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SUMMARY:Ww-Terminator: Kultur.Liebe.Hoffnung - Leseland Hessen - Christian 
 Schultheisz\, Daniele Dell`Agli - Kassel
LOCATION:Elisabethkirche Kassel\, \, Kassel
DESCRIPTION:Von August bis Oktober 2020 stellt die Elisabethkirche Kassel i
 hren Kirchraum mittwochs ab 19.30 Uhr und donnerstags ab 18.00 Uhr Kassele
 r Kulturschaffenden kostenlos zur Verfügung. Dadurch sind Konzerte\, Lesu
 ngen\, Tanz\, Performance und Theater in kleiner Besetzung möglich. Erste
  Termine stehen als Kooperation mit dem „Literaturhaus Nordhessen“\, B
 elka und Strelka Kollektiv\, Klang-und Tanzimprovisationen mit Ursel Schli
 cht und Heike Wrede\, Martin Forciniti\, Jörn and the Michaels\, Andrea C
 . Ortolano\, dem BOB-Dylan-ART-Project und „Studio Lev“ als Verein fü
 r musikalische Bühnenprojekte von und mit Jugendlichen in der Region Kass
 el schon fest. Schirmherrin der Aktion „Kultur.Liebe.Hoffnung“ ist Kul
 turdezernentin Susanne Völker (Kassel) gemeinsam mit Schirmherr Bischof D
 r. Michael Gerber (Fulda). Der katholische Bischof betont eine Kultur des 
 Miteinanders als Motiv der Kirchenöffnung: „Unser Glaube hat die Kraft\
 , eine Kultur zu prägen\, die auf zwei Beinen steht: Freiheit und Vertrau
 en – und nichts soll Dich ängstigen“\, so Bischof Gerber. Kulturdezer
 nentin Susanne Völker sieht in dem gemeinsamen Projekt ein Zeichen dafür
 \, wie wichtig Zusammenhalt und Zusammenarbeit unter den Bedingungen der C
 ovid-19 Pandemie sind: „Gerade für Kulturakteure sind die Beschränkung
 en durch Covid-19 besonders gravierend und führen zu erheblichen Einbuße
 n\, weil Auftritte nach wie vor nicht möglich oder stark eingeschränkt s
 ind. Aber auch für das Kulturpublikum sind Veranstaltungsbesuche nur unte
 r den notwendigen Hygienemaßgaben möglich. Diese erfordern jedoch für d
 en gebotenen Abstand große Räume\, über die kaum Kulturakteure verfüge
 n. Die Solidaritätsaktion „Kultur.Liebe.Hoffnung“ ist ein gelungenes 
 Beispiel für den gemeinsamen Einsatz für die Kultur in Kassel. Es ist sc
 hön\, dass sich die Elisabethkirche in dieser besonderen Situation zusät
 zlich für Kulturschaffende öffnet und ihnen einen zentralen Ort für Auf
 tritte und Veranstaltungen bietet. Allen Beteiligten gilt hierfür herzlic
 her Dank.“ Die Elisabethkirche ist eine der größten Kasseler Kirchen u
 nd mit über 400 Plätzen auch einer der großen Veranstaltungsräume in d
 er Stadt. Trotz der Covid-19 bedingten Hygiene- und Abstandsregeln bietet 
 die Kirche aktuell rund 80 Menschen Platz. „Das große Raumvolumen\, Abs
 tände durch Einzelbestuhlung\, Lüftungsmöglichkeiten mit Seitenhöfen u
 nd ein großer Vorplatz bieten gute Möglichkeiten für die sichere Durchf
 ührung“\, erklärt der Pfarrer der Elisabethkirche\, Peter Bulowski. Mi
 ttwochs und donnerstags steht die Kirche normalerweise abends leer\, da an
  diesen Tagen keine Gottesdienste stattfinden. Gleichzeitig suchen Künstl
 erinnen und Künstler händeringend nach zugänglichen Aufführungsorten u
 nd damit verbunden natürlich auch nach Einnahmemöglichkeiten. „Die Eli
 sabethkirche hat sich in den letzten Jahren als Kulturkirche einen Namen g
 emacht\, deshalb wollen wir als Christinnen und Christen jetzt ein solidar
 isches Zeichen setzen und helfen\, dass wieder mehr Kulturerlebnisse mögl
 ich werden und Kulturschaffende die dafür notwendigen Aufführungsorte un
 d Arbeitsmöglichkeiten finden“\, so Projektleiter Marcus Leitschuh. „
 Aber gute Worte reichen nicht\, deshalb bieten wir Raum und Infrastruktur.
 “ Die Einnahmen und Spenden gehen vollständig an die Kulturschaffenden\
 , die im Rahmen dieses Konzepts in der Elisabethkirche auftreten. Es wird 
 auch Benefizkonzerte für Künstlerinnen und Künstler geben. Die Kircheng
 emeinde unterstützt das Programm auch bei der Öffentlichkeitsarbeit\, et
 wa durch Posts auf der von ihr initiierten Facebookseite „Kultur in Kass
 el“. Die Idee zur Solidaritätsaktion „Kultur.Liebe.Hoffnung“ hatten
  Regionalkantor Thomas Pieper und Marcus Leitschuh gemeinsam mit Renate Ma
 tthei vom Kasseler Kulturforum. „Ich freue mich\, dass aus einer kleinen
  Idee so schnell und motiviert Realität wird. Dass die Kirche sich wirkli
 ch engagiert und für die regionalen Künstlerinnen und Künstler die die 
 Türen öffnet\, das gefällt mir und setzt zudem auch Zeichen"\, so Renat
 e Matthei. Unterstützt wurden Idee und Umsetzung durch Kulturdezernentin 
 Susanne Völker und das Kulturamt der Stadt Kassel. Die Kasseler Sparkasse
  ist der erste Sponsor. Pfarrer Peter Bulowski betonte das Motiv der Solid
 arität als Grundlage für das Engagement seines Bistums: „Die Bibel spr
 icht im Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth davon\, dass 
 die Tugenden Glaube\, Liebe und Hoffnung wichtig seien. Gerne wird bei Hoc
 hzeiten diese Textstelle gewählt\, weil sie die Liebe als das Größte di
 eser drei Dinge bezeichnet. Aus dieser Haltung heraus öffnen wir die Kirc
 he und wollen Hoffnung schenken. Uns motiviert der Glaube. Er darf nicht f
 olgenlos sein in solchen Krisenzeiten.“ Inhaltlich soll die Reihe „Kul
 tur. Liebe. Hoffnung“ auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. 2
 021 dann mit „Glaube. Kultur. Hoffnung“ und schließlich folgt „Glau
 be. Liebe. Kultur“. Jetzt bewerben Für einige Termine haben Kulturamt u
 nd Kirchengemeinde im Vorfeld gezielt Kulturschaffende angesprochen. Für 
 die noch offenen Termine können sich Interessierte formlos mit einer Proj
 ekt-Beschreibung unter kultur.elisabethkirche@t-online.de bewerben. Infos 
 zu den Rahmenbedingungen gibt es auf www.elisabeth-kassel.de. Für die kü
 nstlerische Umsetzung und das notwendige Personal zum Einhalten der Hygien
 evorgaben und Einlasskontrolle sind die auftretenden Künstlerinnen und K
 ünstler selbst verantwortlich. Regionalkantor Thomas Pieper: „Die Elisa
 bethkirche bietet sich für vielfältige kulturelle Nutzung an. Von musika
 lischen Solisten und kammermusikalischen Gruppen\, über Lesungen bis Tanz
 - und Theateraufführungen ist vieles vorstellbar\, solange die Hygienebes
 timmungen für Akteure und Zuschauer beachtet werden.“ Ein kleiner Flüg
 el und die Bosch-Bornefeld-Orgel stehen zur Verfügung. Parkplätze gibt e
 s u.a. in der direkt an der Kirche gelegenen Tiefgarage Friedrichsplatz un
 d den Parkplätzen rund um die „Schöne Aussicht“. Mit dem ÖPNV errei
 cht man die Elisabethkirche am besten über die Haltestelle „Friedrichsp
 latz“. Alle Termine findet man unter www.elisabeth-kassel.de und www.fac
 ebook.de/elisabethkirche Der Universaldilettant Wense wandert so\, wie er 
 forscht\, übersetzt und komponiert: ekstatisch. Deutsche Landschaften sin
 d ihm ebenso heilig wie die Sagen und Mythen der Cherusker\, Maya oder Osm
 anen\, wie Sterne\, Steine und Tiere und all das andere\, was es zu entdec
 ken gilt. Allerdings herrscht Krieg\, sein geliebtes Kassel wurde schon ze
 rbombt\, und in Göttingen muss er neuerdings Sonden für den militärisch
 en Wetterdienst prüfen... Angelehnt an die historische Person Hans Jürge
 n von der Wense erzählt Christian Schulteisz von einem allwissenden Tauge
 nichts\, der plötzlich taugen soll. Schultheisz hat einen tragisch-komisc
 hen Roman über Poesie und Irrsinn einer staunenden\, zweckfreien Sicht au
 f die Welt geschrieben. Aber wer war dieser Hans Jürgen von der Wense? In
  Kassel lebte er von 1932 bis 1940\, danach\, bis zu seinem Tod 1966\, in 
 Göttingen. Er wanderte tausende Kilometer durch die deutschen Mittelgebir
 ge\, forschte unermüdlich im Stillen. Schuf ein gigantisches Werk\, das e
 r in Mappen und Schubern ablegte. Zu Lebzeiten veröffentlichte er gerade 
 einmal rund 50 Seiten. Der umfangreiche Nachlass wird in der Universitäts
 bibliothek Kassel aufbewahrt und umfasst rund 30.000 Manuskript- und Exzer
 ptseiten\, einige tausend Fotos\, Messtischblätter\, hunderte Briefe\, ei
 ne größere Zahl von Kompositionen sowie zahlreiche Tage-\, Collagen- und
  Wetterbücher. Das Literaturhaus Nordhessen hat Wense seit 2008 bereits m
 it fünf Tagungen zu Leben\, Werk und Wirkung gewürdigt. Christian Schult
 eisz\, geboren 1985 in Gelnhausen\, lebt in Stuttgart. „Wense“ ist sei
 n erster Roman. Seine Erzählung „Hunger auf Schienen“ war 2017 für d
 en Literaturpreis Open Mike nominiert. Er veröffentlichte kurze Hörspiel
 e bei verschiedenen Sendern und schrieb dramatische Texte\, die u.a. für 
 den Leipziger Hörspielsommer und beim Kölner Auftakt- Festival inszenier
 t wurden. „Christian Schulteisz ist ein eindringlich schreibender Zeitge
 nosse.“ (Arnold Stadler). Daniele Dell’Agli ist Wense-Experte. Er wurd
 e 1954 in Rom geboren\, kam 1966 nach Deutschland\, studierte Komparatisti
 k\, Philosophie und Religionswissenschaft in Berlin. Er ist freier Schrift
 steller und Übersetzer in Kassel. Neben Lyrik\, veröffentlicht er zahlre
 iche zeitdiagnostische Essays und Feuilletons zu Fragen u.a. der Mentalit
 ätskritik\, Filmästhetik\, Musikphilosophie und zu aktuellen gesellschaf
 tspolitischen Fragen. Eine Veranstaltung im Rahmen von Leseland Hessen\, f
 reundlich gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kuns
 t.
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