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Presserat rügt Titanic wegen Papst-Titelbild!

am 28 September 2012 von Wildwechsel

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Presserat rügt Titanic wegen Papst-Titelbild! Der Papst fühlt sich von den Titelbildern der »Titanic« gedemütigt , auf dem seine Soutane mit einem gelben Urinfleck verunziert wurde, und in seiner Ehre verletzt. Selbst der Deutsche Presserat rügt jetzt das Satire-Magazin laut dapd: „Die Darstellung von Papst Benedikt XVI als inkontinent und mit Fäkalien beschmiert sei entwürdigend und ehrverletzend.“ Die Reaktion der Satire-Zeitschrift, so die Nachrichtenagentur weiter, sei „vollkommen überrascht“ gewesen. (Quelle: http://www.nh24.de/index.php/panorama/22-allgemein/60145-titelbild-der-rtitanicl-verletzt-papst-rin-seiner-ehre)

Auch in der Pressewelt gibt es einen „Schutz der Ehre“, wie ihn Ziffer 9 des Pressekodex vorgibt. Dort heißt es „Es widerspricht journalistischer Ethik, mit unangemessenen Darstellungen in Wort und Bild Menschen in ihrer Ehre zu verletzen.“ (Quelle: http://www.presserat.info/inhalt/der-pressekodex/pressekodex.html). Mit Bezugnahme auf diesen Kodex sprach der Presserat eine öffentliche Rüge aus.

In der Begründung hieß es, Satire habe die Freiheit, Kritik an gesellschaftlichen Vorgängen dazustellen. Weiter hieß es, dass Joseph Ratzinger als Person der Demütigung preisgegeben worden sei. Die Titanic reagierte jedoch gelassen auf die Rüge und will sie auch nicht abdrucken. „Gegen uns hat aber nicht Joseph Ratzinger geklagt, sondern Papst Benedikt.“ Deswegen hielte man den Presserat für dümmer, als der Papst erlaubt. Man erkenne den Presserat nicht an. (Quelle: nh24/ dapd).

In einer Erklärung schreibt das Titanic-Magazin wörtlich: „Der Presserat kann offenbar Papst Benedikt nicht an seiner Dienstkleidung erkennen.“ Weiter zitiert das Magazin seinen Chefredakteur Leo Fischer, dass zusätzlich zu Dienstkleidung und berufstypischer Handbewegung nicht Joseph Ratzinger, sondern ausdrücklich als Papst gegen das Magazin geklagt habe. Für die Oktoberaussgabe kündigt das Magazin „in presseratsfreundlicher Form“ einen Widerspruch der Anwältin an.


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