HabkeinGeld-SchnäppchenladenAktualisiert: 3 November, 2004   
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Die Vergessenen
(USA 2004)
Telly Paretta (Julianne Moore) quält sich mit der Erinnerung an den Tod ihres 8jährigen Sohns Sam herum, der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Das entfremdet sie immer mehr von ihrem Mann Jim (Anthony Edwards). Sie sucht Hilfe beim Psychiater (Gary Sinise) - doch der versucht ihr einzureden, dass sie an einer Wahnvorstellung leidet und ihr Sohn nie existiert hat. Und plötzlich ist alles weg: Fotos, Videos, Briefe, ganz so, als habe es Sam nie gegeben. Telly beginnt, an ihrem Verstand zu zweifeln. Doch dann trifft sie den Vater eines anderen Opfers des selben Flugzeugabsturzes (Dominic West). Gemeinsam wollen die beiden Licht in die Sache bringen. Starker Thriller! (lj)

 

 

 

Die Bourne-
Verschwörung

(USA 2004)
att Damon und Franka Potente haben bereits als Team in „Bourne Identität“ Zuschauer und Kritiker begeistert. Nun geht die Story um Jason Bourne weiter. Als ein hochrangiger chinesischer Politiker umgebracht wird, spricht alles dafür, dass Bourne der Attentäter ist. Offenbar will irgendjemand eine Krise zwischen den USA und China produzieren. Doch zwischen den Fronten der Geheimdienste und auf der Suche nach seiner wahren Identität bleibt Bourne nur wenig Zeit, um der Sache auf die Spur zu kommen. Denn auch seine Freundin Marie ist im Fadenkreuz der Verfolger! Intelligenter Agententhriller. (lj)

 

 

 

Rollerball (USA 2001)
974 zeigte Regisseur Norman Jewisons ein zynisches Zukunftsbild anhand einer Sportart, dem Rollerball. Bei diesem mörderischen Mix aus Hockey, Motocross und Rugby, werden die Spieler praktisch “verheizt”, um das Volk in bester römischer Tod-und-Spiele-Manier ruhig zu stellen. Das ganze funktioniert so lange, bis der Champion rebelliert. Das Remake verkommt zu einem zweitrangigen Videotheken-Movie mit dem Stellenwert eines »Karate Tiger Teil 38«. Ohne Sinn und Verstand, ohne Originalität und Witz werden hier uninteressante Sport-Szenen mit allen relevanten gesellschaftspolitschen Themen der heutigen Zeit zu einem unerträglichen Cocktail gemixt. In jeder Sekunde wirkt alles verzweifelt spektakulär. Selbst Klasse-Mime Jean Reno geht in dieser cineastischen Katastophe unter. Schlimm! Es gibt viele Gründe, diesen Film nicht zu sehen. Hier die wichtigsten: lahme Action, keine erkennbare Story, dazu stümperhafte filmische Umsetzung - kurz erbärmlich! (dj)

jay & silant bob schlagen zurück

jay & silant bob schlagen zurück

jay & silant bob schlagen zurück

Jay & Silant Bob schlagen zurück (USA 2001)
ir kennen sie aus dem Afroman-Videoclip »Because I Got High«, und auch in in dem Film »Dogma« (mit Ben Afflect und Matt Damon) hatten sie ihren Auftritt: Jay und Silant Bob - Kulthelden des amerikanischen Independent-Kinos, erschaffen von Clerks-Regisseur Kevin Smith. Nun bekommen der dauerquasselnde Kiffer Jay (Jason Mewes) und sein schweigsamer Kumpel Silant Bob (von Kevin Smith selbstdargestellt) ihr eigenes Forum, sprich ihren eigenen Film, ganz für sich allein: Die beiden Chaoten erfahren, dass ein Filmstudio ihr Leben verfilmen will - ohne sie finanziell zu beteiligen. Prompt machen sie sich auf nach Hollywood. Doch ihr Trip ist gepflastert mit reichlich Turbulenzen. Smiths bissiger Humor verliert sich hier leider in albernen Zoten auf »American Pie«-Niveau, doch die alberne Hollywood-Satire hatte großen Erfolg in den Staaten und dürfte auch hier zulande für klingelnde Kinokassen sorgen. Naja... (dj)

 

 

 

 


 

 

 

Showtime (USA 2002)
er Plot ist nicht neu: Ein TV-Polizist wird mit einem richtigen Cop auf Streife geschickt. Schon in Johan Bahams in die Jahre gekommenen Film »Auf die harte Tour« zeigte James Woods einem Filmstar (Michael J. Fox) die harte Realität im Kampf gegen die Kriminalität. Nun bekommt Robert De Niro als humorloser Detektive Mitch Preston Eddie Murphy zur Seite gestellt, die für eine Reality-TV-Show ungewollt zusammenarbeiten müssen. Dass diese Komödie funktioniert, ist vor allem der haarsträubenden Kombination aus De Niros Taxi-Driver-Parodie und Murphys Plappermaul zu verdanken. Den beiden zuzuschauen, macht einfach Spaß. Und William Shatner als Schauspieltrainer, der frustiert über De Niros Schauspieltalent sinniert, ist auch nicht der schlechteste Einfall. Kurzweilige Komödie! (dj)

schiffsmeldungen

schiffsmeldungen

 

Schiffsmeldungen (USA 2001)
uoyle (Kevin Spacey) ist ein Verlierer: mieser Job, Eltern, die Selbstmord begehen und eine schlampige Ehefrau (Cate Blanchett), die ihn betrügt. Als diese stirbt, wagt er auf Anraten seiner Tante (Judi Dench) einen Neuanfang. So geht er zusammen mit ihr und seiner Tochter nach Neufundland, an den Ort seiner Vorfahren. Er heuert bei der Lokalzeitung als Verfasser der Schiffsmeldungen an und freundet sich mit der allein erziehenden Mutter Wavey (Julianne Moore) an..... Mehrere Jahre galt der Bestseller von Annie Proux als unverfilmbar, bis der dänische Regisseur Lasse Halmström das Projekt in Angriff nahm. Herausgekommen ist ein stimmungsvolles Drama, das sich durch Wärme auszeichnet und mit einer Top-Besetzung aufwarten kann. Großartig! (dj)

ice age

ice age

 

Ice Age
n diesem Monat bieten wir Euch in unserer Kinonacht einen Trickfilm der Superlative! Die Erde kurz vor der Eiszeit an einem Samstagnachmittag: Das Mammut Manfred, Säbelzahntiger Diego und das verpennte, aber hartnäckige Faultier Sid retten ein Menschenbaby. Zusammen machen sie sich auf, dessen Familie zu finden. Doch die Rettungsarbeiten werden vom gierigen Rattenhörnchen Scrat erschwert, dass wegen einer einzigen Nuss eine Katastrophe planetaren Ausmaßes heraufbeschwört. Auf ihrem Weg gen Süden müssen die Reisegefährten daher etliche Abenteuer bestehen... Mit ihrem ersten abendfüllenden Animationsabenteuer kratzt das New Yorker Blue Sky Studio mächtig am digitalen Trickfilm-Thron der Konkurrenten DreamWorks (»Shrek«) und Disney/Pixar (»Monster AG«). »Ice Age« bietet bizarre Welten, slapstickartigen Humor und eindrucksvolle Bilder voller Bewegung und Action. Ein faszinierendes Trickfilm-Abenteuer! (nn)


from hell

from hell
From Hell (USA 2001)
r ist immer noch der berühmteste Serienmörder der englischen Kriminalgeschichte, der nie gefasste Prostituierten-Schlitzer Jack the Ripper stand schon für so manches Grusel-Kino Pate. Auch diesmal muss die Krimi-Legende herhalten: London im Jahre 1888, ein unbekannter Killer wütet im Rotlichtviertel und bringt reihenweise Huren um. Die Ermittlungen übernimmt Inspektor Abberline (Johnny Depp), der zur Tätersuche seine sich vor allem unter Opium entfaltenden hellseherischen Fähigkeiten und das Straßenmädchen Mary Kelly (Heather Graham) als Lockmittel einsetzt. Eine Spur führt ihn in die höchsten Londoner Kreise. Während Depps selbstzerstörerische Darstellung wie immer hervorragend ist, bleibt der nach Alan Moores Erfolgs-Comic entstandene Film unentschlossen, ob er eher Sozialstudie oder Horror-Story sein will. So verliert sich das Ganze in einer vielfältigen Mischung aus Ausstattungs-Drama, Krimi, Slasher-Morden, Liebesromanze und Thriller - was zuviel ist, ist zuviel! (dj)


spy game

spy game
Spy Game (USA 2001)
ls eine Befreiungsaktion in einem chinesischen Gefängnis misslingt, wird der CIA-Spitzel Tom Bishop (Brad Pitt) von den dortigen Machthabern gefasst und verhaftet. Bereits 24 Stunden später soll er wegen Spionage hingerichtet werden. Zur gleichen Zeit in Langley (Virginia), im Hauptquartier des Geheimdienstes: CIA-Veteran Nathan Muir (Robert Redford) beginnt seinen letzten Tag im Dienst. Noch bevor er ins Büro kommt, erhält er einen Anruf aus der britischen Botschaft in Hongkong. So bekommt Muir Zugang zu den streng geheimen Informationen über die Verhaftung seines ehemaligen Agenten. Da die Beziehungen zwischen den Staaten und China nicht belastet werden sollen, wollen die CIA-Oberen nämlich ihren Mann opfern - schließlich war dieser nur inoffiziell im Einsatz. Gegen den Willen seiner Vorgesetzten und mit vielen Tricks und Seilschaften versucht Muir nun Bishop vor Ablauf des Ultimatums zu befreien, dafür bleiben ihm jedoch nur noch wenige Stunden. Regisseur Tony Scott (»Top Gun«) kann großartige Explosionen koordinieren und schnelle Bilder zu lauter Musik drehen - typische Popcorn-Kracher halt! Nun betritt er neues Terrain, mit "Spy Game" versucht er einen Film mit einer richtigen Geschichte zu erzählen - was ihm aber nur teilweise gelingt. So überkommt den Zuschauer oft das Gefühl, dass der Regisseur mit seiner Story überfordert ist und dass er diesen Makel hinter einer wahren Bilderflut zu verstecken versucht. Dabei wird letztendlich aus dem guten Willen nur Mittelmaß! (nn)

a beautiful mind

a beautiful mind
A Beautiful Mind (USA 2001)
ie amerikanische Elite-Uni Princeton 1947. Der hochintelligente John Nash (brillant: Russel Crowe) beginnt mit seinem Mathematikstudium. Während es mit dem Studentenleben und dem Kontakt zu seinen Kommilitonen hapert, klappt das wissenschaftliche Studium um so besser. Mit der Entdeckung einer sensationellen mathematischen Theorie beginnt seine kometenhafte Karriere: Erst bekommt er einen begehrten Dozentenjob, dann folgt der Ruf aus dem Verteidigungsministerium, hier soll er als Codeknacker zum Einsatz kommen. Doch sein Aufstieg erfährt eine dramatische Wendung, denn plötzlich fühlt sich Nash verfolgt, immer häufiger leidet er an Halluzinationen. Die Diagnose ist ein Schicksalsschlag, er ist geisteskrank - der Beginn langer Jahre der Paranoia und des Wahns. Der Film, der auf einer wahren Geschichte basiert, schildert den mühsamen Heilungsprozess und späten Ruhm, als Nash schließlich doch noch den Nobelpreis erhält. Regisseur Ron Howard hielt sich für sein Drama eng an die Biographie des Preisträgers. Eindrucksvoll, zurecht für den Oscar vorgeschlagen! (dj)

was nicht passt, wird passend gemacht Was nicht passt, wird passend gemacht (BRD 2001)
uch ein toter polnischer Schwarzarbeiter kann die Mannen des Bautrupp Wiesenkamp nicht schocken. Der Kollege wird einfach ins Fundament gegossen und unauffällig entsorgt. So harmlos fängt der zweite Spielfilm von Regisseur Peter Thorwarth an. Nach der bezaubernden Kifferkomödie »Bang Boom Bang« setzt Thorwarth wieder auf den unwiderstehlichen Ruhrpott-Charme. Erfolgreich! Denn die Welt der Bauarbeiter wird hier detailgenau, aber gleichzeitig so skurril dargestellt, dass Lachtränen garantiert sind. Humoreske Garanten der turbolenten Komödie sind Ralf Richter, Wille Thomczyk und Hilmi Sözer, die die Baustellen-Jungs Horst, Kalle und Kümmel mit heftigen Sprüchen und witzigem Slapstick darstellen. Sie malochen für Werner Wiesenkamp (Dietmar Bär), dessen Firma nicht gerade eine Vorzeigebetrieb der Baubranche ist. Ihre Arbeitsmoral verhindert, besonderes Vertrauen in die Maurerzunft zu haben: Mit der Präzision am Bau haben es die drei nämlich nicht so, da werden Pläne schon mal großzügiger ausgelegt - und wenn irgendwo etwas nicht passt, dann wird es halt passend gemacht. Urkomische Komödie! (dj)

asterix

asterix

[ Tolle Szenenfotos ]
Asterix - Mission Cleopatra (F 2001)
eim Teutates, nur mit Grauen erinnert wir uns an die erste Realverfilmung der Comicserie Asterix & Obelix. Das Abenteuer der aufmüpfigen Gallier war seinerzeit dermaßen langweilig und uncharmant in Szene gesetzt worden, dass die zweite Umsetzung mit ihrem Wortwitz und gelungenen Slapstick-Einlagen regelrecht begeistert: Asterix & Obelix (Christian Clavier & Gérard Depardieu) helfen dem Architekten Numerobis (Jamel Debbouze) einen Tempel für die ägyptische Königin Cleopatra (Monica Belluci) zu bauen, der in drei Monaten fertig sein soll. Brauchen sie länger, verliert die Königin ihre Wette gegen Cäsar (Alain Chabat) - was den Tod des Archtikten zur Folge hätte. Mit Zaubertrank im Gepäck soll das Unmögliche möglich gemacht werden....Kurzweiliger Humor! (dj)

heaven

heaven
Heaven (USA/BRD/F 2001)
gal ob »Winterschläfer«, »Lola rennt« oder »Der Krieger und die Kaiserin«: Tom Tykwers Filme handeln im Grunde immer über Schicksal, Liebe und Hoffnung. Auch »Heaven«, der diesjährige "Berlinale"-Eröffnungsfilm, macht da keine Ausnahme. Auf Grundlage des Drehbuchs des 1996 verstorbenen polnischen Regisseurs Krzysztof Kieslowski ("Drei-Farben-Trilogie") drehte der Wuppertaler die Geschichte einer in Turin lebenden Englischlehrerin (Cate Blanchett), die zur "Selbsthilfe" greift. Weil die Polizei die Drogenproblematik an ihrer Schule unbeachtet lässt, plant sie, mit Hilfe einer selbstgebastelten Bombe den Dealer umzubringen. Doch etwas läuft schief, bei dem Anschlag sterben auch unschuldige Kinder. Kurz darauf nimmt sie die Polizei fest. Ausgerechnet bei der Vernehmung verliebt sich der junge Polizeibeamte Filippo (Giovanni Ribis) in die Täterin. Tykwer zeigt in seiner ersten internationalen Produktion eindrucksvolle Momente und Gefühle, die er ohne technische Effekte in Szene setzte. Mit »Heaven« gelang dem deutschen Regisseur nicht nur eine tragische Liebesgeschichte, sondern auch ein cineastisches Meisterwerk, das den normalen Kino-Konsumenten aber aller Wahrscheinlichkeit nach überfordern dürfte. Großes Kino! (nn)



 

I Am Sam (USA 2001)
eftig auf die Tränendrüse drückt Sean Penn als geistig Zurückgebliebener, dem die zuständige Sozialarbeiterin die Tochter Lucy (Dakota Fanning) wegnehmen und zu Pflegeeltern geben will. Grund: Lucy ist mittlerweile sieben Jahre alt und Sam ihr intellektuell nicht mehr gewachsen. Und obwohl Sam vor Gericht kaum Chancen hat, nimmt er den Kampf gegen das Rechtssystem auf – denn „ein Leben ohne seine Tochter sei kein Leben mehr“. Unerwartet Hilfe bekommt er von der Anwältin Rita Harrison (Michelle Pfeiffer), die zunächst den Fall nur als Herausforderung angenommen hat, dann aber Sams Problematik begreifen lernt und anfängt, mit Sam und Lucy vor Gericht leidenschaftlich zu kämpfen. Arg kitschig, klar. Trotzdem: Rührend!


 


 

2002 - Durchgeknallt im All (D 2001)
eslie Nielsen ist wieder da. Und natürlich wird's wieder ziemlich absurd und albern. Agent Doppel Null Richard "Dick" Dix (Leslie Nielsen) kommt zum Einsatz, weil der Präsident der USA auf einer geheimen Mondbasis angeblich im Auftrag von Aliens gefangen gehalten wird, während ein Klon im Weißen Haus sitzt. Der Top-Agent und seine schöne Assistentin (Ophélie Winter) brechen auf, um den echten Präsidenten zu befreien und ins Weiße Haus zu bringen. Auf der Raumstation werden die beiden nicht nur vom Wissenschaftler Dr. Pratt (Peter Egan) empfangen, sondern auch noch von Verona Feldbusch! Die heißt hier Mrs. Pustle. Nanu?!?Das bringt die Doppelnull jetzt aber endgültig durcheinander, so dass er die Präsis verwechselt und vollends für Chaos auf der Erde sorgt. Gibt es einen Ausweg? Science-Fiction- und Agentenklassiker werden gnadenlos durch den Kakao gezogen. (lj)


 


 

Bella Martha (D 2001)
artha (Martina Gedeck) ist Chefköchin in einem Hamburger Nobelrestaurant. Ihr Leben wie ihre Kochkünste unterliegen genauen Regeln, von denen sie keinen Deut abweicht. Als ihre Schwester bei einem Autounfall stirbt und Martha sich ihrer acht Jahre alten Nichte Lina (Maxime Forster) annimmt, wird ihr Leben durcheinandergewirbelt. Turbulent wird es, als der italienische Koch Mario (Sergio Castellitto) die Szenerie betritt, um Martha am Arbeitsplatz zu entlasten. Denn er lebt gänzlich anders als die kühle Köchin: Spontan kreiert er Gaumengenüsse, wo Martha sich strikt an die Rezepte hält. Die auf den ersten Blick recht einfach komponierte Story entpuppt sich beim näheren Hinsehen als vielschichtig. Getragen wird der Film aber in erster Linie von Martina Gedeck, die wieder einmal ihr Können unter Beweis stellt. Ihre Martha wird nicht den gierigen Zuschauern preisgegeben, sondern bewahrt sich stets etwas Geheimnisvolles und Untergründiges. Haute Cuisine des Kinos: Ein Hochgenuss der Schauspielkunst. (sk)


 


 

Songs From The Second Floor (S/NW/DK 2001)
er schwedische Regisseur und Werbefilmmacher Roy Andersson inszeniert eine moderne Apokalypse in 46 Bildern. Fallen die nordischen Filmemacher in letzter Zeit durch Dogma-Streifen auf, hält sich Andersson eher an Regeln des Theaters. Seine 46 Szenen sind fast immer mit statischer Kamera aufgenommen und zeigen meist eine extreme Weitwinkelperspektive. In der Verzerrung wirken die Handlungsabläufe noch härter: Ein Firmenchef wirft Untergebene hinaus, ein Zauberer zersägt fast um Haaresbreite einen Freiwilligen. Bindeglied zwischen den Einzelteilen ist die Figur des Karl (Lars Nordh). Er hat aus Verzweiflung sein Möbelgeschäft angesteckt, um der Versicherungssumme habhaft zu werden und schlägt sich mit dem Verkauf von Kruzifixen durchs Leben. Allesamt sind die Protagonisten auf die ein oder andere Weise Verlierer, der Film zeigt den Untergang der westlichen Welt. Seine genau komponierten Einstellungen werden von der Musik Benny Anderssons (ABBA) genial unterstrichen. Keine leichte, aber lohnenswerte Kost(barkeit): Nordische Apokalypse. (sk)


 

the mothman prophecies
the mothman prophecies

 

The Mothman Prophecies
iesige "Mottenmänner" mit Flügeln und roten Augen sollen in einer kleinen Stadt in West Virginia aufgetaucht sein. Sind es Außerirdische? Jede Menge Spekulationen begleiten die skurrilen Geschehnisse. Als seine Frau (Debra Messing) bei Recherchen zu diesem Thema ums Leben kommt, bricht für den Washington-Post-Reporter John Klein (Richard Gere) eine Welt zusammen. Er kündigt seinen Job und ermittelt selbst. Immer tiefer rutscht er in die unheimliche Geschichte hinein. Bald kann auch er nicht mehr zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden. Mistery-Thriller nach wahren Begebenheiten. Im November `66 mehrten sich in Virginia die Augenzeugenberichte, die diese fledermausartigen Kreaturen gesehen haben wollen. Und nicht nur das: Ufos wurden gesichtet, die Hysterie wurde immer größer. (dj)


 

panic room

panic room

panic room

Panic Room (USA 2002)
er “Panic Room” ist ein geheimes Zimmer inmitten eines modernen Sandsteinhauses in New York - das perfekte Zuhause für die unter Angstattacken leidende Millionärsgattin Meg Altmann ( Jodie Foster) und ihre Tocher Sarah (Kirsten Stewart), die beide Ruhe und Sicherheit suchen. Schneller als erwartet kommt das Hochsicherheitsversteck zum Einsatz, denn drei Gangster (Forest Whitaker, Jared Leto, Dwight Yoakam) stürmen das Haus. Mutter und Tochter können dem Anschlag gerade noch entkommen und finden Zuflucht in dem MiniBunker. Auf Monitoren verfolgen sie nun angstvoll die Umsetzung eines perfiden Plans... »Seven«-Regisseur David Fincher liefert für seine Verhältnisse einen soliden Thriller ab, der aber nicht nur Film-Figuren zu einem finsteren Albtraum entwickelt. Spannend, raffiniert, grandios! (dj)

 

 

 




 

 

 

Rollerball (USA 2001)
974 zeigte Regisseur Norman Jewisons ein zynisches Zukunftsbild anhand einer Sportart, dem Rollerball. Bei diesem mörderischen Mix aus Hockey, Motocross und Rugby, werden die Spieler praktisch “verheizt”, um das Volk in bester römischer Tod-und-Spiele-Manier ruhig zu stellen. Das ganze funktioniert so lange, bis der Champion rebelliert. Das Remake verkommt zu einem zweitrangigen Videotheken-Movie mit dem Stellenwert eines »Karate Tiger Teil 38«. Ohne Sinn und Verstand, ohne Originalität und Witz werden hier uninteressante Sport-Szenen mit allen relevanten gesellschaftspolitschen Themen der heutigen Zeit zu einem unerträglichen Cocktail gemixt. In jeder Sekunde wirkt alles verzweifelt spektakulär. Selbst Klasse-Mime Jean Reno geht in dieser cineastischen Katastophe unter. Schlimm! Es gibt viele Gründe, diesen Film nicht zu sehen. Hier die wichtigsten: lahme Action, keine erkennbare Story, dazu stümperhafte filmische Umsetzung - kurz erbärmlich! (dj)

jay & silant bob schlagen zurück

jay & silant bob schlagen zurück

jay & silant bob schlagen zurück

Jay & Silant Bob schlagen zurück (USA 2001)
ir kennen sie aus dem Afroman-Videoclip »Because I Got High«, und auch in in dem Film »Dogma« (mit Ben Afflect und Matt Damon) hatten sie ihren Auftritt: Jay und Silant Bob - Kulthelden des amerikanischen Independent-Kinos, erschaffen von Clerks-Regisseur Kevin Smith. Nun bekommen der dauerquasselnde Kiffer Jay (Jason Mewes) und sein schweigsamer Kumpel Silant Bob (von Kevin Smith selbstdargestellt) ihr eigenes Forum, sprich ihren eigenen Film, ganz für sich allein: Die beiden Chaoten erfahren, dass ein Filmstudio ihr Leben verfilmen will - ohne sie finanziell zu beteiligen. Prompt machen sie sich auf nach Hollywood. Doch ihr Trip ist gepflastert mit reichlich Turbulenzen. Smiths bissiger Humor verliert sich hier leider in albernen Zoten auf »American Pie«-Niveau, doch die alberne Hollywood-Satire hatte großen Erfolg in den Staaten und dürfte auch hier zulande für klingelnde Kinokassen sorgen. Naja... (dj)

 

 

 

 


 

 

 

Showtime (USA 2002)
er Plot ist nicht neu: Ein TV-Polizist wird mit einem richtigen Cop auf Streife geschickt. Schon in Johan Bahams in die Jahre gekommenen Film »Auf die harte Tour« zeigte James Woods einem Filmstar (Michael J. Fox) die harte Realität im Kampf gegen die Kriminalität. Nun bekommt Robert De Niro als humorloser Detektive Mitch Preston Eddie Murphy zur Seite gestellt, die für eine Reality-TV-Show ungewollt zusammenarbeiten müssen. Dass diese Komödie funktioniert, ist vor allem der haarsträubenden Kombination aus De Niros Taxi-Driver-Parodie und Murphys Plappermaul zu verdanken. Den beiden zuzuschauen, macht einfach Spaß. Und William Shatner als Schauspieltrainer, der frustiert über De Niros Schauspieltalent sinniert, ist auch nicht der schlechteste Einfall. Kurzweilige Komödie! (dj)

schiffsmeldungen

schiffsmeldungen

 

Schiffsmeldungen (USA 2001)
uoyle (Kevin Spacey) ist ein Verlierer: mieser Job, Eltern, die Selbstmord begehen und eine schlampige Ehefrau (Cate Blanchett), die ihn betrügt. Als diese stirbt, wagt er auf Anraten seiner Tante (Judi Dench) einen Neuanfang. So geht er zusammen mit ihr und seiner Tochter nach Neufundland, an den Ort seiner Vorfahren. Er heuert bei der Lokalzeitung als Verfasser der Schiffsmeldungen an und freundet sich mit der allein erziehenden Mutter Wavey (Julianne Moore) an..... Mehrere Jahre galt der Bestseller von Annie Proux als unverfilmbar, bis der dänische Regisseur Lasse Halmström das Projekt in Angriff nahm. Herausgekommen ist ein stimmungsvolles Drama, das sich durch Wärme auszeichnet und mit einer Top-Besetzung aufwarten kann. Großartig! (dj)

ice age

ice age

 

Ice Age
n diesem Monat bieten wir Euch in unserer Kinonacht einen Trickfilm der Superlative! Die Erde kurz vor der Eiszeit an einem Samstagnachmittag: Das Mammut Manfred, Säbelzahntiger Diego und das verpennte, aber hartnäckige Faultier Sid retten ein Menschenbaby. Zusammen machen sie sich auf, dessen Familie zu finden. Doch die Rettungsarbeiten werden vom gierigen Rattenhörnchen Scrat erschwert, dass wegen einer einzigen Nuss eine Katastrophe planetaren Ausmaßes heraufbeschwört. Auf ihrem Weg gen Süden müssen die Reisegefährten daher etliche Abenteuer bestehen... Mit ihrem ersten abendfüllenden Animationsabenteuer kratzt das New Yorker Blue Sky Studio mächtig am digitalen Trickfilm-Thron der Konkurrenten DreamWorks (»Shrek«) und Disney/Pixar (»Monster AG«). »Ice Age« bietet bizarre Welten, slapstickartigen Humor und eindrucksvolle Bilder voller Bewegung und Action. Ein faszinierendes Trickfilm-Abenteuer! (nn)


from hell

from hell
From Hell (USA 2001)
r ist immer noch der berühmteste Serienmörder der englischen Kriminalgeschichte, der nie gefasste Prostituierten-Schlitzer Jack the Ripper stand schon für so manches Grusel-Kino Pate. Auch diesmal muss die Krimi-Legende herhalten: London im Jahre 1888, ein unbekannter Killer wütet im Rotlichtviertel und bringt reihenweise Huren um. Die Ermittlungen übernimmt Inspektor Abberline (Johnny Depp), der zur Tätersuche seine sich vor allem unter Opium entfaltenden hellseherischen Fähigkeiten und das Straßenmädchen Mary Kelly (Heather Graham) als Lockmittel einsetzt. Eine Spur führt ihn in die höchsten Londoner Kreise. Während Depps selbstzerstörerische Darstellung wie immer hervorragend ist, bleibt der nach Alan Moores Erfolgs-Comic entstandene Film unentschlossen, ob er eher Sozialstudie oder Horror-Story sein will. So verliert sich das Ganze in einer vielfältigen Mischung aus Ausstattungs-Drama, Krimi, Slasher-Morden, Liebesromanze und Thriller - was zuviel ist, ist zuviel! (dj)


spy game

spy game
Spy Game (USA 2001)
ls eine Befreiungsaktion in einem chinesischen Gefängnis misslingt, wird der CIA-Spitzel Tom Bishop (Brad Pitt) von den dortigen Machthabern gefasst und verhaftet. Bereits 24 Stunden später soll er wegen Spionage hingerichtet werden. Zur gleichen Zeit in Langley (Virginia), im Hauptquartier des Geheimdienstes: CIA-Veteran Nathan Muir (Robert Redford) beginnt seinen letzten Tag im Dienst. Noch bevor er ins Büro kommt, erhält er einen Anruf aus der britischen Botschaft in Hongkong. So bekommt Muir Zugang zu den streng geheimen Informationen über die Verhaftung seines ehemaligen Agenten. Da die Beziehungen zwischen den Staaten und China nicht belastet werden sollen, wollen die CIA-Oberen nämlich ihren Mann opfern - schließlich war dieser nur inoffiziell im Einsatz. Gegen den Willen seiner Vorgesetzten und mit vielen Tricks und Seilschaften versucht Muir nun Bishop vor Ablauf des Ultimatums zu befreien, dafür bleiben ihm jedoch nur noch wenige Stunden. Regisseur Tony Scott (»Top Gun«) kann großartige Explosionen koordinieren und schnelle Bilder zu lauter Musik drehen - typische Popcorn-Kracher halt! Nun betritt er neues Terrain, mit "Spy Game" versucht er einen Film mit einer richtigen Geschichte zu erzählen - was ihm aber nur teilweise gelingt. So überkommt den Zuschauer oft das Gefühl, dass der Regisseur mit seiner Story überfordert ist und dass er diesen Makel hinter einer wahren Bilderflut zu verstecken versucht. Dabei wird letztendlich aus dem guten Willen nur Mittelmaß! (nn)

a beautiful mind

a beautiful mind
A Beautiful Mind (USA 2001)
ie amerikanische Elite-Uni Princeton 1947. Der hochintelligente John Nash (brillant: Russel Crowe) beginnt mit seinem Mathematikstudium. Während es mit dem Studentenleben und dem Kontakt zu seinen Kommilitonen hapert, klappt das wissenschaftliche Studium um so besser. Mit der Entdeckung einer sensationellen mathematischen Theorie beginnt seine kometenhafte Karriere: Erst bekommt er einen begehrten Dozentenjob, dann folgt der Ruf aus dem Verteidigungsministerium, hier soll er als Codeknacker zum Einsatz kommen. Doch sein Aufstieg erfährt eine dramatische Wendung, denn plötzlich fühlt sich Nash verfolgt, immer häufiger leidet er an Halluzinationen. Die Diagnose ist ein Schicksalsschlag, er ist geisteskrank - der Beginn langer Jahre der Paranoia und des Wahns. Der Film, der auf einer wahren Geschichte basiert, schildert den mühsamen Heilungsprozess und späten Ruhm, als Nash schließlich doch noch den Nobelpreis erhält. Regisseur Ron Howard hielt sich für sein Drama eng an die Biographie des Preisträgers. Eindrucksvoll, zurecht für den Oscar vorgeschlagen! (dj)

was nicht passt, wird passend gemacht Was nicht passt, wird passend gemacht (BRD 2001)
uch ein toter polnischer Schwarzarbeiter kann die Mannen des Bautrupp Wiesenkamp nicht schocken. Der Kollege wird einfach ins Fundament gegossen und unauffällig entsorgt. So harmlos fängt der zweite Spielfilm von Regisseur Peter Thorwarth an. Nach der bezaubernden Kifferkomödie »Bang Boom Bang« setzt Thorwarth wieder auf den unwiderstehlichen Ruhrpott-Charme. Erfolgreich! Denn die Welt der Bauarbeiter wird hier detailgenau, aber gleichzeitig so skurril dargestellt, dass Lachtränen garantiert sind. Humoreske Garanten der turbolenten Komödie sind Ralf Richter, Wille Thomczyk und Hilmi Sözer, die die Baustellen-Jungs Horst, Kalle und Kümmel mit heftigen Sprüchen und witzigem Slapstick darstellen. Sie malochen für Werner Wiesenkamp (Dietmar Bär), dessen Firma nicht gerade eine Vorzeigebetrieb der Baubranche ist. Ihre Arbeitsmoral verhindert, besonderes Vertrauen in die Maurerzunft zu haben: Mit der Präzision am Bau haben es die drei nämlich nicht so, da werden Pläne schon mal großzügiger ausgelegt - und wenn irgendwo etwas nicht passt, dann wird es halt passend gemacht. Urkomische Komödie! (dj)

asterix

asterix

[ Tolle Szenenfotos ]
Asterix - Mission Cleopatra (F 2001)
eim Teutates, nur mit Grauen erinnert wir uns an die erste Realverfilmung der Comicserie Asterix & Obelix. Das Abenteuer der aufmüpfigen Gallier war seinerzeit dermaßen langweilig und uncharmant in Szene gesetzt worden, dass die zweite Umsetzung mit ihrem Wortwitz und gelungenen Slapstick-Einlagen regelrecht begeistert: Asterix & Obelix (Christian Clavier & Gérard Depardieu) helfen dem Architekten Numerobis (Jamel Debbouze) einen Tempel für die ägyptische Königin Cleopatra (Monica Belluci) zu bauen, der in drei Monaten fertig sein soll. Brauchen sie länger, verliert die Königin ihre Wette gegen Cäsar (Alain Chabat) - was den Tod des Archtikten zur Folge hätte. Mit Zaubertrank im Gepäck soll das Unmögliche möglich gemacht werden....Kurzweiliger Humor! (dj)

heaven

heaven
Heaven (USA/BRD/F 2001)
gal ob »Winterschläfer«, »Lola rennt« oder »Der Krieger und die Kaiserin«: Tom Tykwers Filme handeln im Grunde immer über Schicksal, Liebe und Hoffnung. Auch »Heaven«, der diesjährige "Berlinale"-Eröffnungsfilm, macht da keine Ausnahme. Auf Grundlage des Drehbuchs des 1996 verstorbenen polnischen Regisseurs Krzysztof Kieslowski ("Drei-Farben-Trilogie") drehte der Wuppertaler die Geschichte einer in Turin lebenden Englischlehrerin (Cate Blanchett), die zur "Selbsthilfe" greift. Weil die Polizei die Drogenproblematik an ihrer Schule unbeachtet lässt, plant sie, mit Hilfe einer selbstgebastelten Bombe den Dealer umzubringen. Doch etwas läuft schief, bei dem Anschlag sterben auch unschuldige Kinder. Kurz darauf nimmt sie die Polizei fest. Ausgerechnet bei der Vernehmung verliebt sich der junge Polizeibeamte Filippo (Giovanni Ribis) in die Täterin. Tykwer zeigt in seiner ersten internationalen Produktion eindrucksvolle Momente und Gefühle, die er ohne technische Effekte in Szene setzte. Mit »Heaven« gelang dem deutschen Regisseur nicht nur eine tragische Liebesgeschichte, sondern auch ein cineastisches Meisterwerk, das den normalen Kino-Konsumenten aber aller Wahrscheinlichkeit nach überfordern dürfte. Großes Kino! (nn)


Rush Hour 1 & 2
nspektor Lee (Jackie Chan) ist die Nummer Eins im Kampf gegen Hongkongs Kriminalität. Als die Tochter des chinesischen Konsuls Han, seinem langjährigen Freund, in Los Angeles entführt wird, übernimmt Lee die Ermittlungen. Das FBI will das mit allen Mitteln unterbinden und beauftragt deshalb Polizist James Carter (Chris Tucker), der auf Lee achtgeben und ihn mit allen Mitteln von dem Fall fernhalten soll. Doch Carter ist selbst aus, den Fall zu lösen, und versucht, den neugierigen Lee loszuwerden. Das FBI versucht nun, beide abzuschütteln. Carter und Lee wird klar, dass an der Sache etwas faul ist. Im zweiten Teil fliegen die beiden Cops nach den bestandenen Abenteuern in L.A. nach Hongkong. Dort will Carter endlich einmal ausspannen. Doch die exotische Idylle währt nur kurz: Zwei amerikanische Zollbeamte werden ermordet. Lee bekommt den Fall übertragen. Trotz Carters pausenloser Proteste stecken die beiden sehr schnell wieder im dicksten Schlamassel. Jackie Chans unglaubliches Körpergeschick und der Humor der Quasselstrippe Chris Tucker gehen eine geniale Verbindung ein. Großer Spaß! (nn)

  Heist - der letzte Coup (USA 2001)
entlemangauner Joe Moore (Gene Hackman) will in den Ruhestand gehen, er möchte nur noch mit seiner bezaubernden Frau Fran (Rebecca Pidgeon) auf einem Segelboot um die Welt segeln. Doch sein Geldgieriger Hehler Bergman (Danny Devito) fordert noch einen letzten Coup von ihm, Joe soll ein Transportflugzeug überfallen und eine ganze Ladung Gold klauen. Zusammen mit seinem eingespielten Team Blane (Delroy Lindo) und Pinky (Ricky Jah) macht sich der Gauner eher widerwillig ans Werk... Regisseur und Purlitzerpreisträger David Mamet setzt den charmanten Betrügern dieser Welt ein Denkmal, sein Film ist spannend, detailgenau und ironisch zugleich. "Heist" ist ein cleverer Krimi mit einem brillanten Gene Hackman. Tricky! (dj)
Vanilla Sky (USA 2001)
avid (Tom Cruise) ist ein Millionenerbe, er verfügt über eine Menge Macht und sieht zudem auch noch gut aus. Ein Traummann, bei dem die Frauen Schlange stehen. Als kaltschnäuziger Herzenbrecher kümmern ihn die Gefühle seine Freundinnen und Gespielinnen jedoch recht wenig. Auch die Verführungsversuche seines aktuellen Betthäschens Julie (Cameron Diaz) übergeht er locker. Als er auf seiner Geburtstagsparty Sofia (Penelope Cruz) kennenlernt und mit ihr eine ganze Nacht nur über Gott, die Welt und die Liebe redet, ändern sich Davids Ansichten: Zum ersten Mal im Leben ist er verliebt. Doch als er am nächsten Morgen die Wohnung verlässt, fängt ihn Julie ab. Sie überredet ihn zu einer Autofahrt und steuert in einem Eifersuchtsaffekt von einer Brücke. Ist sie tot und David überlebt unverletzt, oder lebt sie doch noch, während David plötzlich mit einer Latexmaske als Mordangeklagter im Gefängnis sitzt? An dieser Stelle bricht der Film mit einer konventionellen Geschichtserzählung, mehrere Strukturebenen werden eingeführt und die Realität verschwimmt vor dem Auge des Zuschauers, die Geschichte wird komplexer und verworrener. Doch im Gegenzug zum in Deutschland zeitgleich startenden Orignal »Abre los ojos« von Alejandor Amenábar, das melancholisch und rauh zugleich wirkt, kommt das Remake eher glatt, geschönt und wie ein Ego-Trip des Hauptdarstellers und Produzenten Cruise daher. Wer die Möglichkeit hat: Lieber das Original anschauen! (dj)

Im Fadenkreuz (USA 2001)
llein gegen alle! Wie war das nach dem 11. September? Action- und Kriegsfilme haben auf der Leinwand keine Chance mehr? Keine fünf Monate später sieht die Sache schon wieder ganz anders aus, Hollywood lässt es mehr krachen als jemals zuvor, den Anfang macht dieser arg konservative Kriegsfilm, der vor dem Hintergrund des Bosnienkrieges spielt. US-Pilot Burnett (Owen Wilson) und Stackhouse (Gabriel Macht) werden auf einem Erkundungsflug über feindlichem Gebiet abgeschossen, zuvor hatten sie illegale militärische Aktiviäten entdeckt. Während der verletzte Stackhouse in die Hände der Serben fällt und kaltblütig erschossen wird, kann Burnett fliehen - doch die Milizen sind ihm dicht auf den Fersen. Auf sich allein gestellt muss er sich bis zur nächsten UNO-Schutzzone durchschlagen. Regieneuling John Moore bietet lediglich die üblichen Actionstandards, gnadenlose Materialschlachten und Verfolgungsjagden. Der Konflikt, die ethnischen "Säuberungen" und Massenmorde dienen nur als Kulisse, die eigentliche Tragödie wird nicht erfasst. Vollkommen überflüssig! (nn)
Enigma (GB 2001)
ngland 1943: in Bletchley Park, nördlich von London, befindet sich die Dechiffrierzentrale der englischen Streitmächte. In dem streng geheimen Projekt arbeiten Expertenteams aus Mathematikern und Militärs, Kunst- und Sprachwissenschaftlern an der Entschlüsselung feindlicher Funksprüche. Unter ihnen befindet sich auch der brillante junge Mathematiker Tom Jericho (Dougray Scott). In einem fieberhaften Wettlauf mit der Zeit versucht er, die Codes der feindlichen deutschen U-Boote zu entschlüsseln, um dadurch die lebensnotwendigen Versorgungslinien der Alliierten über dem Atlantik aufrecht zu erhalten. Doch das Genie ist ein gebrochener Mann, der seiner verlorenen Liebe Claire (Saffron Burrows) nachtrauert, die spurlos verschwunden ist. Zusammen mit deren ehemaligen Mitbewohnerin Hester (Kate Winslet) macht er sich auf die Suche nach ihr. Basierend auf dem gleichnamigen Romanbestseller von Robert Harris liefert Regisseur Michael Apted (James Bond »The world is not enough«) einen klassischen Spionagethriller mit subtiler Spannung. Doch Apted wollte zuviel, die Geschichte ist überfrachtet und so komplex, dass sie für den Zuschauer fast genauso kompliziert wie das Rätsel der Enigma erscheint. Dennoch: spannend! (dj)
Was tun, wenn's brennt (D 2001)
3 Jahre sind vergangen, seit Tim, Flo, Maik, Hotte, Nele und Terror in der Berliner Hausbesetzerszene aktiv waren. Inzwischen sind sie (fast) selber Teil des einst verhassten Establishments geworden. Doch als ein längst vergessener Sprengsatz, den sie einst deponiert hatten, unerwartet explodiert, müssen sie sich wieder mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Til Schweiger brilliert hier als doppelbödiger Alt-Anarcho. Die Komödie thematisiert das Älterwerden und das Zerplatzen wilder jugendlicher Träume von einer besseren Welt. Eine amüsante Remineszens an längst vergangene Revoluzzer-Tage! (dj)
Die Monster AG
ie Monster AG« (2001) ist der neueste, computergenerierte Film der Firma Pixar, die auch die »Toy Story« und »Das große Krabbeln« schuf. In Zusammenarbeit mit Trickfilm-Spezialist Disney entstand ein schrulliger Streifen um eine Schrecken-Fabrik, die von einem krabbenähnlichen Wesen namens Henry J. Waternoose geleitet wird. Ein Mädchen namens Boo wird von dem blauen Gehörnten Riesenmonster Sulley und dem einäugigen grünen Monster Mike versehentlich in die Welt der Monster gebracht. Die beiden stehen damit auf der Abschussliste. Denn Menschen bei der Monster AG: Das ist allerstrengstens verboten. Zumal die Monster inzwischen mehr Angst haben vor den Kindern als umgekehrt. Der Film startete mit großem Erfolg im November in den USA. Daran soll auch hier angeknüpft werden! Achtung, »Star Wars« Fans: Im Vorprogramm ist erstmals und exklusiv ein Ausschnitt aus »Episode 2« zu sehen.
Ocean's Eleven (USA 2001)
er Mann gilt immer noch als Amerikas größter Entertainer: Frank Sinatra - Sänger, Schauspieler, Lebemann. Erst griff Robbie Williams mit seinem neuen Album »Swing When You Are Wining« auf dessen Werk zurück, jetzt bringt Hollywood das Remake des Ganovenklassikers »Frankie und seine Spießgesellen« in die Kinos. Vor vierzig Jahren machten Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis Jr. und Co. Las Vegas unsicher, diesmal geben sich eine ganze Handvoll heutiger Leinwandstars die Ehre: Bratt Pitt, Matt Damon, Don Cheadie und allen voran George Clooney als Danny Ocean. Der frisch entlassene Sträfling hat einen waghalsigen Plan: Innerhalb einer Nacht will er drei Kasinos überfallen und so deren skrupellosen Besitzer Terry Benedict (Andy Garcia) um 150 Millionen Dollar erleichtern. Dafür versammelt er zehn geniale Verbrecher unterschiedlicher Fachrichtung um sich - Falschspieler, Taschendiebe, Sprengstoffexperten... Nach Oceans Plan klingt alles ganz einfach: Rein ins Kasino, die Dollars einpacken und dann wieder raus. Reggisseur Steven Soderbergh, sonst eher für realistische, kritische Bilder (Traffic) bekannt, setzt den Krimispaß amüsant, elegant und charmant in Szene und lässt seinen Darstellern viel Platz zur Entfaltung. Top! (dj)
  Mulholland Drive (USA 2001)
in Film von David Lynch bedeutet Kino jenseits der alltäglichen Sehgewohnheiten. Mit »Blue Velvet«, »Twin Peaks« oder »Lost Highway« lockte der Regisseur sein Publikum in die Welt des Dunklen, Geheimnisvollen. Auch mit seinem neuesten Werk sorgt er mit verstörten Bilder, irritierenden Wendungen, gar unschlüssigen Szenen und hypnotisiernder Musik für einen cineastischen Albtraum: Nachts in den Hügeln Hollywoods, auf dem Mulholland Drive. Die schöne Rita (Laura Harring) klettert aus dem Wrack ihres Wagens. Vom Gedächtnisverlust gepeinigt flüchtet sie in das Appartment der Nachwuchs-Schauspielerin Betty (Naomi Watts). Die beiden Frauen freunden sich an und versuchen gemeinsam, die wahren Identiät Ritas herauszubekommen. Auf ihren Nachforschungen geraten sie in einen Strudel mysteriöser Ereignisse im Schatten der Traumfabrik. Dem Zuschauer wird ein beklemmendes Puzzle vorgsetzt, das keinen richtigen Sinn zu machen scheint, dennoch wird er magisch angezogen, mitgerissen und am Ende verwirrt wieder ausgespuckt. Typisch Lynch - entweder man mag ihn, oder man mag ihn nicht! Düsterer Mystery-Thriller! (dj)
  Reise nach Kandahar (Iran/F 2001)
er iranische Filmemacher Mohsen Makhmalbaf drehte seinen Film über das repressive Taliban-Regime, als sich fast niemand in der westlichen Welt für das Schicksal der Menschen in Afghanistan interessierte. Jetzt, nach den Anschlägen des 11. September und den Angriffen der USA, ist das anders. So wird dieser sehenswerte Film durch Krieg und Terror vielleicht die Beachtung finden, die er verdient. Die fiktive Geschichte, die er erzählt, ist schlicht, aber ergreifend: Die junge, in Kanada lebende Afghanin Nafas (Niloufar Nazifa), von Beruf Journalistin, erhält einen Brief aus Kandahar. In diesem kündigt ihre Schwester an, dass sie während der herannahenden nächsten Sonnenfinsternis Selbstmord begehen will. Nafas bricht sofort zu einer beschwerlichen Reise auf – vom Iran aus mit dem Pferd, in einen Ganzkörperschleier gehüllt –, um ihre verzweifelte Schwester vielleicht zu retten. Trotz Stilisierung und Fiktion wirklichkeitsnäher als jede Fernsehdokumentation. (sk).
  Die Sammler und die Sammlerin (F 2000)
ie französische Filmemacherin Agnés Varda (»Vogelfrei«) ist ein Jahr lang mit der Kamera durch Frankreich gereist, um Sammler aufzuspüren. Sie hat dabei ganz unterschiedliche Gründe für das Sammeln von Antiquitäten, Gemälden, Lebensmitteln, Müll oder Schrott ausfindig gemacht. Sie selbst tritt in ihrem Film als Bilder-Sammlerin auf und reflektiert außer über ihr Thema auch über sich selbst und ihre Arbeit als Regisseurin. Fantasievolle Dokumentation. (sk)
Joyride (USA 2001)
ewis (Paul Walker) und sein Bruder Fuller (Steve Zahn) treiben per Funk ihre Späße mit dem Trucker Rusty Nails, der sich durch den Äther knarzt und keucht. Lewis gaukelt ihm vor, dass er eine unglaubliche Schönheit sei, die nur auf ihn gewartet habe; im Zimmer eines Motels. Doch aus dem Spaß wird blutiger Ernst, über viele Meilen hetzt der Trucker seine Opfer, treibt perverse Spiele mit ihnen. Nie ist er zu sehen, dafür umso eindrucksvoller zu hören. Zum Schluss gelangt sogar Lewis' Freundin Venna (Leelee Sobieski) in seine blutigen Hände. Mit einfachen, aber effektiven Mitteln spielt Regisseur John Dahl mit den Emotionen seiner Zuschauer. Simpler Psychothriller, der es in sich hat! (nn)
Herr der Ringe
as größte Filmbudget aller Zeiten (mehr als 300 Mio. Dollar), die längste Drehzeit aller Zeiten - die Verfilmung des Fantasy-Meisterwerks "Der Herr der Ringe" protzt nur so mit Superlativen, ganz der Literaturvorlage verpflichtet. J.R.R.Tolkiens Buch (1954 veröffentlicht), das eine Welt voller Magie, Mythen und Fabelwesen zeichnet, fand über 50 Millionen Leser. Der archetypische Kampf zwischen und Gut und Böse gilt als die Grundlage für Fantasy-Abenteuer wie »Star Wars« oder die »Unendliche Geschichte«. »Die Gefährten« bildet nun den Auftakt der cineastischen Abenteuertriologie: Der schüchterne, junge Hobbit Frodo Beutlin (Elijah Wood) erbt einen Ring. Doch es ist nicht irgendein Ring, es ist der Meister-Ring, der alles beherrscht und absolute Macht verschafft. Damit dieser nicht Sauron, dem bösen Herrn von Mordor, in die Hände fällt, muss Frodo mit seinen treuen Gefährten Gandalf (Ian McKellen), Sam (Sean Astin), Merry (Dominic Monaghan) und Pippin (Billy Bord) quer durch Mittelerde zum feurigen Berg reisen, um den Ring zu zerstören. Aber die schwarzen Reiter und die schrecklichen Orks sind ihnen dicht auf den Fersen. (dj)
Memento (USA 2001)
er ehemalige Versicherungsdetektiv Leonard Shelby (Guy Pearce) lebt mit einem fatalen Handicap - er hat das Kurzzeitgedächtnis verloren. Er weiß nicht, was eine Minute vorher passierte. Das Letzte, an das er sich wirklich erinnern kann, ist seine Frau, an ihr Gesicht, als sie ermordet wurde. Das einzige, was Shelby seitdem antreibt, ist Rache, Vergeltung. Damit er das auch nicht vergisst, hat er es sich auf die Brust tätowiert: “Find him an kill him”. Überhaupt gleicht sein ganzer Körper einem “post-it”-Notizblock: “John G. raped an murder my wife”, “Never answer the phone” Das ist nicht die einzige bizarre Idee dieses Films, Regisseur Christopher Nolan bricht alle Regeln filmischer Erzählstrukturen und beginnt seinen Thriller von hinten - mit einem Mord. Dann wird Szene für Szene rückwärts erzählt. Da kling alles zwar etwas merkwüdig, funktioniert aber großartig. Nach und nach fügt sich das Puzzle zu einer Verbrecherjagd zusammen, und lässt auch den Zuschauer mitraten: Gehört die schöne Natalie (Carrie-Ann Moss) zu den Guten, ist Teddy ein hilfsbereiter Cop, oder hat er auch etwas zu verstecken? Nur das Ende (bzw. der Anfang) kennt alle Antworten. Außergewöhnlich! (dj)
  Weil es dich gibt (USA 2001)
ie Liebe. Ist sie Zufall, Schicksal, Fügung oder doch nur reine Glückssache? Sara (Kate Beckinsale) und Jon (John Cusack) lernen sich im zufällig im New Yorker Vorweihnachtstrubel kennen. Als sie gleichzeitig nach dem letzten Paar schwarze Kaschmir-Handschuhe greifen, berühren sich - und schon funkt es gewaltig. Doch die beiden sind bereits vergeben. “Sind wir füreinander bestimmt, werden wir uns wieder sehen”, ist sich Sara sicher und beschließt das Schicksal herauszufordern: Jon schreibt seine Telefonnummer auf eine Fünf-Dollar-Note, die er sofort ausgibt, sie schreibt ihre Adresse in ein Buch, das sie am nächsten Tag verkauft. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit den beiden, sie sehen sich nicht wieder. Zehn Jahre später machen sie sich daher auf die Suche nacheinander. Ob das wohl klappt??? Keine Angst, wir sind in Hollywood! Und natürlich ist Peter Chelsoms Film über die Macht des Zufalls Kitsch, aber schöner Kitsch. Die hochromantische Idee wird mit komischen Momenten und dem sympathischen Duo Beckinsale/Cusack erträglich. Für Liebhaber romantischer Komödien ein absolutes Muss. Zauberhafte Romanze! (dj)
  Im Bann des Jade-Skorpions (USA 2001)
ew York, 1940. Schadensermittler C.W. Briggs (Woody Allen) arbeitet seit Jahren bei der gleichen Versicherung. Obwohl er eigentlich ziemlich erfolgreich ist, wird die resolute Betty Ann Fitzgerald (Helen Hunt) als Bürochefin eingestellt, die nun fortan seine Arbeit kontrolliert. Keine gute Konstellation - vom ersten Augenblick herrscht Krieg zwischen den beiden Streithähnen. Doch Biggs trifft es noch schlimer: Bei einer Varieté-Show werden er und seine Bürochefin von einem Magier namens Voltan (David Odgen Stiers) in einen Hypnosebann versetzt. Auf Stichwort verfallen sie nun in Trance und rauben den Schmuck ihrer Klienten. Seit der ewige Stadtneurotiker seine intellektuelle Depression hinter sich gelassen hat, macht er Filme die einfach Spaß machen. Sein neuestes Werk ist kein Meisterwerk aber nette, kurzweilige Unterhaltung und gleichzeitig eine liebevolle Hommage an die Hollywood-Komödien der 40er Jahre. Amüsant! (dj)
Training Day (USA 2001)
n den Ghettos von L.A. herrscht Krieg, Gewalt ist alltäglich. Drogen, Waffen, Prostitution - die Gangs kämpfen um ihre Geldquelle, ihre Macht, ihren Einfluss, sie bekämpfen sich untereinander und gegen die Polizei. Der verdeckte Ermittler Alonzo Harris (Denzel Washington, großartig und diesmal richtig böse) hat daraus die Konsequenzen gezogen und sich längst dem Gesetz der Straße angepasst. Nur wenige Meilen entfernt schiebt der jungen Polizist Jake Hoyt (Ethan Hawke) Dienst. Weil seine Karriere nicht als Streifenpolizist in einem langweiligen Vorort enden soll, bewirbt er sich für einen Posten als verdeckter Ermittler im Drogendezernat. Der Einstellungstest sieht einen Tag im Team von Alonzo vor; einen “Training Day” hat Hoyt nun Zeit, den Zivilfahndern zu zeigen, dass er dem knochenharten Job im Ghetto gewachsen ist. Doch von deren Arbeit ist der idealistische Jake geschockt. Um einen bösen Buben zu fangen, ist Alonzo und seinen Männern jedes Mittel recht - auch Gesetzesbruch! Leider hakt das Ende ein wenig. Mit dabei HipHop- und R&B-Stars Dr. Dre, Snoop Dogg und Macy Gray. Spannendes, authentisches Action-Drama! (dj)
Harry Potter & der Stein der Weisen
a ist er nun, der erste Harry-Potter-Film: Das Waisenkind Harry Potter (Daniel Ratcliffe) wächst bei seinen Pflege-Eltern, den Dudleys auf. Ihr leiblicher Sohn wird fetter und fetter, Harry dagegen wird kurz gehalten und bekommt wenig Liebe. An seinem elften Geburtstag erfährt Harry aber, dass seine wahren Eltern Zauberer waren - und dass auch er zaubern kann! Voraussetzung: Er muss nach Hogwarts, zur Zauberschule. Dort findet er endlich einen Freundeskreis, bei dem er sich aufgenommen und geborgen fühlt. Und dort kommt er auch auf die Spuren des Mörders seiner Eltern. Der lang erwartete Film unter Regie von Chris Columbus (»Kevin - allein zuhaus«, »Mrs. Doubtfire«, »Seite an Seite«) mit bekannten Stars wie Richard Harris, Robbie Coltrane und John Cleese hat im November Weltpremiere. Man darf gespannt sein, ob er die zauberhafte Atmosphäre der Bücher einfängt, die einen in der Literaturgeschichte unvergleichlichen Siegeszug um die Welt angetreten haben. Die Macher glauben jedenfalls an den großen Erfolg - schon sind Fortsetzungen in Planung. (lj)
Apokalypse Now Redux (USA 2001)
er überarbeitete Neuschnitt des Vietnam-Films ist 49 Minuten länger. 22 Jahre nach der ersten Fassung konnte Regisseur Francis Ford Coppola schließlich diese endgültige Version realisieren. 1979 war der Film unter großen Mühen schnell fertig gestellt worden, nachdem das Projekt fast an Katastrophen während der Dreharbeiten - Herzinfarkt des Hauptdarstellers Martin Sheen und Zerstörung der Filmbauten während eines Wirbelsturms - und einer Verdoppelung der Kosten gescheitert wäre. Captain Willard erhält den Auftrag, den wahnsinnig gewordenen Colonel Kurtz (Marlon Brando), der in der kambodschanischen Wildnis von Eingeborenen wie ein Gott verehrt wird und einen privaten Krieg führt, zu finden und zu töten. Die Reise Willards durch den Dschungel steigert sich immer mehr zu einer Höllenfahrt ohne Ausweg. Die Darstellung des Vietnam-Krieges als Inferno, mit seiner ganzen Unmenschlichkeit als das Grauen schlechthin ist in der Neufassung noch intensiver. Das Meisterwerk Coppolas neu geschnitten - einfach genial. (sk)
  Die Klavierspielerin (Österreich/F 2001)
ichael Haneke (»Funny Games«) thematisiert auch in seinem neuen Film die Abgründe von psychischer und physischer Gewalt. Die Verfilmung eines Romans von Elfriede Jelinek porträtiert die Klavierprofessorin Erika Kohut (Isabelle Huppert). Sie bietet der Außenwelt ein autoritäres, etwas verschrobenes Bild. Ihr Zuhause hingegen ist von einer Hass-Liebe zu ihrer Mutter (Annie Giradot) geprägt. Die Mutter unterdrückt und kommandiert sie wie ein Kleinkind herum. Die zerbrechliche Hauptfigur wird von einer obsessiven Sexualität umgetrieben, die sie einerseits in Porno-Kinos laufen, andererseits aber auch sich selbst mit einer Rasierklinge verletzen lässt. Als sich der sehr viel jüngere Walter Klemmer (Benoit Magimel) in ihrer Klavierklasse einschreibt und um sie zu werben beginnt, macht Erika Kohut eine Wandlung durch. Sie wirkt zeitweilig gelöst und vorsichtig verliebt. Diese kurze Phase nimmt jedoch - bedingt durch ihre totale Unterwerfung und masochistischen Gewaltphantasien - ein jähes Ende. Getragen wird der Film vor allem durch das sensible Spiel Isabelle Hupperts. Eine sehenswerte Psycho-Studie zum Thema Gewalt. (sk)
  Moulin Rouge (USA/Australien 2001)
az Luhrmann (»Strictly Ballroom«, »William Shakespeares Romeo & Julia«) hat wieder einen fulminanten Film ins Rennen geschickt. »Moulin Rouge« ist ein Musical, das gleichzeitig das Genre aufs Korn nimmt. Die Handlung ist klassischer Tragödienstoff: die Liebe zwischen dem armen Dichter (Ewan McGregor) und der kränklichen Hure (Nicole Kidman) - eine Kombination, wie man sie aus der Oper »Latraviata« nach Alexandre Dumas' »Kameliendame« kennt und die nie ein Happy End finden kann. Die melodramatische Story spielt gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Paris, Filmtitel und Schauplatz sind identisch. Nicole Kidman, die in »Eyes Wide Shut« mühelos Tom Cruise an die Wand gespielt hat, beweist wieder einmal mehr ihr unerschöpfliches schauspielerisches Talent: in einer bislang für sie untypischen Rolle als singender und tanzender Vamp Satine. Untermalt wird der Reigen von Anspielungen auf klassische Vorläufer wie die Kameliendame und Parodien traditioneller Musicals durch moderne Musik, zu hören sind Stücke von Madonna, Elton John und Paul McCartney. Dem Zuschauer wird einiges abverlangt, er kann sich nicht entspannt in eine Traumwelt entführen lassen, sondern muss mitdenken, um die Handlung und ihre ironischen Anspielungen, z.B. auf Hollywood-Traditionen, nachvollziehen zu können. Laut und bunt: ein Film wie ein Feuerwerk, wenn auch die Video-Clip-Ästhetik und Überfrachtungen mit Andeutungen gelegentlich nerven. (sk)

Kiss of the Dragon (USA/F 2001)
s ist die klassische Martial-Arts-Geschichte: Ein Spezial-Auftrag führt den besten Undercover-Cop des Landes ins Ausland. Dort wird er fälschlicherweise des Mordes bezichtet. Er prügelt sich kreuz und quer durch die Großstadt, rettet nebenbei „unehrenwerte“ Damen und ganz zum Schluss kriegt er den Bösewicht. Diesmal stellt Jet Li (hier als Liu Jian) seine, zugegeben bemerkenswerten Kampfkünste unter Beweis. Doch wie bereits in seinem letzten Film »Romeo must die«, werden die eindrucksvollen Demonstration durch lahme, alberne und miese Dialoge gestört und unterbrochen. Als wäre das nicht schon schlimm genug, ist »Kiss of the dragon« ist auch noch unerträglich brutal, um die Schwäche der Geschichte zu übertünchen – was nicht klappt! Dass ausgerechnet der Fanzose Luc Besson, der mal wirklich gute Filme wie »Leon – Der Profi« oder »Das fünfte Element« zu verantworten hatte, macht das Ganze nicht besser! Lieblos gemachter Action-Thriller! (nn)

Blow (USA 2000)
low basiert auf der wahren Geschichte von George Jung. Regisseur Ted Demme zeigt dessen Aufstieg vom kleinen Gras-Dealer zu dem Mann, der Anfang der 80er Jahre den Kokain-Markt in den USA beherrscht. Der Provinzler Jung (Johnny Depp) reißt von zu Hause aus. In Kalifornien genießt er das Strandleben, die schönen Frauen und die sexuelle Revolution - zu der auch eine gehörige Portion Marihuana gehört. George erkennt schnell das Geschäftspotenial und baut mit seinen Freunden einen Partyservice auf, der die gesamte Westküste mit Stoff versorgt. Doch dann wird er mit 300 Kilo Marihuana von der Drogenfahndung erwischt und landet im Knast, wo er den Kolumbianer Diego kennenlernt. Der weiht ihn in die hohe Schule des Kokainschmuggels ein. Nach seiner Entlassung steigt George so zum Geschäftspartner des legendären Drogenbosses Pablo Escobar auf und überschwemmt die USA mit weißem Puder. Stimmungsvoll gefilmtes Drogenepos mit einem eindrucksvollen Johnny Depp - und Franka Potentes oft angekündigtes Hollywood-Debüt. Realistisches Drogendrama! (dj)
Animal
em "Tier im Manne" widmet sich die Komödie »Animal«. Im Mittelpunkt steht Marvin (Rob Schneider) - klein, dick, leider auch etwas unterbelichtet. Gerne wäre er ein cooler Cop geworden, doch daraus wurde nichts. Dann wird er auch noch bei einem Autounfall schwer verletzt. Ein äußerst unkonventionell arbeitender Wissenschaftler setzt ihm Organe von Tieren ein - mit erstaunlichen Folgen! Die neuen Teile schenken ihm nämlich eine bislang ungeahnte Energie. Plötzlich wird er zum Helden. Seine tierische Seite nimmt allerdings überhand, als er die hübsche Rianna (Colleen Haskell) kennenlernt. Die Brunftzeit beginnt! Noch brünftiger geht es in »Tomcat« zu, der in Paderborn ebenfalls gezeigt wird. Ein paar Freunde schließen eine Wette ab: Wer als letzter unverheiratet bleibt, darf eine halbe Million kassieren. Nach und nach kommen alle unter die Haube. Nur Sexprotz Kyle und Spieler Michael bleiben übrig. Nachdem Michael fett Spielschulden begleichen muss, bleibt ihm nur eins: den Casanova Kyle unter die Haube bringen! Ob das gut geht? (lj)
Planet der Affen (USA 2001)
S-Astronaut Leo Davidson (Mark Wahlberg) ist auf der Suche nach einem Testschimpansen, der auf einem Forschungsflug verschwunden ist. Durch einen magnetischen Sturm kommt auch seine Raumkapsel vom Kurs ab und er muss auf einem fremden Planeten notlanden. Bei seiner Ankunft stellt er erstaunt fest, dass hier die Rollen zwischen Mensch und Affe vertauscht sind. Der Planet wird von Menschenaffen regiert, Menschen haben hier nichts zu sagen und werden wie Haustiere und Sklaven behandelt. Leo verschwindet in den Untergrund und nimmt zusammen mit Menschenrechtlern den Kampf gegen die Unterdrücker, allen voran dem grausamen Affen-General Thade (Tim Roth) auf. Reggisseur Tim Burton setzt bei seinem Remake des gleichnamigen Klassikers von 1968 verstärkt auf Action und bombastische Ausstattung, leider kann die Story nicht ganz so überzeugen. Dennoch werden wahre »Planet der Affen«-Fans ihre Freude haben; vor allem an dem Auftritt von Charlton Heston, der bereits im Original die Hauptrolle spielte. Ein spannendes Sci-Fi-Action-Abenteuer - leider nicht mehr als das! (nn)
Sass - Die Meisterdiebe (D 2001)
as Berlin der 20er Jahre. Nachdem ihnen das Finanzamt die Steuer abgeknüpft hat, beschließen die Brüder Franz (Ben Becker) und Erich (Jürgen Vogel) Sass, sich das Geld dreist wieder zu holen. Was einmal gut geht, kann auch ein zweites Mal gut gehen. In unnachahmlicher Art wird Bank um Bank erleichert. Und weil sie es immer wieder schaffen, die Polizei an der Nase herumzuführen, werden sie zu gefeierten Volkshelden in der Stadt. Doch ihr größter Coup könnte auch ihr gefährlichster werden, denn im Tresor der Diskonto-Bank lagern über 8 Millionen Reichsmark: Wahlkampf-Spenden der NSDAP! Der auf einer wahren Begebenheiten basierende Film überzeugt mit grandiosen Schauspielern bis in die kleinste Nebenrolle und einer bemerkenswerten Geschichte. Großes deutsches Gangster-Epos! (nn)
Jurassic Park III (USA 2001)
icht viel Neues im Dino-Land. Auch im dritten Teil der Jurassic Park-Saga sind die bösen Dinosaurier auf Menschenjagd. Dr. Alan Grant (Sam Neill) ist auf der Suche nach Geldgebern für seine Forschungsprojekte. Er lässt sich auf ein Geschäft mit dem schwerreichen Abenteurer Paul Kirby (Wilhelm H. Macy) ein. Grant soll Kirby zusammen mit dessen Frau Amanda (Téa Leoni) bei einem Flug über die Insel Isla Sorna begleiten, die von Dinosauriern bevölkert ist. Wie nicht anders zu erwarten, stürzt die Maschine ab, und die Insassen sehen sich plötzlich in tödlicher Gefahr. Gefressen werden, fliehen, anderen helfen, die bösen Tierchen bekämpfen - Jurassic Park 3 greift auf Altbewährtes zurück. Mit dem Spintosaurus ist diesmal ein noch größerer und noch bösartigerer Dino am Start. Gute Unterhaltung! (nn)
die sexy archälogin lara croft Tomb Raider (USA 2001)
etzt ist es soweit: Die populärste Computer-Spielfigur kommt als Realfilm ins Kino: Lara Croft, der Star der Tomb Raider-Serie und vor allem von Männern angebetet, muss nun auf der Leinwand waghalsige Abenteuer bestehen. Kein leichtes Unterfangen war die Wahl der Hauptdarstellerin, schließlich hatten die vielen Fans schon eine gewisse Vorstellung von ihrer Computer-Braut - die Wahl fiel letztendlich auf Angelina Jolie. Und in der Tat, die Ähnlichkeit der Oscar-Preisträgerin mit dem animierten feuchten Männertraum ist beeindruckend. Als eine Mischung aus Indiana Jones und 007 hat sie als sexy Archälogin Croft in diesem Action-Abenteuer den Schlüssel zu einem Artefakt - dem allsehenden Auge. Dieses Symbol verleiht in Zusammenhang mit einer bestimmten Sternen-Konstellation, die nur alle 5000 Jahre besteht, überirdische Macht. Und während Croft sich auf die Suche nach dem in mehrere Einzelteile verstreuten Auge macht, heftet sich eine Schar von finsteren Gestalten an ihre Fersen! In Paderborn läuft dazu der Film »Matrix« mit Keanu Reeves: Am Ende des 22. Jahrhunderts wird die Welt von Computern regiert. Doch es gibt noch Rebellen, die sich dagegen auflehnen...


Tomcats (USA 2001)
ünf eingefleischte Junggesellen schließen eine Wette ab: Wer am längsten ohne Ehefrau bleibt, bekommt den investierten Einsatz. Die Jahre gehen ins Land, und einer nach dem anderen verabschiedet sich aus dem Spiel in den Hafen der Ehe. Bis nur noch zwei übrig sind: Schürzenjäger Kyle (Jake Busey) und Comiczeichner Michael (Jerry O'Connell) – und der könnte das Geld gut gebrauchen, hat er doch alles beim Zocken in Las Vegas verloren. Nun setzt er alles daran, seinen Kumpel unter die Haube zu bringen. Und dabei hält er einen guten Trumpf in der Hand: Die süße Natalie (Shannon Elisabeth) soll Kyle von ihren nicht übersehbaren Qualitäten überzeugen. In Tomcats wird nicht gerade zimperlich mit dem weiblichen Geschlecht umgegangen, und das Niveau des Films bewegt sich oft unterhalb der Gürtellinie. Aber wer sich auf Schenkelklopfer und Stammtischwitze einlässt, kann durchaus seinen Spaß haben, komische Szenen sind jedenfalls vorhanden! Derber Humor – nichts für Emanzen! (dj)

sherk

Shrek - der tollkühne Held (USA 2001)
in grüner Unhold mit Namen Shrek ist der Held des neuesten Animationsfilms von Steven Spielbergs Firma »Dream Works«. Im Märchenland ist der Teufel los: Lord Farquaard hat alle Märchenfiguren des Landes verwiesen, die nun im Sumpf von Shrek Zuflucht suchen. Der böse Wolf, die sieben Zwerge - die Fabelwesen bevölkern plötzlich sein Revier. Da Shrek endlich wieder seine Ruhe haben will, lässt er sich auf einen Deal mit dem kleinen machthungrigen Lord ein. Wenn er die schöne Prinzessin Fiona aus den Klauen des Drachen befreit, hat er den Sumpf wieder für sich allein. Zusammen mit einem gestörten Esel macht sich Shrek zur Befreiung auf. Beeindruckende Animationen, liebenswert gezeichnete Firguren, witzige Dialoge und bitterböse Gags: Frech! (dj)



Yi Yi - A One and a Two (Taiwan/Japan 1999/2000)
er Film des taiwanesischen Regisseurs Edward Yang beginnt auf einer Hochzeit und endet auf einer Beerdigung. Doch anders als in »Vier Hochzeiten und ein Todesfall« geht es nicht um eine Liebesgeschichte, sondern um verschiedene Katastrophen, Krisen und Komas, die eine Familie in Taipeh ereilen: Einer der Protagonisten ist der Computerexperte NJ (Wu Nianzhen); sein geordnetes Leben gerät aus den Fugen, als bei der Hochzeit seines Schwagers seine Schwiegermutter ins Koma fällt. Im Zuge dieser Ereignisse flüchtet sich seine vom Hausfrauenalltag frustrierte Angetraute Min-Min (Elaine Jin) zu ihrem spirituellen Lehrer ins Ashram. Auch NJs Kinder geraten in den Strudel der Geschehnisse; seine Tochter Ting-Ting (Kelly Lee) wird sogar in einen Mord involviert und gerät in Gefahr, weil sie sowohl Opfer als auch Täter kennt. Ein melancholisch-erheiternder Einblick in das taiwanesische Kino und das Leben schlechthin. (sk)



Un amore - eine Liebesgeschichte (Italien 1999)
er leise Film fokussiert 20 Jahre der Liebesbeziehung zwischen Sara (Lorenza Indovina) und Marco (Fabrizio Gifuni). In den zwölf Episoden, die verschiedene Zeitabschnitte ihres Zusammenseins beschreiben, ist das "historische" Geschehen wie der Mauerfall oder die Millenniumsfeiern zwar stets präsent, spielt aber lediglich eine untergeordnete Rolle. Im Zentrum steht allein das Paar, wie es sich kennenlernt, streitet, trennt und wieder zusammenfindet. Gerade in der Beschränkung auf die Beziehung der beiden – Nebenfiguren erhalten kaum Gewicht – liegt die Kraft des Films. Er verdichtet die Momente der Liebe, Freude, Traurigkeit und Trennungsschmerz durch Kameratechniken, Episodenhaftigkeit sowie harte Schnitte und ermöglicht auf diese Weise fast ein direktes "Miterleben". Ein unspektakulärer Film, der die Unmöglichkeit einer Liebe vorführt, die die Zeit überwindet. (sk)

Heartbreakers - Achtung: Scharfe Kurven! Heartbreakers - Achtung: Scharfe Kurven! (USA 2001)
ls Angela (Sigourney Weaver) am nächsten Morgen nach der Hochzeit ihren Gatten Dean (Ray Liotta) in eindeutiger Situation mit seiner Sekretärin (Jennifer Love Hewitt) entdeckt, gibt es für sie nur eins: Scheidung und eine hohe Entschädigungssumme. Was Dean nicht ahnt: Er ist der Betrogene, Angela heißt eigentlich Max, die Sekretärin ist ihre Tochter Page und die ganze Sache war geplant und abgesprochen. Das Gaunerpärchen hat das Spiel schon öfters erfolgreich durchgezogen. 14 Mal hat Max bereits das Ja-Wort gegeben, um den Lebensunterhalt zu sichern. Um eine hohe Steuernachforderung zu begleichen, müssen die beiden noch einmal auf Männerjagd gehen. Diesmal soll es ein richtig dicker Fisch sein, das Opfer ist schnell gefunden: der schwerreiche Tabak-Tycoon Tensy (Gene Hackmann). Während sich die Mutter ans Werk macht, verliebt sich Page in einen Barkeeper, was das ganze Unternehmen in Gefahr bringt. Heartbreakers ist nette Komödie zum Schmunzeln, herausragt Gene Hackmann als lüsternder alter Knacker mit rauchgelben Zähnen und Sigourney Weavers "russische" Version des Beatles-Klassikers »Back in the USSR«. Unterhaltsam! (nn)
  Die Polizistin (D 2000)
ndreas Dresen (Regisseur des Episodenfilms »Nachtgestalten«) hat wieder einen großen Wurf gelandet. Im Mittelpunkt steht die Polizeimeisterin Anne (Gabriela Maria Schmeide), die - allein unter Männern - voller Tatendrang ihren neuen Job in Ost-Berlin antritt. Ihre erste Euphorie schlägt schnell um, als die einfühlsame Anne merkt, dass ihre Kollegen längst Methoden entwickelt, um Distanz zu den Delinquenten zu wahren: Albert (Horst Krause) ist für sein rigoroses Durchgreifen bekannt, Mike (Axel Prahl) geht kumpelhaft scherzend mit den ertappten Tätern um. Der Streifen zeigt Polizeialltag, fern von Verklärung und Verteufelung. Verhaftungen und Verbrecherjagd sind eher nebensächlich, nichts erinnert an »Tatort« oder Actionkrimis. Anne ist am Ende desillusioniert, auch ihre Verliebtheit in Mike fällt nicht gerade auf fruchtbaren Boden. Doch der Film ist alles andere als trübsinnig, die Protagonisten bringen durch resolutes Auftreten und Humor vieles ins Lot. Die Milieustudie bringt es fertig, alle Nebenfiguren für den Moment ihres Auftritts Hauptdarsteller sein zu lassen. »Bonjour Tristesse« im Berliner Osten - humorvoll-nachdenkliches Drama! (sk)
david duchovny

Evolution (USA 2001)
as ist cool: Nach den »Men in Black« - in Paderborn ebenfalls bei der Ww-Filmnacht zu sehen - kommt endlich wieder eine Alien-Komödie in die Kinos. Die Story ist eigentlich beklemmend: Ein Meteorit schlägt ein, Organismen von einer fernen Welt landen auf der Erde. Damit beginnt eine zweite Evolution - doch die geschieht im Zeitraffer. Blitzschnell werden aus Einzellern Amphibien, Saurier, Säugetiere, der Prozess der Differenzierung und Weiterentwicklung schreitet unaufhörlich voran und bedroht schließlich das Leben auf der Erde, wie wir es kennen! Als das Militär eingreift, wird alles noch schlimmer. Was hätte man aus dieser Vorlage für einen Schocker machen können - und ursprünglich war's auch so gedacht. Doch Regisseur Ivan Reitman (»Ghostbusters«, »Kindergarten Cop«, »Sechs Tage, sieben Nächte«) mit seiner Vorliebe für uralte B-Movies bekam die Story in die Finger und bürstete sie gegen den Strich. Herauskam eine actionreiche Komödie mit bitterem Humor. Mit dabei: Akte-X-Star David Duchovny. Weitere Hauptdarsteller sind Julianne Moore, Orlando Jones und "Blues Brother" Dan Aycroyd. (lj)

helden  aus der zweiten reihe

Helden aus der zweiten Reihe (USA 2000)
dward O'Neil (Jack Warden), Besitzer des Footballteams der Washington Sentinels, ist schier verzweifelt. Fünf Spieltage vor den Play-Offs streiken seine Profis. Kurzerhand holt er den ehemaligen Coach Jimmy McGinty (Gene Hackmann), der innerhalb einer Woche ein Ersatzteam zusammenstellen soll. Bald trägt ein bunter Haufen zusammengewürfelter Exzentriker das Trikot der Sentinels: japanische Sumo-Ringer, ein walisischer Fußballer, ein Sträfling, ein angeblich wiedergeborener Christ und ein durchgeknallter Cop. Der ehemalige Quaterback Shane Falco (Keanu Reeves) - eine wegen mangelner Nervenstärke aussortierte ehemalige Football-Hoffnung - soll das neue Team anführen. Nach einigen Startschwierigkeiten kommt die Mannschaft, dank Teamleistung, in Schwung. »Helden aus der zweiten Reihe« ist eine harmlose Sportkomödie mit einigen witzigen Charakteren und ohne Überaschungen. Das Ganze erinnert stark an »Die Indianer von Cleveland«, kann aber nicht dessen Charme erreichen. Highlight: der gemeinsame »I-will-survive«-Auftritt der Mannschaft im Gefängnis. Kurzweiliger Film über Sports- und Teamgeist! (nn)

die einsamkeit der krokodile

Die Einsamkeit der Krokodile (D 2000)
er Journalist Elias (Janek Rieke) macht sich auf die Suche, um den Lebensweg des Schlachtersohns Günther (Thomas Schmauser) nachzuzeichnen. Die Verfilmung des gleichnamigen, 1995 erschienen Romans, zeigt mit Günthers Werdegang ein außergewöhnliches Außenseiterporträt, changierend zwischen Provinztragödie und -posse. Komik und Tragik reichen sich die Hände: So übt der junge Günther zwischen den Schweinehälften im Betrieb seines Vaters Geige, um später für die Rechte dieser Tiere einzutreten. Zwischen dem Suchenden, Günther, und dem Gesuchten, Elias, besteht eine Wesensverwandtschaft, ihr Leben wird gleichsam gespiegelt, beide sind Eindringlinge in der Welt der "Normalen". Für den Journalisten wird die Recherche allerdings zur Rettung aus seinem eigenen Dilemma. Der Regisseur und Drehbuchautor Jobst Oetzmann hat die Handlung für den Film von der Pfalz ins Ostwestfälische verlegt, wo er einen Teil seiner Kindheit verbrachte. So sind zum Beispiel der Bahnhof in Buke, der Knast in Werl und ein Wohnhaus in Borlinghausen zu sehen. Doch die Handlung könnte sich aber auch in jeder anderen dörflichen Gegend zutragen. Ein sehenswerter Film, der zum Nachdenken anregt. (sk/lj)

pearl harbor

Pearl Harbor (USA 2001)
er 7. Dezember 1941 ist immer noch eine Wunde in der Geschichte der Vereinigten Staaten: am frühen Sonntagmorgen greifen hunderte japanische Kampfflugzeuge die auf Hawaii stationierte US-Pazifikflotte an. Zahlreiche Schlachtschiffe werden zerstört und versenkt. Dieser Schlag bedeutet den Eintritt der USA in den zweiten Weltkrieg. Vor diesem Hintergrund zeigt Regisseur Michael Bay die Geschichte der beiden Freunde Rafe McCawley (Ben Afflect) und Danny Walker (Josh Hartnett), die beide Piloten der Army sind. Während Rafe als Freiwilliger in England gegen das Hitler-Deutschland kämpft, werden Danny und Rafes große Liebe, die Krankenschwester Evelyn (Kate Beckinsale), zum Militärstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii versetzt. Das ereilt die beiden die Nachricht von Rafes Tod. Über den gegenseitigen Trost kommen sich Danny und Eveyln näher und verlieben sich. Doch plötzlich taucht der vermeintlich Tote wieder auf. Bevor die Situation richtig geklärt werden kann, greifen die japanischen Flieger an..... Nicht nur die Liebesgeschichte, die vor realem Hintergrund gezeigt wird, erinnert an Titanic. Auch das Produktionsbudget von 140 Millionen Dollar kann es mit dem überaus erfolgreichen Blockbuster aufnehmen. Neben Hollywood-typisch überschäumenden Patriotismus bestimmen beeindruckende Detailaufnahmen und Aufsehen erregenden Special-Effects die Szenerie. Großes Leinwandspektakel! (dj)

Heartbreakers - Achtung: Scharfe Kurven!

Heartbreakers - Achtung: Scharfe Kurven! (USA 2001)
ls Angela (Sigourney Weaver) am nächsten Morgen nach der Hochzeit ihren Gatten Dean (Ray Liotta) in eindeutiger Situation mit seiner Sekretärin (Jennifer Love Hewitt) entdeckt, gibt es für sie nur eins: Scheidung und eine hohe Entschädigungssumme. Was Dean nicht ahnt: Er ist der Betrogene, Angela heißt eigentlich Max, die Sekretärin ist ihre Tochter Page und die ganze Sache war geplant und abgesprochen. Das Gaunerpärchen hat das Spiel schon öfters erfolgreich durchgezogen. 14 Mal hat Max bereits das Ja-Wort gegeben, um den Lebensunterhalt zu sichern. Um eine hohe Steuernachforderung zu begleichen, müssen die beiden noch einmal auf Männerjagd gehen. Diesmal soll es ein richtig dicker Fisch sein, das Opfer ist schnell gefunden: der schwerreiche Tabak-Tycoon Tensy (Gene Hackmann). Während sich die Mutter ans Werk macht, verliebt sich Page in einen Barkeeper, was das ganze Unternehmen in Gefahr bringt. Heartbreakers ist nette Komödie zum Schmunzeln, herausragt Gene Hackmann als lüsternder alter Knacker mit rauchgelben Zähnen und Sigourney Weavers "russische" Version des Beatles-Klassikers »Back in the USSR«. Unterhaltsam! (nn)

almost famous!

Almost Famous! (USA 2000)
er 15 Jahre alte William Miller (Patrick Fugit) bekommt die einmalige Chance, als Reporter für das renommierte Rolling Stone Magazin die Newcomer-Band Stillwater auf ihrer ersten US-Tournee zu begleiten. Er stürzt sich in das Abenteuer seines Lebens: aufregende Auftritte, öde Stunden im Tourbus, wilde Partys und das Groupie Penny Lane (Kate Hudson). Schnell verliert er die journalistische Distanz und freundet sich mit der Band an, vor allem mit dem charismatischen Lead-Gitarristen Russel (Billy Crudup). Am Ende stellt sich heraus, dass der vermeintlich kleine Junge den Erwachsenen aus der Band, die kindische Ego-Gefechte austragen und das Leben als große Party ansehen, geistig und charakterlich weit voraus ist. Eindrucksvoller Blick auf den Rock'n'Roll der 70er Jahre - nicht nur für alte Säcke empfehlenswert! (dj)



Traffic - Die Macht des Kartells (USA 2000)
er Titel sagt's: Ein Kartell zu zerschlagen ist nicht ganz einfach. In dem Fall handelt es sich um das Kokain-Kartell von Tijuana/Mexico, das Südkalifornien versorgt. Die drei Geschichten, aus denen sich der Film im Stil von »Pulp Fiction« zusammensetzt, zeigen die Macht des Kartells und der Drogen über den einzelnen. Der Drogenbeauftragte der USA und gleichzeitig betroffener Vater (Michael Douglas), die Frau eines Drogenbosses (Catherine Zeta-Jones) in San Diego und ein mexikanischer Polizist (Benicio Del Toro) sind die Hauptakteure des Geschehens. Für jeden von ihnen ist das Problem der Drogen auf eine andere Art ständig zugegen. Ein gelungenes, fast Doku-artiges Actiondrama mit überzeugenden Schauspielern, das die Vielschichtigkeit der Drogenproblematik im Gegensatz zur offiziellen, verlogenen Politik zum Ausdruck bringt. Ein neues Meisterwerk von Steven Soderbergh (»Sex, Lügen und Videos«). Oscargekrönt und sehenswert. (joh/lj)

der schneider von pananma

Der Schneider von Panama (Ire/GB 2001)
eheimagent Andrew Osnard (Pierce Brosnan, der gekonnt mit seinem Bond-Image spielt), der von seinen Chefs nach Panama abgeschoben wurde, will unbedingt eine Verschwörung um den Panamakanal aufdecken. Also macht er kurzfristig den Schneider Harry Pendel (Geoffrey Rush), der als Umschlagbörse für Informationen gilt, zu seinem Kontaktmann. Da der in einer finanziellen Misere steckt, stimmt er notgedrungen zu. Harry liefert die gewünschten "heißen" Informationen - leider alles erstunken und erlogen. Seine Geschichte gerät außer Kontrolle und bringt die Welt an den Rand eines Krieges. Brillante Agentensatire. (dj)

 

Ein Nacht bei Mc Cool`s (USA 2000)
ewel (Liv Tyler) ist die reinste Versuchung: Kulleraugen, vollbusig, langbeinig, knappes Kleid - und sie gibt den Männern, die ausschließlich mit dem Unterleib denken, das, was diese wollen: Für Barkeeper Randy (Matt Dillon) verkörpert sie die Unschuldige, für Cop Dehling (John Goodmann) die Jungfrau, für den Familienvater Carl (Paul Reiser) den Ledersex. Doch die Traumfrau ist ein Verhängnis für alle Beteiligten. Da schaltet Randy den drittklassigen Auftragskiller Burmester (Michael Douglas) ein. Groteske Komödie. (dj)

wedding planner

Wedding Planner (USA 2001)
etzt hat Hollywood den perfekten Film für Pärchen herausgebracht: während sich Madame in dieser romantischen Komödie verträumt ihren Gefühlen hingeben kann, bleibt den männlichen Begleitern die Gelegenheit, Po-Diva Jennifer Lopez in Augenschein zu nehmen, die hier Hochzeiten organisiert. Während Mary Flore beruflich in Sachen Romantik keiner etwas vormachen kann, klappt es privat nicht so recht mit dem Traummann - bis eines Tages der attraktive Arzt Steve Edison (Matthew McConaughey) in ihr Leben tritt. Beide verbringen einen netten Abend miteinander, doch Steve stellt sich als zukünftiger Bräutigam der attraktiven Fran Donolly (Bridgette Wilson-Sampras) heraus. Liebesschnulze! (dj)

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thirteen days

Thirteen Days (USA 2000)
962 - dreizehn Tage lang steht die Welt am Rande eines atomaren Weltkrieges. US-Spionageflugzeuge haben Sowjet-Raketen auf Kuba entdeckt. Die Insel wird zur Bedrohung der Vereinigten Staaten, deren Militärs auf einen Erstschlag drängen. Geschickt mischte Regisseur Roger Donaldson Fiktion mit Fakten, und machte daraus einen Politthriller, der im Weißen Haus spielt. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Kenneth O'Donnell (Kevin Costner), dem Berater des US-Präsidenten John F. Kennedy (Bruce Greenwood). Eine atmosphärische Rekonstruktion der frühen 60er Jahre - ein spannendes Stück Zeitgeschichte! (dj)



Gegen jede Regel (USA 2000)
m Football-Team der T.C. Williams High School spielen kurz nach der Aufhebung der Rassentrennung erstmals Schüler mit weißer und mit schwarzer Hautfarbe zusammen. Herman Boone (Denzel Washington) hat die schwere Aufgabe übernommen, aus dem zusammengewürfelten Haufen junger Spieler eine Mannschaft zu formen. Doch Vorurteile unter den Team-Mitgliedern und äußere Widerstände erschweren seine Aufgabe, denn weder der Co-Trainer Bill Yoast (Will Patton) noch die Spieler sind von dem neuen Zustand begeistert. Zudem haben seine Jungs alles andere im Kopf als Trainieren - Mädels, Spaß, Studium... Keine verkappte Sportreportage, sondern ein bewegtes Drama um Freundschaft und Fairness. (dj)



Miss Undercover (USA 2000)
andra Bullock ist niedlich und nett - das sieht man auf der Leinwand und das sagen auch ihre Kollegen am Set. Wie die Hauptdarstellerin so die Filme: Sie sind nett, kurzweilig und tun keinem weh (o.k., »Speed« war eine Ausnahme). Doch nach einer steilen Karriere kamen die Flops gleich in Reihe. Nun ist sie zurück: In »Miss Undercover« geht sie als FBI-Agentin Gracie Hart auf die Jagd nach "Citizen", dem meist gesuchten Verbrecher des Landes. Als "Citizen" einen Anschlag auf den Miss USA-Wettbewerb plant, muss ausgerechnet die harte FBI-Agentin als Kandidatin undercover ermitteln. Vorher geht es zum Schönheitsexperten Victor (Michael Caine), der aus ihr natürlich eine Beauty-Queen macht. Ein typisches Sandra Bullock-Filmchen... (dj)

der exorzist

Der Exorzist (Director's Cut) (USA 1973)
em momentanen Trend folgend, Kultfilme neu geschnitten in die Kinos zu bringen, wird auch »Der Exorzist« mit zusätzlichen elf Minuten wieder auf großer Leinwand gezeigt. Der vieldiskutierte Streifen mischt Religiöses, Okkultes und Gruseleffekte zu einem verstörenden Horrorszenario: Ein archaischer Dämon hat sich der Seele der 12-jährigen Regan (Linda Blair) bemächtigt. Als auch Ärzte ihr nicht helfen können, sucht die verzweifelte Mutter (Ellen Burstyn) Hilfe bei einem Exorzisten, der - obwohl er selbst in einer Lebenskrise steckt - den Kampf mit dem Dämon aufnimmt. Der düstere Film aus den 70ern mit auch heute noch schockierenden Szenen (z.B. vergewaltigt sich Regan in einer Szene selbst mit einem Kruzifix) ergibt ein einprägsames Gruselerlebnis. Neben hinzugefügten Sequenzen wie der berüchtigten »Spiderwalk-Szene«, in der Regan nach der Ermordung eines Freundes der Familie die Treppe "herunterschleicht", ist im Director's Cut das Ende abgemildert worden. Allerdings ist der Film auch neu synchronisiert worden, was gewöhnungbedürftig ist.Schauriger Klassiker, der in einer Liga mit »Psycho« & »Rosemaries Baby« spielt. (sk)

ich du sie - darlenes männer

Ich Du Sie - Darlenes Männer (Brasilien 2000)
er Titelheldin Darlene (Regina Casé) gelingt im Verlauf des Films auf sanfte Weise das, wovon üblicherweise Männer träumen: Sie lebt mit mehreren Partnern in einer Vielehe zusammen. Bei der Beerdigung ihrer Mutter lernt sie den ältlichen Osias (Lima Duarte) kennen, der sie mitsamt Sohn bei sich aufnimmt und ehelicht. Fortan legt er sich in die Hängematte und lässt Darlene arbeiten. Anstatt Trübsal zu blasen, freundet sich die herbe Schönheit mit einem Schwarzen an und wird wieder schwanger. Der neue Freund zieht ebenfalls ein. Diese abstrus anmutende Geschichte wirkt erstaunlich natürlich und ungekünstelt. Amüsantes Spiel mit überkommenen Klischees - unbedingt sehenswert! (sk)

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hannibal

Hannibal (USA 2001)
annibal the Cannibal is back: 10 Jahre, nachdem er im »Schweigen der Lämmer« geholfen hatte, einen Serienkiller zu fassen, nebenbei selber ein wenig mordete und aus dem Hochsicherheitsknast entkommen konnte, treibt er wieder sein Unwesen. Doch wieviel Grausamkeit kann ein Film ertragen? Die Vorstellung, dass ein Mensch einem anderen den Kopf aufsägt und diesem sein eigenes Hirn zu essen gibt, ist nicht nur unappetitlich, sondern auch im höchsten Maße unrealistisch. Die Story ist schnell erzählt: Clarice Starling (Julianne Moore als adäquater JodieForster-Ersatz) verfällt nach einem Karriereknick auf die Idee, Hannibal, der ihr einst entkam, ausfindig zu machen. Unterstützt wird sie bei ihren Recherchen von einem Opfer des Kannibalen, dem Millionenerben Mason Verger (Gary Oldman), der von Hannibal bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt wurde. Dr. Hannibal Lecter (Anthony Hopkins) ist in Italien untergetaucht. Als der Polizist Rinaldo Pazzi (Giancarlo Giannini) ihm auf die Spur kommt, findet er ein grauenhaftes Ende. Dies ist nur der Auftakt zu weiteren monströsen Untaten und dem schon bekannten Spiel zwischen Jägerin und Gejagtem. Der Film glänzt durch stimmungsvolle Kameraaufnahmen, die ihn in ein düsteres Grau eintauchen. Gruselig, blutig, manchmal ziemlich eklig. Liegt schwer im Magen. (sk/fb)

emil und die detektive


Emil und die Detektive (D 2001)
nd wieder ein Remake. Diesmal erwischt es einen Kinderroman. Regisseurin und Drehbuchautorin Franziska Buch nahm sich der Geschichte von Erich Kästner an. Emil Tischbein (Tobias Retzlaff) lebt bei seinem alleinerziehenden Vater (Kai Wiesinger). Als der wegen eines Unfalls ins Krankenhaus muss und sich nicht mehr um Emil kümmern kann, schickt er ihn zu der Pastorin Hummel (Maria Schrader) nach Berlin. Auf der Zugfahrt in die Hauptstadt wird Emil von Dieb Max Gundeis (Jürgen Vogel) um seine 1500 DM bestohlen. Zusammen mit Pony Hütchen (Anja Sommavilla) und der Kinderbande geht Emil auf Verbrecherjagd quer durch Berlin. Kästners zeitloser Plot bleibt würdig erhalten. Romantische Nostalgien finden aber keinen Platz - die Geschichte wurde gekonnt in die Gegenwart transferiert, Dialoge in Handlungskomik umgewandelt. Die zwanziger Jahre sind vergessen. Die Kids sind cool, haben Handys und hören HipHop. Die Message: Solidarität hilft gegen die übelsten Schurken. Zeitgemäßer, actionreicher Kinderkrimi. Zwei der Skateboarddoubles kommen übrigens aus Kassel. (fb)





Das Experiment (D 2000)
wanzig freiwillige männliche Teilnehmer werden bei einem wissenschaftlichen Experiment unter der Leitung von Professor Dr. Thon (Edgar Selge) in einen Gefängnisbunker gesperrt. Der Zufall entscheidet darüber, welcher der Teilnehmer als Gefangener und welcher als Aufseher das Gefängnis betreten wird. Die Regeln sind rigoros. Kameras filmen die Insassen. Von der Außenwelt sind sie völlig isoliert. Sensationsreporter Tarek (Moritz Bleibtreu) schmuggelt sich in die Gruppe, um Stoff für eine Exklusivreportage zu sammeln. Das Experiment droht zu eskalieren und fordert sein erstes Opfer. Der Psychothriller lebt von einer erschreckenden Authentizität. Er konfrontiert seine Zuschauer mit der latenten Bereitschaft des Menschen, sich autoritären Strukturen bedingunglos zu unterwerfen. Er enttarnt ihn als gefährliche Bestie. Extrem realistisch und definitiv spannender als jede bisherige Big Bother Staffel! (fb)

2001 -odyssee im weltraum



2001 – Odyssee im Weltraum (USA 1968)
n diesem Jahr für jeden Filmfan ein absolutes Muss! Der Film, der die diesjährige Berlinale beschloss, kommt jetzt wieder in die Kinos. Das seinerzeit mit einem Oscar für die visuellen Effekte ausgezeichnete Kinostück wirkt keineswegs veraltet – im Gegenteil, das Raumschiff und sein Interieur machen auch auf den heutigen Zuschauer immer noch einen hypermodernen Eindruck. Das bemannte Raumschiff ist zum Jupiter unterwegs, als HAL, der "unfehlbare" Steuerungscomputer, einen Fehler "vertuscht", indem er eines der beiden Besatzungsmitglieder umbringt. Dem Überlebenden, Bowman (Keir Dullea), gelingt es zwar, die Maschine abzuschalten, fortan muss er aber seine Mission allein erfüllen. Der Film, den Steven Spielberg als "Urknall" seiner Filmemacher- Generation bezeichnete, wirkt einfach nur auf Großleinwand – also hin! (sk)

snatch



Snatch (GB/USA 2000)
in genialer Coup ist Guy Ritchie mit diesem Film gelungen. Ein Diamant wird in Antwerpen gestohlen und soll von Franky (Benicio del Toro) zu seinem Boss Avi (Dennis Farina) nach New York gebracht werden. In London will aber der Russe Boris sich das kostbare Stück unter den Nagel reißen. Es gelingt diesem, einen Pfandleiher und dessen Freunde davon zu überreden, Franky im Wettbüro von Schweinezüchter Brick Top (Alan Ford) zu überfallen. Der wiederum soll einen illegalen Boxkampf antreten, weil Turkish (Jason Statham) und Tommy (Stephen Graham) eine Rechnung mit dem legendären Mickey "one Punch"-O'Neil (Brad Pitt) offen haben. Irgendwie geht alles schief und jeder verliert den Überblick. Der Film taucht in das zwielichtige Millieu der Londoner Unterwelt und entwickelt sich zu einem kuriosen Verwirrspiel. Schrill, makaber, saukomisch, respektlos, raffiniert - oder einfach gesagt: sehenswert. (fb)

tom hanks als chuck nolan

chuck nolan zählt seine tage

Verschollen (USA 2000)
om Hanks strandet als Fed-Ex Kurierzusteller Chuck Nolan nach einem Flugzeugabsturz auf einer Insel. Wie sein berühmter Kollege Robinson Crusoe muss er feststellen, dass er allein ist. Da selbst so ein getreuer Gefährte wie Freitag nicht auf tauchen will, macht er einen Volleyball (,Mr. Wilson") zu seinem Gesprächspartner - er wird für die nächsten Jahre der Einzige sein. Während ihn seine Frau Kelly (Helen Hunt) zu Hause für Tod erklären lässt, passt sich Chuck dem harten Leben auf der einsamen Insel an. Regisseur Robert Zemeckis hat seinen Haupt- (und eigentlich einzigen) Darsteller Tom Hanks, wie schon in »Forrest Gump« zu Höchstleistung angetrieben. (nn)
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Bounce (USA 2000)
er Werbeprofi Buddy (Ben Affleck) tauscht bei einem Zwischenstopp sein Flugticket mit dem Familienvater Greg Janello (Toni Goldwyn), denn der will schnell nach Hause zu seiner Familie. Als Buddy am nächsten Morgen aufwacht, erfährt er, dass seine Maschine abgestürzt und er nochmal davon gekommen ist. Der eigentlich unbekümmerte Sonnyboy ist geschockt, denn Greg hinterlässt Frau und zwei Kinder. Monate später, vom schlechten Gewissen geplagt, sucht Buddy die junge Witwe Abby (Gwyneth Paltrow) auf, ohne ihr etwas von dem Tausch zu erzählen - und verliebt sich in sie. Zwar ist die Story vorhersehbar und arg konstruiert, trotzdem: eine rührende Romanze! (nn)















Grüne Wüste (D 1999)
nno Sauls Erstlingsfilm zeigt das Erwachsen-Werden zweier Jugendlicher in einer Krisensituation. Katja (Tatjana Trieb) und Johann (Robert Gwisdek) sind zwei befreundete Vierzehnjährige, die in einem öden fränkischen Dorf aufwachsen. Ihr Fluchtpunkt ist der Odenwald, die titelgebende »Grüne Wüste«, wo sie auf den Spuren einer Rittersage wandeln, Zukunftspläne schmieden und ihre Sorgen teilen. Im Wald besprechen sie auch familiäre Probleme wie das Verhältnis von Katjas Mutter Doris (Martina Gedeck) mit Johanns Vater Simon (Heino Ferch). Als Johann jedoch an Leukämie erkrankt, wird das Erträumte vom Ernst des Lebens eingeholt. Nach anfänglicher Hoffnungslosigkeit beschließen die Freunde, trotzig für ihr Leben zu kämpfen. Getragen wird der Film maßgeblich von den authentisch agierenden Hauptdarstellern. Der Film hebt sich wohltuend von Fließband-Teenagerkomödien Hollywood'scher Machart ab. (sk)











Brendan trifft Trudy (GB/Irland 2000)
er etwas langweilige Lehrer Brendan (Peter McDonald) ist eingefleischter Single, singt im Kirchenchor und outet sich gleich am Anfang als notorischer Filmfan: Mit Hilfe von nachgespielten Filmszenen-, -zitaten und -plakaten interpretiert er sein gesamtes Leben. Als er die wilde Trudy (Flora Montgomery) in einer Kneipe kennenlernt, kommt Farbe in sein Leben. Ihre erste Begegnung währt nur einen kurzen Abend lang, Trudy verschwindet plötzlich von der Bildfläche. Die originellen Filmzitate können die etwas dröge Love-Story nicht aufpeppen - alles in allem aber annehmbar, vor allem für Cineasten! (sk)

golf als mittel der selbstfindung???





Die Legende von Bagger Vance (USA 2000)
ür Regisseur Robert Redford ist Golfspielen ein Selbstfindungskurs, ein Workshop zum Aufbau des Selbstbewusstseins. Der junge Golfspieler Rannulph Junuh (Matt Damon) kommt aus dem ersten Weltkrieg zurück in seine Heimat. Den Lebensmut verloren, will er vom Golf und seiner Verlobten Adele (Charlize Theron) nichts mehr wissen. Er wendet sich dem Alkohol zu. Zehn Jahre später ist seine Heimatstadt Schauplatz eines Turnieres, und Junuh lässt sich überreden, wieder zum Golfschläger zu greifen. Ihm zur Seite steht der geheimnisvolle Caddie Bagger Vance (Will Smith). Großes Hollywood-Kino, das aber in banalen Dialogen versackt. (nn)

vorsicht, wenn harry helfen will!










Harry meint es gut mit dir (F 2000)
ie Geschichte beginnt auf einer Autobahnraststätte, wo der Strahlemann Harry (Sergi Lopez) seinen alten Schulfreund Michel (Laurent Lucas) wiedertrifft. Michel, der mitsamt seiner gereizten Familie in den Urlaub unterwegs ist, kann sich nicht so recht an Harry erinnern, der ihm jedoch mit Anekdoten aus der Schulzeit auf die Sprünge hilft. Harry bringt Michel dazu, ihn samt Freundin ins Feriendomizil einzuladen, wo er Michels Leben sogleich in die Hand nimmt: Zunächst tut er sich bloß als nerviger, ewig lächelnder Angeber hervor. Schrittweise mischt er sich jedoch in alles ein. Hierbei schreckt er auch vor einem Mord an Michels Eltern nicht zurück. Regisseur Dominik Moll gelingt es auf raffinierte Art und Weise, die anfangs komödienhafte Stimmung in einen gruseligen Thriller umschlagen zu lassen, der einem die Fußnägel aufrollt. Hochspannung und unerwartete Wendungen wie bei den besten Chabrol-Klassikern! (sk)
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ben becker











Frau2 sucht Happy End (BRD 2000)
interzeit. Lange Nächte und Momente, in denen Singles neidisch an Paare denken – man will auch berühren und berührt werden, begehren und begehrt werden. Genauso wie in dieser melancholischen Liebesgeschichte. Gregor (Ben Becker) ist Radiomoderator in Berlin und einsam, seine Freundin (Sabrina Setlur) hat sich von ihm getrennt. Seine Gefühle tauscht er mit „Frau2" aus, seiner E-Mail-Freundschaft, der er als „Happy End" schreibt. "Frau2" heißt eigentlich Mai (Isabella Parkinson), und der geht es auch nicht so gut. Sie ist in Nick (Nicolas von Wackerbarth) verliebt, den Freund ihrer besten Freundin. Während des Chattens merken die beiden, dass sie eigentlich gut zueinander passen. Dennoch haben sie Angst, sich zu treffen – denn was ist, wenn die Realität nicht mit der Vorstellung zusammenpasst? Obwohl die Geschichte nicht wirklich neu und alles spätestens seit »E-mail für dich« irgendwie bekannt ist, ist der Film sehenswert. Hier wurde die Liebe nicht neu erfunden, sondern eine Liebeserklärung an die Liebe geschrieben und gefilmt – wenn das nichts ist?! Zum Verlieben! (nn)

bruce willis







Unbreakable (USA 2000)
r ist der Mann fürs Mystische: M. Night Shyamalan. Bekannter als der Name des Inders dürfte sein letzter Film sein: »The Sixth Sense« – einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Auch diesmal setzt Shyamalan auf ein bekanntes Gesicht, wieder muss sich Hauptdarsteller Bruce Willis mit irrealen Phänomenen auseinandersetzen: David Dunn überlebt als einziger von über 130 Passagieren ein Zugunglück, auch war er noch nie krank in seinem Leben – was ist der Grund für seine geheimnisvolle Immunität? Auf der Suche nach einer Erklärung trifft er auf den Comiczeichner Elijah Price (Samuel L. Jackson). Wie schon bei »The Sixth Sense« nimmt sich dieser Film viel Zeit für die Entwicklung der Story. Kameraführung und die subtile Vermittlung des Geheimnisvollen reichen, um in den Bann gezogen werden. Guter Mistery-Thriller, der nicht ganz an seinen erfolgreichen Vorgänger heranreicht! (nn)













Meine Braut, ihr Vater und ich (USA 2000)
as erste Treffen mit den zukünftigen Schwiegereltern ist in vielen Fällen eine heikle Angelegenheit. Greg Focker (Ben Stiller) dürfte nach eigenen Erfahrungen mit seinem Schwiegervater in spe (Robert de Niro) ein Lied davon singen. Vermutlich hat er nicht gedacht, dass es so schwierig sein würde, vor dem pensionierten CIA-Spion eine gute Figur zu machen. Obwohl oder gerade weil Greg sämtliche Register des guten Benehmens und gesitteten Anstands zieht, will es ihm nicht recht gelingen. Zumal der Vater seine Tochter Pam (Teri Polo) nur ungern weggibt. Mit den Sitten des Hauses kann Greg sich nur schwerlich anfreuden und erwischt ein Fettnäpfchen nach dem anderen. Rasante Komödie voller vorehelicher Katastrophen. (fb)
winona ryder


Links zum Film:


lostsoulsmovie.com
deliverusfromevil.com


Lost Souls (USA 1999)
atan macht den Menschen in New York das Leben schwer. Maya (Winona Ryder) konnte ihm gerade noch entwischen und mimt seitdem die Exorzismus-Sekundantin. Satan plant eine unheilsame Wiedergeburt im Körper von Bestesellerautor Peter Kalson (Ben Chaplin). Maya versucht diesen zu warnen. Der aber will als überzeugter Atheist nichts davon wissen. Doch dann ereignen sich merkwürdige Dinge. Die Grenzen zwischen Gut und Böse beginnen zu verschwimmen. (fb)

[ hier ] gehts zur Verlosung























The Virgin Suicides (USA 1999)
ofia Coppola, der Tochter von Francis Ford, ist ein beachtliches Erstlingswerk gelungen. Dargestellt wird die 70er-Jahre-Atmosphäre Amerikas mit ihren rigiden Moralvorstellungen anhand der Familie Lisbon mit fünf Töchtern im Teenager-Alter. Auf die strengen elterlichen Vorschriften reagieren die Schwestern selbstzerstörerisch. Schon der Anfang des Films verweist auf die kommende Tragik: Cecilia wird mit aufgeschnittenen Pulsadern in der Badewanne gefunden. Auf diesen versuchten Selbstmord hin wird den Mädchen ein Stückchen Freiheit zugebilligt: Sie dürfen eine Party feiern. Doch die endet für eine der Schwestern tödlich. Zur Strafe wird Lux' (Kirsten Dunst) Plattensammlung dem Feuer übergeben, alle müssen die Schule verlassen. Der Regisseurin gelingt der schwierige Drahtseilakt zwischen Komödie und Tragödie hervorragend, die Handlung wird mit heiteren Pastellfarben gezeichnet, die in ironischem Gegensatz zu den düsteren Vorkommnissen stehen. Anders als die zur Zeit vorherrschenden »TeenagerKomödien« mit ihrem Streben nach größtmöglicher Geschmacklosigkeit versucht der Film auf sensible Weise, den Reifungsprozess der Mädchen zu beleuchten. Konservatives Elternhaus als Jungfrauen-Selbstmord-Maschine: amüsante Tragikomödie. (sk)
der grinch




Der Grinch (USA 2000)
o stellt man sich ein perfektes Weihnachten vor: bunte Lichterketten, strahlende Christbäume und eine friedliche Kleinstadt. Doch die ist gar nicht so friedlich. Denn einer mag hier das Weihnachtsfest überhaupt nicht und Menschenkinder sind ihm ein Greuel: der Grinch! Erfolgs-Regisseur Ron Howard lässt hier Jim Carrey als Anti-Weihnachtsmann mit anarchischer Lust die groß geplanten Feiertage zerstören - basierend auf einem alten amerikanischen Jugendbuchklassiker. Der Gnom mit dem grünen Fell und der Hundeschnauze stiebitzt den Bewohnern am heiligen Abend einfach alle Geschenke, als Rache, dass sie ihm seit Jahren übel mitgespielt haben. Dass der Film nicht im Weihnachtskitsch endet, ist vor allem dem Hauptdarsteller zu verdanken, der wieder alle komödiantischen Register zieht. Das beste Mittel gegen die typische Weihnachtsmelancholie! (nn
jetzt oder nie - zeit ist geld










Jetzt oder nie - Zeit ist Geld (BRD 2000)
s sollte die Erfüllung des großen Traumes werden. Die nicht mehr ganzen jungen Ladies Carla (Gudrun Okaras), Lilli (Elisabeth Scherer) und Meta (Christel Peters) - zusammen immerhin 241 Jahre - wollen die Seereise in den Süden machen. Doch das lang gesparte Geld wird ihnen direkt vor der Bank geklaut. In ihrer Verzweiflung beschließen die drei, selbst eine Bank zu überfallen und sich das Geld zurückzuholen. Beim Skat hecken sie ein todsicheres Ding aus, doch mit der Ausführung hapert's: Meta bekommt Angstzustände, Lilli verguckt sich in den Kassierer und ihr Fahrer ist halb blind. Mit viel Liebe und Herz haben Produzent Till Schweiger und Regisseur Lars Büchel ihren kleinen Film inszeniert, und können auf Gaststars wie Corinna Harfouch und Oliver Korittke bauen - doch die eigentlichen Helden sind die alten Damen. Herzergreifend lustig! (nn)
shaft - noch fragen?













Shaft - noch Fragen? (USA 2000)
in Actionfilm benötigt mehrere Zutaten, damit er funktioniert. Schießereien, Verfolgungsjagden, ein Bösewicht und ein Held sind natürlich ein Muss. Das hat auch Regisseur John Singelton bei seinem Remake der kultigen 70er-Jahre Krimi-Reihe »Shaft« bedacht. Dennoch ist er an seinem Vorhaben gescheitert, einen wirklich guten Film zu machen: Nach einem Mord an einem Schwarzen wird der weiße Student Walter Wade (Christian Bale) festgenommen. Doch bereits kurze Zeit später ist der Sohn eines einflussreichen Geschäftsmannes gegen Kaution wieder frei. Der New Yorker Detective John Shaft riecht die eindeutige Korruption, kann aber vorerst nichts machen. Doch die Zeit der Rache kommt, als Wade zwei Jahre nach seiner Flucht ins Ausland zurückgekehrt. Trotz Samuel L. Jackson als Hauptdarsteller und trotz der guten Vorlage wirkt der Aufguss lieblos, dilettantisch und badet gnadenlos in Klischees. Reine Brutalität macht keinen Film wirklich cool. Was dem 2000er Shaft außerdem fehlt, ist Charme und Groove! Der Rassenhass und die sozialen Kontraste, die zwischen Schießereien und waghalsigen Stunts nur im Vorbeigehen aufgegriffen werden, hinterlassen zudem einen faden Beigeschmack. Groß wurde die Rückkehr einer Legende angekündigt - aber die ist gescheitert, schade. Langweiliger Action-Thriller! (nn)














O Brother, Where Art Thou? (USA 2000)
ie Coen-Brüder (»The Big Lebowski«, »Fargo«) haben wieder einmal – diesmal auf den Spuren von Homers Odyssee – einen sehenswerten Ciné-Coup gelandet. Angesiedelt ist der Film im Süden der USA der 30er Jahre: Everett Ulysses McGill (George Clooney) überredet zwei seiner Mithäftlinge Pete (John Turturro) und Delmar (Tim Blake), den Knast hinter sich zu lassen, um sich auf die Suche nach einem versteckten, weil geraubten, Goldschatz zu machen. Dass dies keine Butterfahrt wird, liegt auf der Hand: Allerhand Unbill in Form von Einäugigen, Sirenen und weiteren, weniger fabelhaften Wesen tritt ihnen in den Weg. Rasant, spaßig und voller musikalischer (Folk-) Einlagen stellt dieser Film auch eine amüsante Reise durch Legenden der amerikanischen Geschichte dar. "Down by Law" la Coen: unbedingt ansehen! (sk)
the cell





The Cell (USA 2000)
ie Therapeutin Catherine Deane (Jennifer Lopez) experimentiert mit einer radikalen Methode: Mit einer neuartigen Apparatur wird sie direkt mit dem Gehirn ihrer Patienten verbunden und wandert in deren Unterbewusstsein herum. Unterdessen hinterlässt der geisteskranke Serienkiller Carl Stragher (Vincent D'Onofrio) eine Spur von toten Mädchen. Nach einer weiteren Entführung kann die Polizei seinen Aufenthaltsort ermitteln, bei der geplanten Festnahme wird der Mörder jedoch im Koma liegend gefunden - von dem Mädchen keine Spur. Als letzter Ausweg dient die neue Methode von Catherine Deane, sie erklärt sich bereit in Straghers Gerhirn einzutreten. Der ehemalige Videoclip-Regisseur Tarsem jagt seine farblosen Hauptdarsteller durch Hochglanzkulissen im MTV-Style. In diesem Fall gilt form follows design, und auch Sexbombe Jennifer Lopez kann über die Schwäche des Films nicht hinwegtrösten. Mittelmaß! (nn)
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oi warning













Oi! Warning (D 1998)
er 17-jährige Janosch (Sascha Backhaus) ist von der Schule geflogen, verlässt sein kleinkariertes Elternhaus am Bodensee und geht nach Düsseldorf. Dort trifft er seinen alten Freund Koma (Simon Goerts) wieder, der zwischenzeitlich zu einem rechten Skinhead geworden ist. Janosch wird schnell hineingezogen in den Bann aus Hass, Gewalt und Macht, die von Koma und dessen Skin-Freunden ausgeht. Kahl rasiert folgt er ihnen samt ihrer Ideologie blind. Bis er eines Tages den Punker Zottel (Jens Veith) kennenlernt, dessen Lebensweise ihm Mut zu einer Kehrtwende macht und in den er sich verliebt... . In schwarz-weißen Bildern, ohne schwarz-weiß zu malen, präsentiert der Film dem Publikum die Ereignisse in einer durchbrochenen Rückblende. Beeindruckend realistisch wird gezeigt, dass sich hinter dem rauhen Skinhead-Klima von Herrschaft und Machoallüren auch eine gehörige Portion Gartenzwergmentalität verbirgt. Harter filmischer Brocken, an dem zu knabbern es sich auf alle Fälle lohnt. (sk)
dancer in the dark











Dancer in the Dark (DK/S/F 2000)
em Regisseur Lars von Trier (»Breaking the Weaves«) ist wieder ein Geniestreich gelungen. Selma (Björk) leidet an einer Erbkrankheit, die sie langsam erblinden lässt. Sie behält das Geheimnis jedoch für sich und arbeitet trotz immer schlechter werdender Sehkraft weiter in einer Fabrik. Denn sie will um jeden Preis ihrem zehnjährigen Sohn eine Augenoperation ermöglichen, um ihm ihr Schicksal zu ersparen. Um ihrem Alltag zu entkommen, flieht sie in eine farbige, bunt-schillernde Musicalwelt. Doch als ihr tief verschuldeter Nachbar Bill (David Morse) ihr auch noch ihr mühsam Zusammengespartes rauben will, kommt es zu einer Katastrophe. Lars von Trier bewahrt durch seine Handkamera- und Videotechnik die Story vor dem Abrutschen ins Sentimentale. Die Sängerin Björk brilliert in ihrer ersten (und angeblich letzten Rolle) als Selma. Melodramatischer Film, gekonnt umgesetzt. (sk)

schatten der wahrheit

schatten der wahrheit

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Schatten der Wahrheit (USA 2000)
ie unzählige Filme mit vorgeblichem "Hitchcock- Touch" scheitert auch dieses Hollywood-Stück bei dem Versuch, den Stil des Altmeisters zu erreichen. Zu sehr verharrt er in den inzwischen zum Klischee gewordenen Kameraeinstellungen, Licht-Schatten-Effekten und Szeneabläufen, die Old Alfreds Handschrift prägten. Das Ehepaar Claire (Michelle Pfeiffer) und Norman (!) Spencer (Harrison Ford) lebt glücklich und zufrieden in einer beschaulichen Villa, bis es neue Nachbarn bekommt. Nach einem fürchterlichen Streit verschwindet die Frau des Nachbarn und Claire sieht, wie der ein riesiges Paket mit seinem Auto abtransportiert. Daraufhin fängt es bei den Spencers an zu spuken – der Geist der Frau scheint es sich bei den Nachbarn bequem machen zu wollen ... . Robert Zemecki (»Scream«, »Forrest Gump«) macht den gleichen Fehler wie eine ganze Reihe von Hitchcock-Nachahmern vor ihm. Aus Achtung vor dem Maestro zitiert oder kopiert er ihn viel zu oft. Besser hätte er daran getan, mit einer wirklich neuen und glaubhaften Geschichte das berühmte Suspense zu treffen, dieses Spiel mit Zuschauer-Vorahnungen in fesselnden Spannungszyklen. Schade, denn die Story hätte durchaus diese Chance geboten. So bleibt es eine leider misslungene Annäherung an den unnachahmbaren Thrillerkünstler! (sk/lj)
scary movie

scary movie





Scary Movie (USA 2000)
uf dem Campus verbreitet ein Mörder Angst und Panik unter den Studenten. Aha! Ein Mädel (Anna Farris) wird von einem Mann verfolgt, der erstaunliche Ähnlichkeit mit dem Fischer hat, den sie und ihre Freunde im vergangen Sommer mit dem Auto überfahren haben. Soso! Drew (Carmen Electra) wird vorm Fernseher beim Schauen von Horrorfilmen ermordet, muss vorher aber noch gewaltig rumschreien. Na klar! Irgendwie überkommt einen bei diesem Film ständig das Gefühl, alles schon mal gesehen zu haben. Ist das die Fortsetzung von Blair Witch Projekt oder Halloween Teil 35? Falsch! Spätestens in dem Moment, in dem die Baywatch-Nixe Electra nur noch in Unterwäsche dasteht - sehr zur Begeisterung der männlichen Zuschauer - und nach den Klamotten auch noch die Brustimplantate (!) verliert, steht fest, das diese ganzen Überlegungen nicht stimmen können. Die Teenager-Horror-Persiflage »Scary Movie« veralbert Filme wie »Scream«, »Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast« und Co. gnadenlos. Damit wurde sie in den Staaten zu einem der erfolgreichsten Filme des Jahres. Trotzdem: Klamauk! (nn)















Conamara (D/Irland 2000)
xel (Andreas Schmidt) reist von Berlin ins irische Conamara, um seine Jugendliebe wiederzufinden und für sich zu gewinnen. In der Tat verfällt die herbe Schönheit Maria (Ellen Ten Damme) - und mit ihr das gesamte Dorf - dem Charme des schüchternen Deutschen und setzt dabei ihre Ehe mit Antaine (Darragh Kelly) aufs Spiel. Die Dramatik spitzt sich zu, als ihre Tochter José (Katie Nic Dhonnacha) verschwindet. Behutsam führt der Regisseur Eoin Moore ("plus-minus-null") das Innerste seiner Figuren vor, ohne dass große Worte gemacht werden müssen. Vielmehr drücken sich Gefühle vor allem in den Gesichtern der Darsteller und im übertragenen Sinn auch durch die karge irische Landschaft aus. Der Erzählstil ist von »Dogma« geprägt, Moore arbeitet weitgehend mit Handkameras und hat eine unkonventionelle, wirkungsvolle Schnittechnik entwickelt. Trotz des moralinsauer erhobenen Zeigefingers am Ende: einfach gut! (sk)

 

Der Krieger und die Kaiserin (D 2000)
er Druck war enorm. Wie soll ein erfolgreicher Film wie »Lola rennt« getoppt werden? Ein Film, der nicht nur in Deutschland begeisterte, sondern auch im Ausland reichlich Beachtung fand. Die Antwort: am besten gar nicht! Regisseur Tom Tykwer nahm sich lange Zeit für seinen Film »Der König und die Kaiserin«. Er kehrte nach Lolas rasanter Rennerei zu einer ruhigen Erzählweise zurück und beschreibt mit poetischen Bildern die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe. Die Geschichte von zwei Menschen, deren gemeinsames Schicksal vorbestimmt ist, obwohl sie in unterschiedlichen Welten leben: Sissi (Franka Potente) arbeitet in der Psychiatrie. Bodo (Benno Fürmann) ist ein arbeitsloser Ex-Soldat. Bei einem Unfall wird Sissi schwer verletzt, Bodo rettet ihr kurz entschlossen das Leben, verschwindet dann aber spurlos. Sissi macht sich nach einem langen Heilungsprozess auf die Suche nach ihrem Retter, sie will mehr als diesen kleinen gemeinsamen Augenblick. Doch Bodo (Benno Fürmann) weist sie zurück, er will nichts von ihr wissen. Tykwers Film hat große Momente, reicht aber nicht an die Qualität seines prominenten Vorgängers heran. Dennoch: Gut! (nn)
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u-571

u-571






U-571 (USA 2000) -
in Film mit ungewollt makabrem Beigeschmack. Man hat die Kursk-Katastrophe noch im Hinterkopf, schon taucht im Kino ein neues U-Boot-Abenteuer auf. Die Vorgabe für Hollywood hängt dabei hoch: Der deutsche Film »Das Boot« setzte vor 20 Jahren Maßstäbe, an denen sich auch heute noch vergleichbare Filme messen lassen müssen. »U 571« ist zwar ein netter Film mit guten Schauspielern (Harvey Keitel, Matthew McConaughe, selbst Jon Bon Jovi fällt nicht negativ auf), der aber längst nicht an die Qualität des deutschen Kriegsfilms heranreicht. April 1942: Im Atlanik tobt der U-Boot-Krieg, in dem die Deutschen den alliierten See-Streitkräften immer wieder empfindliche Verluste zu fügen. Der Erfolg der Deutschen basiert auf der Verschlüsselungsmaschine “Enigma”, die es dem Gegner unmöglich macht, Funksprüche zu entschlüsseln. Lt. Commander Mike Dahlgren (Bill Paxton) und seine Crew des U-Bootes S-33 erhalten den Auftrag, als deutsche Matrosen getarnt, die Maschine aus dem deutschen Boot “U-571” zu holen, das stark beschädigt im Atlantik treibt. Doch die Mission läuft nicht planmäßig - beim Entern wird die S-33 versenkt. Meilenweit vom "Boot"-Niveau entfernt, trotzdem spannend und unterhaltsam! (nn).
road trip

road trip




Road Trip (USA 2000) -
pätestens nach »Verrückt nach Mary« hat Hollywood die Geschmacklosigkeit entdeckt. War es bei Mary das Sperma im Haar, trieb es anschließend der Hauptdarsteller bei »American Pie« mit dem Apfelkuchen, so leckt in diesem Film der Kellner den Toast eines unzufrieden Kunden ab und zieht ihn dann durch den Schritt. Iiiihh-bäh! Sehr unfein. »Road Trip« ist eine spaßige Komödie geworden, die sich auf brüllend-komische Weise über harmlose Teenager-Filme und pubertierende Peinlichkeiten lustig macht: Josh (Breckin Meyer) ist ein kleines Missgeschnick passiert. Da hat er doch tatsächlich die Videoaufnahme seines Seitensprunges an die eigene Freundin (Rachel Blanchard) geschickt. Keine Frage: Das Tape muss zurück! Also macht sich Josh zusammen mit seinen drei Colleg-Freunden E.L. (Sean William Scott), Rubin (Paulo Costenzo) und Kyle (DJ Qualls) auf den Weg quer durch die Staaten nach Texas, wo die eigentliche Liebe wohnt, um die Spuren des Seitensprungs zu verwischen. Denn wie lautet das oberste Gebot beim Fremdgehen: Lass Dich nie erwischen! Kurzweiliger Spaß! (nn).

x-men









X-Men (USA 2000)
ie X-Men sind Mutanten. Sie sehen aus wie normale Menschen, besitzen jedoch telpathische Kräfte und andere unglaubliche Fähigkeiten: Storm (Halle Berry) kontrolliert das Wetter, Cyclops (James Marsden) kann mit seinen Augen Gebäude zerstören oder Wolverine (Hugh Jackman) besitzt erstaunliche Selbstheilungskräfte. »X-Men« ist die Verfilmung eines der erfolgreichsten Marvel-Comics. Und wie so oft im Comic geht es in einem Comic um den Kampf zwischen Gut und Böse. Denn hier besitzen auch die Schurken Superkräfte, die sie unheilvoll und todbringend einsetzen. Auf der einen Seite steht der Professor X (Patrick Stewart), der Mentor der Guten, auf der anderen der Oberschurke Magnete (Ian McKellen) mit seinen bösartigen Gesellen. Mutant gegen Mutant - so lautet das Duell, das Regisseur Bryan Singer aber Gott sei Dank nicht zu einem reinen Special-Effect-Overkill verkommen ließ. Den einzelnen Charakteren bietet sich Raum zur Entfaltung und so entwickelt sich der Film, auch wegen der guten Schauspieler, zu einem spannenden und düsteren Drama. Leider kommt die Comic-Verfilmung, die sich in erster Linie an Erwachsene richtet, trotzdem nicht ganz ohne Längen aus. Dennoch: Diese X-Men sind überraschend gut und ziemlich cool! (nn) .

im juli








Im Juli (D 1999)
er Referendar Daniel (Moritz Bleibtreu) reist auf Umwegen seiner vermeintlichen Traumfrau Melek (Idil Öner) nach Istanbul hinterher. Er muss zwar nicht gegen Windmühlen kämpfen, aber es stellen sich ihm mannigfaltige Hindernisse in Form von vor Wut rasenden Landwirten, sinkenden Automobilen und Leichen in den Weg. Der künftige Mathematik-Lehrer trifft auf seiner Irrfahrt durch Österreich, Ungarn, Rumänien und die Türkei immer wieder auf Juli (Christiane Paul), die ihn mit ihrer Weissagung, mit der alles begann, eigentlich auf sich aufmerksam machen wollte. Der Regisseur Fatih Akin zeigt nach seinem Erstlingsfilm »Kurz und schmerzlos«, dass er auch die komödiantische Fabulierkunst mühelos beherrscht. Trotz bekannter Gesichter ein amüsant-turbulentes Road & Love-Movie. (sk).

coyote ugly







Coyote Ugly (USA 2000) -
anke, Hollywood. Endlich wurden die Gebete der Männerwelt erhört. Jerry Bruckheimer, bekannt für Filme mit üppiger Verpackung und leichtem Inhalt, schenkt uns ein cineastisches Wunderwerk, das selbst in den feuchtesten Träumen nicht hätte besser ausfallen können. Violet Sandfort (Piper Perabo) flieht aus der drögen Kleinstadt nach New York, um Songwriterin zu werden. Doch die Karriere kommt nicht in Gang. Daher landet unser hübsches Landei im Nachtclub »Coyote Ugly«, in dem die heißesten Barkeeperinnen der Stadt (u.a. Tyra Banks) arbeiten. Violet lernt das Handwerk des Cocktail-Shakens recht schnell. Schon bald hat sie den ersten Bewunderer: Kevin (Andy Garcia). Stand einst Tom Cruise in »Cocktail« hinter der Theke, so sind diesmal die Männer an der Reihe, bedient zu werden. Doch mehr als ein paar pralle Brüste und ein paar knackige Ärsche gibt es nicht zu sehen. Aber wollen Männer wirklich mehr? (nn).












Die totale Therapie (D/Österreich 1998)
uf einem Bauernhof in der österreichischen Provinz wollen neun zahlungskräftige Wiener Probanden fernab jeglicher Zivilisationsattribute wie Handy, Zigaretten und Internet mit Urschrei und Veganismus ihre seelischen Wehwehchen loswerden. Doch das Shirvia-Therapiezentrum in malerischer Einöde erweist sich als tödliche Falle für fast alle der Kursteilnehmer. Das Umgehen üblicher Figurenkostellationen, unerwartete Wendungen und Handlungsweisen zeichnen den Film aus. Diese permanente Spannung plus exzellente Darsteller, die es mit detailliertem Spiel schaffen, ihre Figuren zum Leben zu erwecken, machen den Film sehenswert. Psycho-Molotow-Cocktail mit Blixa Bargeld als Dr. Romero. (sk).
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