Musik am Computer
Dateiformate im Überblick

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Shortlist:

MP3
Endung: *.mp3, *.m3u System: Windows, Mac
Software: MP3 Maker Gold, Winamp, Soundjam
[ www.mp3.com]
 

MP4
Endung: *.mp4
System: Windows, Mac
Software: keine (Selbst-ausführend)
 

MIDI
Endung: *.mid
System: Windows, Mac, auch Hardware-Synthesizer
Software: Soundblaster, Sequencerprogramme
[ Midi-Artikel mit Adressen]
 

WAV / AIFF
Endung: *.wav, *.aif, *.au System: Windows, Mac, auch Hardware-Sampler Software: Winamp, SoundJam, Sampling Software
 

Real Audio
Endung: *.ra, *.rm, *.ram
Systhem: Windows, Mac
Software: Real Player
[ www.real.com ]
 

Liquid Audio
Endung: *.lpt, *.la1, *.lav Systhem: Windows, Mac Software: Liquid Audio Player
[ www.liquid.com]
 

PlayJ
Endung: *.plj
System: Windows 
Software: PlayJ-Software, Real Player, Media Player, Winamp
[ www.playj.com]
 
 

Windows Media
Endung: *.wma, *.asf, *.asx System: Windows, Mac Software: Windows Media Player, MP3 Maker Gold
[ www.microsoft.de ]
 

Mjuice
Endung: *.mjf
System: Windows 
Software: Winamp, Real Jukebox
[ www.artistdirect.com]
 

Vorbis
Endung: *.ogg
System: Windows, Mac
Software: Winamp mit PlugIn, Unsanity Echo für Mac
[ www.unsanity.com]
 

Modules
Endung: *.mod, *.it, *.xm System: Windows, Mac Software: Winamp, SoundJam 
[ www.modplug.com]
 
 
 

Tip!
Umfangreiche Sammlung von Audiotools:
[ megadownload.de]
[ cnet.com]


 

 

  Welchen Dateityp für welchen Zweck? Dass man da als PC-User nicht immer gleich durchblickt, ist kein Wunder. Mittlerweile hat man ja eine große Auswahl. Da Musik im Internet immer mehr Anhänger findet, haben wir die wichtigsten Audio-Dateiformate zusammengestellt. 

as Problem der verschiedenen Formate liegt darin, dass man fast für jedes Format ein spezielles Programm braucht. Auch die Fähigkeiten, die die einzelnen Formate haben, sind unterschiedlich.

Das bekannteste und meist verbreiteste Audioformat ist wohl auch dank Napster das mp3-Format. Die Vorteile gegenüber anderen Stanards liegen auf der Hand. Die mp3-Dateien sind hoch komprimiert und bieten trotzdem eine gute Qualität beim Hören. Der Hauptgrund für die Beliebtkeit ist jedoch der nicht vorhandene Kopierschutz, was das Tauschen im Internet sehr einfach macht. Mp3-Dateien lassen sich mit den meisten Audio-Programmen abspielen. Gut bewährt hat sich jedoch Winamp für PCs und SoundJam für MACs. Ein weiterer Vorteil von mp3 ist, dass man mp3-Audiodateien auch als Stream im Internet findet. Streamen bedeutet, dass man einen Song zum Anhören nicht herrunterladen muss, sondern dass man ihn direkt online z.B. mit dem Real Player abspielen kann. Den Real Player gibt's kostenlos hier.

Eine Weiterentwicklung von mp3 ist das mp4-Format. Das 1999 erschienene Format komprimiert die Daten noch etwas mehr als das mp3-Format. Hauptunterschied ist jedoch, dass es direkt ausführbare EXE-Dateien mit eingebettetem Player sind.

Eine alte und sehr spezielle Möglichkeit, Klangdateien am PC wiederzugeben, ist das MIDI-Format. Genutzt wird es immer noch von Musikern und Komponisten. Hier findet ein Datentausch zwischen einem Sender und einem Empfänger statt, wie man es bei Tasteninstrumenten kennt, wo die Technik auch herkommt. Nachdem der Sender (PC) Daten zur Erzeugung von Tönen (Tonhöhe, Tempo und Lautstärke) gesendet hat, interpretiert der Empfänger (Soundblaster, Software-Sampler, externe Synthesizer, Keyboards, Drum Machines und Sampler) die Daten und gibt sie je nach Möglichkeit wieder. So kann es vorkommen, dass die gleichen Musiktitel je nach Wiedergabegerät unterschiedlich klingen. Vorteil: Die Dateien sind sehr klein, Noten können angeschaut, ausgedruckt und verändert werden, teilweise können auch Texte mit dem KAR-Format (Karaoke) mitgelesen werden. Großer Nachteil: Gesang kann nicht integriert werden.

WAV oder AIFF gelten als die Urväter der Musik-Formate. Bei ihnen handelt es sich um unkomprimierte Musikdateien. Da die Dateien sehr groß sind, dauert das Downloaden sehr lang. Hinzu kommt, dass es beim Abspielen durch die grosse Rechenlesitung leicht zu Fehlern kommt.

Das Real Audio Format ist schon lange der Standard für Streamings. Es lassen sich aber nicht nur Audiodaten abspielen, sondern auch Videobilder (wie z. B. auf der Big Brother Homepage). Hierfür eignet sich nur der Real Player. Das Windows Media Format ist ebenfalls weit verbreitet für Audio- und Videodaten, aber längst nicht so wie das Real Audio Format. Erheblicher Nachteil ist hier jedoch, dass man die meisten Downloads dank Microsoft nur 30 Tage lang abspielen kann. Danach heißt es entweder löschen oder bezahlen. Das Programm für PCs und für MACs ist der Windows Media Player von Microsoft. Übrigens kann man auch vereinzelt mit dem Media Player Videos per Stream im Internet anschauen. Der Player gibt's hier als Download.

Das Liquid Audio Format kann keine Vorteile bieten. Zum einen konnte es sich nach jahrelangen Bemühungen immer noch nicht zur Wiedergabe von Audiodateien etablieren und zum anderen ist das Format mit einem Kopierschutz belegt. Ein weiterer Nachteil ist, dass sich manche Ausländischen Daten mit dem dazugehörigen, sehr neugierigen Player, nicht wiedergeben lassen. Neugierig deshalb, weil er gleich bei der Registrierung die Kreditkartennummer erfahren will.

Eine gute Idee, aber leider noch nicht weit verbreitet ist das PlayJ-Format. Diese Dateien lassen sich frei kopieren und sind neben der PlayJ-Software auch mit den gängigen Programmen wie dem Real Player, dem Media Player und Winamp zu benutzen. Ein kleiner Nachteil ist, dass kleine Werbebanner beim Abbspielen auf dem Bildschirm eingeblendet werden. Mit dieser Werbung kann man als User aber dafür sorgen, dass der kostenlose Musiktausch auch weiterhin erhalten bleibt.

Mjuice setzt auf Sicherheit. Das Format ist eine Art mp3 nur mit Kopierschutz und ziemlich kompliziert zum downloaden. Mjuice ist also nicht sehr zu empfehlen. Wer es doch versuchen will, kann seine Songs mit der Real-Jukebox oder mit Winamp abspielen. 

Das Format Vorbis sollte man sich für die Zukunft schon mal vormerken. Vorbis lehnt sich stark in Sachen Kostenlos und Frei an das mp3-Format an. Da mittlerweile Anbieter von mp3-Downloads Lizenzgebühren zahlen müssen und die Online-Radios demnächst auch einen Beitrag leisten müssen, könnte Vorbis eine große Zukunft haben. Mit Winamp lassen sich die Dateien abspielen.

Nur noch sehr selten trifft man auf Module-Formate oder auch MODs genannt. Diese freien Formate wurden lange vor mp3 & Co. entwickelt und werden hauptsächlich von unbekannteren Musikern benutzt. Vorteil für die Musiker ist, dass man beim Abspielen sehen kann, an welcher Stelle mit welchem Effekt abgespielt wird. Mehr über MODs und die Szene erfährt man unter modplug.com

In Zukunft werden dann wohl noch mehr Formate im Internet zu finden sein. Anstatt sich die großen Musikfirmen auf einen Standart einigen, wollen sie für die Zukunft eigene Formate auf den Markt bringen. Eine Vereinfachung ist also leider erst mal nicht in Sicht. (joh)

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