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Musikschutzgebiet 2013 – Regen im Nacken, aber Sonne im Herzen

am 03 Juni 2013 von Steffen Dittmar

Musikschutzgebiet 2013 – Regen im Nacken, aber Sonne im Herzen
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Musikschutzgebiet 2013 - Regen im Nacken, aber Sonne im Herzen

Musikalische Artenvielfalt von Pop und Rock über Hip Hop bis Hardcore – Auf dem MSG gab es auch in diesem Jahr das gewohnt bunte Programm mit überregional angesagten Bands sowie Newcomern aus der Region.

Widrige Wetterbedingungen hatten die Veranstalter die gesamte Woche vor dem Festival auf Trab gehalten. Die ursprünglich zum Parken vorgesehene und bereits vorbereitete Wiese konnte nicht benutzt werden. Jedoch gelang es, kurzfristig die Straße von Hombergshausen nach Mosheim komplett sperren zu lassen und als Parkmöglichkeit zu nutzen. Hoch zum Grünhof ging es dann mit einem Shuttle-Bus.

Gummistiefelparade

Auch die Besucher passten sich den Bedingungen ein, ließen die Flip Flops und Sneaker im Koffer und stiefelten gut gummiert durch die überdimensionale Fangopackung auf dem Grünhof

Musikschutzgebiet 2013 - Regen im Nacken, aber Sonne im Herzen

Dirty Dancefloor – Sauber Musik

Trotz des vielen Schlamms gibt es keinen Grund, die musikalische Leistung der Acts am Musikschutzgebiet durch den Dreck zu ziehen – im Gegenteil. Das Niveau der regionalen Bands wie Leftover Voltage aus Schwalmstadt und Fullax aus Melsungen etwa konnte locker mit dem der weit gereisten Bands mithalten.

Ein Highlights des Freitags war der Auftritt des Kasseler Sängers Milky Chance (Foto), der mit seiner charismatischen Stimme für Gänsehaut sorgte.

Fans der härteren Gangart kamen unter anderem in der Scheune bei The Hirsch Effekt aus Hannover voll auf ihre Kosten. Vor der Mainstage wurde zu hymnischer Popmusik von Wilhelm Tell Me (Foto) ausgiebig getanzt.

Musikschutzgebiet 2013 - Regen im Nacken, aber Sonne im Herzen

Für die Abteilung Hip Hop waren mit 3Plusss (Foto) und Chakuza zwei bundesweit angesagte Acts am Start, wobei 3Plusss live besser zu überzeugen wusste, während bei Chakuza nicht so ganz große Stimmung aufkommen wollte, vielleicht ein Tribut, den Chakuza seiner Entscheidung zollen muss, sein Gangsterrapper-Image mehr und mehr hin zu lyrischen und poppige Tönen und Texten zu ändern.

Musikschutzgebiet 2013 - Regen im Nacken, aber Sonne im Herzen

Deutlich besser war die Laune bei Vierkanttretlager aus Husum, die energetischen Indie-Rock mit melancholisch und pointierten Texten kombinieren.

Übrigens wären Raketenrucksäcke zwar ganz gut gewesen, um über dem Matsch zu schweben, aber davon war ja nichts versprochen worden. Leider auch nicht ganz zum Schweben geriet das Publikum bei der schottischen Band We were promised Jetpacks, die zwar derzeit international ziemlich gehyped werden, diese Erwartungen jedoch nicht komplett erfüllten.

Sonniger Sonntag

Ein großes Lob gilt dem treuen Publikum des Festivals, dass zwei Tage und Nächte der Nässe trotzte und trotzdem fröhlichster Laune feierte. Als kleine Belohnung gab es zum Ausklang am Sonntag dann schließlich doch noch ein paar Sonnenstrahlen für die ohnehin schon sonnigen Gemüter und endlich konnten auch die Sessel und Couches wieder ausgepackt und im Hof vor der Mainstage aufgestellt werden.

Musikschutzgebiet 2013 - Regen im Nacken, aber Sonne im Herzen

Zirkuszelt und Projektinitiativen

Als Glücksgriff erwies sich auch das erstmalig aufgebaute Zirkuszelt, das zum einen als Refugium für trockene und chillige Momente genutz wurde und darüber hinaus Kasseler Projektinitiativen eine Präsentationsfläche diente. Dort vertreten waren Klangkeller e.V., Bunte Wege u.G, Mr.Wilson e.V., Unity Shop, Cluster e.V. , Kesselschmiede, Kasselassel, Kosumkritischer Stadtrundgang, Kassel ist schön, Kopiloten e.V. und die Well being Stiftung.

Fazit

Die Feuertaufe hat das MSG längst hinter sich, nun hat es auch die Dauerregenprobe bestens überstanden und damit bewiesen, dass es ein gewachsenes und etabliertes Festival mit ganz eigenen Charakter ist. Und den will der Verein auch unbedingt bewahren. Trotzdem bleibt das Adjektiv „familiär“ ein Hauptmerkmal für Veranstalter und Besucher. Noch größer werden und als Konsequenz an einen anderen Veranstaltungsort umzuziehen zu müssen kommt für alle nicht in Frage.

» [ Homepage Musikschutzgebiet ]

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