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Nach intensiven Ermittlungen und großem Einsatz und der Anteilnahme vieler Menschen konnte der Anruf, der in der Nacht zu Dienstag beim Krankenhaus in Fritzlar eingegangen war, vor kurzem aufgeklärt werden. Es war nur ein Spaß, wie der Anrufer inzwischen zugab.

Die Polizei konnte in den Mittagsstunden die Telefonnummer ermitteln, von der aus zur fraglichen Zeit beim Krankenhaus in Fritzlar angerufen worden war. In der Folge gelang es dann auch, den Besitzer des Handys über ebendieses zu erreichen.

In der Nacht auf Dienstag war kurz nach Mitternacht im Krankenhaus in Fritzlar der Anruf eines unbekannten Mannes eingegangen. Der Anrufer hatte erklärt, er sei Jäger und von einem Wildschwein angegriffen worden. Er brauche dringend Hilfe. Dann war das Gespräch abgerissen. Im Hintergrund seien Hundegebell und eventuell andere Tiergeräusche zu hören gewesen. Die Nummer des Anrufers sei auf dem Telefon in Krankenhaus nicht abzulesen gewesen. Die Polizei ergriff noch in der Nacht sofort umfangreiche Maßnahmen, um einen möglicherweise vermissten Jäger ermitteln zu können. So wurden in weitem Umkreis, bis in benachbarte Landkreise Jagdausübungsberechtigte angerufen.

Nach anfänglichem Zögern musste sich der ermittelte Handybesitzer der erdrückenden Beweislage ergeben. Er gestand ein, den Hilferuf mittels seines Handys an das Krankenhaus in Fritzlar gerichtet zu haben. Die Hintergrundgeräusche, die die Angerufene im Krankenhaus beschrieben hatte, Hundegebell und Tiergeräusche, kamen von einer DVD, die der Mann in seinem LKW hatte. Er hielt sich zu diesem Zeitpunkt beruflich in Fritzlar auf.

Es handelt sich um einen LKW-Fahrer aus Nordrhein-Westfalen, der zu einem Tankstopp in Fritzlar gehalten hatte. Während dieses Stopps sei ihm spontan die Idee gekommen. Ebenso eine spontane Idee sei es gewesen, das Krankenhaus für den “Spaß” auszuwählen. Der Polizeibeamte der Polizeistation Fritzlar, der das klärende Gespräch mit dem Mann führte, hat ihm deutlich gemacht, was er für Ängste z.B. bei der Frau auslöste, die den Anruf entgegen genommen hatte, was es bedeutet eine Vielzahl von Menschen im Ungewissen zu lassen, eine Vielzahl von Polizeibeamten und weiteren hilfsbereiten Menschen loszuschicken, die eine womöglich schwerverletzte Person irgendwo im Wald vermuten. Die Polizei wird ein Ermittlungsverfahren wegen Missbrauchs von Notrufen einleiten. Ferner wird durch die Verwaltung geprüft werden, inwieweit und in welcher Höhe Kosten in Rechnung gestellt werden können.

Von Maria Blömeke

Ehemaligen Ww-Redakteurin

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