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Globalisierung der Live-Musik.

MaNo Musikfestival in Marburg

Wie ein übergroßer Schüleraustausch erscheint das Marburger MaNo-Festival, bei dem vom 5. bis zum 7. März zum vierzehnten Mal insgesamt 60 lokale Bands und sechs ausländische Acts aus den Partnerstädten Northampton (GB) und Poitiers (F) die verschlafene Uni-Stadt wachrütteln. Das Besondere an der Veranstaltung ist die Tatsache, dass diese auf 13 in der Stadt verteilte Clubs und Kneipen ausgeweitet wird.


Wie auch bei den vergangenen Auflagen zeichnet sich das Festival auch dieses Jahr wieder durch das besondere Flair aus, mit möglichst vielen (auch internationalen) Bands aus den unterschiedlichsten Genres ein buntes Rahmenprogramm zu schaffen. Das Ganze wird mit einem lobenswerten Non-Profit-Anspruch durchgeführt. Verwendet wird der Erlös lediglich für die Finanzierung von Gegenbesuchen der Marburger Bands in den jeweiligen Partnerstädten. Von experimenteller Weltmusik bis hin zu brutalem Death Metal dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein, sodass jeder die Gelegenheit hat sich sein individuelles Programm zusammenzustellen.
Die britische Funk/Soul-Combo Cousin Avi nutzt dieses Festival als Plattform, um ihr im Januar erschienenes Debüt-Album zu promoten. Die 4 Engländer sehen aus wie Pete Doherty's Brüder, nur dass diese weniger durch Drogenkonsum von sich hören lassen als vielmehr durch die poppigen Klänge.


Auch wieder mit von der Partie sind die Marburger Urgesteine von The Dogs, die mittlerweile bereits zum Festivalinventar gehören dürften. “Maximum Rock N'Roll“ ist ihr Motto und demnach geht's auch am MaNo rau, rotzig und verzerrt straight nach vorne. Aus Frankreich kommt die Band mit dem mit Sicherheit kuriosesten Namen: Pitchoutchoulex. Ebenso ungewöhnlich wie der Name ist ihre Musik, bei der sie sich experimentellem Prog-Rock und diversen anderen genreübergreifenden Elementen bedienen. Laut wird's bei den jungen lokalen Metal-Bands Notes From Maelis und Jigsore, die schon öfter in der Region auf sich aufmerksam machen konnten. Weitere Hoffnungsträger haben so klangvolle Namen wie The Predecimals, Sunday Morning Tee Party oder Saitenwerk. Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass es diesem ganz besonderen “Schüleraustausch“ weit mehr als um nur Musik und der Chance aus dem Proberaum auf die Bühne zu kommen geht, nämlich auch um den interkulturellen Diskurs. Weitere Infos sowie das komplette Programm ist der unten angegebenen Website zu entnehmen.


» MaNo Festival, Do 5 März , MaNo Festival, Fr 6 März und MaNo Festival, Sa 7 März, Marburg
» [ www.mano-festival.de ]

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