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ISBEHAVIOUR
bieten groovigen, durch viele Musikstile beeinflussten Rock - in Warburg
nun erstmals ganz (!) unplugged. Der Sound der Band wird geprägt durch
den leidenschaftlichen Gesang von Frontfrau Kim, der ungewöhnlicher Weise
auch mal in französischer Sprache daherkommt.
Die Göttinger sind quasi alte Hasen auf dem unplugged-Sektor.
Bereits auf der '97er Live-CD »dayadreamalive« haben sie "unverstöpselte"
Stücke veröffentlicht. Der Ursprung dieser akustischen Stücke findet
sich im Jungen Theater Göttingen. Der Intendant des Theaters hatte 1997
das Projekt »Brunch Poetica« ins Leben gerufen. Am Sonntagvormittag gab
es hier den Brunch mit Lesungen und Musik. MISBEHAVIOUR wirkten zur Haupt-Brunchzeit
mit und entdeckten "unplugged" für sich.
Am 7.7. steht die fünf-köpfige Band einer neuen Herausforderung gegenüber:
Beim Festival der Straßenmusiker werden sie auch auf alle anderen
strombetriebenen Hilfsmittel verzichten müssen. Da wird vor allem vom
neuen Schlagzeuger Michael allerhand Fingerspitzengefühl verlangt. Der
Schlagzeuger ist im vergangenen Jahr zu der Formation gestoßen und hat
die jetztige Besetzung komplett gemacht. MISBEHAVIOUR als Projekt selbst
begeht allerdings 2002 bereits 10-Jähriges. Der Name wird nicht,
wie man vielleicht glauben könnte, von schlechtem Benehmen abgeleitet,
sondern von SAGA. Diese brachten Anfang der '90er das Stück "Behaviour"
raus. Von dem zu MIS-BEHAVIOUR waren es ja dann nur noch drei Buchstaben.
Bei MISBEHAVIOUR tragen alle ihre kreativen Facetten und die im jahrelangen
musikalischem Schaffen kultivierten Vorlieben zusammen. Daraus ergibt
sich ein Profil, dass die Atmosphären der Ballade und die Energien des
Punk-Rock in sich vereint. Insgesamt bedient sich MISBEHAVIOUR aus der
unerschöpflichen Wundertüte der musikalischen Blüten. Kims Gesang,
der als "melancholisch", "warm und wohltönend" und als "Rock-Röhe" bezeichnet
wird, ist wohl von allem etwas und doch wieder ganz was anderes. Sie selbst
gilt als frankophil. Diese Vorliebe erklärt wiederum die französischen
Texte. Das Stück »Demain«, das Kims Neigung entsprungen ist, brachte der
Band beim Varta-Musikpreis den siebten Platz.
Zurzeit arbeiten die MISBEHAVIOURs im Studio. Das jüngste Kind wird »lost
engine« heißen. Man munkelt, dass das eine Anspielung auf die
Bandgeschichte sein soll. Für die Zukunft haben MISBEHAVIOUR ein Projekt
geplant, bei dem sie Lesungen mit ihrer Musik verbinden wollen. Im Jungen
Theater Göttingen, im Sinne von »Brunch Poetica«. Unplugged - versteht
sich. (sr)
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