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Manfred Prescher: Fundamentalteilchen 10 – Gern haben können feat. Die Ärzte

am 12 Januar 2021 von Manfred Prescher

Manfred Prescher: Fundamentalteilchen 10 – Gern haben können feat. Die Ärzte

Manfred Prescher: Dauernd passiert was – Subraumanomalien – Fundamentalteilchen 10/410: Gern haben können feat. Die Ärzte

Wir sitzen an einem der dunklen Eichentische…

Wir sitzen an einem der dunklen Eichentische in der hintersten Ecke des »A Thousand Miles to Dublin«, verwachsen mit der Massivität des Mobiliars.

Das steht mit vier wuchtig-quadratischen Beinen auf dem Grund von einer Hand voll ungeschriebenen, nichtsdestotrotz aber ewigen Gesetzen – etwa dem: „solange Ihr Eure Füße unter meine Platte stellt, könnt Ihr reden, worüber Ihr wollt. Aber Euer Aktionismus hat draußen zu bleiben.“ Wir beherzigen das, nicht, dass Hannes sich noch gezwungen sieht, mit einem Dartpfeil oder einer leeren Jameson-Flasche nach uns zu werfen.

Schließlich wissen wir nicht erst seit seinem Spiel gegen Phil »The Power« Taylor, dass er uns voll auf die 180 treffen könnte. Außerdem rennt man mit blindem Aktionismus sehenden Auges in den unweigerlichen Untergang des Abends oder gar des Abendlandes. Dass das so kommen wird, darüber sind wir uns einig. Die Frage, was denn früher geschähe, erhitzt allerdings unsere Gemüter, also diskutieren wir darüber. Wir, das sind Horst, Rebekka, Nina und ich.

Nina: „An manchen Abenden würde man doch gar nicht mitbekommen, dass die Welt bereits untergangen ist.“
Horst: „Oder aufgegangen wie der weiße Mond von Maratonga. Wer weiß das schon? Und vor allem: Wer will es überhaupt wissen?“

Es stimmt natürlich: Während man es sich hier bei Hannes in der Pinte gut gehen lässt, das müde Gebein unter seine Geborgenheit spendenden Tische soweit ausstreckt, dass man die Nähe zum Gegenüber auch physisch spüren kann, spielt es absolut keine Rolle, was draußen so passiert. Es ist auch völlig wurschtigaga, wohin es den Planeten, den wir ohnehin nur von Lassie, dem Hasen Cäsar, King Kong und dem Monster aus der Lagune geliehen bekommen haben, nun zersprengt.

Mit solchen Fragen kann sich vielleicht der Herr Lesch beschäftigen.

Mit solchen Fragen kann sich vielleicht der Herr Lesch beschäftigen. Das aber auch nur, wenn er dazu nicht in unserer »Kleine Kneipe« (Vader Abraham) kommt. Man stelle sich nur vor, er würde sein ganzes Equipment ins »Miles« stellen wollen. Kaum auszudenken, was das für uns, unser Ruhebedürfnis und den Geduldsfaden von Grandmaster Hannes bedeuten würde.

Mehr Technik als ein paar Technics-Plattenspieler, Verstärker, Boxen und Spotify gibt es hier, Jahwe the Conqueror sei Dank, nicht. Letzteres hat Hannes auch nur eingerichtet, weil es ihm mehr Zeit lässt, mit den Gäst*innen zu plaudern, Biere zu zapfen und Strongbow Cider oder Whiskey zu servieren.

Grad spielt dieses Spotify »True Romance« von den Ärzten – und wir vier hier stolpern über die zentrale Zeile „Hey Siri! Google doch mal ‚Sex mit Alexa‘!“ Wir fühlen uns alle angesprochen: Nina, weil sie den – wie sie sagt – »Krempel« und seine Folgen für schwerwiegend, gesundheitsschädlich oder für beides zugleich hält.

Manfred Prescher: Fundamentalteilchen 10 – Gern haben können feat. Die Ärzte

Das Album HELL von den Ärzten (c) Hot Action Records

Sie geht tatsächlich davon aus, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft als Soylent Green für die Maschine enden werden. Nicht direkt wir vermutlich, wir werden im »Miles« verharren, bis dass der Deifel holt unsere armen Seelen. Aber unsere Nachkommen… Die werden das, was kommt, aushalten müssen.

Das ist der Lauf der Welt…

„Das ist der Lauf der Welt, seit den Tagen des heiligen Barney Geröllheimer“, seufzt Rebekka in ihr Bier. Als Übersetzerin von Weltrang – sie hat zum Beispiel die Werke des großen Evelyn Waugh ins gediegene Hochdeutsch transferiert – kommen ihr Siri und Co. zwar spanisch vor, aber sie nutzt sie trotzdem mit einer Vehemenz, die sogar ihre Kinder und Kindeskinder überraschen würde. Sie tindert und matcht, was der Akku und das Notstromaggregat in ihrer Handtasche halten.

Horst würde es Rebekka gerne gleichtun, aber er traut sich nicht. Seit sich Ilona von ihm getrennt hat, palavert er zwar mit »Tatort«-Kommissar*innen, mit Schwester Betty oder Anne Will, wobei die ihn nicht ausreden lässt und auch nicht antwortet.

Will zwingt ihn allerdings dazu, mit seiner Smartphone-Anwendung Diskussionen über angewandte Philosophie nach Foucault zu führen. Dass solche Gespräche eher unkommunikativ sind und sich die App in Plattitüden verstrickt, zeigt ihm zwar, dass er auf dem Holzweg ist – er wendet sich, mangels Ersatzes, trotzdem immer wieder an die künstliche Dusseligkeit in seinem Handy. Aber jetzt sind ja wir da – wir und der fast unverrückbare Holztisch, der auf wohltuende Art von Konstanz und Zusammenhalt spricht.

Wir hören dem Horst nur nicht so richtig zu, weil wir lieber den Ärzten lauschen: „Hey Siri! Google doch mal ‚Sex mit Alexa‘/Und mach doch morgen bitte meiner Ex klar/Dass sie für mich im Bett ‘ne glatte Sechs war…“ Da wird Horst wehmütig, weil er an Ilona denken muss – wer zwingt ihn eigentlich dazu? War sie ne Eins? Womöglich mit Sternchen?

Wisst Ihr, was ich mich immer wieder frage?

„Wisst Ihr, was ich mich immer wieder frage?“ fragt Horst und wir schütteln nur die Köpfe, obwohl wir schon ahnen können, was kommen wird. Also macht er einfach weiter:

„Ich frage mich, ob es ok ist, wenn man die Ex noch gernhat – oder ob sie einen viel eher gernhaben sollte.“
Ich denke an meine Verflossene und daran, dass sie nun irgendwo in den Tiefen des Alls ihr Leben weiterführt und dieses hoffentlich genießt, wie ihren Sojamilch-Macchiato, aber davon erzähle ich hier nicht. Es reicht, dass Hannes und sein Mobiliar davon wissen.

„Du kannst beides gleichzeitig haben. Denn wie sie zu Dir steht, hängt nun eh nicht mehr von Dir ab. Was Du für sie fühlst, sollte doch nix damit zu tun haben, wo und mit welchem neuen Heinz oder welcher neuen Olga sie nun abhängt. Sie könnte auf irgendeinem fernen Planeten am Strand eines orangefarbenen Süßwassermeeres sitzen und scharfe Longdrinks genießen…“
„Scharf, aber nicht zu scharf“, ergänzt Rebekka und mir fällt auf, dass sie schon eine gewisse Ähnlichkeit mit der Kommissarin aus »Mord mit Aussicht« – Sofie oder Sophie Haas? – hat.

Während nun Lana Del Rey „Love Me Like A Woman“ singt und ein Gast am Tresen lautstark nach „der neuen von AC/DC verlangt, sinnieren wir eine Zeit lang in unser Bier hinein. Dann unterbreche ich die Stille, bevor sie zum chillig-dämmrigen Dauerzustand mutiert.

Viele Paare sind doch schon während sie eigentlich zusammen sein sollten so weit voneinander entfernt.

„Schau, Horst, viele Paare sind doch schon während sie eigentlich zusammen sein sollten so weit entfernt voneinander wie die Beteigeuze von unserem schnuckeligen kleinen Sonnensystem und von diesem unbedeutenden Spiralarm der Galaxis“, sage ich.

„Im besten Fall begegnen sie sich manchmal im Abendrot zum Abendbrot“, ergänzt Nina, die auch gleich die schlimmere Variante kundtut: „Viele Paare laufen doch ewig und drei Tage nebeneinanderher, ganz ohne sich zu nähern. Der oder die Eine verharrt dabei zuhause auf dem Heimatplaneten der eigenen Seele, während der oder die ‚PartnerSternchenin‘“ – sie spricht das * wirklich „Sternchen“ aus – „seine oder ihre Kreise in einer gleichmäßigen Umlaufbahn zieht und dabei genug Abstand hält, um nicht abzustürzen.“

„Dann kann ja einer wenigstens den Schrott da oben wegräumen“, kalauere ich und Horst drückt derweil „a tear in his beer“. „Nur keine Sentimentalitäten“ denke ich ganz im Sinne von Dr. Erika Fuchs und auch Rebekka scheint grad auf Tränensäcke wie Horst verzichten zu können:

Ich wüsste zu gern, was hinter dem Universum kommt.

„Ich wüsste zu gern, was hinter dem Universum kommt. Was da wohl sein mag? Noch ein Universum? Lümmelt Gott da mit einem riesigen Urknall und wirren Ideen eines Evolutionsspiels ohne Grenzen auf einem quietschbunten Sitzsack?“

Darauf wissen wir natürlich keine Antwort. Herr Lesch, der vor einiger Zeit und unbemerkt von uns Vieren, das »Miles« betreten hatte, meinte in unserer Richtung lapidar, dass er die Fragen der hübschen Lady auch nicht schlüssig beantworten könne. Das Einzige, was er wisse und auch gesichert belegen könne, sei, dass es so ist, wie es nun mal ist – und dass dieses Gesetz immer und überall gelten würde.

Wir waren also erstens nun tatsächlich bei Foucault angekommen und zweitens mussten wir Herrn Lesch auf ein Bier oder zwei an unseren Tisch bitten. Denn wer Klarheit bringt, gern bei uns trinkt. So sieht’s doch aus.

„Siri frag Alexa, ob sie Hannes sagen kann, ob er den drei Herren und zwei Damen hier noch eine Runde Kilkenny bringen möge.“ So fügte es sich dann doch wieder zum allerbesten. Nur Horst spielte »Stille Prost« und schaute gedankenverloren abwechselnd in die Runde und ins zusehends durchsichtigere Runde – dem Kreislauf seines gar nicht mal so schnellen Brüters im Kopf folgend.

Dabei murmelte er kaum hörbar „Hey Siri! Google doch mal ‚Sex mit Alexa!‘“

Web-Links zum Text

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