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pfuetzeEine gepflegte Altstadt aus Fachwerkhäusern ist wie das Diamantcollier einer Stadt – sollte man meinen. Die Realität sieht oft anders aus. Denkmalschutzgerecht Renovieren ist für viele Hausbesitzer eine finanzielle Herausforderung. Manchmal schaffen sie es gar nicht, die Häuser verfallen, bis der Denkmalschutz aufgehoben werden muss und die Häuser abgerissen werden. Dementsprechend sehen viele Innenstädte aus: schäbig, verkommen und weit davon entfernt, ein Schmuckstück zu sein.

Das kann nicht so bleiben, dachten sich einige Hann.Mündener. Ihre Stadt sollte eine der schönsten Fachwerkstädte Deutschlands bleiben. Mittlerweile findet das Festival „Denkmal!Kunst – Kunstdenkmal!“ unter dem Motto „Eine Stadt steht Kopf … um auf die Beine zu kommen“ bereits zum vierten Mal statt. Das Festival soll die Bürger auf das Problem aufmerksam machen.

Dazu werden 50 Künstler erwartet, die in ca. 20 Denkmälern der Stadt (also historischen Gebäuden) ihre Kunst ausstellen. Außerdem finden rund 69 Abendveranstaltungen in den Häusern statt. Und man kann von einem Erfolg sprechen, wenn nachweislich bereits fünf Häuser in der Drei-Flüsse-Stadt renoviert wurden.

Ein weiteres Haus wird während des Festivals renoviert. Sozusagen live, vor den Augen der Zuschauer (und im Internet über Live-Kameras). Man hat sich viel vorgenommen: An neun Tagen wollen freiwillige Helfer 24 Stunden lang ein Fachwerkhaus renovieren. Das hat durch Brand und Leerstand schwer gelitten. Ein Künstlerhaus mit Wohnungen und Ateliers soll entstehen. Aus dem Mietertrag sollen weitere Häuser gerettet werden. Auf der Webseite 9-mal-14.de kann sich eintragen, wer mitmachen möchte.

» 27.9.-6.10., Denkmal!Kunst – Kunstdenkmal, Hann. Münden

» [ www.9-mal-24.de ]
» [ www.www.denkmalkunst-kunstdenkmal.de ]

Von Maria Blömeke

Ehemaligen Ww-Redakteurin

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