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Von den Katakomben zur Weinkirche – Großes Opening im A.R.M.

am 13 Dezember 2013 von Philipp Hofmann

Von den Katakomben zur Weinkirche – Großes Opening im A.R.M.
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Von den Katakomben zur Weinkirche – Großes Opening im A.R.M.

Dapayk & Padberg beim Wildwechseln

Vor einigen Jahren war vielen, vorwiegend aus der elektronischen Musikszene in Kassel, das Kellergewölbe unter dem Club A.R.M. als die „Katakomben“ bekannt. Die leicht versteckten Räumlichkeiten unter dem eigentlichen Club versprühten damals schon einen ganz eigenen Charme und verdoppelten locker die bis dahin vorhandene Nutzfläche des Clubs. Als Verbindungsraum zwischen dem A.R.M. konnte man so durch die Katakomben in die damalige Galerie Loyal gelangen, ohne dabei den Hof zu überqueren.

Nachdem der alte Weinkeller viele Jahre aus Sicherheitsgründen nicht mehr genutzt werden durfte und A.R.M. Betreiber Ralph Raabe nach vielem hin und her und mehreren Anläufen im Rahmen einer Zwangsversteigerung das Areal in der Werner-Hilpert-Straße kaufen konnte, war er auch bereit Geld in die nun ihm gehörenden, unterirdischen Räumlichkeiten zu investieren.

2 Jahre Schweiß und harter Arbeit

Nach knapp 2 Jahren Schweiß und harter Arbeit mit vielen Fachfirmen, aber auch in viel Eigenleistung, ohne die nach Raabes Aussage das Projekt so nicht zu finanzieren und stemmen gewesen sei, stand am 06. Dezember 2013 das von vielen lang ersehnte Re-Opening der ehemaligen Katakomben unter dem neuen Namen „Weinkirche“ auf dem Programm. Aber nicht nur die Weinkirche, sowie die dazugehörigen Räumlichkeiten des „Unterarm„ werden für viele neu gewesen sein, denn generelle präsentiert sich das A.R.M. gesamthaft in einem neuen, szenigen und ansprechenden Style. War der Club früher beispielsweise nicht wirklich berühmt für seine sanitären Anlagen, so sind die frisch renovierten, bzw. völlig neu installierten Toiletten fast schon sowas wie einen kommunikativen Mittelpunkt der Location und bilden die Dreh- und Angelpunkte zwischen den aktuell fünf verschiedenen (und je nach Event unterschiedlich genutzten) Räumlichkeiten, die das A.R.M. inzwischen bietet und wo mit der „Wiese“ am 26.12.13 noch ein weiterer Raum mit Bar hinzukommt.

Gefeiert wurde das große Opening der Weinkirche 2 Tage lang mit national und international bekannten Acts der elektronischen Musikszene und am Samstag als Clubnight von YouFM. Technasia, Der Dritte Raum, Dapayk & Padberg sind nur einige der Namen, die natürlich auch mit den Local Heroes und Residents des Clubs, wie Basti Fabel, Schmeisser, Zoka, Julian Theis, The Feelings und vielen vielen mehr, die neu erstrahlenden Räumlichkeiten gebührend feierten.

Das alles so neu erstrahlte, dazu trug auch die neue Lichtanlage mit den fest im Boden installierten LED-Lights ihren Teil bei. Ergänzt durch mehrere Beleuchtungselemente an der Decke des Gewölbekellers, büßt die Location nichts von ihrem alten Charme ein. Im Gegensatz zu früher ist es dort nun nicht mehr kühl, feucht und man hat auch nicht etwa den Dreck des alten Lehmbodens an den Schuhen, sondern man kann sich auch guten Gewissens an das frisch abgestrahlte Backsteingewölbe lehnen, welches Raabe in seiner Grundsubstanz bewusst völlig erhalten hat.


Wie findet ihr die "Weinkirche"?

Ergebnis

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Viele wollten die ersten sein, die die neuen Räumlichkeiten einfeierten und so bildete sich an beiden Abenden bereits früh eine Schlange, die bis zum Hotel Reiss reichte. Einmal drin im Club, riss einen die Atmosphäre schnell mit, die Stimmung kochte und brachte viele schweißnasse, glückliche Gesichter zu Tage. Einzige Wehmutstropfen am Freitagabend des Openings waren für einige Gäste der etwas hohe Eintrittspreis, sowie das Handling an der Garderobe, was sich aber direkt am Samstagabend wieder positiv verbesserte und für die Flexibilität des Clubs und seiner Macher spricht.

Aber auch einem alteingesessenen Club wie dem A.R.M. sollte man eine leichte Nervosität beim Start in eine neue Ära verzeihen und so kann sich Nordhessen absolut über eine außergewöhnlich interessante Location freuen, die natürlich nicht nur der Techno-Szene offen stehen wird und auch neben dem Club-Betrieb Platz für Firmen- und Privatfeiern, sowie Tagungen bietet.

» [ Die Weinkirche im Web ]

» [ Videobeweis: Ww-Chef schnorrte sich in die Kirche ]

» Text & Fotos Philipp Hofmann


» So hast den Wildwechsel vielleicht noch nie gelesen!

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Philipp HofmannPhilipp Hofmann

Philipp Hofmann ist in der Kasseler Technoszene einer der Köpfe hinter dem Projekt Club e-lectribe und war von 2002 bis 2008 regelmäßig für den Wildwechsel als freier Redakteur und Fotoscout aktiv. Auch heute schreibt er noch gelegentlich für den Ww.

  • Website: http://www.e-lectribe.de

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