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Tesla: Der Spagat zwischen Öko-Kiste und Rennwagen geglückt?

am 27 Dezember 2007 von Wildwechsel

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Tesla: Der Spagat zwischen Öko-Kiste und Rennwagen geglückt?

Tesla am Timesquare (New York - USA)

Elektroautos sind lahm. Sportwagen sind Gift für die Umwelt. Fahrspaß und das gute Gewissen waren bisher nicht unter einen Hut zu bringen - der Tesla Roadster versucht‘s. Er trägt ein Design aus dem Hause Lotus, ist blitzschnell und fährt emissionsfrei.

Der Tesla Roadster ist ein vollständig elektrisch betriebener, offener Zweisitzer - ein echter Sportwagen. Im Heck des Elektroflitzers stecken 250 PS, mit denen er in vier Sekunden von 0 auf 100 km/h sprintet - da kann gerade noch der Porsche 911 mithalten. Bei einer Spitzengeschwindigkeit 210 km/h und einer Reichweite von 400 Kilometern steht er den Wagen mit Verbrennungsmotor in nichts mehr nach. Einziger Unterschied - er fährt abgasfrei.

Klein, langsam, komische Optik - so die Definition des Ökoautos bis dato. „Die meisten Elektroautos wurden für Menschen gebaut, die Autos nicht mögen!", sagt Martin Eberhard, Gründer der Start-Up Firma Tesla Motors. „Ich dagegen wollte ein Auto entwickeln, dass ich selbst gerne fahre. Und ich liebe schnelle Autos.“ Nach drei-jähriger Entwicklungsphase scheint das Ziel erreicht.

Burn rubber, not gasoline!

„Wir wollen uns aktiv einsetzen gegen die globale Erderwärmung“ erklärt Elon Musk, Gründer des Internet-Zahlungssystems PayPal und Investor. „Ich sehe einen elektrischen Sportwagen einfach als eine Möglichkeit, das Verhalten der Amerikaner zum Automobil fundamental zu verändern.“

Die Energie stammt aus den leistungsstarken Lithium-Ionen-Batterien, die bisher in Mobiltelefonen und Laptops verwendet wurden. Die 6.831 Lithium-Zellen einer Batterie wiegen gut 500 kg und sollen eine Lebensdauer von 160.000 Kilometern haben. Aufgeladen wird das Ganze in dreieinhalb Stunden über ein Ladegerät in der Garage oder einfach über‘s mobile Ladekabel an jeder handelsüblichen Steckdose.
Bei moderater Fahrweise machen Start-Stop-Automatik und  Rückgewinnung von Bremsenergie eine Reichweite von 400 Kilometern möglich. Sportfahrer werden nicht ganz so weit kommen.

Haken an der Sache: Die Akkus überhitzen gerne, können Feuer fangen und sogar explodieren. Zu diesem Zweck gibt es auf dem Armaturenbrett einen roten Knopf, mit dem die Batterie im Notfall abgeschaltet werden kann. Der Erfolg des Elektroautos hängt laut Mercedes Forschungschef Herbert Kohler entscheidend von der Batterietechnik ab. „Bei den heute verfügbaren Batterien dieser Größenordnung gibt es insbesondere hinsichtlich der Lebensdauer, Gewicht und Sicherheit noch viele ungelöste Fragen.“

Der stolze Preis für so viel Innovation, Fahrspaß und Dynamik liegt in den USA bei 100.000 Dollar. Promis wie George Clooney haben den Kaufpreis schon überwiesen. Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger will einen der Öko-Flitzer für seine Frau. 2010 soll die sportliche Limousine White Star folgen, die mit 37.500 bis 48.700 Euro in einen erschwinglichen Preisrahmen fällt. Dann könnte es erstmals auch für den Otto-Normal-Bürger heißen „Burn rubber, not gasoline!“

» [ www.teslamotors.de ]


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Redaktion des Printmagazin Wildwechsel.
Wildwechsel erscheint seit 1986 (Ausgabe Kassel/Marburg seit 1994).
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  • Website: http://www.wildwechsel.de

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