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SUMMARY:Ww-Terminator: ABGESAGT: Vater - Tragikomödie von Florian Zeller -
  Mit Ernst Wilhelm Lenik\, Irene Christ\, Juliane Köster\, Benjamin Kerne
 n\, Maja Müller u. a. - Beverungen
LOCATION:Stadthalle Beverungen\, \, Beverungen
DESCRIPTION:Nahezu jede/r ist wohl im Verwandten- oder Bekanntenkreis von D
 emenz betroffen\; und eigentlich ist es schwer vorstellbar\, mit einem der
 artigen Thema auch noch im Theater konfrontiert zu werden. Der Autor Flori
 an Zeller hat jedoch das Stück als Tragikomödie mit einer ungewöhnliche
 n Sichtweise inszeniert: Die normale Sichtweise ist die\, dass ein Demente
 r sich darüber beklagt\, dass z.B. das Zimmer umgeräumt wurde\, was mitn
 ichten der Fall ist und daher zu abwinkenden Reaktionen führt. Auf der B
 ühne jedoch ist das Zimmer dann tatsächlich umgeräumt\, und so wird die
  Sichtweise des Dementen in den Mittelpunkt gestellt. Solche Momente zeige
 n gleichzeitig das Tragische wie das Komödiantische des Stücks auf. Der 
 80jährige André merkt\, dass sich etwas verändert. Noch lebt er allein 
 in seiner Pariser Wohnung und versucht\, vor Anne\, seiner älteren Tochte
 r\, den Eindruck aufrecht zu erhalten\, alles sei in Ordnung. Dabei ist ga
 nz offensichtlich\, dass er allein nicht mehr zurechtkommen kann. Also org
 anisiert sie für ihn Pflegehilfen\, mit denen er sich aber ständig zerst
 reitet. Ein alter Mann\, für den sich der Alltag mehr und mehr in ein ver
 wirrendes Labyrinth verwandelt\, auf der Spurensuche nach sich selbst. Wei
 l seine Wahrnehmung sich immer mehr verschiebt\, gerät er in eine Welt\, 
 in der seine Biografie nicht mehr gilt\, weil die Welt\, in der sie entsta
 nden ist\, am Verlöschen ist... Durch die Verschiebung der Sichtweise des
  französischen Erfolgsautors Zeller wird der Zuschauer emotional an die H
 auptperson gebunden\, erlebt mit ihr dieselben Momente des Glücks\, teilt
  mit ihr die Momente des Ausgeliefertseins\, erfährt mit ihr die unbegrei
 fbare Veränderung von Personen und Dingen und kann wie sie immer weniger 
 unterscheiden: Was ist Realität\, was Wahn oder Wunschvorstellung\, was H
 alluzination oder fixe Idee. Nicht die Krankheit steht im Mittelpunkt\, so
 ndern Andrés Versuch\, dem ihn beunruhigenden Prozess der Verwirrung zu e
 ntkommen\; und so verstummt das Gelächter über Andrés Eigensinn und Wut
 ausbrüche sofort\, wenn man begreift: Dieser Mensch kämpft um seine Selb
 stachtung. Er ist nur deshalb diese unberechenbare\, aggressive Nervensäg
 e\, weil er versucht\, seine Angst vor der fortschreitenden Hilflosigkeit 
 zu verbergen. Die tragikomische Gratwanderung endet erst mit dem Schlussbi
 ld\, dessen nachhaltig beklemmender Wirkung man sich nicht entziehen kann.
  Kostenfreier Einführungsvortrag im Saal Bever um 19:15 Uhr Infos und Kar
 ten sind im Kulturbüro Beverungen erhältlich: Tel. 0 52 73 - 392 223
URL:https://www.wildwechsel.de/wildwechsel-terminator/event/vater-stadthall
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