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Die Plattenkritiken von A - Z sind noch im Aufbau. Bis jetzt sind nur die
Buchstaben A bis F verfügbar. Zur Auswahl einfach auf den gesuchten
Buchstaben oben klicken.
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ACKERBAU & VIEHZUCHT
Neue Ernte
5 mal Punkwave mit einprägsamen, melodiösen deutschen Texten.
Gut geeignet zum Mitgrölen bei schlechter Laune sowie zum Frust-Ablassen!
(vr)
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AEROSMITH
Pandora's Toys
Sony
Ein Ableger der Pandora's Box ist der aktuelle Hitsampler der Luftschmiede.
Wer den Backkatalog von Steven und Co. noch nicht kennt, liegt hier
genau richtig!
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ALAN PARSONS
Try Anything Once
Arista
Nach sechsjähriger Pause meldet sich Alan Parsons zurück
- Kenner bemerken sofort, daß der Zusatz "Project" diesmal fehlt.
In der Tat, der britische Sound-Bastler hat sich erstmals ohne seinen
Partner Eric Woolfson ans Werk gemacht. Weiterhin fällt beim
Blick aufs Cover sofort der Bezug auf alte PINK-FLOYD-Plattenhüllen
auf - der Toningenieur von »Dark Side Of The Moon® möchte
also "back to the roots". Kein Wunder, die 70er sind voll in Mode!
Wenn man davon absieht, daß man alles in ähnlicher Form
schon von Floyd, Oldfield, Genesis, Tull und natürlich Parsons
kennt, ist das Werk das Beste, was man seit »Pyramid® vom
Meister gehört hat. Die gähnende Langeweile der »Don't
answer me®-Ära scheint endgültig abgelegt. Dazu trägt
vor allem ein Mann bei: Der 10cc-Sänger Eric Stewart, der dem
tiefgängig- behäbigen Parsons ab und zu mit einer kräftigen
Prise britischem Humor auf die Sprünge hilft. Anspieltip: »Wine
From The Water®. Empfehlung: Die Platte unter Kopfhörer genießen
- am meisten versteht Klang-Zauberer Alan Parsons, der in diesem Jahr
auch in Deutschland auf Tour geht, immer noch vom Mischen! (lj)
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ALANNAH MYLES
A-LAN-NAH
Atlantic
Nach dem Superhit »Black Velvet® ist es ziemlich still um
die aparte Hardrockerin geworden. Ihr zweites Album »Rockinghorse®
(1992), das mit »Song Instead Of A Kiss® eine der poetischsten
Rockballaden überhaupt enthielt, verschwand unver ständlicherweise
in der Versenkung. Jetzt ist sie mit einem hervorragenden dritten
Album auf dem Markt, mit dem ihr nun hoffentlich die Annerkennung
zuteil wird, die ihr eigentlich gebührt. Denn ihre Stimme hat
hohen Wiedererkennungswert, ihre Songs sind perfekt, vielleicht zu
glatt arrangiert. Aber es ist nicht nur der Starter »Mistress
Of Erzulie®, der hinreißend in die Tanzbeine geht, sondern
auch die Balladen und Bluesnummern, die beweisen, wieviel kompositorische
Substanz hinter den Oberflächenreizen steckt und so die CD sogar
als Alannahs bisher beste auszeichnet. (pw)
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ALEXANDER HACKE
Filmarbeiten
RTD
Alexander Hacke, Gitarrist der Einstürzenden Neubauten, legt
mit den Filmarbeiten sein erstes Soloalbum vor, das Überblick
über sein Engagemant im Film gibt. Wie nicht anders zu erwarten
ist Hackes Musik sperrig, besteht aus ungewöhnlichen Collagen,
die sich zu Musik fügen. Gelingt es seinem Kollegen FM Einheit
diese Collagen völlig stimmig zu produzieren, so schleicht sich
bei Hacke manchmal ein etwas alberner Beigeschmack ein, den man wohlwollend
auch als Selbstironie bezeichnen kann. Trotzdem, wenn man sich darauf
einläßt, ist Hackes Musik nicht nur Filmmusik sondern auch
für Musik für Filme im Kopf, und diese sind abwechslungsreich
und ungewöhnlich.
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ALIEN SEX FIEND
Open Head Surgery
(spv)
Sie
wären gern die schlechteste Band der Welt, nein: des Universums,
und inszenieren sich selbst stets gern in exzessiver Merkwürdigkeit.
Die Veteranen der "Gothic"-Music haben aber genug spirituelle Power
und elektronisches Know-How, um ihre überdrehte Mystik ein weiteres
Album lang zu halten! Dabei fehlt glücklicherweise der blutige
Ernst von Fields und Konsorten. Im Gegenteil - voll Selbstironie widmen
sich die Jungs eine eigenartige Hymne namens "Alien Sex Fiend". Fazit:
Im bewährten Stil geht's weiter, die Alien Sex Friends wird's
freuen.Marilyn L.
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ANNIHILATOR
King Of The Kill
Music for Nations/Rough Trade
Nach diversen Querelen hat ANNIHILATOR-Mastermind JEFF WATERS seine
gesamte Mannschaft gefeuert. Auf seinem vierten Longplayer hat er
nicht nur bis auf die Drums alles alleine eingespielt, sondern erstmals
seit seligen Demotagen wieder selbst gesungen. Und das macht er bravourös
- Hut ab! Die Songs stammten eh immer aus seiner Feder, und so enthält
auch »King Of The Kill® alle Elemente, die für Jeff
gute Musik ausmachen, in wohlausgewogener Mischung: Power (»Hell
Is A War®, »21®), Melodie (»Catch The Wind®!),
Aggressivität (»The Box®, »Fiasco®) und Gefühl
(»Only Be Lonely® - leider nur auf dem Japan-Import enthalten).
All diese Qualitäten vereint mein Favorit »Second To None®
auf's Gelungenste, gekrönt vom besten Solo des Albums. Gerade
diese Sahnekomposition zeigt überdeutlich, daß Mr. Waters,
der live keinen Blick auf das Griffbrett seines Paddels verschwendet,
nicht nur ein Spitzenmusiker ist, sondern auch ein begabter Schreiber
und exzellenter Arrangeur. Fazit: Durch besagte Mischung und Jeffs
Anspruch, in einem Song nie zweimal dieselbe Notenfolge zu spielen,
sind und bleiben ANNIHILATOR die einzige Band, die auch bei Nicht-Speedfreaks
Begeisterungsstürme auslösen kann. Jeff Waters sei Dank!
(ms)
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APHEX TWIN
Selected Ambient Works Vol. II
Rough Trade/WARP
»Treten Sie näher, meine Damen und Herren, nur keine Angst.
...Entspannen Sie sich und vergessen Sie am besten alles, was Sie
bis heute an Musik gehört haben. Denn dies ist die Welt des APHEX
TWIN. Hier gehen die Uhren anders,...®, so die Einlei tung zum
Presse-Info. Eine bessere Formulierung fiel mir zu dem neuen Werk
des Techno-Stars APHEX TWIN alias Richard James auch nicht ein. »Selected
Ambient Works Vol. II® ist in jeder Hinsicht eine Ausnahmeproduktion:
es gibt keine Titel, son dern nur Symbole, obwohl James' Heimat der
Techno ist, findet sich kein Beat in den Stücken. Kein Wort erreicht
unsere Ohren. Ein weiteres Merkmal betrifft den unglaublichen Umfang
dieser Arbeit. Fast drei Stunden können wir uns in der Welt von
APHEX TWIN bewegen. Während unseres Aufenthaltes in diesem Kosmos
von Klängen und Geräuschen werden unserer Fantasie Flügel
verliehen. Richard James erzeugt mit den teils selbstgebastelten Instrumenten
Sounds, um die ihn so mancher Science-Fiction-Autor beneiden würde.
Obwohl es ein Fluß zu sein scheint, der durch unseren Kopf fließt,
so kommt nicht eine Sekunde der Langeweile auf. Wer bisher ge glaubt
hat, die Arbeiten eines Brian Eno seien nicht zu übertreffen,
der sollte unbedingt seinen Horizont mit dieser Doppel-CD oder dem
3-LP-Set erweitern. Bitte das Rauchen einstellen (??), anschnallen
und zurücklehnen. (om)
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ARLID ANDERSON
If You Look Far Enough
ECM
Arlid Anderson hat sich mit seinem naturalistischen Bass-Spiel in
der Jazzszene bereits einen festen Platz gesichert. Grund genug,
eine Soloproduktion in Angriff zu nehmen. Während der Konzeptionsphase
jedoch traf Anderson mit Ralph Towner, Audrun Klei ve und Nana Vasconcelos
zusammen. Aus diesen Treffen entwickelte sich eine fruchtbare Zusammenarbeit,
die schließlich Eingang in Andersons CD fand. Die Musiker
bieten ein reichhaltiges Programm, daß von schwimmenden Soundgebilden
bis zu vollständigen Songs reicht. Vor allen Dingen die atmosphärischen
Stücke haben ihren Reiz, was nicht heißt, daß der
Rest der CD reizlos wäre. So ergeben sich zwischen den lyrischen
Basstönen Andersons und den Percussions Vasconcelos Freiräume,
die der Gitarrist Ralph Towners gekonnt melodisch auszufüllen
versteht. Selten nur fällt die Spannungskurve ab, gleitet die
Musik ins Seichte. Die Musiker bieten zwar nichts um werfend neues,
dafür schöne Musik, die dem aktuellen Akustiktrend folgt.
Das Ganze ist sehr audiophil produziert, einen solch trockenen und
lebendigen Kontrabassound hat man selten gehört.
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AXEL RUDI PELL
Between The Walls
(SPV)
Der blonde Hobeljodler aus Wattenscheid legt sein Meisterwerk vor.
Kein Wunder, mit einem Ausnahmesänger wie Jeff Scott Soto kann
einfach nichts schiefgehen. Volle Abfahrt!
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AVALON
Free Your Mind
(Butlers Records)
Die in unserer Region recht bekannte Folkformation AVALON bringt mit
»Free Your Mind® nun ihre erste CD-Produktion auf den Markt.
Mit Akustikgitarren, spärlichen Percussions und vor allem dem
mehrstimmigen Gesang gelingt dem Quartett ein ungemein positives Album.
Es erfrischt und gibt einem neue Kraft. Hört man zwar in manchen
Passagen Anleihen an PETER, PAUL & MARY oder ein klein wenig SIMON
& GARFUNKEL heraus, weist die Platte gerade für eine Erstproduktion
eine sehr hohe Professionalität auf. Wer handgemachte, ehrlich
Musik mag, dürfte an dieser Platte seinen Gefallen haben, zudem
der Titeltrack des Albums von seiner Aussage und der Stimmung her
auch 1969 hätte Woodstock eröffnen können - »Free
Your Mind®! (hs)
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ARUNA
Thousand Names Of The Divine Mother
Lichthaus Musik
Christian Bollmann ist aus der Musiklandschaft nicht mehr wegzudenken.
In den vergangenen 10 Jahren hat er sich zu einem der profiliertesten
Obertonmusiker unserer Zeit entwickelt. Sowohl seine Arbeiten als
"Leiter" des Oberton-Chores Düsseldorf, als auch seine Projekte
bzw. Solo-Produktionen fanden internationale Anerkennung. Mit großem
Erfolg hat er gerade seine dritte Komposition »Con- Sequenzen®
für den Oberton-Chor uraufgeführt. Der Oberton-Chor Düsseldorf
ist einer von zwei solcher existierenden Ensembles und Bollmann studierter
Musiker und Komponist, ist wohl der erste Komponist, der in diesem
Bereich konsequent arbeitet. ARUNA ist die jüngste Veröffentlichung,
an der Bollmann mitgewirkt hat. Wie schon auf »Evolution®
spielt er hier mit dem Obertonmusiker MICHAEL REIMANN zusammen. Dritte
im Bunde ist die indische Sängerin ARUNA SAYEERAM. Seit einer
Begegnung bei einem Konzert hat sich eine fruchtbare Zusammenarbeit
ergeben. Wie auch »Evolution® ist »Aruna® in der
Benedektinerabtei Meschede entstanden. Die einzigartike Akkustik dort
ist ein idealer Ort, das schillernde Spiel der Obertöne zur Geltung
zu bringen. ARUNA zeigt drei Musiker, die sich eines Vokabulars der
Stille bedienen, die scheinbar aus dem Nichts Harmonien erzeugen.
Da wird Ruhe verdichtet zu Tönen, die sich schwerelos ausbreiten,
wie mit einer selbstverständlichen Übereinkunft zwischen
den Musikern. Auch dem, der (wie ich) den esoterischen Hintergrund
dieser Musik nicht teilt, wird diese (wie andere Bollmann Produktionen)
CD eine beeindruckende Ruhe vermitteln und Ausflüge in ungeahnte
Gefilde ermöglichen. (ce)
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