Archive | Juni, 2000

Die großen Musicals mit festen Spielorten

am 16 Juni 2000 by Dr. Lothar Jahn

Buddy Holly (Hamburg)
Das kurze Leben des Rock‘n’Roll-Stars.

Cabaret (Düsseldorf)
Die Geschichte um einen Berliner Nachtclub vor der Machtübernahme durch die Nazis.

Cats (Hamburg)
Das Erfolgs-Musical schlechthin: Lloyd-Webbers sentimentaler Blick auf’s Katzenleben.

Der Glöckner von Notre Dames (Berlin)
Walt Disneys Adaption des Quasimodo-Epos: Krüppel liebt Schönheit und wächst über sich selbst hinaus.

Die Schöne und das Biest (Düsseldorf)
Disneys Rührstück – bekannt vom Film – jetzt als aufwendige Musical-Produktion.

Jekyll & Hyde (Bremen)
Der Roman von Stevenson um die Faszination des Bösen – in einer überwältigenden Inszenierung. Preisgekrönt!

Ludwig II (Neuschwanstein)
Der deutsche Märchenkönig, der am Leben scheiterte. Nun im Musical!

Phantom der Oper (Hamburg)
Lloyd-Webbers rührselige Liebesgeschichte zwischen dem Ungeheuer und der Operndiva.

Saturday Night Fever (Köln)
Der legendäre Kultfilm der Disco-Ära als Musical – mit der Musik der BEE GEES..

Starlight Express (Bochum)
Andrew Lloyd Webbers Eisenbahnwettstreit auf Rollschuhen – Action und Schmalz!

Tabaluga & Lilli (Oberhausen)
Märchenhafter Bilderbogen nach Peter Maffay.

Tanz der Vampire (Stuttgart)
Polanskis Horror-Parodie jetzt auf der Bühne.

Cats 03

Musical

am 16 Juni 2000 by Wildwechsel

Musical

Cats

Der Begriff »Musical« ist eine Kurzform der zunächst üblichen Genrebezeichnungen »musical play«, »musical drama« und »musical comedy«: George Gershwin (»Lady Be Good«, 1927), Jerome Kern (»Show Boat«, 1927) und Richard Rogers (»Oklahoma«, 1943) sind die Pioniere der Gattung.

Das Musical ist die amerikanische Antwort auf Oper und Operette: Mit der Oper hat man die aufwendige Ausstattung gemeinsam, oft auch die ernste Thematik, mit der Operette die unterhaltsame Form. Aber es flossen auch amerikanische Traditionen wie die Burlesques, die Minstrel Shows und die Vaudeville-Revues ins Genre mit ein.

Der Bezug auf den Jazz und die große Rolle des Tanzes machten den deutlichsten Unterschied zur europäischen Kunstmusik aus: Körperorientierte Ausdrucksformen der schwarzen Kultur fanden ihren Niederschlag. Weil Musik, Handlung, Text und Show im Musical eine Einheit bilden, werden an die Akteure, die gleichzeitig Schauspieler, Sänger und Tänzer sein müssen, große Ansprüche gestellt.

Heimat des Musicals ist die New Yorker Theatermeile Broadway. Nirgendwo sonst wird Theater mit soviel Professionalität betrieben und der Anspruch an Qualität und Kommerzialität ist so hoch. In der Regel ist die Produktion eines Musicals sehr teuer – deshalb wird nichts dem Zufall überlassen. Meist erhalten Investoren und Produzenten zunächst nur ein Storybook, Autor und Komponist erarbeiten dann in dauernder Auseinandersetzung mit Theatermachern und Geldgebern die endgültige Form.

Der Konkurrenzdruck ist knallhart: In sogenannten »Auditions« werden unter vielen Bewerbern in gnadenloser Auswahl die besten herausgesiebt – das Musical »A Chorus Line« machte das zum Thema. In sogenannten »Tryouts« werden dann vor einem Publikum irgendwo auf dem Lande die Stücke auf Wirkung getestet – gefeilt wird bis zur offiziellen Uraufführung, nichts bleibt dem Zufall überlassen. Trotz dieser Praxis, die an Hollywood erinnert, gibt es immer wieder Überraschungserfolge: Das spätere Erfolgsmusical »Godspell« entstand in den Hinterhöfen des Off-Broadway, die »Rocky Horror Show« – später zum Kultfilm avanciert – wurde von einer freien Gruppe in einem alten Londoner Kino entwickelt.

Spielszene aus einer Tipp-Kick Spielbegegnung (c) Thomas Ruchti, Wikipedia Creative Commons

Tipp-Kick: DER Ball ist nicht rund!

am 01 Juni 2000 by Wildwechsel

Tipp-Kick: DER Ball ist nicht rund!

Spielszene aus einer Tipp-Kick Spielbegegnung (c) Thomas Ruchti, Wikipedia Creative Commons

Zwei Spieler, zwei Torwarte, zwei Tore, ein zwölfeckigen Ball und ein Spielfeld – mehr braucht es nicht. Immer im Mittelpunkt zwei 7,3 cm hohe Zinnmännchen: drückt man auf deren Kopf einen Knopf, bewegt sich das rechte Bein und kickt den Ball dort hin, wo er hin soll – bestenfalls ins Tor. Darum heißt das Spiel “Tipp-Kick”! weiter lesen

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