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FREIBURGER SPIELLEYT
Pilgerweg (Verlag der Spielleute)
Im Gegensatz zum aufwendigen »Waves Of Vigo« beschränken
sich die SPIELLEYT hier auf spärliche, fast karge Arrangements. Doch
das reicht auch, denn nach jahrelanger Erfahrung können sie auch
aus wenig ganz viel machen. Die richtige Musik für eine archaische
Reise zum inneren Licht. (lj)
DIVERSE
TV sucks (Wolverine Records)
Ein großes Aufgebot von deutschen Punk- und Skabands covert sich
durch einen wilden Mix von Fernsehmelodien. Das Ergebnis reicht von äußerst
gelungen bis zu absolut furchtbar. Mit dabei u.a. BUSTERS, HEARTBREAKERS,
EX-MAQUINA, NO USE FOR A NAME, SWOONS, BRADLEYS. (stb)
K's CHOICE
Almost Happy (epic)
Die belgische Erfolgsband mit der traumhaften Stimme von Sarah Bettens
legt mit ihrem vierten Album eine echt relaxte Scheibe vor. Feiner PopRock
mit reichlich balladesken und Midtempo-Stücken. Der Feinschliff stammt
übrigens von Tchad Blake, der erst die letzte Pearl Jam Platte sahnemäsig
gemixt hat. (hs)
SCHWARZ AUF WEISS
Supersprint (Weserlabel)
Ska, Ska, Ska und kein Ende. Bei gepflegten Offbeat, schönen Bläser-Arrangements
und gar nicht peinlichen deutschen Texten kann man wirklich nicht meckern.
Weiter so. EL BOSSO UND DIE PING PONGS wurden schon vermisst. (stb)
SIN CITY SUCKERS
Supercharged-EP (Rockwerk Records)
Neues von Paderborns einziger Punk'n'Roll Band. Es dröhnt und knirscht
unter der Wucht, der Wüstenstaub wirbelt auf und der Whisky schmeckt.
Jungs, Ihr habt Euch gemacht. Es rockt! (stb)
DR. CALYPSO
Barbarossaplatz (Groover Recors)
10 köpfige spanische Band, die verteufelt gut Ska, Rocksteady, Reggae
und eine Prise Soul vermischen. Musikalisch absolute Spitze zuckt das
Tanzbein nach spätestens einem Song mit. Super! Barcelona
hat was zu bieten... (stb)
DOWNSET.
Check your people (Epitaph Europe)
Fett produzierter Groove-Hardcore aus Los Angeles. Trotz überstrapazierter
Stimmbänder findet man in der Gitarrenwand der Amis die Melodie immer
wieder. Das beruhigt Eltern und die Freundin. (stb)
SUICIDAL TENDENCIES
Free your soul... and save my mind (Suicidal Records)
Highspeed-Gitarrensalven mit einer gehörigen Portion Metal lassen
sich auch nach 18 Jahren nicht totkriegen. Mit neuem Line-up unterwegs
knallt der groovige Metal-Punk der Kalifornier wieder und geht dabei sehr
vielseitig und einfallsreich vor. (stb)
BAMBIX
What's In A Name (Vitaminepillen)
Holländischer Punkrock hat in Deutschland normalerweise einen schweren
Stand. Amders beo BAMBIX: Längst schon kein Geheimtip mehr, verzaubert
ihr leicht melancholischer, englischsprachiger Punkrock durch schöne
Gesangslinien, harte Gitarren und enorme Geschwindigkeit. Am 24.2. mit
dabei auf dem Vita-Festival mit WOHLSTANDSKINDER und PSYCHO GAMBOLA im
Kasseler Spot. (stb)
DIVERSE
Stoned Immaculate - The Music Of The Doors (Elektra)
Wieder mal ein Tribute Album um den sagenumwobenen Jim Morrison und seinen
DOORS. Diesmal erfährt das ganze Projekt die Absegnung der Doors-Restmitglieder,
da sie bei fast allen Aufnahmen beteiligt waren. U.a. rocken Creed, Aerosmith
oder die Stone Temple Pilots. Weiterhin findet man zwei Doors-Alternativaufnahmen
und die Teilnahme von William S. Burrooughs. Teilweise o.k., aber schon
eher für Fans. (hs)
DR. CALYPSO
Barbarossaplatz (Groover Records)
10 köpfige spanische Band, die verteufelt gut Ska, Rocksteady, Reggae
und eine Prise Soul vermischt. Musikalisch absolute Spitze zuckt das Tanzbein
nach spätestens einem Song mit. Barcelona hat was zu bieten... (stb)
SUICIDAL TENDENCIES
Free your soul... and save my mind (Suicidal Records)
Highspeed-Gitarrensalven mit einer gehörigen Portion Metal lassen
sich auch nach 18 Jahren nicht totkriegen. Mit neuem Line-up unterwegs
knallt der groovige Metal-Punk der Kalifornier wieder und geht dabei sehr
vielseitig und einfallsreich vor. (stb)
K'S CHOICE
Almost happy (Epic)
Zu ihrem 4. Album blieben die lauten Gitarren im Schrank und die Belgische
Band um die fantastische Sängerin Sarah konzentrierte sich auf ruhige
und ausdrucksstarke Pop-Songs. Insgesamt bis auf wenige Ausnahmen etwas
langweilig. (stb)
ECHOPHONIC
Hotel "Underwater" (Weser Label)
Auch Österreich hat gute Musik zu bieten. Die drei Herren um Sängerin
und Bassistin Tina mischen einen leckeren Long-Drink aus den punkigen
Pop-Zutaten ELASTICA, BREEDERS und GOGO'S. Noch nicht an der Spitze aber
auf besten Weg dorthin. Sehr nett! (stb)
LEO DÜLFER
Und damm wurde alles grün. Es kam. (andi bone records)
Der von den Elektroboys bekannte Serjoscha Emmert, gibt unter seinen Synonym
sein Solodebüt. Beachtlich: Sämtliche Instrumente und Gesang
stammen von ihm. Die Kombination aus Rock, Pop, Singer/Songwriter und
teilweise Chansonansätzen führt Dülfer zu seinem eigenwilligen
Stil zusammen.
Highlight: das traurig-melancholisch-schöne »Kinoleinwand«
und feinster Pop mit »Alles kommt anders«, textlich und im
Sound ein Genuss! Erhältlich unter www.leo-duelfer.de (hs)
CALVIN RUSSEL
Crossroad (Last Call/spv)
Der alte Herr der Singer/Songwriter Riege überzeugt mit einem atmosphärischen
Livealbum. Calvin Russel verzaubert die Höhrer mit seiner prägnanten
Stimme und seiner Akustikgitarre mit Unplugged Folk, Blues & Country.
(hs)
MILA MAR
Elfensex (Strange Ways/Indigo)
Die Klangzauberer, deren Debüt »Nova« die Fachwelt staunen
ließ, sind wieder da. Das Meditative, Mittelalterliche, Fantastische
ist noch da, doch wurde es ergänzt, um ein laszives Element. Ja,
diese Elfen haben Sex, das ist nun erstmals Pop-Musik, so dass man sich
sogar an ein OMD-Cover heranwagen kann. Übersinnlich, aber auch sinnlich!
(lj)
OUTKAST
Stankonia (Arista/BMG)
Sicher, es ist Geschmacksache - das Album. "Mrs. Jackson" kennt inzwischen
fast jeder. Es ist bei weitem aber nicht das beste Stück aus dem
Album. André und Big Boi, die Klangvirtuosen des HipHop, versprechen
einen innovativen Sound. Psychedelisch bis romantisch. Experimentell,
aber äußerst gelungen. Kaufen! (fb)
XZIBIT
Restless (epic)
Neues Jahr, neuer Sound, neues Glück ? Dreckige Beats, gehaltvolle
Samples beherrschen das Album und stoßen einen so manches Mal vor
den Kopf. Mit Dr. Dre als Co-Producer und etlichen Featurings
von u.a. Eminem, Snoop Dog und Erik Sermon meldet er sich zurück.
(fb)
V.A.
Red Ribbon Beatz (Bellaphon Records)
In Hip-Hop- und R'n'B-Form liefern diverse Artists in ihren deutschsprachigen
Texten zum Teil eigene Erfahrungen mit dem Aids-Virus. Mit den Stieber-Twins,
Brix und Blumentopf u.a. kommt ein sehr abwechslungsreiches und hörenswertes
Album zustande. Das Thema geht schließlich jeden an. (fb)
COMMON
Like Water for Chocolate (MCA)
Man spürt die black roots. Souliger und schwärzer kann eine
Hip-Hop Album kaum sein. Endlich geht es mal nicht bloß um "bitches,
guns and drugs". Erstklassige Co-Produktion von Dj Premier. Mos Def höchstpersönlich
bereichert das Album um seine Talente. Das hat funk, das hat groove. Danke
Common. (fb)
OUTKAST
Stankonia (Arista/BMG)
Sicher, es ist Geschmacksache - das Album. "Mrs. Jackson" kennt inzwischen
fast jeder. Es ist bei weitem aber nicht das beste Stück aus dem
Album. André und Big Boi, die Klangvirtuosen des HipHop, versprechen
einen innovativen Sound. Psychedelisch bis romantisch. Experimentell,
aber äußerst gelungen. Kaufen! (fb)
PRODIGY OF MOBB DEEP
H.N.I.C. (Epic/Sony)
Längst nicht mehr so düster wie die Vorgänger, präsentiert
sich dieses Soloalbum als gelungene Symbiose aus gehaltvollen Streichersets,
verspielten Klaviersamples und altbewährten Rapskills. Hier und da
haben sich sogar Electro-Einflüsse verirrt. Animiert mächtig
zum Coolsein. (fb)
AMBIVALENCE
Music Treatment (Epic)
Ich weiss nicht wie ausgerechnet diese CD ihren Weg in die Redaktion geschafft
hat. Sie zählt wahrscheinlich zu der Sorte HipHop-Releases, die man
nur durch eine gehörige Portion Glück in die Finger bekommt.
Vier würdige Repräsentanten des Hip Hop (Phife Dawg, J-Live,
Rahzel, (???)) kreieren eine ansprechende Compilation, die anspruchsvollen
Underground-HipHop beinhaltet. Mos Def selbst hat auch Hand angelegt.
(fb)
CRASH TEST DUMMIES
I Don't Care That You Don't Mind (Cha-Ching Records/edel)
»Mmmh, mmmh, mmmh«, kaum einer der sich nicht an diesen Smash-Hit
entsinnen kann. Seitdem hat sich viel getan. Von Solotouren des Mannes
mit der Bass-Bariton Stimme, Brad Roberts, bis zu seinem tragischen Autounfall,
der letztendlich entscheidend für die Entstehung dieses Albums war.
Relaxt, nach feinster Singer/Songwriter Art, kommt die CD rüber und
birgt neben vorzüglichen Songs wie »Little Secret« noch
weitere gut abgehangene Stücke eines Geschichtenerzählers. (hs)
THE STRANGLERS
Live (SPV)
Die Punk/New Wave Legende zieht auf einer Doppel-CD mit insgesamt 25 Songs
Bilanz. Sehr guter Sound macht das schwelgen in Erinnerungen zum Vergnügen.
Mit dabei »Golden Brown«, »Always the sun« und
»No more hereos.« Schönes Ding das. (stb)
RANTANPLAN
Samba (Rodrec)
Die grandiosen Hamburger Ska-Punker versuchen mit ihrem 3. Album an alte
Erfolge anzuknüpfen. Leider bleiben sowohl Songwriting als auch Produktion
etwas blass. Der Austieg von BUT ALIVE Sänger Marcus führte
zu einem kleinen Identitätsverlust. Trotzdem live mit Sicherheit
ein Ereignis. (stb)
MYBALLOON
Perfect View (BMG)
Netter Collegerock mit einer Prise Punkrock. WEEZER lassen grüßen
und ein Haufen Teenies freuen sich auf den Starschnitt in der Bravo. Weiß
zu gefallen, überrascht aber nicht. (stb)
HATTLER
No Eats Yes (Polydor)
Der KRAAN und TAB TWO Außnahmebassist Helmut Hattler geht mit seinem
ersten Soloalbum seit 1978 neue Wege. So wurden die gewohnt eingängigen
Jazzklänge durch eine gehörige Portion Pop angereichert. Unterhaltsam.
(stb)
MANIC STREET PREACHERS
Know Your Enemy (Epic)
Mittlerweile gehören sie zu Englands ganz Großen. Hymnenhafte
Stadionsongs zu komponieren, nicht verfehlbare Ohrwürmer zu kreieren,
für die Preachers scheinbar ein Leichtes. Auch ihr neuester Longplayer
wimmelt von solchen Songs. Besonders mutig waren sie bei der Single "So
Why So Sad", das Stück kompositorisch schon fast in die Sechziger
und zurück zu beamen, super! (hs)
JOHN FRUSCIANTE
To Record Only Water For Ten Days (WEA)
Bei den Red Hot Chili Peppers brachte er den künstlerischen, wie
auch kommerziellen Erfolg mit Californication zurück. Auf seinem
dritten Soloalbum zeigt der Peppers Gitarrist zwar, dass er nicht besonders
gut singen kann, aber seine Songs doch nach einer gewissen Art hypnotisch
wirken. Man kann das Album bezeichnen wie man möchte: von kontrovers
bis cool dürfte alles passen. (hs)
NITROMINDS
Time to know (Vitami
nepillen Records)
Fast jeder Song unter 2 Minuten, verlieren die 3 brasilianischen High-Speed
Punker keine Zeit. Man kommt schnell zur Sache und gibt alles. Rauh und
ohne Kompromisse. Auch live ein Ereignis. (stb)
BAFFDECKS
Vergessene Träume (Dröönland Production)
Schon lange dabei, verstehen die süddeutschen HC-Punks ihre guten
deutschen Texte mit Aggressivität zu paaren. Der Gesang ist Geschmackssache,
die Band jedoch versteht ihr Handwerk und drückt mächtig aufs
Gaspedal. Solide. (stb)
PROLLHEAD
Neue Alte (Dröönland Production)
Man kann sie nur lieben oder hassen, die Hamburger Vorzeigeprolls. Viel
Hardrock mit einer guten Portion Punkrock wird gekonnt serviert. Die Texte
jedoch sind anspruchslos und kurzlebig. Wer mag. (stb)
DER TRICK IST ZU ATMEN
Auf schlechte Zeiten... (Hula-Hoop Records)
Ebenfalls aus Hamburg stammend, orientieren sich die 4 Jungs an ihren
Polit- Punk Vorbildern BUT ALIVE. Produktionstechnisch noch nicht ganz
ausgereift, überzeugt man durch komplizierte und anspruchsvolle Songs,
sowie gute deutsche Texte. Hier steckt viel Potenzial. Man darf auf das
nächste Album gespannt sein. Schön. (stb)
KEMURI
Senka Senrui (Roadrunner Records)
Melodischer japanischer Skapunk im oberen Drehzahlmoment. Professionell
gespielt und hervorragend produziert, wissen die 6 Jungs wo der gute Laune
Hammer hängt. Schöne Songs, schöne Arrangements. Gefällt
bestens. (stb)
PEARLS FOR PIGS
Nudge Nudge Wink Wink Know What I Mean (Schlecht & Schwindlig Rec.)
Punkrock Trio auf '77er Spuren. Melodisch, englischsprachig und mit einer
rauhen Kante versehen. Live bestimmt sehr unterhaltsam. Endlich kommt
mal guter Punkrock aus München. (stb)
THE TOY DOLLS
Anniversary Anthems (SPV)
Alles bleibt beim alten. Auch bei ihrer 21 Jahre Jubiläums-CD und
mit dem mittlerweile 14. Schlagzeuger (!) rocken die verrückten Funpunker-Briten
was das Zeug hält und bleiben unterhaltsam. Innovationen kann man
auf einer TOY DOLLS Platte auch kaum erwarten. Der Spaß zählt.
Sänger und Gitarrist Olga bringt ihn rüber, wie kaum ein Zweiter.
(stb)
USE TU ABUSE
It's all about nothing (Hulk Räckorz)
Düster, schnell und böse. Die Regensburger Deathpunker um den
4. WIZO Mann Fratz rocken und rollen, was das Zeug hält. Da hat sich
seit den ersten Gehversuchen der Band sehr viel getan. Hut ab, klingt
cool. (stb)
SURFPATROUILLE / KILAUEAS
Venus Pussy Polka Riot / Magmanautic Inferno
Wie bescheuert. Eine Split CD mit getrenntem Titel muß nun wirklich
sein. Überzeugender der Inhalt: Die Stadtallendorfer SURFPATROUILLE
genauso wie die etwas trashigeren Stuttgarter KILAUEAS spielen erstklassige
Surfmusik mit viel Hall und Spirit. Da gibt es nichts zu meckern und wird
Lust auf Livekonzerte geweckt. (stb)
GERRY LEE AN THE WANTED MEN
Framed (Elmo Records)
Swing, Country, Rockabilly. Die Jungs haben's drauf und beherrschen ihre
Instrumente. Es handelt sich um ein Sideproject dreier MONKEY SHOP Mitglieder.
Macht gehörig Spaß und man beginnt unausweichlich mit den Fingern
zu schnippen. Mit dabei als Gastsängerin Peta Devlin von der BRAUT
HAUT INS AUGE. Sehr nett. (stb)
RICO
Get up your foot (Grover Records)
Die Posaunen-Legende des jamaikanischen Roots-Reggae kehrt zurück.
Äußerst relaxt grooved er sich durch die überwiedend instrumental
gehaltenen Nummern. Handwerklich unantastbar perfekt. Auf Dauer ein wenig
zu entspannend, aber für den 5 Uhr Tee und Badewannensessions durchaus
zu empfehlen. (stb)
CHURCH OF CONFIDENCE
Get down on your knees and pray! (Knock Out Records)
Schöne Punk & Roll Maxi-CD aus Berlin. Sehr melodisch mit dem
richtigen Schuß Härte. Könnte durchaus auch als amerikainische
Fat Wreck Band durchgehen. Schön, schön... (stb)
HOERSTUATZ
Komm raus (Plattenmeister)
Blöder Bandname, aber sehr nette Musik. Auf dieser Maxi-CD präsentieren
sich 6 junge Musiker mit einer gelungenen Mischung aus Hip Hop und Punk.
Vergleiche zu RAGE AGAINST THE MACHINE und ZEBRAHEAD müssen herhalten.
Durch die eigenständigen und unpeinlichen deutschen Texte setzt man
sich jedoch gut ab. (stb)
NEW YORK SKA-JAZZ ENSEMBLE
Live in Europe (Grover Records)
In technischer Perfektion zeigt das Ensemble, wozu es auf der Bühne
fähig ist. Die vielen Jazzelemente geben viel Raum für Inprovisationen
und geben der Aufnahme ihre Intensität. Der Gesangsanteil ist diesmal
außergewöhnlich hoch ausgefallen, macht die Songs jedoch nur
noch eingängiger. Schön. (stb)
JOHN FRUSCIANTE
To Record Only Water For Ten Days (WEA)
Bei den Red Hot Chili Peppers brachte er den künstlerischen, wie
auch kommerziellen Erfolg mit Californication zurück. Auf seinem
dritten Soloalbum zeigt der Peppers Gitarrist zwar, dass er nicht besonders
gut singen kann, aber seine Songs doch nach einer gewissen Art hypnotisch
wirken. Man kann das Album bezeichnen wie man möchte: von kontrovers
bis cool dürfte alles passen. (hs)
HOERSTUATZ
Komm raus (Plattenmeister)
Blöder Bandname, aber sehr nette Musik. Auf dieser Maxi-CD präsentieren
sich 6 junge Musiker mit einer gelungenen Mischung aus Hip Hop und Punk.
Vergleiche zu RAGE AGAINST THE MACHINE und ZEBRAHEAD müssen herhalten.
Durch die eigenständigen und unpeinlichen deutschen Texte setzt man
sich jedoch gut ab. (stb)
NITROMINDS
Time to know (Vitami
nepillen Records)
Fast jeder Song unter 2 Minuten, verlieren die 3 brasilianischen High-Speed
Punker keine Zeit. Man kommt schnell zur Sache und gibt alles. Rauh und
ohne Kompromisse. Auch live ein Ereignis. (stb)
BAFFDECKS
Vergessene Träume (Dröönland Production)
Schon lange dabei, verstehen die süddeutschen HC-Punks ihre guten
deutschen Texte mit Aggressivität zu paaren. Der Gesang ist Geschmackssache,
die Band jedoch versteht ihr Handwerk und drückt mächtig aufs
Gaspedal. Solide. (stb)
DER TRICK IST ZU ATMEN
Auf schlechte Zeiten... (Hula-Hoop Records)
Ebenfalls aus Hamburg stammend, orientieren sich die 4 Jungs an ihren
Polit- Punk Vorbildern BUT ALIVE. Produktionstechnisch noch nicht ganz
ausgereift, überzeugt man durch komplizierte und anspruchsvolle Songs,
sowie gute deutsche Texte. Hier steckt viel Potenzial. Man darf auf das
nächste Album gespannt sein. Schön. (stb)
PROLLHEAD
Neue Alte (Dröönland Production)
Man kann sie nur lieben oder hassen, die Hamburger Vorzeigeprolls. Viel
Hardrock mit einer guten Portion Punkrock wird gekonnt serviert. Die Texte
jedoch sind anspruchslos und kurzlebig. Wer's mag... (stb)
KEMURI
Senka Senrui (Roadrunner Records)
Melodischer japanischer Skapunk im oberen Drehzahlmoment. Professionell
gespielt und hervorragend produziert, wissen die 6 Jungs wo der gute Laune
Hammer hängt. Schöne Songs, schöne Arrangements. Gefällt
bestens. (stb)
PEARLS FOR PIGS
Nudge Nudge Wink Wink Know What I Mean (Schlecht & Schwindlig Rec.)
Punkrock Trio auf '77er Spuren. Melodisch, englischsprachig und mit einer
rauhen Kante versehen. Live bestimmt sehr unterhaltsam. Endlich kommt
mal guter Punkrock aus München. (stb)
THE TOY DOLLS
Anniversary Anthems (SPV)
Alles bleibt beim alten. Auch bei ihrer 21 Jahre Jubiläums-CD und
mit dem mittlerweile 14. Schlagzeuger (!) rocken die verrückten Funpunker-Briten
was das Zeug hält und bleiben unterhaltsam. Innovationen kann man
auf einer TOY DOLLS Platte auch kaum erwarten. Der Spaß zählt.
Sänger und Gitarrist Olga bringt ihn rüber, wie kaum ein Zweiter.
(stb)
USE TU ABUSE
It's all about nothing (Hulk Räckorz)
Düster, schnell und böse. Die Regensburger Deathpunker um den
4. WIZO Mann Fratz rocken und rollen, was das Zeug hält. Da hat sich
seit den ersten Gehversuchen der Band sehr viel getan. Hut ab, klingt
cool. (stb)
SURFPATROUILLE / KILAUEAS
Venus Pussy Polka Riot / Magmanautic Inferno
Wie bescheuert. Eine Split CD mit getrenntem Titel muß nun wirklich
sein. Überzeugender der Inhalt: Die Stadtallendorfer SURFPATROUILLE
genauso wie die etwas trashigeren Stuttgarter KILAUEAS spielen erstklassige
Surfmusik mit viel Hall und Spirit. Da gibt es nichts zu meckern und wird
Lust auf Livekonzerte geweckt. (stb)
GERRY LEE AN THE WANTED MEN
Framed (Elmo Records)
Swing, Country, Rockabilly. Die Jungs haben's drauf und beherrschen ihre
Instrumente. Es handelt sich um ein Sideproject dreier MONKEY SHOP Mitglieder.
Macht gehörig Spaß und man beginnt unausweichlich mit den Fingern
zu schnippen. Mit dabei als Gastsängerin Peta Devlin von der BRAUT
HAUT INS AUGE. Sehr nett. (stb)
RICO
Get up your foot (Grover Records)
Die Posaunen-Legende des jamaikanischen Roots-Reggae kehrt zurück.
Äußerst relaxt grooved er sich durch die überwiedend instrumental
gehaltenen Nummern. Handwerklich unantastbar perfekt. Auf Dauer ein wenig
zu entspannend, aber für den 5 Uhr Tee und Badewannensessions durchaus
zu empfehlen. (stb)
CHURCH OF CONFIDENCE
Get down on your knees and pray! (Knock Out Records)
Schöne Punk & Roll Maxi-CD aus Berlin. Sehr melodisch mit dem
richtigen Schuß Härte. Könnte durchaus auch als amerikainische
Fat Wreck Band durchgehen. Schön, schön... (stb)
NEW YORK SKA-JAZZ ENSEMBLE
Live in Europe (Grover Records)
In technischer Perfektion zeigt das Ensemble, wozu es auf der Bühne
fähig ist. Die vielen Jazzelemente geben viel Raum für Inprovisationen
und geben der Aufnahme ihre Intensität. Der Gesangsanteil ist diesmal
außergewöhnlich hoch ausgefallen, macht die Songs jedoch nur
noch eingängiger. Schön. (stb)
THE DOORS
Bright Midnight - Live in America (eastwest)
13 Liveaufnahmen aus dem Jahr 1970. Nachdem die Live CD auf der Doors
Box bei den Fans so eingeschlagen hat, sollen nun über die Jahre
verschiedene Livekonzerte der Kultband veröffentlicht werden. Grund
ist, um den überteuerten und meist miesen Bootlegs den Garaus zu
machen. Haltet davon was ihr wollt. Hier stimmt auf jeden Fall die Soundqualität.
(hs)
DIVERSE
May Your Song Always Be Sung Again (BMG)
Bob Dylan und kein Ende, zu groß war der Einfluß des Meisters.
Im zweiten nun vorliegenden Teil von »The Songs of Bob Dylan«
finden sich im Backkatalog zusammengesuchte Dylan Covers von Elvis, Patti
Smith, Kenny Wayne Shepherd oder Harry Belafonte! Sehr durchwachsen und
die Frage, wer diesen Sampler eigentlich braucht? Schießlich
gibt es unzählige, weitaus bessere Coverversionen als diese. (hs)
DIVERSE
Hut Recordings 1991-2001 (virgin)
Das englische Label gehört nicht nur zu den größten in
England, sondern auch zu den einflußreichsten. Man schaue sich nur
die Liste der auf der CD vertretenen Bands an: Smashing Pumpkins, David
Gray, The Verve, Whale, Placebo oder Richard Ashcroft. Ganz klar: Mal
'ne feine Geburtstags Scheibe! Auf weitere 10 Jahre und vor allen Dingen
weitere innovative Musik! (hs)
STONE TEMPLE PILOTS
Shangri-LA DEE DA (eastwest)
Phönix aus der Asche. 1999 erschien für viele überraschend
ein neues Album der STP. Bis dort hatte man nur von Drogenproblemen oder
Knastaufenthalten von Sänger Scott Weiland gehört. 2001 ist
er frisch gebackener Vater und vor allem clean: Das macht sich auch in
der Musik bemerkbar. Rock mit Psychedelic, mal rüde, mal poppig,
aber immer interessant! (hs)
THE BLAKE BABIES
God Bless The Blake Babies (Blue Rose/Inakustik)
Die Amerikaner um die Ausnahme Songschreiberin und Sängerin Juliana
Hatfield haben sich wieder gefunden. Sie überraschen mit einem mitreißenden
und abwechslungsreichen Rockalbum. Gäste sind u.a. Ben Lee und Evan
Dando von den Lemonheads. (hs)
DIVERSE
HOT FM - Blue Rose Broadcasts Vol.2 (Blue Rose/Inakustik)
Da gibt es einen kleinen Radiosender in Hof, wo immer wieder die Bands
aus dem Blue Rose Stall gastieren, also feinster Country Rock und Americana.
Auf 9m wird dann meist spärlich instrumentiert feinstes geboten.
Auf dieser DoCD: 10 Bands/Künstler, jeweils mit 3 oder gar 4 Songs,
darunter Highlights wie Todd Thibaud, Continental Drifters oder Julian
Dawson. (hs)
REAMONN
Dream No. 7 (Virgin)
Schwer: das Album nach dem Monsterhit »Supergirl«. Die gefeierte
deutsch-irische Band geht mit ihrem Zweitwerk auf Nummer sicher. Hervorragend
produziert, keine Experimente. Leider gefallen erst die letzten beiden
Songs des Albums so richtig: das rockige »Life Is A Dream«,
sowie die Single »Weep«. (hs)
PAUL WELLER
Days Of Speed (epic)
Als "Godfather of BritPop" gefeiert, veröffentlicht einer der besten
Musiker Großbritanniens erstmals ein Solo Akustik Album. Paul Weller
beeindruckt mit Songs von 1977 bis 2001, von den Anfängen von THE
JAM oder STYLE COUNCIL bis zu den heutigen Solotagen. (hs)
ZEB.ROC.SKI FEAT. BLADE: On The Run
MZEE Records
Prägende Persönlichkeiten der frühen europäischen
HipHop Szene haben eine kraftvoll-schroffe HipHop EP vorgelegt. On the
Run erinnert an Britcore Zeiten und frühe N.W.A Werke. Inhaltlich
volle Punkzahl da sich die Künstler jenseits von Glamour & Flashlight
bewegen. Zur
Veröffentlichung haben die beiden zusammen mit alten Bombingpartnern
einen Graffiticlip gedreht. HipHop-Culture und-History pur. (tg)
ISOLATION YEARS
Inland Traveller (Stickman Records/Indigo)
Feinster Geheimtipp: Da scheren sich ein paar Schweden um keinerlei Vorgaben,
jammen und landen letztendlich von den ursprünglichen 8-Spur Aufnahmen
zu diesem beachtlichen Album mit einigen vorzüglich, eigenwilligen
Popnummern, die man gerne an einem verschlafenen Sonntag zum morgendlichen
Kaffee zu sich nehmen möchte. Hier gibt's was zu entdecken! (hs)
JAN DELAY: Vergiftet
Buback Tonträger (MAXI)
Hervorragendes Stück des Hamburger Allstars. Allein schon wegen des
Covers eine Kaufempfehlung. Die beiden Remixe von Westbam und Tropf auf
der B-Seite überzeugen ebenso wie die Original-Version. Top! (tg)
URBS & CUTEX: Breaks of Dawn
Hong Kong Recordings
Wer eine Platte für alle Gelegenheiten sucht wird hier fündig,
eignet sich zum Kaffeetrinken ebenso wie zum Kopfnicken! Tolles Album,
ohne weiteres auch zum Autofahren geeignet. »Breaks of Dawn«
halt. (tg)
TESLA
RePlugged LIVE (Sanctuary Rec/Zomba)
Hat das 80er Revival im Pop wieder Schauerliches zu Tage gebracht, kann
man sich im Hardrock doppelt über so manche Band freuen. Tesla sind
wieder da und gibt es einen besseren, zweiten Einstand als ein Doppel-Live-Album?
Waren die Platten schon gut, mußte man Tesla doch live erleben,
um die elektrisiernde Hitze ihrer Songs zu spüren. So gibt es ein
Wiederhören mit »Signs«, »The Way It Is«
oder »Love Song«. Klasse!!! (hs)
THE YAYHOOS
Fear Not The Obvious (Blue Rose Rec/Zomba)
Wer kann sich noch an die Georgia Satellites erinnern?" ...and keep your
hands to yourself...", göttlich! Nun ist Sänger/Gitarrist
Dan Baird wieder am Start. Hier mit einer Art Allstarband, handelt es
sich doch um Tourmusiker von Tom Petty, Paul Westerberg oder Kenny Wanye
Sheperd. Und lasst euch eins gesagt sein, dieses Album rockt! (hs)
STONE GOSSARD
Bayleaf (epic)
Hier ist es nun, das erste Soloalbum eines Pearl-Jam-Mitgliedes. Nichts
großes, aber unspektakulär angenehm rockig, fernab jeder Musik-Mode.
Gitarrist Stone Gossard hat unter anderem Hilfe bei Pete Droge oder Ty
William geordert. Fans von PJ dürften zugreifen. (hs)
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