Wildwechsel-Plattenkritiken
Kurz und klein 1998


XENAYO
Hear That Voice Again  (CNR Music)
Selbst ein so begabter Remixer wie DJ TAUCHER kann hier nicht viel retten, dazu klingt das Ausgangsmaterial einfach zu sehr nach billigem Ibiza-Techno. (mad)

FEMALE TROUBLE
Anarchy In The Backyard (XNO)
14 x Girl's Garage Punk mit "autonomem-Gartenzwerg"-Cover. Die Berliner zeigen Weiterentwicklung: Bessere Songs als auf ihrer letztjährigen Debüt-CD. (stb)

DIVERSE
Come Again (EMI)
EMI wird 100 und das wird natürlich gefeiert! Junge Künstler und Nachwuchsbands aus dem EMI Stall covern Songs von alt eingesessenen Stars der selbigen Plattenfirma. So findet man auf der DoCD eigenwillige Covers von Pink Floyd, Queen, Bowie oder Beatles und Interpreten wie Foo Fighters, Sparklehorse, Terrorvision oder Robbie Williams. Coole Sache, das! (hs)

DIVERSE
The End Of Violence (Universal)
Gewalt ist das Thema des neuen Wim Wender Films. Der Soundtrack spiegelt eher das Gegenteil aus. Ruhige und teils besinnliche Songs von Tom Waits, U2 mit Sinead O'Connor, Roy Orbison. Musikalischer Leckerbissen: ein Duett mit Vic Chesnutt und Michael Stipe von R.E.M. (hs)

DIVERSE
Paint It Blue - The Songs Of The Rolling Stones (RUF Records)
Die Musik der Stones war immer stark im Blues verwurzelt.  Musiker aus der Blues-  und R&B-Szene fanden sich nun zusammen um wiederum Stones-Songs zu covern. Mit dabei: Die letzte Studioaufnahme des verstorbenen Luther Allison. (hs)

DIVERSE
Götterdämmerung (Gringo/Alternation)
»Tribute an die beste Band der Welt« - der Untertitel läßt keinen Zweifel: Die musikalische Verbeugung an die Ärzte! Auf der DoCD geben sich Bands wie Terrorgruppe, Fanta 4, Sodom, Lucilectric, Fury oder sogar der FC St. Pauli die Klinke in die Hand. Eher nur für Fans! (hs)

NELSON
Imaginator (Viktor/CNR)
Ein Konzeptalbum über einen Jungen, der, zum Messias erkoren, die menschliche Kollektivseele vor der Versklavung rettet. Mit monumentalem gesanglichen Pathos, knallharten, aber glatt arrangierten Rocksongs und grandiosen E-Gitarren-Soli ist den Nelson-Brüdern ein eingängiges Meisterstück gelungen. (pw)

JAMES GERRARD GILMOUR
Instrumental Encounters (Magnetic Air/SPV)
Der Keyboarder der kanadischen Gruppe SAGA wagt sich auf seiner ersten Solo-CD an die anspruchsvolle Kunst der reinen Instrumentals. Leider driftet er bei seiner Gratwanderung zwischen topmodernen Elektronik-Sounds, jazzigen Einsprengslern, folkigen Klängen und symphonischen Arrangements zu sehr Richtung Kitsch ab. Schade! (pw)

DIVERSE
The Celtic Lullaby (Ellipsis Arts/Intuiton)
Wer Einschlafschwierigkeiten hat, findet hier mystisch tönende Schlaflieder. Zwar kommt keine schöne Maid, die uns persönlich in den Schlaf wiegt. Die Musik ist jedoch so brillant, das ihr Erscheinen in unserer Fantasie durchaus möglich ist! (om)

MFF
Womp!  (Butler's Records)
Wenig Lyrics, viele Beats. Andy Fisher, ehemals Sänger der Punkband COAT OF MANY COLOURS, und Josef Lövenich versuchen sich am Techno. Nur der Titelsong überzeugt halbwegs. (mad)

PLASTIC
Addicted  (CNR Music)
Die sehr kommerzielle Radioversion dieses Dancefloor-Hits wird erst durch den Remix von TALLA 2XLC und die DJ TAUCHER-Version clubtauglich. (mad)

HEINZ AUS WIEN
Elektroboot, bitte (Universal)
Aus Köln kommen die vier Jungs dieser Band mit dem progressiven Namen. Auf ihre Fahnen haben sie sich leicht punkigen Gitarrenrock mit naiven deutschen Texten in Hamburger Tradition geschrieben. Trotzdem recht spaßig! (bh)

LEE BUDDAH
Halbgescheid (Deck)
Buddah und seine Leute samplen knisterndes Easy-Listeningzeugs, führen den DeutschHipHop in abstruseste Textregionen und experimentieren mit Klängen und Worten herum. Schließlich wird ein Kinderchor rückwärts abgespielt auch noch zu »Schlümpfen des Satans«. (lj)

THE MOMMYHEADS
The Mommyheads (Geffen)
Es ist spätestens seid OASIS wieder in, nach BEATLES zu klingen. Auch die MOMMYHEADS wandeln auf den Spuren der Fab Four, und zwar scheinen sie bevorzugt die Balladen aus den späten 60ern zu hören. (lj)

DIVERSE
Pogozone Vol. 2 (SPV)
Insgesamt 18 sehr unterschiedliche Punk-Bands drängeln sich auf diesem Sampler mit je einem Lied. Manche singen Deutsch, andere Englisch, mal gibt es Ska, mal Old School. Auch aus unserer Region sind einige Bands vertreten, z.B. die SWOONS, PRISON 11 oder FISHBIRD. (bh)
 

ENGEL WIDER WILLEN
Scheinheilig (Koch)
Nach ihrem »Ave Maria« gibt es nun wieder elegische Chorsätze im Stil von Renaissance und Gregorianisk über zeitgemäßen, teilweise recht abgefahrenen Rhythmen. Interessante Idee, an der Ausführung hapert's leider: Die Mischung ist nicht so richtig rund. (lj)

QUEEN
Rocks (EMI)
Ist man als Rockstar erst mal verstorben ganz losgehen. Jedes Jahr ein Sampler unter irgendeinem Motto. Hier alle großen Rockstücke der Königlichen plus ein neues 08/15 Ballädchen mit May und Taylor, wie's jede Dorfcombo hinkriegt. Für echte Fans irgendwie ärgerlich. (hs)

MIKE OLDFIELD
The Essential Mike Oldfield (wea)
Querschnitt aus 25 Jahren Schaffensperiode eines der bedeutendsten Pop-Komponisten dieser Zeit. 14 meist instrumentale Meisterwerke zwischen New Age, Ambient und irischen Klangwelten. Auch ein Auszug aus der bald erscheinenden Tubular Bells III sind zu hören. Aus dem Rahmen fällt nur sein Single-Welthit »Moonlight Shadow«. Ansonsten: KLASSE! (hs)

RICH HOPKINS & LUMINARIOS
The Glorious Sounds of... (Blue Rose)
Ein Rückgrat des Desert Rock serviert auch auf seiner neuesten Veröffentlichung staubigen Rock'n'Roll, treibende Gitarren und glühend heißen Groove. Acht neue Stücke neben Covers von Love oder MC 5. Die nächsten Sommernächte kommen bestimmt.(hs)

METALLICA
Reload (mercury)
Vergleicht man das wegweisende »Black Album« mit dem Ausschuß »Reload« braucht man keine weiteren Worte verlieren. Riecht stark nach Ausverkauf. (hs)

XENAYO
Hear That Voice Again  (CNR Music)
Selbst ein so begabter Remixer wie DJ TAUCHER kann hier nicht viel retten, dazu klingt das Ausgangsmaterial einfach zu sehr nach billigem Ibiza-Techno. (mad)

DIVERSE
Come Again (EMI)
EMI wird 100 und das wird natürlich gefeiert! Junge Künstler und Nachwuchsbands aus dem EMI Stall covern Songs von alt eingesessenen Stars der selbigen Plattenfirma. So findet man auf der DoCD eigenwillige Covers von Pink Floyd, Queen, Bowie oder Beatles und Interpreten wie Foo Fighters, Sparklehorse, Terrorvision oder Robbie Williams. Coole Sache, das! (hs)

DIVERSE
The End Of Violence (Universal)
Gewalt ist das Thema des neuen Wim Wender Films. Der Soundtrack spiegelt eher das Gegenteil aus. Ruhige und teils besinnliche Songs von Tom Waits, U2 mit Sinead O'Connor, Roy Orbison. Musikalischer Leckerbissen: ein Duett mit Vic Chesnutt und Michael Stipe von R.E.M. (hs)

PLASTIC
Addicted  (CNR Music)
Die sehr kommerzielle Radioversion dieses Dancefloor-Hits wird erst durch den Remix von TALLA 2XLC und die DJ TAUCHER-Version clubtauglich. (mad)

LEE BUDDAH
Halbgescheid (Deck)
Buddah und seine Leute samplen knisterndes Easy-Listeningzeugs, führen den DeutschHipHop in abstruseste Textregionen und experimentieren mit Klängen und Worten herum. Schließlich wird ein Kinderchor rückwärts abgespielt auch noch zu »Schlümpfen des Satans«. (lj)

DIVERSE
Pogozone Vol. 2 (SPV)
Insgesamt 18 sehr unterschiedliche Punk-Bands drängeln sich auf diesem Sampler mit je einem Lied. Manche singen Deutsch, andere Englisch, mal gibt es Ska, mal Old School. Auch aus unserer Region sind einige Bands vertreten, z.B. die SWOONS, PRISON 11 oder FISHBIRD. (bh)

RICH HOPKINS & LUMINARIOS
The Glorious Sounds of... (Blue Rose)
Ein Rückgrat des Desert Rock serviert auch auf seiner neuesten Veröffentlichung staubigen Rock'n'Roll, treibende Gitarren und glühend heißen Groove. Acht neue Stücke neben Covers von Love oder MC 5. Die nächsten Sommernächte kommen bestimmt.(hs)

METALLICA
Reload (mercury)
Vergleicht man das wegweisende »Black Album« mit dem Ausschuß »Reload« braucht man keine weiteren Worte verlieren. Riecht stark nach Ausverkauf. (hs)

ST. MUCUS
Natural Mutation (TUG Rec/TIS)
Die Finnen wurden bereits mit ihrem Debüt »Am I Blood« mit Lob wie "so hätte das letzte Metallica Album klingen müssen" bedacht. Und tatsächlich: Der zweite Streich der Band um Ex-Waltari Drummer liegt erheblich öfter auf dem Plattenteller als »Reload«. Guter Heavy fern von ausgetretenen Melodie-Pfaden! (hs)
 

LOVEBUGS
Lovebugs (BMG)
Bekannt wurde die schweizerische Antwort auf den Britpop vor allem durch Supports von Ash, Dodgy, Bood Radleys, Republica oder derzeit Vivid. Ihre Popsongs klingen auch stark nach den genannten Bands. Für ein Debüt zwar schon stark, trotzdem kommt der Gedanke: "In 3 Jahren ganz groß oder verschwunden". Unbedingt Abgehsong: »Kind Of Insatiable« antesten! (hs)

DIVERSE
Marsberg Attaxx (Eigenprod.)
Auch Marsberg hat jetzt seinen Sampler: 6 Regionalbands stellen sich vor und geben einen Überblick über die Szene. Gelungen: der Indie-Gitarren-Rock von PAUL'S GARAGE BAND, der flotte Deutsch-Rock bon KISS THE FROG und der deutsch-englische Punk der 99 DOPE MINISTERS. Letztere liefert mit dem POGUES-angehauchten »High again« den besten Song der CD. Erhältlich beim Frog-Studio 02992-5685! (stb)

WHITESNAKE
Starkers In Tokyo (EMI)
Die in die Jahre gekommene Hardrocklegende specken bei dieser Liveaufnahme ihren Bombastrock auf lediglich Coverdales Gesang und Vandenbergs Akustikgitarre ab. Selbst Schmachtfetzen wie »Is This Of Love« gefallen wieder auf ganzer Linie. Toll! (hs)

DAVID BOWIE
Best Of 1969/74 (EMI)
In der alljährlichen Flut der Best Ofs zum Ende jeden Jahres, war beim scheidenden 1997 noch eine Perle versteckt. Bowies Frühwerke haben heute noch keinen Glanz verloren. Hits wie »Space Oddity«, »Rebel Rebel«, »Starman« oder »Ziggy Stardust« sprechen für sich. (hs)

DIVERSE
Marsberg Attaxx (Eigenprod.)
Auch Marsberg hat jetzt seinen Sampler: 6 Regionalbands stellen sich vor und geben einen Überblick über die Szene. Gelungen: der Indie-Gitarren-Rock von PAUL'S GARAGE BAND, der flotte Deutsch-Rock bon KISS THE FROG und der deutsch-englische Punk der 99 DOPE MINISTERS. Letztere liefert mit dem POGUES-angehauchten »High again« den besten Song der CD. Erhältlich beim Frog-Studio 02992-5685! (stb)

WHITESNAKE
Starkers In Tokyo (EMI)
Die in die Jahre gekommene Hardrocklegende specken bei dieser Liveaufnahme ihren Bombastrock auf lediglich Coverdales Gesang und Vandenbergs Akustikgitarre ab. Selbst Schmachtfetzen wie »Is This Of Love« gefallen wieder auf ganzer Linie. Toll! (hs)

READYMADE
It Doesn't Make Sense (BMG)
Deutscher Pennäler-Rock mit leichtem Britpop-einschlag. Die Jungs überraschen durch ulkige Ideen in Produktion und Arrangement. Macht also doch irgendwie Sinn! (lj)

DAJANA LOVES PAISLEY
The Real Deal (Duck Dive)
Kerniger Hardrock mit Blues-einsclag, wie man ihn lange nicht mehr gehört hat. Die Mucke liegt irgenwo zwischen Hendrix, Canned Heat, CCR, Cream & Free. Das volle Brett ohne technischen Schnickschnack und modische Allüren. (lj)

CANDYSKINS
Sunday Morning Fever (Ultimate)
Erfrischender Brit-Pop, der den mal optimistischem, dann wieder melancholischem Gesang vom Kaliver Bob Geldof/Steve Harley in krachige Gitarren taucht. Zwischendurch gibt's auch mal 'ne nette Ballade mit Akustikklampfe und Streichern. Very british! (lj)

FRANKFURT ROCK ORCHESTRA
Classic Moody Blues Hits (Immediate/CRS)
Die Moody Blues waren eine der ersten Gruppen, die Rock und klassisches Orchester zusammenbrachten. Insofern ist dieser Versuch des FRO nachvollziehbar. Doch trotz zeitweiliger Verstärkung durch Originalsänger Justin Hayward bleiben alle Versionen meilenweit hinterm Original zurück. Wer dann auch noch ein Meisterwerk wie »Nights In White Satin« zum Bolero machen will, verdient Spott! Wo ist meine »Best Of«? (lj)

DAVE'S TRUE STORY
Sex Without Bodies (In-Akustik)
Wer Musik von Carmel oder Vaya Con Dios mag und sich auch bei Sade und den Cultured Pearls wohlfühlt, wird auch diese Musik lieben. Cocktail Jazz, herrlich locker und ab und zu mit einer leichten Träne im Auge dargeboten. Doch nie versinkt man in Sentimentalität oder gar Kitsch. Statt glatter Überproduktion gibt es übrigens 24-Bit-Sound, der sehr natürlich und angenehm rauh wirkt. (lj)

THINK ABOUT MUTATION
Virus (Motor)
Crossover ohne Gnade: zerrender Rock und peitschender Funk, mit einer zeitgemäßen Prise Techno und massig Effekten versetzt, das ist die Musik von THINK ABOUT MUTATION. Der pure Adrenalinstoß! (lj)

JZ BARRELL
Here's The Surprise (Ng Records/Brainstorm)
Netter amerikanischer Alternative Rock mit deutlichen Beat-Einsprengseln und witzigen Arrangement-Ideen. Macht Spaß! (lj)

DIVERSE
We Love The Bee Gees (BMG)
Neben den beiden bekannten und gelungenen Covers von TAKE THAT und BOYZONE tummelt sich hier ein Haufen überflüssiger Europop-Schrott. Fragt sich nur, wie VIVID oder ELEMENT OF CRIME zwischen  die ganzen Nanas und C-Blocks gelandet sind? (hs)

A.J. CROCE
Fit To Serve (Ruf Records)
Adrian James Croce ist 27 Jahre jung, stammt aus Pennsylvania und scheint den Rock'n'Blues mit Löffeln gefressen zu haben. Neben einer charismatischen, rauchigen Stimme und dem vorzüglichen Pianospiel gibt es hier ein außergewöhnliches Talent zu entdecken. Für die Produktion zeichnet sich kein geringer wie Jim Gaines (Santana, Van Morrison, Stevie Ray Vaughn) aus. Blues, der direkt ins Blut geht! (hs)

HIPKISS
Bluebird (Columbia)
Laszive dunkle Songs für den Film im Kopf, irgendwo zwischen David Lynch, PORTISHEAD und James Bond. Lieblich und Wahnsinnig. »Bluebird« ist das Debüt von Catherine Mather & Andy Cambell, deren Vorliebe zu Soundtracks hier reinkarniert wieder zurück zur Musik führt. Ein Kreislauf zwischen Realität, Phantasie, Musik zum Film oder Film zur Musik... (hs)

BORNSCHLEGEL
Turbolance (aris/BMG)
Mit ELECTRIC FAMILY, dem Altstarprojekt der Krautrockszene, machte der ehemalige ATLANTIS-/GURU-GURU-Gitarrist erst kürzlich wieder auf sich aufmerksam. Mit seinem Soloalbum lässt der Wahl-Marburger sich selbst völlig freien Lauf. Von Oldfield-Einflüssen über Gabriel-Einsprengsel bis Synthiepop-Balladen reicht sein durchgängig abwechslungsreiches Album. Hut ab: Produced, written, arranged, recorded, mixed and performed by Dieter Bornschlegel. Wenn das kein Alleingang ist! (hs)

MAXXIMAL
Maxximal (Eigenvertrieb)
Die Kasseler Deutsch-HipHop-Truppe MAXXIMAL entstand aus der vielbeachteten Formation WAY TO CROSS: Kerniger Groove und raffinierte Soundideen treffen auf Lyrics, die mal klar zur Sache gehen, um dann wieder Ausflüge ins Assoziative zu wagen. Respekt! (lj)

FOR ABSENT FRIENDS
Tintinnabulation (RED)
Orchestraler Rock-Pop aus den Niederlanden mit lyrischen, satten Gitarrenläufen und Hooks die man so nur von PINK FLOYD und FOCUS kennt. Allerdings sind einige Arrangements derart geglättet und konventionell (z.B. »Don't Stay«), daß man sie selbst nach mehrmaligem Hören unweigerlich wieder vergißt. (pw)

LISA LOEB
Firecracker (Universal)
Sprichwörtlich über Nacht weltberühmt wurde die Amerikanerin mit dem wunderschönen Song »Stay (I Missed You)« aus dem erstklassigen Film »Reality Bites«. Auf Firecracker ihrem zweiten Album etabliert sich Lisa als gefühlvoll und ausdruckstarke Singer/Songwriterin neben der derzeit angesagten Powerfrauen-Riege. Anspieltip: Das zu Herzen gehende »Falling In Love«. (hs)

100 WATT SMILE
And Reason Flew (Trocadero Rec)
Carrie Bradley, seines Zeichen Violinistin und Songschreiberin der BREEDERS), hat sich neben lokalen Größen auch den ehemaligen Liz Phair Gitarristen um sich geschart, um ein modernes Gitarrenalbum ohne jeglichen Schnickschnack einzuspielen. Das ganze hat was, könnt Ihr mir glauben! Live am .... im Marburger ...., präsentiert vom Ww. (hs)

PHANTOMS OF FUTURE
Tie Me Up (ZYX Music)
Bereits das sechste Album legen die Phantoms vor. Neben zwei herausragenden Tracks wie »The Fly« und »Split My Brain« gibt  sich die Truppe, die man ungern einfach dem Crossover zurechnen will, auf Dauer von 15 Tracks ohne weitere Impulse die den Adrenalinspiegel hochtreiben könnten. (hs)

DIVERSE
Snowboarder Tunes 3 (Semaphore)
Passende Mucke für Snowboard, Skate oder auch Inliners. Größtenteils Crossover und HipHop geben der Szene auf diesem Sampler den musikalischen Schwung. Absolut Top: Sublime und einer der besten Songs von Fettes Brot (Silberfische Remix). Der Rest mit so bekannten Namen wie Life Of Agony, Freundeskreis, Fischmob oder Guano Apes bewegt sich eher im Durchschnitt. (hs)

DIVERSE
U-Turn - Soundtrack (epic)
Zum neuesten Roadmovie mit Sean Penn in der Hauptrolle finden sich Country-Klassiker von Johnny Cash bis Ricky Nelson und ganze 13 Songs vom Meister Ennio Morricone. Alle Bryan Adams Fans werden bei der spanischen Version von »Have You Ever Really Loved A Woman« von Pedro Fernandez aufhorchen. (hs)

JOHN WETTON
Arkangel (Eagle Rec/Edel Company)
Seine Stimme ist weltberühmt. Riesige Erfolge hat Wetton bereits mit KING CRIMSON oder ASIA gefeiert. Von hartem Rock bis in orchestrale Gefilde reicht sein neuestes Solo-Album. Freuen dürfen sich in erster Linie Asia-Fans (wenn es denn noch welche gibt). Leider fehlt hier der Hit zum großen Schlag wie in früheren Jahren. Schön entspannend ist die Platte aber allemal. (hs)

STUCK MOJO
Rising (Century Media)
Eine umwerfende Crossover-Mischung aus 80er-Jahre-Metal, Raps und Shouts. Kernige Riffs, pfiffige Arrangements, klasse Hooklines - und alles auf Volldampf gespielt. Manchmal schleicht sogar ein leichter Bluestouch ein! (lj)

TERRORGRUPPE
Keiner Hilft Euch (Gringo Rec/Intercord)
Mittlerweile gehören die Berliner zur obersten Liga der härteren deutschen Gitarrenbands. Spaßig, krachiger Punkrock wie man ihn von den Ärzten oder Hosen liebt. Neben Poppunk-Stücken erweitert sich das Spektrum zu Reggae-Vibes oder Off Beats. Geile Scheibe. Übrigens findet man hier die Antwort auf Sabrina Setlurs »Du liebst mich nicht«. (hs)

EISEN
Modern ist wieder in (Dynamo)
Gitarren-Pop aus Köln. Ein leichtes und unbeschwertes Album stellte EISEN auf die Beine. Schlagzeug, Bass, Gitarre und Gesang reichen, um unbefangene Texte in schöne Melodien zu hüllen und immer steht der Gesang von Drummer Martell Beigang im Mittelpunkt. Nur selten lassen die Musiker, wie im Intro angedeutet, den Instrumenten und ihren Jazz-Neigungen freien Lauf, eigentlich schade. Ansonsten zum Genießen schön! (nn)

RICHIE SAMBORA
Undiscovered Soul (mercury)
Die Hauptcombo macht Pause, da leisten sich die Songschreiber mal ein Soloplättchen. Bon-Jovi-Gitarrist Sambora schlägt mit seiner zweiten Solo LP seinen Kollegen Jon mit »Destination Anywhere« um Längen. Feiner Poprock, der zwar nicht wehtut, aber doch einige schöne Stücke beinhaltet. Beachte: Titelstück! (hs)

HELGE SCHNEIDER
Helge Live (EMI)
Nach diversen Livetiteln auch auf Helges Studioplatten nun ein komplettes Konzert. Helge live in Berlin und auch hier weiß Helge mit viel Musik und viel Witz zu überzeugen. Schließlich ist auch er ein Meister! (hs)

DAYS OF THE NEW
Days Of The New (Outpost/Universal)
Klingt wie Grunge mit Akustikgitarren. Musikalisch, und das noch für vier Jungs so um die 18, absolut o.k. Jedoch geht der erste Gedanke sofort an ALICE IN CHAINS, nicht nur wegen der stimmlichen Ähnlichkeit. Und ein ganzes Album mit Balladen und Midtempo Stücke dieser Art wird dann doch zu langatmig. (hs)

WILLI DEUTSCHMANN
Obi et Orbi (Frühstyxradio)
Bisher letztes Machwerk von Dietmar Wischmeiyer: Willi Deutschmann kommt als richtig überzeugter Spießer zur Geltung. Er verzückt seine Zuhöre mit wahren Meisterleistungen der Einfältigkeit, vor allem, wenn es mit seinem Dorado - einem völlig normalen Baumarkt - zu tun hat. (jr)

GANDALF
Barakaya - Trees Water Life (Sattva)
Auch bei diesem GANDALF-Album ist wieder Oliver Serano-Alves professionelle Hand deutlich zu spüren, was leider auch zu einem gewissen Gleichklang der Sattva-Produkte führt. Man muß schon ein Freund von New Age-Sound sein, um sich mit der dahinplätschernden Musik anfreunden zu können. (om)

VALDINHO LANGER
Variety (Shamrock Rec.)
Auf »variety« bietet uns Valdinho Langer einen  genußvollen, ja was überhaupt? Es ist viel Jazz, etwas Folk und Worldbeat. Aber alles fließt so natürlich, das ich mich nicht traue, dem Ganzen ein Stauwerk zu setzen. Vieles klingt bekannt und doch neu. Ein Projekt vieler Virtuosen, deren Namen aber nicht im Rampenlicht stehen! Einmalig! (om)

DIVERSE
The Story of CMP (CMP)
Nach nun 20 Jahren der Existenz hat sich CMP zu einem der großen Labels des Jazz und angrenzender Genres entwickelt. Wer einen Beleg dafür sucht, der kann sich jetzt an einem 6 CDs umfassenden Jubiläumspaket erfreuen. Je zwei CDs widmen sich dem Jazz, der Worldmusic und dem Rock. Das Spektrum reicht von Eddie Gomez über David Torn bis Jack Bruce und Trilok Gurtu.  (om)

DIVERSE
Buena Vista Social Club (World Circuit)
Gitarren-Tausendsassa Ry Cooder ist der Faszination Kubas erlegen. Auf »Buena Vista Social Club« organisiert er ein Zusammentreffen der besten Musiker des Landes. Hier kommt keine Langeweile auf, wenn die zum Teil gut achtzigjährigen sich in den traditionellen Guajira, Son oder den in  -Takt gehaltenen Bolero hineinbegeben. Eine kubanische Soulscheibe? Ry Cooder beweist auch hier wieder seine chamäleonartigen Fähigkeiten als Gastmusiker. (om)

DAYS OF THE NEW
Days Of The New (Outpost/Universal)
Klingt wie Grunge mit Akustikgitarren. Musikalisch, und das noch für vier Jungs so um die 18, absolut o.k. Jedoch geht der erste Gedanke sofort an ALICE IN CHAINS, nicht nur wegen der stimmlichen Ähnlichkeit. Und ein ganzes Album mit Balladen und Midtempo Stücke dieser Art wird dann doch zu langatmig. (hs)

GANDALF
Barakaya Trees Water Life (Sattva)
Auch bei diesem GANDALF-Album ist wieder Oliver Serano-Alves professionelle Hand deutlich zu spüren, was leider auch zu einem gewissen Gleichklang der Sattva-Produkte führt. Man muß schon ein Freund von New Age-Sound sein, um sich mit der dahinplätschernden Musik anfreunden zu können. (om)

DIVERSE
Buena Vista Social Club (World Circuit)
Gitarren-Tausendsassa Ry Cooder ist der Faszination Kubas erlegen. Auf »Buena Vista Social Club« organisiert er ein Zusammentreffen der besten Musiker des Landes. Hier kommt keine Langeweile auf, wenn die zum Teil gut achtzigjährigen sich in den traditionellen Guajira, Son oder den in  -Takt gehaltenen Bolero hineinbegeben. Eine kubanische Soulscheibe? Ry Cooder beweist auch hier wieder seine chamäleonartigen Fähigkeiten als Gastmusiker. (om)

MARCUS
Wake up  (Arcade)
DR. ALBAN ist sein Producer, und wenn MARCUS so weitermacht, überflügelt er seinen Ziehvater noch. "Wake up" hat all das, was einen Dancefloor-Klassiker ausmacht, alle Versionen lassen sich prima in einen Party-Abend einbauen und mixen. Echter Ohrwurm! (mad)

NAVIGATORS
Come into my life  (Arcade)
Solange PUFF DADDY mit seinen Hip-Hip-Coverversionen Millionen verdient, können wohl auch andere nicht die Finger davon lassen. Die NAVIGATORS lösen das zumindest recht elegant und sauber abgemischt. Aber ist das wirklich innovativ? Nö.  (mad)

ILL CONNECTION
Strike on!  (semaphore/Mad Butcher Rec.)
Es ist löblich, daß sich spontan Musiker zusammenfinden, um den letzten Studierendenstreik mit ihren Beats zu unterstützen. Aber ähnlich wie der Streik wirkt der Song: im Ansatz gut, in der Sache richtig, aber einfach zu lahm. Immerhin: sollte Gewinn abfallen, wird der an den Bundesbildungsfond gestiftet. Idealisten also hinten anstellen. (mad)

BYRON STINGILY
The Purist  (Edel)
Da wills einer nochmal wissen: Byron Stingily, viel bekannter als Sänger und Keyboarder von TEN CITY, präsentiert hier 15 Songs, irgendwo zwischen Dancefloor und House. In der Manie einer männlichen LISA STANDFIELD säuselt sein Stimmchen einen House-Remix von "You make me feel", andere Tracks wie "Get up" oder "Sing a song" lassen die alte Klasse aufblitzen. Nun gut, mit Frankie Knuckles als Co-Producer kann s eigentlich nicht schiefgehen, oder?  (mad)

DIVERSE
The Sound of Superstition 6 (Superstition Rec.)
Ein Trance-Traum aus Hamburg: das Superstition-Label knallt einem die Beats und Loops nur so um die Ohren, unterstützt von QUAZAR, MIJK VAN DIJK, THE HYPNOTIST und anderen. Das ist die hohe Schule des Trance, von Abtanzen bis Chill Out alles dabei, strictly electronic. Goil, Aldä! (mad)

NASBY feat. O  D.O.C.
Sad life  (CNR Music)
Arrangement, Hookline, Vocals, alles ist stimmig bei NASBY. Aber bei Kollegen wie C-BLOCK und Konsorten eben leider schon tausendmal gehört. Netterweise hat s noch zu einem 125 bpm-Remix gereicht, das ist mehr, als andere bieten. (mad)

JOI CARDWELL
Joi Cardwell  (Eightball Rec.)
Eine gefeierte Soulstimme präsentiert ihr Album. Eigentlich bekannt durch ihre Dancefloor-Tracks (»Run to You«  oder »Soul to bare«) beweist Joi hier den Mut, auch mal was ganz anderes zu bringen. Das ist fast schon schnulzig bei  »Wet«, kommt gut bei einem Hip Hop-Remix zu »Run to You«. Aber insgesamt besehen muß ihre Stimme doch sehr viel von den eher schwachen Songs auffangen. Tut sie auch, vielleicht erbarmt sich ja mal einer und schreibt ihr einen echten Hit. (mad)

DE DONATIS
Let it roll  (CNR Music)
Diese Beats lassen sich in so manche Clubnight einbauen. Alle drei Versionen der Maxi haben ihr eigenes Profil und werden ihren Weg auf die Plattenteller finden. Trancig und ohne Schnörksel eingespielt, mixen kann man's auch noch - fein! (mad)

DIVERSE
Sci-Fi Level 1.1  (PIAS)
Neun pur elektronische Trancehits warten auf den geneigten Zuhörer, doch nicht nur Chillout, sondern auch echte Dancepower ist zu haben, wenn RAYGUNs  Hubschrauber sich elf Minuten lang mit atmosphärischem Druck in die Gehirnwindungen hineinschraubt. QUAZAR und DJ Angelo geben einem dann den Rest. Wie schön, daß Track neun (3MB feat. Juan Atkins) dann ein waschechter Chillout ist - Augen zu und ab in den Orbit. (mad)

DIVERSE
Baseline 2  (SPV Recordings)
Schon der erste Baseline-Sampler war ein Brett, nun legt Radio ffn nochmal einen drauf. Zweineinhalb Stunden schwarzer Groove mit Soul von Altmeister Curtis Mayfield, Acid Jazz mit GROOVE COLLECTIVE und den QUIET BOYS geben sich die Hand mit Hip Hopper Chubb Rock und ULTRA NATÉs Househit »Free«. Top Acts aus der deutschen Ecke dürfen ebenfalls mitmischen, etwa das Kai Wingenfelder-Projekt LITTLE RED RIDING HOOD oder BE. Ein Muß für Fans der Black Music! (mad)

SPACE
Tin Planet (Gut Records)
Die Liverpooler hatten mit »Neighbourhood« ihren ersten Indiehit. Sie verkauften mit dem dazugehörigen Debüt 800.000 Stück. Mt ihrem Zweitling machen sie ihrem Namen alle Ehre: Irgendwie völlig abgespaced. Eine rechte Zuordnung der Musik ist bei Space so leicht nicht möglich. Pop in allen Variationen - manchmal mehr als catchy! (hs)
 

SYSTEM\\EYES
S6X (ZYX Music)
Es ist löblich, die beiden Genres Rock und Techno auf einen Nenner bringen zu wollen, aber eben doch verdammt schwierig. Die Kaiserslautener SYSTEM\\EYES versuchen es trotzdem, legen kein schlechtes Album hin, aber der Metal-Teil überwiegt doch bei weitem. RAMMSTEIN meets ARMAGEDDON DILDOS, könnte man meinen. (mad)

BIF
I Bificus (Dragnet)
Erfrischend! Eine von Kanadas innovativsten Alternative-Musikerinnen zeigt erneut, wie ein gekonnter Mix aus soften Balladen, groovenden Gitarrenpop und erfrischenden Punk-Pop- Songs auszusehen hat. (stb)

FRANK Z
alcohol, tobacco & firearms
East West
Frank Z, einst Chefdenker bei ABWÄRTS, legt ein stark rocklastiges Soloalbum vor. Was noch effektvoll beginnt, verliert sich schnell in einem Sumpf ausgelutschter Songideen. Beschäftigungstherapie für alternde Punker? Da nützt auch keine Unterstützung von Rodrigo Gonzales, dem Bassisten der ÄRZTE. (stb)

GRAUE ZELLEN
Nichts bleibt stehen (Rodrec.)
Der zweite Anschlag von einer der engagiertesten linken Deutschpunkbands. Ihre anspruchsvollen Texte, die beim Vorgängeralbum noch stärker in aggressive Strukturen eingebunden waren, werden jetzt mehr und mehr von melodischen Punkrock getragen. Veröffentlicht auf dem Privatlabel des ÄRZTE-Bassisten Rod. (stb)

ISOTONES
?! (Eigenproduktion)
Die Holzmindener Localheroren ISOTONES haben endlich ihre 1. CD auf dem Markt. Sie nennen ihren Sound selbst "Kuschel-Punk". Man hört deutlich die Vorbilder der alternativen Gitarrenrockszene in den Songs der drei Jungs um Sängerin Lisa. Vielversprechendes Debüt! (stb)

DIVERSE
Buena Vista Social Club (World Circuit)
Gitarren-Tausendsassa Ry Cooder ist der Faszination Kubas erlegen. Auf »Buena Vista Social Club« organisiert er ein Zusammentreffen der besten Musiker des Landes. Hier kommt keine Langeweile auf, wenn die zum Teil gut achtzigjährigen sich in den traditionellen Guajira, Son oder den in  -Takt gehaltenen Bolero hineinbegeben. Eine kubanische Soulscheibe? Ry Cooder beweist auch hier wieder seine chamäleonartigen Fähigkeiten als Gastmusiker. (om)

DIVERSE
Sci-Fi Level 1.1  (PIAS)
Neun pur elektronische Trancehits warten auf den geneigten Zuhörer, doch nicht nur Chillout, sondern auch echte Dancepower ist zu haben, wenn RAYGUNs  Hubschrauber sich elf Minuten lang mit atmosphärischem Druck in die Gehirnwindungen hineinschraubt. QUAZAR und DJ Angelo geben einem dann den Rest. Wie schön, daß Track neun (3MB feat. Juan Atkins) dann ein waschechter Chillout ist - Augen zu und ab in den Orbit. (mad)

DIVERSE
Baseline 2  (SPV Recordings)
Schon der erste Baseline-Sampler war ein Brett, nun legt Radio ffn nochmal einen drauf. Zweineinhalb Stunden schwarzer Groove mit Soul von Altmeister Curtis Mayfield, Acid Jazz mit GROOVE COLLECTIVE und den QUIET BOYS geben sich die Hand mit Hip Hopper Chubb Rock und ULTRA NATÉs Househit »Free«. Top Acts aus der deutschen Ecke dürfen ebenfalls mitmischen, etwa das Kai Wingenfelder-Projekt LITTLE RED RIDING HOOD oder BE. Ein Muß für Fans der Black Music! (mad)

SPACE
Tin Planet (Gut Records)
Die Liverpooler hatten mit »Neighbourhood« ihren ersten Indiehit. Sie verkauften mit dem dazugehörigen Debüt 800.000 Stück. Mt ihrem Zweitling machen sie ihrem Namen alle Ehre: Irgendwie völlig abgespaced. Eine rechte Zuordnung der Musik ist bei SPACE so leicht nicht möglich. Pop in allen Variationen - manchmal mehr als catchy! (hs)

FRANK Z
alcohol, tobacco & firearms
(East West)
Frank Z, einst Chefdenker bei ABWÄRTS, legt ein stark rocklastiges Soloalbum vor. Was noch effektvoll beginnt, verliert sich schnell in einem Sumpf ausgelutschter Songideen. Beschäftigungstherapie für alternde Punker? Da nützt auch keine Unterstützung von Rodrigo Gonzales, dem Bassisten der ÄRZTE. (stb)

GRAUE ZELLEN
Nichts bleibt stehen (Rodrec.)
Der zweite Anschlag von einer der engagiertesten linken Deutschpunkbands. Ihre anspruchsvollen Texte, die beim Vorgängeralbum noch stärker in aggressive Strukturen eingebunden waren, werden jetzt mehr und mehr von melodischen Punkrock getragen. Veröffentlicht auf dem Privatlabel des ÄRZTE-Bassisten Rod. (stb)

SEIJI OZAWA
67 Nationalhymnen (Philips)
In glänzenden Arrangements für Sinfonieorchester führt Ozwawa mit dem New Japan Philharmonic Orchestra vor, was man tun muß, um die Hymnen aus ihrem zackigen Dschingderassa-Dasein zu befreien. (gum)

ANGER 77
Allein im Flugzeug (Alternation)
Diese Band aus Erfurt möchte gerne der Hamburger Schule nachfolgen. Wirklich innovativ und frisch ist die Musik auf diesem Album dann aber doch nicht, eher konventionell und schon-mal-gehört. Nur wenige Stücke ragen da heraus, z.B. »Stummfisch« oder »Jugendbewegung«. Am Rest sollte lieber noch gefeilt werden. (bh)

SOUNDTRACK
Godzilla (epic)
Bei dem Wort Blockbuster stellen sich bei mir schon die Nackenhaare. Gedanken gehen an Titanic, Jurassic Park oder jetzt Godzilla. Musikalisch hier auch große Namen aber wenig Pep. Spannend sind lediglich Rage Against The Machine, die Wallflowers mit Bowies »Heroes« und Puff Daddy feat. Jimmy Page mit »Come With Me«, welches aus dem alten Led Zep-Stück »Kashmir« zusammengebastelt wurde. (hs)

DIVERSE
Da minimal Funk 2 (Raw elements)
Steve Bug ist ohne Frage einer der besten DJs Deutschland. Wie seine noch bekannteren Kollegen darf der gute Steve auch eine Compilation seiner Lieblingstracks zusammen-stellen - und das macht gut. Auf dem ersten Silberling seiner Doppel-CD ist noch ein Mischung aus Minmal-House und Trip-House zu hören. Dafür eilen im zweiten Teil knackende und pumpenden Beats im Schnelldurchgang durch den Lautsprecher. Ordentlich! (nn)

DIVERSE
Heart of Jazz - Jazz is the teacher (Pias)
Die langen Finger des Urvaters Jazz reichen seit HERBIE HANCOCK weit in die elektronische Musik hinein. So auch hier, wo sich vom Jazz inspirierte Drum&Bass-Tracks mal zart, mal wild, die Hand reichen, wo PHOTEK, LOCUST oder die JAZZASSINS ihren "electronic Jazz" definieren. (mad)

NEVEN
Kokkola  (Different Rec.)
Wieder eine neue Kategorie: Trance Dub Food. Die fünf Musiker der belgischen Band NEVEN verbraten alles, was ihrer Musik zuträglich ist. Sampling Madness, Dub, TripHop, Acid und ein Quentchen PRODIGY. Tolles Ergebnis! (mad)

AWESOME
Crazy  (CNR Music)
Zum Glück unterscheiden sich alle Boy Groups in geradezu kryptischem Ausmaß voneinander, sonst könnte man ihren jeweiligen Sound glatt verwechseln. AWESOME bilden da mit "Crazy" keine Ausnahme. Kann also eigentlich nur ein Top Ten-Hit werden. Na wunderbar. (mad)

DJ HONDA
H II  (Epic)
Geballte Rap- und HipHop-Power von einem, der sich auskennt. DE LA SOUL, BLACK ATTACK, die BEATNUTS und andere Gastmusiker versammeln sich um DJ HONDA und verwandeln sein neuestes Werk in ein Muß für Freunde des schwarzen Sprechgesangs. Anspieltip: der funkige Track »On the Mic«! (mad)

ILLMATIC
Illastration  (Pelham GmbH)
Pelham als Labelname? Na klar, Moses Pelham vom RÖDELHEIM HARTHEIM PROJEKT stand hier Pate. Auf seinem eigenen Album klaut ILLMATIC ungeniert bei ART OF NOISE (Track 4) und wirkt in den Lyrics bisweilen übermotiviert wie einst BUSTA RHYMES. Auf Dauer zu gleichförmig, sorry. (mad)

N-TRANCE
Happy Hour  (aatv)
G-Funk at it's best. Selbst der GUNS 'N ROSES-Klassiker »Paradise City« oder Stevie Wonders »Superstition« müssen herhalten, wenn's darum geht, alten Hits wie schon vorher »Stayin' alive« oder »Do ya think I'm sexy?« eine funky Frischzellenkur zu verpassen. »Andaré con mé« und »The mind of the machine« belegen, daß N-TRANCE jedoch auch mehr drauf haben. Da schau her! (mad)

LUTRICIA McNEAL
My side of town  (CNR Music)
»Ain't that just the way« und »Stranded« sind ist uns allen noch im Ohr, jetzt greift die Soul-Diva mit einer kompletten CD an. Das housige »Washington« und ein Remix ihres ersten großen Erfolges (Track 12) sind jedoch die einzigen Nummern, die sich vom Rest der Songs ein wenig abheben. (mad)

GLORIA ESTEFAN
gloria!  (Epic)
Was ein Glück, Kubas Vorzeige-Sängerin verläßt endlich ihre Schnulzenpfade und findet zu alten Qualitäten zurück. Zwischen eher durchschnittlichen Dancefloor-Tracks versteckt elektrisieren »Oye« oder »Cuba libre« (remixed by Pablo Flores) mit Salsa-Rhythmen das Blut und lassen die Lenden erzittern. Warum denn nicht gleich... (mad)

DIVERSE
Senseless  (Gee Street Rec.)
Auf dem Soundtrack zum Film »Senseless« tummeln sich die JUNGLE BROTHERS , HEADRILLAZ oder auch FATBOY SLIM. Saugeil auch »Gotta be...movin' on up« von P.M. DAWN mit einem prima Sample von IMAGINATIONs »Just an Illusion«. Ein Schlechte-Laune-Killer zwischen HipHop und Jungle. Fein! (mad)

GAUTSCH
Gautsch  (V2 Recordings)
Da hat wohl einer auf dem schmalen Mäuerchen zwischen Selbstverwirklichung und Selbstinszenierung das Gleichgewicht zur falschen Seite hin verloren. Wenn sich jemand selbst »König des Pop« nennt, sollte er mehr als oberbanale "Reim dich, oder ich freß dich"-Lyrics anbieten. Peinlicher kann deutscher HipHop kaum sein, Herr Gautsch.  (mad)

L.S.G.
The Black Album  (Black Series Rec.)
L.S.G., in personam Oliver Lies, entführen in ein tranciges Wunderland und bieten neben stimmigen Chill Out-Tracks auch Tanzbares an (z.B. »Deep Blue«). Ein beachtenswertes und gut gestyltes Album, aus dem sich die Tracks 2, 4 und 9 doppelt positiv herausheben. (mad)

HOTHOUSE FLOWERS
Born (Motor)
Wo sind die großen Songs aus vergangenen Zeiten geblieben? Die begnadeten Iren legen nach 5 Jahren mit »Born« ein ziemlich enttäuschende Reunionplatte vor. Schade. (hs)

DEEP PURPLE
Abandon (EMI)
Steve Morse, Nachfolger Richie Blackmores, hat sich zwar gut eingelebt, die Alben können jedoch nicht überzeugen. Es fällt schwer, die neue Purple komplett durchzuhören. Rock, der so gar nicht ins Ohr gehen will. (hs)

FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE
Nowhere...Fast! (spv)
Nach fantastischen Platten und unendlich vielen Livekonzerten bleibt immerhin eins: Die Beherrschung seines Handwerks. Nach der Enttäuschung »Brilliant Thieves« gehts zwar wieder etwas aufwärts, aber über das Stadium Mainstream (hier mit mittelprächtig ausgelegt) kommt man nicht heraus. (hs)

DRUGSTORE
White Magic For Lovers (Roadrunner)
Hier ist er der Geheimtip des Monats! Wunderbare Ohrwürmer, brillante Melodien, gepaart mit Frische und Melancholie, Hit an Hit vorgetragen von Isabell, der brasilianischen Frontfrau. Herausragend das großartige Duett »El President« mit  Radioheads Frontman Thom Yorke. Replay, replay... (hs)

DIVERSE
Out Of The Blue Vol.5 (Glitterhouse)
Die fünfte Auflage der Glitterhouse-Reihe von feinen Singer/Songwritern geht betont ruhig zu. Atmosphärische Balladen von Hazeldine, Hitchin Post, Chris & Carla oder David Munyon. Highlight der CD: Ein Exclusiv-Song vom hoffnungslos unterschätzten Neal Casal. Und das alles für 7 Mack im Mailorder! (hs)

SOUNDTRACK
City Of Angels (Warner/Reprise)
Im Kino verliebt sich Meg Ryan in Engel Nicolas Cage. Genauso topbesetzt wie der Film ist auch der Soundtrack: Hendrix, Clapton, U2, John Lee Hooker. Brandneues hören wir von Peter Gabriel, den Goo Goo Dolls und die Düsterballade »Uninvited« von Alanis Morissette. Eine der ersten Aufnahmen seit ihrem Megamillionen-Debüt. (hs)

CONTINENTAL DRIFTERS
Vermilion (Blue Rose)
Das kann man wohl getrost Allstarband nennen: Vicki Peterson (Ex-Bangles), Peter Holsapple (dBs, REM Sideman), Mark Walton (Dream Syndicate) und Mitstreiter/in. Solider Roots-Rock mit feiner Gitarrenarbeit. »Don't Do What I Did« hätte sicherlich auch gerne Mick Jagger geschrieben. (hs)

H-BLOCKX
Fly Eyes (BMG)
Nicht mehr ganz so brachial wie die beiden Vorgänger. Aber immer noch defenieren H-BlockX Power wie sich's gehört. Solide Arbeit Männer! Achso, ich muß es einfach loswerden: Allerfeinstes Coverartwork! (hs)

JOINT VENTURE
Ich Brauch Personal (Capriola/EFA)
»Haschisch Rauchen Macht Harmlos« war der Indie-Hit der das Duo bekannt machte. Mit ihrem neuesten Werk versprühen die Singer/Songwriter humorig-anspruchsvollen Musikgeist begleitet von Mundharmonika und Gitarre. Cool. (hs)

DIVERSE
Da minimal Funk 2 (Raw elements)
Steve Bug ist ohne Frage einer der besten DJs Deutschland. Wie seine noch bekannteren Kollegen darf der gute Steve auch eine Compilation seiner Lieblingstracks zusammen-stellen - und das macht gut. Auf dem ersten Silberling seiner Doppel-CD ist noch ein Mischung aus Minmal-House und Trip-House zu hören. Dafür eilen im zweiten Teil knackende und pumpenden Beats im Schnelldurchgang durch den Lautsprecher. Ordentlich! (nn)

SPACE
Tin Planet (Gut Records)
Die Liverpooler hatten mit »Neighbourhood« einen Indiehit. Sie verkauften mit dem dazugehörigen Debüt 800.000 Stück. Mit ihrem Zweitling machen sie ihrem Namen alle Ehre: arg abgespaced! Die  Zuordnung der Musik ist bei SPACE kaum möglich. Pop in allen Variationen - manchmal mehr als catchy!  (hs)

DIVERSE
Heart of Jazz - Jazz is the teacher (Pias)
Die langen Finger des Urvaters Jazz reichen seit HERBIE HANCOCK weit in die elektronische Musik hinein. So auch hier, wo sich vom Jazz inspirierte Drum&Bass-Tracks mal zart, mal wild, die Hand reichen, wo PHOTEK, LOCUST oder die JAZZASSINS ihren  electronic Jazz  definieren. (mad)

NEVEN
Kokkola  (Different Rec.)
Wieder eine neue Kategorie: Trance Dub Food. Die fünf Musiker der belgischen Band NEVEN verbraten alles, was ihrer Musik zuträglich ist. Sampling Madness, Dub, TripHop, Acid und ein Quentchen PRODIGY. Tolles Ergebnis! (mad)

AWESOME
Crazy  (CNR Music)
Zum Glück unterscheiden sich alle Boy Groups in geradezu kryptischem Ausmaß voneinander, sonst könnte man ihren jeweiligen Sound glatt verwechseln. AWESOME bilden da mit  Crazy  keine Ausnahme. Kann also eigentlich nur ein Top Ten-Hit werden. Na wunderbar. (mad)

DIVERSE
Buena Vista Social Club (World Circuit)
Gitarren-Tausendsassa Ry Cooder ist Kubas Faszination erlegen. Er bringt die besten, z.T. schon arg betagten Musiker des Landes zusammen,  die mit  Guajira, Son oder Bolero Feuer machen. Eine kubanische Soulscheibe?  (om)

DJ HONDA
H II  (Epic)
Geballte Rap- und HipHop-Power von einem, der sich auskennt. DE LA SOUL, BLACK ATTACK, die BEATNUTS und andere Gastmusiker versammeln sich um DJ HONDA und verwandeln sein neuestes Werk in ein Muß für Freunde des schwarzen Sprechgesangs. Anspieltip: der funkige Track »On the Mic«! (mad)

ILLMATIC
Illastration  (Pelham GmbH)
Pelham als Labelname? Na klar, Moses Pelham vom RÖDELHEIM HARTHEIM PROJEKT stand hier Pate. Auf seinem eigenen Album klaut ILLMATIC ungeniert bei ART OF NOISE (Track 4) und wirkt in den Lyrics bisweilen übermotiviert wie einst BUSTA RHYMES. Auf Dauer zu gleichförmig, sorry. (mad)

N-TRANCE
Happy Hour  (aatv)
G-Funk at it's best. Selbst der GUNS 'N ROSES-Klassiker »Paradise City« oder Stevie Wonders »Superstition« müssen herhalten, wenn's darum geht, alten Hits wie schon vorher »Stayin' alive« oder »Do ya think I'm sexy?« eine funky Frischzellenkur zu verpassen. »Andaré con mé« und »The mind of the machine« belegen, daß N-TRANCE jedoch auch mehr drauf haben. Da schau her! (mad)

SOUNDTRACK
Godzilla (epic)
Bei dem Wort Blockbuster stellen sich bei mir schon die Nackenhaare. Gedanken gehen an Titanic, Jurassic Park oder jetzt Godzilla. Musikalisch hier auch große Namen aber wenig Pep. Spannend sind lediglich Rage Against The Machine, die Wallflowers mit Bowies »Heroes« und Puff Daddy feat. Jimmy Page mit »Come With Me«, welches aus dem alten Led Zep-Stück »Kashmir« zusammengebastelt wurde. (hs)

DIVERSE
Senseless  (Gee Street Rec.)
Auf dem Soundtrack zum Film »Senseless« tummeln sich die JUNGLE BROTHERS , HEADRILLAZ oder auch FATBOY SLIM. Saugeil auch »Gotta be...movin' on up« von P.M. DAWN mit einem prima Sample von IMAGINATIONs »Just an Illusion«. Ein Schlechte-Laune-Killer zwischen HipHop und Jungle. Fein! (mad)

L.S.G.
The Black Album  (Black Series Rec.)
L.S.G., in personam Oliver Lies, entführen in ein tranciges Wunderland und bieten neben stimmigen Chill Out-Tracks auch Tanzbares an (z.B. »Deep Blue«). Ein beachtenswertes und gut gestyltes Album, aus dem sich die Tracks 2, 4 und 9 doppelt positiv herausheben. (mad)

HOTHOUSE FLOWERS
Born (Motor)
Wo sind die großen Songs aus vergangenen Zeiten geblieben? Die begnadeten Iren legen nach 5 Jahren mit »Born« ein ziemlich enttäuschende Reunionplatte vor. Schade. (hs)

DRUGSTORE
White Magic For Lovers (Roadrunner)
Hier ist er der Geheimtip des Monats! Wunderbare Ohrwürmer, brillante Melodien, gepaart mit Frische und Melancholie, Hit an Hit vorgetragen von Isabell, der brasilianischen Frontfrau. Herausragend das großartige Duett »El President« mit  Radioheads Frontman Thom Yorke. Replay, replay... (hs)

SOUNDTRACK
City Of Angels (Warner/Reprise)
Im Kino verliebt sich Meg Ryan in Engel Nicolas Cage. Genauso topbesetzt wie der Film ist auch der Soundtrack: Hendrix, Clapton, U2, John Lee Hooker. Brandneues hören wir von Peter Gabriel, den Goo Goo Dolls und die Düsterballade »Uninvited« von Alanis Morissette. Eine der ersten Aufnahmen seit ihrem Megamillionen-Debüt. (hs)

CONTINENTAL DRIFTERS
Vermilion (Blue Rose)
Das kann man wohl getrost Allstarband nennen: Vicki Peterson (Ex-Bangles), Peter Holsapple (dBs, REM Sideman), Mark Walton (Dream Syndicate) und Mitstreiter/in. Solider Roots-Rock mit feiner Gitarrenarbeit. »Don't Do What I Did« hätte sicherlich auch gerne Mick Jagger geschrieben. (hs)

RINGO STARR
Vertical Man (mercury)
Ein richtig gutes Album hat der Ex-Beatles Drummer mit viel Prominenz eingespielt. Gäste sind u.a. Scott Weiland, Ozzy Osbourne, Paul McCartney oder Brian Wilson. Asolutes Spitze: der Klassiker »Drift Away« mit Tom Petty, Steven Tyler und Alanis Morisette. Feiner Pop mit viel Beatles-Flair. (hs)

BEASTIE BOYS
Hello Nasty (Capitol/EMI)
Man brauchts schon gar nicht mehr erwähnen: Die neue Beastie Boys ist da und die ganze Welt zeigt Interesse! Das geniale Trio krault in 22 (!) Stücken quer durch Rap, Funk, Old School, Easy Listening oder Pop. Abgedreht gut! Seit »Sabotage« sind sie eh übergroß. (hs)

DIE GOLDENEN ZITRONEN: Dead School Hamburg (Cooking Vinyl)
Tot? Nein, bei den Zitronen lebt die Hamburger Schule ihr merkwürdiges Lo- bis No-Fi-Leben weiter. Obwohl sie ihr Pausenbrot gerne mal woanders essen würden, obwohl sie Gitarren und Orgeln diesmal gegen Synthies, Tapes und Sampler eingetauscht haben: Solch böse Blumen voll verzerrter Philosophien blühen eben doch nur an der Elbe! (lj)

AWESOME
Crazy  (CNR Music)
Zum Glück unterscheiden sich alle Boy Groups in geradezu kryptischem Ausmaß voneinander, sonst könnte man ihren jeweiligen Sound glatt verwechseln. AWESOME bilden da mit  Crazy  keine Ausnahme. Kann also eigentlich nur ein Top Ten-Hit werden. Na wunderbar. (mad)

DIE PIDDLERS
XXL (BMG)
Frischer Deutsch-Pop auf der Höhe der Zeit, jung, frech und radiotauglich. Alles clean und abwechslungsreich arrangiert, zweifellos. Was fehlt? Das nötige Quentchen Originalität, das die PIDDLERS unverwechselbar machen würde. (lj)

IN EXTREMO
Weckt die Toten (EFA)
Mittelalter goes Heavy: Minnesang und Schalmeienklang plus Zerrgitarren, das pendelt zwischen Ougenweide und Rammstein, Branduardi und den Schnittern. Der etwas krächzige Gesang stört manchmal. (lj)

DJ HONDA
H II (Epic)
Geballte Rap- und HipHop-Power von einem, der sich auskennt. DE LA SOUL, BLACK ATTACK, die BEATNUTS und andere Gastmusiker versammeln sich um DJ HONDA und verwandeln sein neuestes Werk in ein Muß für Freunde des schwarzen Sprechgesangs. Anspieltip: der funkige Track »On the Mic«! (mad)

SOUNDTRACK
Senseless (Gee Street Rec.)
Hier tummeln sich die JUNGLE BROTHERS, HEADRILLAZ oder auch FATBOY SLIM. Saugeil auch »Gotta be...movin' on up« von P.M. DAWN mit einem prima Sample von IMAGINATIONs »Just an Illusion«. Ein Schlechte-Laune-Killer zwischen HipHop und Jungle. Fein! (mad)

COUNTING CROWS
Across A Wire/Live In New York (Geffen)
Ein Doppel-Livealbum nach zwei Studioalben zeigt die Beliebtheit der Collegerocker. Aufgeteilt in eine Art Unplugged-CD (VH1-Storytellers) und der MTV Liveaufnahme in NY. Wahnsinn das über neun minütige »Round Here«! Für Fans ein Muß. (hs)

DARE
Calm Before The Storm (MTM Music/IRS/EMI)
Sie sind wieder zurück, die Melodic-Rocker um Ex-Thin Lizzy Darren Wharton, der im Besitz einer der schönsten Stimmen im Rockbiz ist. Zuckersüße Melodien für romantische Stunden. Journey Fans können hier blind zugreifen. (hs)

KANSAS
Always Never The Same (River North Rec/in-akustik)
Die größten Hits der Rockveteranen mit drei neuen Songs und dem starken Beatles Cover »Eleanory Rigby« und das ganze noch mit gemeinsamer Einspielung des Londoner Symphony Orchestra. Klasse. (hs)

BEASTIE BOYS
Hello Nasty (Capitol/EMI)
Man brauchts schon gar nicht mehr erwähnen: Die neue Beastie Boys ist da und überall Platz 1! Das geniale Trio krault in 22(!) Stücken quer durch Rap, Funk, Old School, Easy Listening oder Pop. Abgedreht gut! Seit »Sabotage« sind sie eh übergroß. (hs)

SUNYA BEAT
Sunya Beat (Think Progressiv/Efa)
Ohne Gesang schreitet das Projekt von Axel Heilecker (Ex-Wolf Maahn), Harald Großkopf und Steve Baltes (beide Ash Ra Temple)  durch Klanglandschaften des Ambient, Trance und Psychedelic, gespickt mit Akustikgitarre und einem groovigem Flow. Entspannend schön. (hs)

JAMES SOLBERG
L.A. Blues (Ruf Records)
Bereits zweimal wurde die James Solberg Band als »Blues Band Of The Year« in den USA gewählt. James, der langjährige Weggefährte des großen Luther Allison, veröffentlicht mit L.A. Blues sein drittes Soloalbum und den Abschiedgruß an den verstorbenen Allison. Großer Blues mit tiefem Gefühl. (hs)

DIVERSE
For The Masses - Tribute To Depeche Mode (A&M/Polydor)
Selten zuvor wurde so viel Aufhebens um ein Tribute-Album gemacht. Originalinterpretiert oder ins eigene Soundgewand gebracht, ist das Ergebnis jedoch nicht besonders umwerfend. Ritterlich schlagen sich noch die PUMPKINS, APOLLO 4 FOURTY, DEFTONES oder VERUCA SALT. CURE hingegen versuchen zu tanzen, MONSTER MAGNET hat mehr drauf und den verdammten Hype um RAMMSTEIN werde ich wohl glücklicherweise nie verstehen. (hs)

DEPECHE MODE
The Singles 86-98 (Mute)
Welch verschiedenartige Bands die Pop-Könige beeinflußt haben, sieht man an obiger Tribute-CD. Hier nun zur Tour ein ganz fettes Doppelalbum mit allen Singlehits der Originalen. Einfach traumhaft. Glücklich, wer Karten für die seit langen ausverkaufte Tour hat. Absolutes Pflichtalbum! (hs)

TOXIC WALLS
Ihr seid nicht frei... ...ihr glaubt nur dran (Hulk Räckorz)
Auch auf ihrer dritten CD verbinden die vier Herren aus Beckedorf anspruchsvollen Deutsch-Punk mit nachdenklichen und kritischen Texten. Fern ab von ausgelutschten Klischees und ohne erhobenen Zeigefinger sind sie aus der deutschen Punkrock-Landschaft nicht mehr weg zu denken. (stb)

STAGE BOTTLES
Big Kick (Mad Butcher)
Dies ist der 2. Streich der linken Offenbacher Skins um den Sänger und Saxophonisten Olaf. Das Rezept des melodischen Oi-Punk-Kuchens ist reifer und ausgefeilter geworden. Dazu gibt es englische Polit-Texte, die klar Stellung beziehen. (stb)

BACKYARD BABIES
Total 13 (MVG Records)
Die skandinavischen Punkrocker um den HELLACOPTERS-Gitaristen Dregen legen ein ausgereiftes Album vor, daß sich hinter dem Output des großen Bruders SOCIAL DISTORTION nicht zu verstecken braucht. Die Vinylausgabe hat übrigens einen Bonustrack. (stb)

FASTBALL
All The Pain Money Can Buy (Hollywood Rec/Polydor)
Schön, wieder mal nach all den Britbands einen guten Newcomer aus Amiland zu hören. Fastball vepassen deftigen Rockhooks Melodien die zu Ohrwürmern werden. Mit »The Way« haben sie immerhin einer der besten Rockhits des Jahres gelandet. Unbedingt mal reinhören. (hs)

EMMYLOU HARRIS
Spyboy (Intercord)
Große Songs einer großen Frau. Ein beachtliches Livealbum in kleiner Bandbesetzung mit all ihren Hits. Feinster Country-Softrock. Mit »The Maker« ist als Bonus gar noch ein bisher unveröffentlichter (Klasse-)Song enthalten. (hs)

SEMISONIC
Feeling Strangely Fine (Universal)
1996 kürte David Fricke vom US Rolling Stone SEMISONIC's Debüt bereits zum besten des Jahres. Die US-Rocker legen jetzt ein Album vor, welches mit einer handvoll Hitsingles bestückt sein könnte oder eben nur in den großen Mainstream-Topf fällt. Produtkionstechnisch wie auch musikalisch ist es jedenfalls gänzlich ohne Makel. (hs)

FRAU DOKTOR
Muss! (Wolverine Records/SPV)
Bei FRAU DOKTOR handelt es sich um eine der besten deutschen Ska-Bands. "Süße Ska Musik" ist nicht nur ein beliebter Begriff der 8 Jungs, sondern ihr eigener Stil des Ska, gemischt mit etwas Punk, viel Pop und 60ties Beat mit deutschen Texten und feinstem Wortwitz. Ihre beachtenswerte CD, wo Ihnen mit »Tanzschrittmacher« gar ein richtiger Ohrwurm gelingt, explodiert vor guter Laune. (hs)

MANIC STREET PREACHERS
This Is My Truth Tell Me Yours (epic)
Die PREACHERS liefern wieder ganze Arbeit ab: Viel Melodie,  etwas mehr Orchester und eine Gabe zum Songschreiben. Zwar kann das Album der ersten Single »If You Tolerate This...« nicht ganz folgen, bleibt aber eine Empfehlung für Anhänger annähernd perfekter Popmusik. (hs)

BUTTERMAKER
Im Alleingang (Buttermaker/Langstrumpf)
Sein Gastspiel beim Major-Labels des Rock-Giganten Peter Maffay hat er ohne größere Gewichtsverluste hinter sich gebracht. Diese Album spielte er nun im Alleingang ein, lediglich unterstützt von einem 4-Spur-Recorder. Low-Fi-Deutsch-Pop-Garagen-Schlager, wie seine Fans es lieben. (stb)

OASIS
The Masterplan (epic)
Wäre dies ein reguläres Album, verdiente es überhaupt keine Beachtung. So aber stellen OASIS ein B-Seiten Album in die Vorweihnachtsläden mit dem Prädikat: überflüssig und schwach. Eines der größten Anzeichen zum Ende des noch vor kurzem hochgelobten Britpop. (hs)

OLIVER KALKOFE
Kalkofes Mattscheibe (Frühstyxradio)
Der Meister des TV-Comedy-Trashs in Höchstform. Das Beste aus den unverschlüsselten Premieresendungen nun auf CD (und Buch), darunter der Höhepunkt das Radiointerview mit Carolin Reiber über Volksmusik oder Drogen. Wie schrieb doch der Stern so schön über ihn: Das Furunkel am Arsch der Unterhaltung. Treffend. (hs)

BACKYARD BABIES
Total 13 (MVG Records)
Die skandinavischen Punkrocker um den HELLACOPTERS-Gitaristen Dregen legen ein ausgereiftes Album vor, daß sich hinter dem Output des großen Bruders SOCIAL DISTORTION nicht zu verstecken braucht. Die Vinylausgabe hat übrigens einen Bonustrack. (stb)

SKINNY
The Weekend (Intercord)
Die erste Single »Failure« ist derzeitig in allen Musikmedien zu hören. Und das Gesamtalbum hält, was dieser Song verspricht. Das Werk ist vergleichbar mit dem abgefahrenen Sound im Niveau eines BECK (»Looser«): Barmusik, Disco-Dance, Hawai-, Latinoklänge, Breakbeat, Songwriterfeeling und ein wenig Schrammelgitarren. Hier trifft sich alles. Sehr hörenswert.  (nn)

THE STRIKE BOYS
Selected Funks (Wall of Sound)
Sie sind die erste deutsche Band, die der Ehre zuteil wurde, auf dem angesagtesten englischen Bigbeat-Label (PROPELLERHEADS) erscheinen zu dürften. Die Nürnberger setzten auf fette Basse als grundlegender Bestandteil ihrer Musik, die bis in Disco-House-Bereich hineinreicht. Electro Funk vom Feinsten! (nn)

E-DANCER
Heavenly (Pias)
Kevin Saunderson gehört zu den amerikanischen Techno-Pionieren. Als Gegenpart zu seinem erfolgreichen Dance-Projekt INNER CITY schuf er E-DANCER. Das Album »Heavenly« bietet treibende Beats mit eingehenden Melodien satt. Eine Techno-Scheibe, die nicht langweilig wird. Empfehlenswert! (nn)

THE BAND
Jubilation (River North Rec/in-akustik)
Das ist wirklich ein Jubiläum: 30 Jahre The Band, 10tes Studioalbum. Einer der wichtigsten und einflußreichsten amerikansichen Rockbands, die als Begleitband von Bob Dylan legendär wurden,  nahmen ihr Album in einer Scheune in Woodstock mit Gästen wie Eric Clapton oder John Hiatt auf. (hs)

NATALIE MERCHANT
Ophelia (Elektra)
Die Ex-10.000 Maniacs Sängerin berauschte uns bereits  mit ihrem Solodebüt »Tigerlily«. Das zweite Album knüpft nahtlos an diese fantastischen Popsongs an. Überirdisch: Das spährische  Titelstück oder das Traumduett mit N'dea Davenport auf »Break Your Heart«. Wird Zeit daß man Natalie auch hier, wie in den USA, als Superstar feiert. (hs)

GRANT LEE BUFFALO
Jubilee (London/Motor)
Laut den New Yorkern ist Jubilee eine Art musikalischer Befreiungsschlag. Zwar immer noch Rock, doch dem Motown Feeling ist man auch nicht abgeneigt. Man konnte auch einige Gäste im Studio begrüßen, wie u.a. ein gewisser Michael Stipe. Ein Tip: Jeder Del Amitri Fan sollte hier mal reinhören. (hs)

DIVERSE
The Oliver Stone Connection (Universal)
Hier die Fortsetzung der Reihe mit Regiesseure und den Songs aus ihren Filmen die mit Tarantino begann. Nine Inch Nails, Van Morrison oder Leonard Cohen begegnen uns aus Filmen wie Natural Born Killers, The Doors, Platoon oder JFK. Die DoppelCD scheint aber gerade durch die zuvielen Einleitungen von Stone zu ausgedehnt. (hs)

FARMER NOT SO JOHN
Receiver (Blue Rose/Rough Trade)
Das Blue Rose Label mausert sich immer mehr zur Fundgrube bester handgemachter Musik. Das Alternativ-Country Duo, Farmer Not So John aus Nashville wandelt vortrefflich auf den Spuren von WILCO, SON VOLT oder den Jayhawks. Feine Sache das! (hs)

DIE ROTEN ROSEN
Wir warten aufs Christkind...(JKP)
Oh, wie originell. Wieder einmal wird die Welt mit völlig überflüssigen Weihnachtslieder beglückt. Die Toten Hosen verpunken auf dieser CD unter Pseudonym alles, was Tannenbaum-Fanatikern zwischen »Leise rieselt der Schnee« und »Jingle Bells« am Herzen liegt. Mußte wirklich nicht sein. (stb)

ECHT
Echt (edel)
Echt einfallslos und echt profillos rockt es echt ein wenig vor sich hin. Teenies finden das echt okay und geben echt viel Geld für diesen echt feuchten Pubertätstraum aus. In echt! (ks)

SKUNK
Just Trust Tomorrow (Art Beat Records)
Die zehnköpfige Band Skunk schlägt sich auf ihrem Album recht wacker. Ziel war es, die Tanzbarkeit des Skas mit der Härte des Punks zu verbinden. Das ist eigentlich prima gelungen. Hoffen wir, daß wir noch einiges von ihnen hören. (stb)

AMERICA
Human Nature (Oxygen Records)
Einen gigantischen Hit hatten sie, aber jede neue Platte erscheint lediglich als schlechte Kopie des unvergeßlichen Vorgängers. Je mehr sich Gerry Beckley gegen Dewey Bunnell als Hauptkomponist durchsetzt, desto deutlicher ist harmonischer Weichspülgang angesagt. Das gilt unverändert auch für die neue Scheibe: Dagegen erscheint selbst die softeste Boy-Group noch als wilde Heavy Metal-Band. (pw)

INNOVATORS (Sony Music)
Zusammen mit Sony präsentiert Hugo Boss jetzt eine Doppel-CD, auf der zalhreiche innovative Interpreten zu hören sind. Es gibt topaktuelle und auch ältere Stücke, die mittlerweile überall in den Charts zu finden sind. Stilrichtungen wie TripHop, Big Beat, Drum'n'Bass, Elektrodance und Alternative Pop sorgen für abwechslungsreiche Musik. Und wer als Innovator schon jetzt Musik hören möchte, die in Zukunft überall gespielt wird, für den ist die CD ein absolutes Muß. "Don't imitate - innovate". (jks)

DIVERSE
Songs from Ally McBeal featuring Vonda Shepard (Sony)
Wäre da nicht Vonda Shepard, man könnte die 14 Songs getrost allesamt vergessen. Doch die amerikanische Sängerin - mit einem Timbre, das dem von Tina Turner bis hin zu Cher in nichts nachsteht - reißt die Hörer mit und verleiht so abgelutschten Oldies wie »Hooked On A Feeling« und »It's In His Kiss« neuen Geist. Zurücklehnen und schwelgen!!! (pw)

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