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LOCATION:Innenstadt Marburg\, \, Marburg
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SUMMARY:Ww-Terminator: Wohin mit dem Hund - Marburg
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DESCRIPTION:„Er war ein Teil der Familie. Er war Dir ein treuer Freund. Er begleitete Dich seit Deiner Kindheit. Jetzt ist er tot. Wohin mit dem Hund?“  Die neue Sonderausstellung im Kasseler Museum für Sepulkralkultur widmet sich unter anderem der Frage nach dem Verhältnis von Mensch und Tier im Spannungsfeld von Tod und Trauer. Aufgegriffen werden hierbei die Hauptfragen: „Welche Tiere bestatten wir – und warum?“, „Wie und wo bestatten wir Tiere?“, „Wie trauern wir um und erinnern uns an verstorbene Tiere?“
 
Die Besucher*innen erhalten einen Überblick über die Geschichte der Beziehung des Menschen zu den Tieren – von Nutztieren bis hin zu den persönlichen Begleittieren, die heute in fast jedem zweiten Zuhause Deutschlands das Leben der Menschen teilen. Die verstetigte emotionale Bindung des Menschen an diese tierischen Begleiter ist zugleich Teil der Antwort auf die Frage, warum wir diese Tiere überhaupt bestatten – und welche wir gegebenenfalls nur „entsorgen“ und „verwerten“.
 
Playmobil-Ausstellung soll Beziehung greifbar machen
 
Mit künstlerischen Beiträgen, Playmobil-Dioramen zur Bandbreite des Mensch-Tier-Verhältnisses und Exponaten wie Grabzeichen und Urnen für die Tierbestattung, aber auch Neuem aus der Start-Up-Szene, wie DIY-Bestattungsboxen für Kleintiere werden die Besucher*innen durch die Hauptfragen geführt. Darüber hinaus werden sie selbst aktiv eingebunden. So wurden schon im Vorfeld über die Social-Media-Kanäle des Museums Menschen nach ihren Erfahrungen mit dem Verlust eines geliebten Tieres gefragt, Fotos von tierischen Trauertattoos gesammelt und mit Einsendungen aller, die teilnehmen möchten, eine Fotowand mit ganz persönlichen, heimlichen, offiziellen oder ungewöhnlichen Tiergrabstätten zusammengestellt. Wer sich beteiligen möchte, kann auf dem Instagram-Kanal @sepulkral.museum mehr erfahren.
 
Sterbeorte und Unsterblichkeit
 
Über die Mensch-Tier-Beziehung hinaus widmet sich die Ausstellung dem Thema Sterbeorte. Die Besucher*innen finden etwa atmosphärische Szenen vor, in denen die Sterbeorte mit entsprechenden Utensilien und Einrichtungsgegenständen in ihrer Eigenschaft als besondere Lebensabschnittsorte erzählt werden. Dazu hören die Besucher*innen in Interviews Experten aus den Bereichen Krankenhaus, Hospiz und palliativer Betreuung zu Hause. Ein weiterer Bereich widmet sich der Frage, wie sich Menschen vor dem Tod schützen. Besucher*innen lernen historische und zeitgenössische Schutzmaßnahmen kennen und werden mit der Frage konfrontiert, ob wir uns die Endlichkeit des Lebens anhand von Ernährungs-, Sport- und Lifestyleprogrammen bewusst machen oder sie zu leugnen versuchen.
 
Dem Sterben zu Hause wiederum widmet sich die Fotografin Sibylle Fendt in ihrem Projekt Bevor es so weit ist. Die fotografischen Momentaufnahmen von 17 sterbenskranken Menschen und ihren Angehörigen im heimischen Umfeld führen hin zu der Frage, wie tröstlich das eigene Zuhause beim Abschiednehmen sein kann.
 
Di-So 10-17 Uhr, Mi bis 20 Uhr
Jeden Mittwoch findet eine öffentliche Führung durch die Ausstellung statt.
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