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Mittelalter rockt! – Schandmaul im Ww-Interview!

am 11 Oktober 2019 von Daria-Leona Mac Award

Mittelalter rockt! - Schandmaul im Ww-Interview!

Schandmaul kommen im Oktober mit ihrem Album Artus auch nach Kassel | (c) Robert Eikelpoth

Sie sind bereits seit 21 Jahren gemeinsam unterwegs und der Name bleibt einmal ausgesprochen im Gedächtnis: Schandmaul. Sie gehören zu den bekanntesten Mittelalter-Folkrock Bands und veröffentlichten dieses Jahr ihr zehntes Album „Artus„. Sie sind ab Oktober mit der gleichnamigen Tour unterwegs, sie machen auch einen Halt in der Region. Am 28.11. spielen sie im Musiktheater Kassel, zu diesem Anlass haben wir Frontsänger Thomas Lindner ein paar Fragen gestellt.

Im Interview verrät er unter anderem was die wichtigsten Bandmomente waren und was für Träume eine erfolgreiche Gruppe wie Schandmaul noch so hat. Wofür steht Schandmaul und was hält eine Band nach so langer Zeit auf der Bühne? Immerhin wurde die Band schon 1998 gegründet.

Die Band Schandmaul

Die Gruppe besteht aus sechs Mitgliedern, fast alle von ihnen waren schon bei der Gründung im Jahr 1998 dabei. Thomas Lindner (Akkordeon, Gitarre, Klavier), Stefan Brunner (Schlagzeug, Perkussion) Martin Christoph Duckstein (Gitarre, Cister, Laute, Banjo) und Birgit Muggenthaler-Schmack (Schäferpfeife, Schalmeien, Rauschpfeife, flöten, Dudelsack, Akkordeon) ghören seit 21 Jahren zur Stammbesetzung.

Lediglich Saskia Forker (Violine, Dregleier), die im Jahr 2018 dazustieß und Matthias Richter, der 2002 bei Schandmaul einstieg, sind nicht seit 98 Teil der Band. Auch letzterer spielt mehrer Instrumente: E-, Kontra- und Fretless Bass. Außer ihm sind alle Mitglieder auch am Gesang beteiligt.

 

Schandmaul im Ww-Interview:

 

Ww: Was ist Mittelalter-Rock und was macht das Genre aus ?
Thomas: »Mittelalter-Rock« ist klassische Rockmusik (also knackige Stromgitarre, schiebender Bass und ballerndes Schlagzeug), die sich zudem der Klangfarben mittelalterlicher Instrumente, wie Dudelsack, Drehleier oder Schalmei bedient. Dazu kommen passender Weise Texte und Themen, die sich mit alten Mythen, Sagen und Legenden befassen. Nimmt man noch Flöten und Geigen hinzu, erhält man »Mittelalter-Folkrock« und genau DAS, was »Schandmaul« so treibt…

Und wie kam es zu dem Namen?
Der Name ist zugleich Programm. Wir haben damals mit dem Wort »Schandmaul« nicht das klassische Schimpfwort »Lästermaul« verstanden, sondern immer die Figur des Hofnarren vor Augen gehabt. Jene schillernde Gestalt, die es nicht nur verstand die Obrigkeiten mit Kurzweil zu unterhalten, sondern in Wortwitz verpackt auch ungestraft Kritik üben konnte.

Warum das Genre Mittelalter Folk Rock?
Das ergab sich ursprünglich aus der Zusammensetzung der Musiker. Wir trafen uns mit dem Vorsatz, miteinander zu musizieren, haben alle Instrumente die wir hatten in einen großen Topf geworfen und kräfig umgerührt und heraus kam, was wir tun. Das wir in dem Klanggewand dann eher Geschichten und Märchen erzählen und nicht das sozialkritische Moment aufgreifen, war nur die logische Konsequenz.

Euer 10. Album trägt den Titel Artus: Was an der Sage bewegt euch, ihr ein Album zu widmen? Was macht das Album aus?
Die Artus-Sage ist eine DER großen europäischen Sagen, die die Leute seit Jahrhunderten umtreibt und begeistert – so auch uns, und nachdem es gleich drei Lieder dieses Themas auf das Album geschafft hatten, lag es nahe, dem Kind auch diesen Namen zu geben.

Mittelalter rockt! - Schandmaul im Ww-Interview!

SchandmaulArtus – Album

Im speziellen handeln die Erzählungen unter anderem von Zusammenhalt, Durchhaltevermögen und gemeinschaftlich gemeisterten Prüfungen und beschreiben somit ganz trefflich die Zeit, die wir als Kapelle durchleben mussten. Intern waren es recht schwierige Fahrwasser in den letzten Jahren und »Artus« war sozusagen der Befreiungsschlag, beziehungsweise die weithin hörbare Rückmeldung!

Macht man auch nach 21 Jahren im Geschäft noch neue Erfahrungen?
Definitiv! Aus jedem Farbeimer ist etwas dabei – von wunderschön bis schmerzlich! Man lernt nie aus und das sollte man auch nicht. Wie heisst es so schön: Stillstand ist der Tod…

Was waren so die wichtigsten Momente in der Bandgeschichte?
Das ist schwierig zu beantworten, weil das sehr subjektiv ist. Hier mal meine persönliche Einschätzung in chronologischer Reihenfolge: Erstes Konzert, von einer Konzertagentur das erste Mal in die Fremde geschickt zu werden, erste echte Tournee, erstes großes Festival, Schandmaul mit Orchester, erste DVD-Produktion, erster hoher Charterfolg, 10jähriges Jubiläum, erstes riesiges Festival, 15jähriges Jubiläum…

Man merkt schon, es ist wie im richtigen Leben: Es ist zumeist das erste Mal, das besonders in Erinnerung bleibt. Allerdings scheinen uns die »ersten Male« nicht auszugehen. So etwas wie lähmende Routine hat sich bei uns jedenfalls noch nicht eingeschlichen.

Gibt es etwas, dass ihr in 21 Jahren noch nicht erlebt habt und noch erleben wollt?
Einmal mit der Lieblingsband zusammen auftreten! Die Tatsache, dass es, anzunehmender Weise, sechs verschiedene gibt, macht es nicht einfacher und lässt die Erfüllung dieses Traumes in weite Ferne rücken..

Was war das peinlichste was bei einem Konzert passiert ist?
Das ist auch wieder sehr individuell. Was dem einem peinlich, ist dem anderen wurscht… Die peinlichste Situation, die ich mir vorstellen kann, ist, als Band den richtigen Zeitpunkt zu verpassen, nach »Zugabe«-Rufen wieder auf die Bühne zu kommen. Stellt euch vor: Die Leute hören gelangweilt auf zu rufen und gehen, und erst in diesem Moment entert die Band wieder die Bühne… (Ist uns zum Glück noch nie passiert). Was bereits mehrmals passiert ist: Aufgrund von Krankheit ein Konzert abbrechen zu müssen – fürchterlich!

Hat die Band ein besonders Ritual, Das niemals fehlen darf?
Vor jedem Konzert bilden wir unseren Händekreis (ist auf dem Cover von »Wie Pech & Schwefel« zu bewundern) und brüllen unseren Schlachtruf (geheim und nicht jugendfrei)!

Wo würdet ihr gerne mal spielen?
Im ausverkauften Wembley-Stadion. Übergangsweise täte es auch ein anderes Stadion..

 

 

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19:30 Lohfelden Bürgerhaus Lohfelden  Typ: Konzert






Freitag 13. Dezember 2019

Rockhead Coverrock

21:00 Kassel Alt-Berliner Destille  Typ: Konzert » Rock



Freitag 13. Dezember 2019

Taki Maki

21:00 Marburg Q Marburg  Typ: Konzert




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