„Wir nehmen ihre Gesundheit in unsere Hand!“ – Mit diesem Slogan wirbt die Kasseler MEG AG. Doch in den vergangenen Wochen geriet das Großunternehmen um Vorstandsvorsitzenden und Selfmade-Millionär Mehmet E. Göker negativ in die Schlagzeilen: „Porsche, Parties, Provisionen...“ (Extra Tip, 12.8.), „Stress mit dem Ex“ (Extra Tip 11.8.) und „Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Nötigung bei MEG“ (HNA 12.8.) war da zu lesen.
E hemalige Mitarbeiter Gökers haben Strafanzeige bei der Kasseler Staatsanwaltschaft erstattet, die nun klären muss, ob Göker sich der Nötigung bezichtigen muss. Der junge Versicherungsmakler, der ca. 400 Mitarbeiter beschäftigt, sieht die Anschuldigungen bezüglich seines angeblichen Vorenthaltens von Arbeitsentgelten anders: „Nicht ehemalige Mitarbeiter bekommen in diesem Fall von mir Geld, sondern ich von ehemaligen Mitarbeitern“, äußerte Göker gegenüber dem Extra Tip (11.8.). Dabei gehe es um bezahlte Provisionen an seine Mitarbeiter. „Anders als in der Branche üblich, zahle MEG Provisionen nicht bei Versicherungsbeginn, sondern sofort nach Abschluss der Versicherung an den Mitarbeiter aus. Göker verspricht sich davon einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitbewerbern um die besten Vertriebsmitarbeiter“, so die HNA in ihrer Ausgabe vom 12.8.. „Wenn Versicherungsverträge platzen, müssen die Provisionen zurückgezahlt werden“, so Göker. Das gelte auch für Mitarbeiter, die zwischenzeitlich das Unternehmen verlassen haben, doch „dafür hat der Vermittler eine Stornoreserve anzulegen“, ergänzte Göker. (Extra Tip 11.8.).
Wie der Chef der MEG gegenüber der Lokalpresse bekannt gab, wolle sich das Unternehmen außergerichtlich mit den ehemaligen Mitarbeitern einigen. Dazu sagte Oberstaatsanwalt Hans-Manfred Jung gegenüber Ww: “Wie Herr Göker über die Presse bekannt gab, habe er sich mit den beiden geeinigt. Da uns diesbezüglich noch nichts bestätigt wurde, gehen wir der Angelegenheit weiterhin nach.“ Leider war Herr Göker nicht bereit sich gegenüber uns zu dem Thema zu äußern und ließ uns durch seinen Marketing-Leiter, Frank Marth, mitteilen, dass seine Entscheidung auf die derzeitige Berichterstattung in der Lokalpresse zurückzuführen sei. „Wir müssen jetzt einen Gang zurückschalten“, so Marth. Weiterhin bestätigte Göker gegenüber dem Extra Tip, dass er ein Inkasso-Unternehmen beauftragt habe, das sich um die ausstehenden Beträge kümmere.
Auf die Schlagzeile vom Extra Tip „Porsche, Parties, Provisionen...“ reagierte die MEG selbstironisch nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ und schaltete in der nächsten Ausgabe des Extra Tips eine halbseitige Anzeige, ebenfalls mit der Schlagzeile „Porsche, Parties, Provisionen...“, jedoch mit dem Zusatz: „...kann bei uns jeder haben. Neue Berater gesucht!“ Hat was!
Weniger spaßig hingegen ging es auf der Homepage von Marcel Bartels [ www.mein-parteibuch.de ] zu. Nachdem der SPDler einen Werbeanruf von der MEG erhielt, verfasste und veröffentlichte er einen Blog-Eintrag, der so endete: „Angesichts der rechtswidrigen Marketingstrategie halte ich Zweifel an Angeboten der Firma MEG AG aus Kassel für dringend angebracht.“ Mittlerweile sind die Einträge von der Parteibuch-Seite verschwunden. Sie wurden jedoch auch auf
[ www.boocompany.com/index.cfm/content/story/id/14262/ ] veröffentlicht. Auf dieser Seite ist auch der folgende Schlagabtausch zu lesen, der, wie die Betreiber der Website schreiben, angeblich zwischen einer Person, die von einer IP-Adresse der MEG AG schrieb, und einem weiterer Blogger namens „Weißes Schaf“ stattfand. Auf den von Marcels Barthels verfassten Artikel schrieb Mr.XY von der angeblichen MEG-IP-Adresse: „ja ja ja? schon wieder mal so ein beschissener Neider?“
Daraufhin schaltete sich „Weißes Schaf“ ein und kritisierte die Arbeitsweisen der MEG scha(r)f. Mr.XY konterte: „wieso weist so so gut über die meg ag bescheid (20 adressen pro monat, autos, sponsoring etc)? also entweder du wurdest bei der meg ag gefeuert, oder du bist einfach nur ein kleiner scheiss neidischer penner. [...]!“
Bei einem Telefonat mit Marcel Barthels wollte der Parteibuch-Blogger dazu keine Stellung (mehr) nehmen: „Ich möchte mich dazu nicht mehr äußern. Nur so viel: Ich halte die Meinungs- und Pressefreiheit in Deutschland für eine Illusion. Jetzt kann sich jeder selbst denken, warum ich zu dem Thema nichts mehr sage.“ Was nun stimmt, ob Neider Göker den komenthaften Erfolg neiden und ihn deshalb ungerechtfertigt mit Dreck beschmeissen, oder die bisherigen Vorwürfe „nur die Spitze des Eisbergs“ sind, wird die Zukunft zeigen! (cm)
» [ www.meg24.de ]
» [ www.boocompany.com/index.cfm/content/story/id/14262/ ]
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Andere Berichte die Sie auch interessieren könnten: