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Hyenaz – Critical Magic (Springstoff)
Hyenaz – Critical Magic (Springstoff)

Ein Wort: Headtrip. Das zweite Album von Kathryn Fischer und Adrienne Teicher aka. Hyenaz ist ein einziger Headtrip.Wer jetzt gedacht hat, elektronische Musik ist konventioneller Musik in Sachen Ausdrucksmöglichkeit um ein vielfachesüberlegen, der hat einerseits Recht – muss aber seine Grenzen nach Durchhören dieser Scheibe einmal mehr verschieben.

Durchsetzt von koreanischen Vocal-Cuts, die das gesamte menschliche Emotionsspektrum abdecken, präsentieren die beiden Künstlerinnen hier eine Scheibe, die in Sachen Bewusstseinserweiterung jeglichem Amorphous Androgynous bzw. FSOL-Album einen Laufpass geben. Die Vocal-Cuts schreien, sie flehen, sie sind traurig und sie sind ummantelt in einer Produktion, die so präzise auf den Punkt gebracht ist, dass aus Chaos plötzlich Ordnung wird.

Critical Magic öffnet Türen und Welten, derer man sich nie zuvor so sehr bewusst war. Für Menschen, die als vorderes Merkmal bei elektronischer Musik nach Tanzbarkeit suchen, sollten hier wegbleiben. Hier und da stellt sich zwar etwas Kontinuität in der Performance ein, bis sich nur ein paar Sekunden später eine ganz andere Tür öffnet und der Hörer zum nächsten Trip eingeladen wird. Großes Album. Standout-Tracks: Depart The Octagon, Dongdaemun, Centering.

Von Frank Booth

Freier Autor

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