5/5 - (1 vote)

  Lesedauer: < 1 Minuten

IMG_0277In ein tanzendes Tollhaus verwandelte Mahala Rai Banda das Marburger KFZ am 25.1.2013.
Die elfköpfige Band aus Bukarest lies von Anfang an die Puppen tanzen und beeindruckte mit ihrem modernen Stilmix aus Balkan Folk, Gypsie und Reggae und mit Spielfreude pur. Bandleader und Geiger Aurel Ionitsa interagierte musikalisch im Wechsel mit der Rythm Section, bestehend aus Schlagzeug, Bass und Akkordeon, oder der Bläsergruppe, die mit 6 Blechbläsern aller erster Güte bestückt ist. Spielend einfach wirken die Rumänen auf der Bühne, obwohl oder gerade weil dahinter eine Menge technisches Können steckt. Und durchdachte Arrangements, in denen die Bläser mal mit kurzen knackigen Einwürfen, Offbeat-Attacken und virtuosen Unisono Breaks, aber auch mit orchestral breiten Sounds für allerhand Abwechslung sorgen.

Mahala Rai Banda und die Musiktradition Rumäniens
Die Band bietet ein überzeugendes Beispiel des musikalischen Reichtums Rumäniens und zeigt, wie traditionelle und folkloristische Elemente ins 21. Jahrhundert transportiert werden. Geiger Aurel Ionitsa stammt aus einer der alten rumänischen Musikerfamilien, den sogenannten Lăutari, und hat verschiedene Verbindungen zur der berühmten Gruppe Taraf de Haïdouks. Viele der Bläser bei Mahala Rai Banda stammen aus dem Musikerdorf Zece Prajini, der Heimatstadt der ebenfalls sehr bekannten Fanfare Ciocarlia.


Von Steffen Dittmar

Musik & Kultur

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.