.
(hs)
GOTTHARD
One Life One Soul (BMG)
Die Schweizer Rocker blicken zurück: die 10-jährige Compilation mit Untertitel
"Best Of Ballads" beinhaltet 17 Eigenkompositionen plus die Covers »Ruby
Tuesday« und »He Ain't Heavy«. Kuschelrock! (hs)
JOHN DEE GRAHAM
Hooray For The Moon (Blue Rose/inaktustik)
Der texanische Songwriter rockt. Graham bekannt für deftige Gitarren und
Reibeisenstimme kracht besonders bei »Home«. Aktuell auf Tour, nicht verpassen.
(hs)
DEF CUT
Street Level (MZEE Records)
Der Schweizer HipHop -DJ Def Cut beherrscht die Kunst, treibende Funk-Breaks
und elektronisch durchnässte HipHop Stücke mit Durchschlagskraft zu produzieren.
Seine Songs klingen angenehm und versorgen den Hörer mit zeitlosen Beats
und einer Prise 70er-Jahre- Feeling. Sympathisch! (tg)
BOTTLE ROCKETS
Songs Of Sahm (Blue Rose/inakustik)
Ein Album voller Coversongs des Texaners Doug Sahm (Sir Douglas), von
dem die meisten nur seinen Hit »Mendocino« kennen. Aber keineswegs sollte
an Schlager gedacht werden, lässiger Country-Rock ist angesagt. (hs)
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