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Manfred Prescher: Fundamentalteilchen 9 – Taktlos auf die Zehen steigen feat. ok.danke.tschüss

am 29 Dezember 2020 von Manfred Prescher

Manfred Prescher: Fundamentalteilchen 9 – Taktlos auf die Zehen steigen feat. ok.danke.tschüss

Manfred Prescher: Dauernd passiert was – Subraumanomalien – Fundamentalteilchen 9/409: Taktlos auf die Zehen steigen feat. ok.danke.tschüss |  (c) geralt auf Pixabay

Manchmal sieht man die Dinge am schärfsten, die gar nicht mehr vorhanden sind.

Zum Beispiel den Umriss an der Wand, der anzeigt, dass hier mal ein Bild hing. Man hat es jahrelang, Tag für Tag, ignoriert, nicht bemerkt, es einfach in einer Selbstverständlichkeit hingenommen. Und dabei vergessen, dass es einst einen Fleck auf der Tapete verdecken sollte.

Nun ist der Dreck wieder sichtbar, weil das Bild samt Rahmen abgenommen worden ist. Das passiert nun mal, wenn man wegzieht und die Wohnung auflöst. Vermutlich war das schon seinerzeit beim legendären Auszug aus Ägypten so. ok.danke.tschüss. Bevor die Schlüssel abgegeben werden können, hat man die Löffel längst schon den Kartons übergeben.

Es scheint in der Erinnerung längst zu verblassen…

„Ich sagte doch, dass Ihr nicht die labbrigen Kisten vom Baumarkt nehmen sollt“, fluchte der Umzugshelfer, als Teile der Bibliothek den morschen Faltboden aus Pappe in Richtung Fußboden verließen. In der nun leeren Wohnung wirkt dieses Erlebnis aber beileibe nicht gestrig, sondern sogar schon vorgestrig. Es scheint in der Erinnerung längst zu verblassen, während das Bild wieder vor dem geistigen Auge auftaucht und den Schmutzrand an der Wand erneut bedeckt.

Was da gerahmt hing, als man sich noch fragte, ob dieses Wohnen auch Leben ist? Das spielt keine Rolle. Das Bild ist doch nur Ausdruck der Achtlosigkeit, die ja letztlich auch zum Verlassen dieser Elfenbeinetagenwohnung geführt hat. Man erinnert sich auch wieder an das, was sie beim letzten gemeinsamen Frühstück sagte – und eben nicht nur an jenes »Furie Eleison«, das kurz darauf zum Streit führte.

In solchen Momenten, also, wenn die Wohnung leer ist, füllt sich der Kopf und man merkt, dass man die Äußerungen des anderen fälschlicherweise zu oft als belanglos abgetan hat. Man hätte mehr zuhören sollen, die Buchstaben zwischen den Zeilen sacht zur Seite schieben müssen als sei es ein Türvorhang aus bunten Perlenschnüren. Denn nur dann hätte man sehen können, was sich im nächsten Raum befand.

„Es gab Nächte, in denen wir uns an Worten heißer tranken“

heißt es in »Gold« von ok.danke.tschüss aus Mannheim. Man muss wahrlich kein Kurpfälzer sein, um zu verstehen, dass diese Zeiten unweigerlich ihre Flecken hinterlassen – und man plötzlich damit beginnt, klarer zu sehen, als man es eigentlich möchte. Aber es muss so sein, schließlich geht das Leben weiter auf der Hühnerleiter. Oder etwa nicht?

Manfred Prescher: Fundamentalteilchen 9 – Taktlos auf die Zehen steigen feat. ok.danke.tschüss

Das Cover zum dem Lied Gold von ok.danke.tschüss (c) ok.danke.tschüss

Das leere Wohnzimmer ist eine echter Tanzpalast, so ganz ohne Regale, Nippes und Netflixzugang. Aber sag mal Hirn, muss das sein? Wieso zeigst Du mir jetzt, wie sie im vorletzten Winter vergeblich versuchte, mir mit »Smalltown Boy« von Bronski Beat und »Together Forever« von Rick Astley den Discofox beizubringen? Weil doch nix für die Ewigkeit ist? Das wusste ich auch so.

Aus den Augen aus dem Sinn? Nein, eben nicht.

Mal im Ernst: Während Astleys Song in mir zum Ohrwurm mutiert, denke ich, dass ich etwas weiß, was vermutlich nicht mal den besten Tänzern und Tänzerinnen jenseits des Rio Pecos bekannt ist: Der Discofox stammt eigentlich vom amerikanischen Three Count Hustle ab, aber den kann ich natürlich genauso wenig.

Was lernen wir daraus? Das Namen auch dann Schall und Rauch sind, wenn in der leeren Wohnung gar nicht mehr geraucht oder lautstark debattiert wird. Das hätte man sich eigentlich auch so denken können, auch ohne den ganzen Umzugsstress, der natürlich noch längst nicht vorbei ist.

Denn bis die ganzen Kartons wieder ausgeräumt und der Inhalt quer über die Latifundien verteilt sein wird und man die Aufgabe des bisherigen Lebens einigermaßen verdaut haben wird, werden noch viele Monde über das Land hinwegziehen, werden die Wildlachse in der Oberen Moms laichen, ihren Nachwuchs auf- und dann über den Rio Pecos hinauf bis zum Orinoco oder sonstwohin weiterziehen. Aus den Augen aus dem Sinn? Nein, eben nicht.

Glad To Be Unhappy…

Frank Sinatra hat übrigens nie einen Song übers Umziehen gesungen. Über das Verlassensein natürlich schon. Weil man sich darin – „Glad To Be Unhappy“ – so suhlen kann wie das Schwein im Morast. Hinterher ist man möglicherweise geläutert, sicher aber kann man dann die Krawatte wegschmeißen. Die geht weder mit Ariel Futur noch mit Ariel Plusquamperfekt – eher aber noch damit – wieder sauber.

Was soll man denn bei der nächsten Fête anziehen? Wenn man zu Elton Johns »Can You Feel The Love Tonight« zwar die Liebe nicht spürt, aber beim langsamen Walzer der Tanzpartnerin erst auf den Zehen, dann auf den Nerven herumtrampelt? Auf jeden Fall nicht diesen Binder – und das ist schon mal ein ansatzweise beruhigender Ausblick auf das restliche Leben.

Später an diesem Nachmittag ging ich in die Kneipe. Im »A Thousand Miles to Dublin« war es noch leer. So früh kommt man hier einfach nicht zusammen. Es sei denn man hat Angst, der Himmel würde einem noch heute auf den Kopf fallen. Oder die Decke der leeren Wohnung, was in etwa auf das Gleiche herauskommen könnte.

In meiner hatte es sich aber nur um ein bisschen Putz, der runterrieselte als ich die Spinnweben aus den Ecken kehrte, gehandelt.

Es könnte nämlich einfach nur nötig sein, auf die Bremse zu treten…

Wenn die Wände näherkommen, muss man sich übrigens nicht unbedingt gleich in die geschlossene Einrichtung begeben. Es könnte nämlich einfach nur nötig sein, auf die Bremse zu treten bis das ABS »gently wheeps« – und dann den Rückwärtsgang einzulegen. Das habe ich getan, nachdem ich das Lokal betrat. Denn ich wäre beinahe mit vollem Kilkenny-Durst-Karacho in Jenny, die Lebensabschnittsgefährtin von Barmann Hannes, hineingerannt.

Sie füllte den ganzen Raum aus, weil sie elfinnengleich zu »I Gotta Feeling« von den Black Eyed Peas über die groben Holzdielen schwebte. Ich drückte mich gerade noch so an ihr vorbei, rempelte dafür den Tresen an, der das aber klaglos hinnahm. Hannes hatte inzwischen das Bier gezapft und vor mich hingestellt, als Jenny wieder in meine Richtung abbog und in der fließenden Bewegung fließend deutsch auf mich einsprach:

„Tanzt Du?“ fragte sie.
„Nein, aber ich kenne das Lied vom dicken Tanzbären.“
„Der wird Dir aber heute ganz sicher nicht groß weiterhelfen können, im Gegensatz zu mir.“

Was folgte, war eine Tanzstunde, die eigentlich nur zwei weitere Lieder lang dauerte. Sie endete damit, dass sie mich lachend und mit den Worten „Hopfen und Malz – Gott behalt’s“ umarmte. Dann übernahm Hannes und zeigte mir, wie man den Fox tritt, ohne auf die zarten Füße der Dame zu treten, die mit einem schwoft. „Diese Ironie“, sagte ich in Richtung des Paares, „entgeht mir durchaus nicht.“

Dann widmete ich mich dem Bier und dachte an das Bild, das in der alten Wohnung vor sich hingehangen hatte. Man hätte es schon früher wegwerfen sollen, wie so vieles. Der Klimt Eastwood hatte so gar nichts, weswegen man ihn aufhängen sollte. Immerhin brannte der Rahmen gut im Kamin. Als die Wohnung leer wurde, wurde sie mit jedem Stück, das sie verließ, ein gefühltes Grad Réaumur kälter.

Wir hatten uns, um es mit ok.danke.tschüss zu sagen, zu oft zum Tanz gebeten und sind uns dabei zu heftig auf die Zunge getreten. Jetzt wäre Platz in der Bude. Man könnte glatt eine Tanzschule eröffnen. Denn seit das große Sofa, das mindestens zwei Mal um die Welt gereist ist, seit es irgendwann das Möbelhaus verließ und auf dem Dach des alten Mini Cooper gespannt in die erste Butze verfrachtet wurde, auf dem Sperrmüll landete, wirkt das Zimmer richtig geräumig.

Aber die Nachmieter haben anderes vor. Die wollen ihr Wissen über ayurvedische Kindererziehung mit dem demnächst zu erwartenden Minimenschen vertiefen. Mir soll’s recht sein. „Hannes, unterbrich den Schwof mal kurz und zapf mir bitte noch ein Kilkenny!“

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