Regiostar Februar 2005
Christina Lux aus Kassel






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Christina Lux ist mit ihrem eigenwilligen Funky-Folk-Stil ein Lichtblick am deutschen Musikhimmel. Dezent, glasklar, zart und doch ungeheuer kraftvoll lässt sie ihren Gesang aus den tieferen Seelenzonen wachsen. Ihre eindringliche Samtstimme legt sich dabei wie Balsam auf das Gemüt des Zuhörers und ihre Texte treffen mitten ins Herz.

ie singt von Liebe und Verlustängsten, von Freundschaft und Treue, aber auch von der Notwendigkeit alte Pfade zu verlassen und sich dabei zu verändern, ohne sich zu verraten. Hierzulande gehört Christina Lux zu den wenigen Musikerinnen, die seit Jahren mit großer Kraft und Authentizität ihre Visionen verfolgen und dabei eine derartige Bühnenpräsenz an den Tag legen, die genauso an große Souldiven erinnert, wie auch an intensive Songwriterinnen.

Vor 23 Jahren nahm Christina Lux' musikalische Karriere einen, aus heutiger Sicht (in Zeiten der Castingshows), relativ unspektakulären Anfang. Im alten Bauernhaus ihrer Eltern in Bad Emstal hatte die Band GURU GURU um Manni Neumeier ihr Probenlager aufgeschlagen. Die damals 13-Jährige Christina zeigte sich tief beeindruckt, so dass sie schließlich bald selbst zur alten Gitarre ihres Vaters griff.

1987 ging sie nach Karlsruhe, um mit Edo Zanki zu arbeiten. Zwei Jahre später hatte sie ein Engagement als Chorsängerin für die Jule Neigel Band in der Tasche und ging mit dieser auch auf Tournee. Sabine van Baaren, die dabei an ihrer Seite war, gründete bald mit Mario Argando die VOCALEROS. Mit dieser multikulturellen A-capella Formation veröffentlichte Christina Lux zwei Alben und hatte 1997 einen Auftritt bei Jürgen von der Lippe in "Geld oder Liebe". In der Zwischenzeit arbeitete sie u.a. mit Jon Lord (DEEP PURPLE) eifrig im Studio oder sang bei Harald Schmidt für Grace Jones, Nina Hagen und Gabrielle. Nach sechs Jahren verliess sie die VOCALEROS, um ihre eigenen Wege zu gehen und sich ganz auf sich selbst und ihre Musik zu konzentrieren.

1998 war sie Special Guest auf der "Klein-aber-fein" Tour von FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE, und brachte in dieser Zeit die EP "She is me" heraus. Ein Jahr später folgte dann, nachdem sie von Hypertension unter Vertrag genommen wurde ihre erste komplette Solo-CD "Little Luxuries". Ausserdem war Christina Lux in 1999 sehr viel live zu erleben. Sie spielte im Vorprogramm von Long John Baldry und begleitete Paul Young auf dessen Deutschlandtournee. Im Sommer 2000 war sie auf einigen Konzerten als Support von STATUS QUO zu sehen und im Im Mai 2001 ging sie im Vorprogramm von TUCK&PATTI auf Tour. Im selben Jahr erschien ihre CD "Pure love". "Live im Stadtgarten", 2003 erschienen, ist ihre aktuellste CD und bietet einen Hauch Folk, eine Prise Jazz und viel Soul. Zwar stehen die mit ihrer warmen, schönen Altstimme vorgetragenen Lyrics im Vordergrund, doch lässt Christina Lux genügend Raum für ihre beiden Mitmusiker.

Christina Lux versteht es in einer Zeit der Oberflächlichkeit und der glitzernden Leerhüllen die Menschen aufzureißen. Kritisch, offen und wach steht sie dem Leben gegenüber. Auch ein Blick auf ihre Homepage lohnt sich. Die Künstlerin nimmt dort oft persönlich Stellung zu aktuellen Geschehnissen in unserer Gesellschaft und in der Politik.

LIVE: 25.02. BAD AROLSEN| Sunset No. 1

MEHR:
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