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Aus dem Film "Ich bin dann mal weg". Foto: kino.de
»Ich bin dann mal weg« als Theaterstück. Nach der Verfilmung folgt jetzt das Theaterstück. Szenenbild aus dem Film. Foto: UFA Cinema GmbH (Berlin/München)

Matthias Huber inszeniert »Ich bin dann mal weg« nach dem erfolgreichen, gleichnamigen Buch von Hape Kerkeling in einer eigenen Fassung des Hessischen Landestheaters Marburg (HLTM). Das Stück feiert Premiere am 08. Dezember 2018 am Hessischen Landestheater Marburg.

Nach Buch und Film kommt jetzt das Theaterstück

Sa., 08.12.18, 19.30 Uhr, Großes Tasch, Theater am Schwanhof
Premiere: »Ich bin dann mal weg«/Uraufführung (Regie: Matthias Huber)

Ein Mensch am Ende seiner Kräfte: Hape Kerkeling hat einen Hörsturz und die Entfernung seiner Gallenblase hinter sich. Obwohl das alles seiner Einschätzung nach großartig zu einem Komiker passt, steht fest: Körper und Seele brauchen einen Wandel. Es ist dringend an der Zeit, etwas zu ändern, sich zu verändern, nach dem Sinn des Lebens zu suchen. Was könnte Halt geben? Und was kann ein Mensch machen, um wieder bei sich selbst anzukommen?

Auseinandersetzung mit Gott gesucht

Hape Kerkeling, der sich selbst als Couch-Potato bezeichnet, will laufen. Nicht irgendwohin: Er will den gesamten Jakobsweg bis Santiago de Compostela pilgern. „Bin ich eigentlich noch
ganz dicht?“, fragt er sich angesichts der weiten Strecke. Doch ihn lässt die Idee nicht los, dass es dabei nicht nur um ihn selbst, sondern auch um eine Auseinandersetzung mit Gott gehen könnte. So also setzt er sich – wie viele andere auch – den psychischen und physischen Anforderungen einer solchen Pilgerreise aus.

In unnachahmlicher Weise beschreibt er amüsant und tiefsinnig zugleich seine und andere Weggeschichten. Da sind die kleinen Schummeleien: die Strecken, die er per Anhalter oder Bus überwindet oder die Aufenthalte in kleinen Pensionen und Hotels. Da sind die sehr gut nachvollziehbaren Schmerzen in den Knien und an den Füßen.

Cover von seinem Erfolgsbuch "Ich bin dann mal weg".
Cover vom Film “Ich bin dann mal weg“. Nach der Verfilmung inszeniert jetzt das Theater in Marburg seine Geschichte. (c) UFA Cinema GmbH (Berlin/München)

Freundschaften entstehen

Und ebenso frech wie witzig ist seine Art, anderen Pilgern zu begegnen, die ihm nach und nach ans Herz wachsen und aus deren wiederkehrenden Begegnungen im Laufe des langen Weges echte Freundschaften entstehen. Immer wieder stellt sich die Frage: Sind wir in einer wunderbar witzigen Show von Hape Kerkeling oder auf dem anstrengenden und zugleich befreienden Pilgerpfad des heiligen Jakobus? Oder an beiden Orten zugleich?

Komisch und ehrlich

Wir begeben uns an verschiedene, einschlägige Orte und in Situationen dieser Geschichte und zeichnen im Stile einer schräg-Kerkeling’schen Komödie, die unter Strapazen und mit viel Hingabe begangene Pilgerreise nach. Drei Schauspieler*innen des Hessischen Landestheaters Marburg führen uns durch die Erinnerungen und Offenbarungen dieses so ehrlichen und liebevollen Reiseberichts von Hape Kerkeling.

Das Cover seines Erfolgsbuches zeigt Kerkeling bei seiner Pilgerreise. Nach dem Buch folgte der Film, jetzt schließt das Theater Marburg an den Erfolg an.
Das Cover seines Erfolgsbuches »Ich bin dann mal weg« zeigt Kerkeling bei seiner Pilgerreise. Nach dem Buch folgte der Film, jetzt will das Hessischen Landestheaters Marburg mit einer Theaterfassung an den Erfolg anschließen. (c) Piper

»Ich bin dann mal weg« als Theaterstück

»Ich bin dann mal weg« gehört zu den erfolgreichsten Sachbüchern Deutschlands und führte monatelang die Bestsellerlisten an. Danach wurde es erfolgreich verfilmt, und nun ist es auch in einer eigenen Fassung des Hessischen Landestheaters Marburg auf der Bühne zu erleben. Ein Stück für alle Menschen ab 13 Jahren, die Hape Kerkeling-Fans sind und auf der Suche nach
sich selbst. Für alle, die dringend mal “wegmüssen” oder mit Kolleginnen und Freundinnen einen sehr unterhaltsamen und vergnüglichen Abend verbringen wollen.

Regie:

Matthias Huber
Bühne & Kostüme: Cleo Niemeyer
Dramaturgie: Moritz von Schurer
Theaterpädagogik: Michael Pietsch

Besetzung:

Hans Peter Kerkeling – Sven Brormann
Anne, baskischer Feuerwehrmann, Französin im Peugeot, Hutverkäufer, Stefano, Claudia,
Bock, Ruco Urco, u.a. – Victoria Schmidt
Sheelagh, baskischer Feuerwehrmann, Französin im Peugeot, Victor, Schnabbel, Encarnación,
u.a. – Lisa Grosche

» 8.12.2018 “Ich bin dann mal weg” als Theaterstück in Marburg, Hessischen Landestheaters Marburg

» Website des Hessischen Landestheaters Marburg

» Ww-Kritik zum Film »Ich bin dann mal weg«

» Weitere Aufführungstermine

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Von Leanna Arnold

Redaktions-Praktikantin

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