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SUMMARY:Wildwechsel presents: Billy Cobham Quintet - Kassel
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DESCRIPTION:Billy Cobham feierte im Mai 2024 seinen 80. Geburtstag – an einen Rückzug von der Bühne denkt der Ausnahme-Schlagzeuger jedoch keineswegs.

Geboren am 16. Mai 1944 in Panama und aufgewachsen in Brooklyn, New York, sammelte Billy Cobham bereits früh Bühnenerfahrung: Schon im Alter von acht Jahren absolvierte er seinen ersten bezahlten Auftritt als Mitglied des Trommel- und Signalhornkorps St. Catherine’s Queensmen in St. Albans, Queens. Seine musikalische Ausbildung vertiefte er an der renommierten Fiorella H. LaGuardia High School of Music & Art and the Performing Arts, wo er sich intensiv mit Musiktheorie und Schlagzeugtechnik beschäftigte.

### Vom Militär zur Jazz-Elite

Zwischen 1965 und 1968 war Cobham als Schlagzeuger in der US Army Band aktiv. Im Anschluss etablierte er sich schnell in der Jazzszene und arbeitete unter anderem mit Horace Silver, Stanley Turrentine und Shirley Scott. Auch mit George Benson entstanden Aufnahmen.

1969 gehörte Cobham zu den Gründungsmitgliedern der Jazz-Rock-Formation Dreams, gemeinsam mit Musikern wie Randy Brecker und Michael Brecker. Bereits ein Jahr später schloss er sich der Fusion-Band von Miles Davis an und wirkte an prägenden Produktionen wie „Live-Evil“, „A Tribute to Jack Johnson“ sowie den Sessions zu „Bitches Brew“ mit. In diesem Kontext entstand auch die Zusammenarbeit mit Gitarrist John McLaughlin.

### Mahavishnu Orchestra und Solo-Durchbruch

1971 gründete Cobham gemeinsam mit McLaughlin, Jan Hammer, Jerry Goodman und Rick Laird das einflussreiche Mahavishnu Orchestra. Die Band veröffentlichte drei hochgelobte Alben, darunter „The Inner Mounting Flame“ (1971) und „Birds of Fire“ (1973).

Mit seinem Solo-Debüt „Spectrum“ gelang Cobham 1973 ein Meilenstein des Jazz-Fusion. Das Album, aufgenommen in den Electric Lady Studios in New York, gilt bis heute als stilprägend für das Genre. Unterstützt wurde er dabei unter anderem von Tommy Bolin und erneut Jan Hammer. Im selben Jahr ging Cobham mit McLaughlin und Carlos Santana auf Tournee.

Nach der Auflösung der ursprünglichen Mahavishnu-Besetzung im Jahr 1974 setzte Cobham seine kreative Arbeit konsequent fort und veröffentlichte eine Reihe innovativer Alben wie „Crosswind“, „Shabaz“ und „Total Eclipse“.

### Vielseitige Projekte und internationale Zusammenarbeit

In den folgenden Jahrzehnten arbeitete Cobham mit zahlreichen Größen der Szene, darunter George Duke, John Scofield, Tony Williams und Jack Bruce. Seine Diskografie umfasst Aufnahmen für Labels wie Atlantic, CBS, Elektra und GRP.

Ein besonderes soziales Engagement zeigte er 1992, als er im Auftrag von UNICEF ein mehrjähriges Musikprojekt mit autistischen Kindern und Straßenkindern im brasilianischen Santos realisierte.

Mit der Veröffentlichung der Retrospektive „Rudiments: The Billy Cobham Anthology“ im Jahr 2001 sowie der Reihe „Drum n Voice“ setzte er weitere Akzente. Bis Mitte der 2000er-Jahre hatte Cobham bereits mehr als 30 eigene Alben veröffentlicht und pflegte unter anderem eine enge Zusammenarbeit mit der kubanischen Formation Asere.

### Späte Werke und musikalisches Vermächtnis

Mit „Fruit from the Loom“ (2007) und „Palindrome“ (2010) widmete sich Cobham intensiv seinen musikalischen Wurzeln. Parallel dazu begann er 2011, sein Wissen über eine eigene Online-Drumschule weiterzugeben.

Das 40-jährige Jubiläum seines Albums „Spectrum“ feierte er 2013 mit einer internationalen Tour. Im selben Jahr erschien zudem ein bislang unveröffentlichtes Live-Doppelalbum, aufgenommen 1997 auf den Bahamas.

2014 folgte mit „Tales from the Skeleton Coast“ ein sehr persönliches Werk, das Eindrücke aus Reisen durch das heutige Namibia verarbeitet und zugleich eine Hommage an seine Eltern darstellt.

### Aktuelle Besetzung

Billy Cobham – Schlagzeug
Gary Husband – Keyboards
Rocco Zifarelli – Gitarre
Victor Cisternas – Bass
Bjorn Arko – Saxofon
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