| Regioband des Monats April
2001
Den Minnesängern auf der Spur |
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In seinen Produktionen
seit 1999 widmet sich das nordhessiche Musiktheater
Dingo aus Hofgeismar der Musik der Minnesänger. Uralte Melodien
werden neu arrangiert, Texte vom Mittelhochdeutschen ins Hochdeutsche übertragen.
Die Melodien werden mit einem vorwiegend historisch geprägten Instrumentarium
begleitet.
Zwar stehen auch in neueren Produktionen bis zu 15 Musiker und Schauspieler auf der Bühne, aber das Rock-Instrumentarium und die Verstärkeranlage bleiben zuhause. Statt dessen bestimmen Harfe, Laute, Drehleier, Hümmelchen, Flöten, Trommel, Fidel und Dudelsack das Klangbild. Das erste Stück in diesem Stil war das Singspiel "Minne, traute Minne", das Werke von Minnesängern wie Neidhart von Reuental, Walter von der Vogelweide, Reinmar von Hagenau und dem Ritter Tanhuser zu neuem Erblühen brachte. Hinzu kamen Lieder und Vortragsprogramme. 2003 wurde auf einer Rügentournee erstmals das Nachfolgestück "Wizlaw, der Verführer" vorgestellt. Der NDR nannte das Stück "fast ein Musical des 14. Jahrhunderts". Im Mittelpunkt steht das abenteuerliche Leben des Sängerfürsten Wizlaw von Rügen. Für Kirchen, Klöster und Kapellen wurde das Programm "O Maria Flos Virginum" konzipiert, das 2004 in Nieheim Premiere hatte. Hier verbinden sich sakrale Melodien mit innigen Minneliedern zu einem spirituell-meditativem Klang-Erlebnis. Daneben tritt Dingo auf Märkten, in kleinen Theatern und Clubs mit Lieder- und musikalische begleiteten Vortragsveranstaltungen auf. Dingo beteiligte sich am Palästinalied-Benefizprojekt, war auf der letzten Pax-et-Gaudium-CD zu hören und begleitete Deutschlands führende Mittelalter-Gesangssolisten beim Minnesängerwettstreit 2005 auf Burg Falkenstein. In Vorbereitung ist ein Stück über Walther von der Vogelweide. (gl)
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