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SUMMARY:Ww-Terminator: Toba Khedoori Ausstellung - Toba Khedoori - Kassel
LOCATION:Fridericianum\, \, Kassel
DESCRIPTION:9. Oktober 2021 – 20. Februar 2022 Seit mehr als fünfundzwan
 zig Jahren arbeitet Toba Khedoori an einem Werk\, das zu den herausragende
 n\, zugleich aber auch ungewöhnlichen Beiträgen zur Gegenwartskunst gez
 ählt werden kann. Ihre Arbeiten\, die das Resultat eines langen\, konzent
 rierten Fertigungsprozesses sind\, können an der Grenze zwischen Zeichnun
 g und Malerei verortet werden\, wobei sich mit ihnen auch stark haptische 
 Eigenschaften verbinden. Als Grundlage ihrer Hervorbringungen fungieren in
  der Regel mit Wachs bearbeitete Papierbahnen\, die derart nebeneinander a
 rrangiert sind\, dass sie zusammenhängende Bildträger von monumentalem F
 ormat ergeben. Auf ihren Oberflächen verfertigt Khedoori unter Einsatz vo
 n Grafit und Ölfarbe Zeichnungen\, die durch eine ausgesprochen präzise 
 Ausführung und\, damit einhergehend\, einen großen Detailreichtum bestec
 hen. Sie zeigen unter anderem Gebäude\, Fenster\, Kinosessel\, Kamine\, G
 eäste\, Gräser\, Wolken oder Horizontlinien. Der Mensch ist allenfalls d
 urch die Spuren seines Wirkens präsent und nie unmittelbarer Gegenstand e
 ines Bildes. Vielen Formulierungen ist zudem gemein\, dass die dargestellt
 en Motive von ihrem ursprünglichen Kontext losgelöst sind und einen weit
 en\, leeren Bildraum besetzen. Ort und Zeit erfahren somit eine gewisse Ne
 gation. Dieser Umstand trägt dazu bei\, dass sich mit einem Teil der Werk
 e unterschiedlich intensive Momente der Abstraktion verbinden\, durch die 
 sich in Khedooris Schaffen eine zusätzliche Dimension eröffnet. Seit 200
 8 produziert die Künstlerin ebenfalls Malereien auf Leinwänden\, die im 
 Verhältnis zu den beschriebenen Papierarbeiten deutlich kleiner angelegt 
 sind. In ihnen ist die Auseinandersetzung mit den im Spannungsverhältnis 
 zwischen Mensch und Natur anzusiedelnden Themen weiter fortgesetzt. Dabei 
 ist das Wechselspiel zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion potenzie
 rt. Manche Arbeiten entziehen sich einer klaren Lesbarkeit\, sodass die Wi
 rkung von Linien\, Strukturen und Farben in den Vordergrund rückt. Unabh
 ängig von ihrem Abstraktionsgrad geht von den Gemälden eine ungewöhnlic
 he\, stille und bemerkenswerte Kraft aus\, die repräsentativ für das ges
 amte Schaffen von Khedoori ist. Sie beflügelt Fragen zu den grundlegenden
  Parametern des Lebens und begründet dadurch die philosophische Ebene ihr
 es Werkes. Aufgrund der besonderen Qualität des Schaffens waren die Arbei
 ten der 1964 in Sydney geborenen und heute in Los Angeles lebenden Künstl
 erin schon früh Bestandteil des internationalen Diskurses\, wodurch sie i
 m institutionellen Kontext eine starke Verankerung hat. So wurde ihr Werk 
 1997 und 1998 in Einzelausstellungen im Museum of Contemporary Art in Los 
 Angeles\, im Walker Art Center in Minneapolis sowie im Hirshhorn Museum an
 d Sculpture Garden in Washington D.C. gezeigt. An diese Präsentationen sc
 hlossen sich 2001 umfassende Würdigungen ihrer Praxis im Museum für Gege
 nwartskunst in Basel sowie in der Whitechapel Gallery in London an. Außer
 dem wurden ihre Zeichnungen und Malereien im Rahmen von Gruppenausstellung
 en wie 2004 der Bienal Internacional de Arte de São Paulo\, 2006 der Live
 rpool Biennal of Contemporary Art oder 2009 der Biennale di Venezia vorges
 tellt. Weitere Höhepunkte ihrer Ausstellungstätigkeit markierten 2016 di
 e Retrospektiven im Los Angeles County Museum of Art sowie im Pérez Art M
 useum Miami. In Deutschland steht eine eingehende Auseinandersetzung mit K
 hedooris Œuvre bislang aus. Vom 9. Oktober 2021 bis zum 20. Februar 2022 
 wird das Fridericianum ihr daher eine umfassende Einzelausstellung widmen\
 , wobei das ambitionierte Projekt ebenfalls die erste große Einzelausstel
 lung in Europa seit mehr als zwanzig Jahren repräsentiert. Dabei werden a
 nhand von ausgewählten\, zwischen 1994 und 2021 entstandenen Werken die V
 ielfalt des zeichnerischen und malerischen Schaffens sowie dessen Entwickl
 ung innerhalb der letzten drei Dekaden eine Darstellung erfahren. Die Kass
 eler Ausstellung wird großzügig von der Hessischen Kulturstiftung geför
 dert: „Mit der ersten Einzelausstellung der Künstlerin Toba Khedoori in
  Deutschland belegt das Fridericianum in Kassel wieder einmal eindrucksvol
 l\, dass es zu den führenden Ausstellungshäusern der Bundesrepublik geh
 ört. Die australische Künstlerin mit iranischen Wurzeln entwickelt in ih
 ren beeindruckenden\, mit altmeisterlicher Präzision gemalten Werken eine
  Philosophie des Alltäglichen. Toba Khedoori fragt mit ihrer Kunst nach d
 en philosophischen Grundlagen\, den individuellen und ästhetischen Voraus
 setzungen unserer Wahrnehmung und vor allem danach\, wie wir uns in dieser
  Welt verorten.“ Eva Claudia Scholtz\, Geschäftsführerin der Hessische
 n Kulturstiftung
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