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Rollerball
(USA 2001)
974 zeigte Regisseur Norman Jewisons ein zynisches Zukunftsbild anhand einer
Sportart, dem Rollerball. Bei diesem mörderischen Mix aus Hockey, Motocross
und Rugby, werden die Spieler praktisch “verheizt”, um das Volk in bester
römischer Tod-und-Spiele-Manier ruhig zu stellen. Das ganze funktioniert
so lange, bis der Champion rebelliert. Das Remake verkommt zu einem zweitrangigen
Videotheken-Movie mit dem Stellenwert eines »Karate Tiger Teil 38«. Ohne
Sinn und Verstand, ohne Originalität und Witz werden hier uninteressante
Sport-Szenen mit allen relevanten gesellschaftspolitschen Themen der heutigen
Zeit zu einem unerträglichen Cocktail gemixt. In jeder Sekunde wirkt alles
verzweifelt spektakulär. Selbst Klasse-Mime Jean Reno geht in dieser cineastischen
Katastophe unter. Schlimm! Es gibt viele Gründe, diesen Film nicht zu sehen.
Hier die wichtigsten: lahme Action, keine erkennbare Story, dazu stümperhafte
filmische Umsetzung - kurz erbärmlich! (dj)
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Jay & Silant Bob schlagen zurück
(USA 2001)
ir kennen sie aus dem Afroman-Videoclip »Because I Got High«, und auch
in in dem Film »Dogma« (mit Ben Afflect und Matt Damon) hatten sie ihren
Auftritt: Jay und Silant Bob - Kulthelden des amerikanischen Independent-Kinos,
erschaffen von Clerks-Regisseur Kevin Smith. Nun bekommen der dauerquasselnde
Kiffer Jay (Jason Mewes) und sein schweigsamer Kumpel Silant Bob (von
Kevin Smith selbstdargestellt) ihr eigenes Forum, sprich ihren eigenen
Film, ganz für sich allein: Die beiden Chaoten erfahren, dass ein Filmstudio
ihr Leben verfilmen will - ohne sie finanziell zu beteiligen. Prompt machen
sie sich auf nach Hollywood. Doch ihr Trip ist gepflastert mit reichlich
Turbulenzen. Smiths bissiger Humor verliert sich hier leider in albernen
Zoten auf »American Pie«-Niveau, doch die alberne Hollywood-Satire hatte
großen Erfolg in den Staaten und dürfte auch hier zulande für klingelnde
Kinokassen sorgen. Naja... (dj)
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Showtime
(USA 2002)
er Plot ist nicht neu: Ein TV-Polizist wird mit einem richtigen Cop auf
Streife geschickt. Schon in Johan Bahams in die Jahre gekommenen Film »Auf
die harte Tour« zeigte James Woods einem Filmstar (Michael J. Fox) die harte
Realität im Kampf gegen die Kriminalität. Nun bekommt Robert De Niro als
humorloser Detektive Mitch Preston Eddie Murphy zur Seite gestellt, die
für eine Reality-TV-Show ungewollt zusammenarbeiten müssen. Dass diese Komödie
funktioniert, ist vor allem der haarsträubenden Kombination aus De Niros
Taxi-Driver-Parodie und Murphys Plappermaul zu verdanken. Den beiden zuzuschauen,
macht einfach Spaß. Und William Shatner als Schauspieltrainer, der frustiert
über De Niros Schauspieltalent sinniert, ist auch nicht der schlechteste
Einfall. Kurzweilige Komödie! (dj)
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Schiffsmeldungen
(USA 2001)
uoyle (Kevin Spacey) ist ein Verlierer: mieser Job, Eltern, die Selbstmord
begehen und eine schlampige Ehefrau (Cate Blanchett), die ihn betrügt. Als
diese stirbt, wagt er auf Anraten seiner Tante (Judi Dench) einen Neuanfang.
So geht er zusammen mit ihr und seiner Tochter nach Neufundland, an den
Ort seiner Vorfahren. Er heuert bei der Lokalzeitung als Verfasser der Schiffsmeldungen
an und freundet sich mit der allein erziehenden Mutter Wavey (Julianne Moore)
an..... Mehrere Jahre galt der Bestseller von Annie Proux als unverfilmbar,
bis der dänische Regisseur Lasse Halmström das Projekt in Angriff nahm.
Herausgekommen ist ein stimmungsvolles Drama, das sich durch Wärme auszeichnet
und mit einer Top-Besetzung aufwarten kann. Großartig! (dj)
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Ice
Age
n diesem Monat bieten wir Euch in unserer Kinonacht einen Trickfilm der
Superlative! Die Erde kurz vor der Eiszeit an einem Samstagnachmittag: Das
Mammut Manfred, Säbelzahntiger Diego und das verpennte, aber hartnäckige
Faultier Sid retten ein Menschenbaby. Zusammen machen sie sich auf, dessen
Familie zu finden. Doch die Rettungsarbeiten werden vom gierigen Rattenhörnchen
Scrat erschwert, dass wegen einer einzigen Nuss eine Katastrophe planetaren
Ausmaßes heraufbeschwört. Auf ihrem Weg gen Süden müssen die Reisegefährten
daher etliche Abenteuer bestehen... Mit ihrem ersten abendfüllenden Animationsabenteuer
kratzt das New Yorker Blue Sky Studio mächtig am digitalen Trickfilm-Thron
der Konkurrenten DreamWorks (»Shrek«) und Disney/Pixar (»Monster AG«). »Ice
Age« bietet bizarre Welten, slapstickartigen Humor und eindrucksvolle Bilder
voller Bewegung und Action. Ein faszinierendes Trickfilm-Abenteuer! (nn)
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From
Hell (USA 2001)
r ist immer noch der berühmteste Serienmörder der englischen Kriminalgeschichte,
der nie gefasste Prostituierten-Schlitzer Jack the Ripper stand schon für
so manches Grusel-Kino Pate. Auch diesmal muss die Krimi-Legende herhalten:
London im Jahre 1888, ein unbekannter Killer wütet im Rotlichtviertel und
bringt reihenweise Huren um. Die Ermittlungen übernimmt Inspektor Abberline
(Johnny Depp), der zur Tätersuche seine sich vor allem unter Opium
entfaltenden hellseherischen Fähigkeiten und das Straßenmädchen Mary Kelly
(Heather Graham) als Lockmittel einsetzt. Eine Spur führt ihn in
die höchsten Londoner Kreise. Während Depps selbstzerstörerische Darstellung
wie immer hervorragend ist, bleibt der nach Alan Moores Erfolgs-Comic entstandene
Film unentschlossen, ob er eher Sozialstudie oder Horror-Story sein will.
So verliert sich das Ganze in einer vielfältigen Mischung aus Ausstattungs-Drama,
Krimi, Slasher-Morden, Liebesromanze und Thriller - was zuviel ist, ist
zuviel! (dj)
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Spy
Game (USA 2001)
ls eine Befreiungsaktion in einem chinesischen Gefängnis misslingt, wird
der CIA-Spitzel Tom Bishop (Brad Pitt) von den dortigen Machthabern
gefasst und verhaftet. Bereits 24 Stunden später soll er wegen Spionage
hingerichtet werden. Zur gleichen Zeit in Langley (Virginia), im Hauptquartier
des Geheimdienstes: CIA-Veteran Nathan Muir (Robert Redford) beginnt
seinen letzten Tag im Dienst. Noch bevor er ins Büro kommt, erhält er einen
Anruf aus der britischen Botschaft in Hongkong. So bekommt Muir Zugang zu
den streng geheimen Informationen über die Verhaftung seines ehemaligen
Agenten. Da die Beziehungen zwischen den Staaten und China nicht belastet
werden sollen, wollen die CIA-Oberen nämlich ihren Mann opfern - schließlich
war dieser nur inoffiziell im Einsatz. Gegen den Willen seiner Vorgesetzten
und mit vielen Tricks und Seilschaften versucht Muir nun Bishop vor Ablauf
des Ultimatums zu befreien, dafür bleiben ihm jedoch nur noch wenige Stunden.
Regisseur Tony Scott (»Top Gun«) kann großartige Explosionen koordinieren
und schnelle Bilder zu lauter Musik drehen - typische Popcorn-Kracher halt!
Nun betritt er neues Terrain, mit "Spy Game" versucht er einen Film mit
einer richtigen Geschichte zu erzählen - was ihm aber nur teilweise gelingt.
So überkommt den Zuschauer oft das Gefühl, dass der Regisseur mit seiner
Story überfordert ist und dass er diesen Makel hinter einer wahren Bilderflut
zu verstecken versucht. Dabei wird letztendlich aus dem guten Willen nur
Mittelmaß! (nn)
|

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A
Beautiful Mind (USA 2001)
ie amerikanische Elite-Uni Princeton 1947. Der hochintelligente John Nash
(brillant: Russel Crowe) beginnt mit seinem Mathematikstudium. Während
es mit dem Studentenleben und dem Kontakt zu seinen Kommilitonen hapert,
klappt das wissenschaftliche Studium um so besser. Mit der Entdeckung einer
sensationellen mathematischen Theorie beginnt seine kometenhafte Karriere:
Erst bekommt er einen begehrten Dozentenjob, dann folgt der Ruf aus dem
Verteidigungsministerium, hier soll er als Codeknacker zum Einsatz kommen.
Doch sein Aufstieg erfährt eine dramatische Wendung, denn plötzlich fühlt
sich Nash verfolgt, immer häufiger leidet er an Halluzinationen. Die Diagnose
ist ein Schicksalsschlag, er ist geisteskrank - der Beginn langer Jahre
der Paranoia und des Wahns. Der Film, der auf einer wahren Geschichte basiert,
schildert den mühsamen Heilungsprozess und späten Ruhm, als Nash schließlich
doch noch den Nobelpreis erhält. Regisseur Ron Howard hielt sich für sein
Drama eng an die Biographie des Preisträgers. Eindrucksvoll, zurecht für
den Oscar vorgeschlagen! (dj)
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Was
nicht passt, wird passend gemacht (BRD
2001)
uch ein toter polnischer Schwarzarbeiter kann die Mannen des Bautrupp Wiesenkamp
nicht schocken. Der Kollege wird einfach ins Fundament gegossen und unauffällig
entsorgt. So harmlos fängt der zweite Spielfilm von Regisseur Peter Thorwarth
an. Nach der bezaubernden Kifferkomödie »Bang Boom Bang« setzt Thorwarth
wieder auf den unwiderstehlichen Ruhrpott-Charme. Erfolgreich! Denn die
Welt der Bauarbeiter wird hier detailgenau, aber gleichzeitig so skurril
dargestellt, dass Lachtränen garantiert sind. Humoreske Garanten der turbolenten
Komödie sind Ralf Richter, Wille Thomczyk und Hilmi Sözer,
die die Baustellen-Jungs Horst, Kalle und Kümmel mit heftigen Sprüchen und
witzigem Slapstick darstellen. Sie malochen für Werner Wiesenkamp (Dietmar
Bär), dessen Firma nicht gerade eine Vorzeigebetrieb der Baubranche
ist. Ihre Arbeitsmoral verhindert, besonderes Vertrauen in die Maurerzunft
zu haben: Mit der Präzision am Bau haben es die drei nämlich nicht so, da
werden Pläne schon mal großzügiger ausgelegt - und wenn irgendwo etwas nicht
passt, dann wird es halt passend gemacht. Urkomische Komödie! (dj)
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Asterix
- Mission Cleopatra (F 2001)
eim Teutates, nur mit Grauen erinnert wir uns an die erste Realverfilmung
der Comicserie Asterix & Obelix. Das Abenteuer der aufmüpfigen Gallier war
seinerzeit dermaßen langweilig und uncharmant in Szene gesetzt worden, dass
die zweite Umsetzung mit ihrem Wortwitz und gelungenen Slapstick-Einlagen
regelrecht begeistert: Asterix & Obelix (Christian Clavier & Gérard Depardieu)
helfen dem Architekten Numerobis (Jamel Debbouze) einen Tempel für
die ägyptische Königin Cleopatra (Monica Belluci) zu bauen, der in
drei Monaten fertig sein soll. Brauchen sie länger, verliert die Königin
ihre Wette gegen Cäsar (Alain Chabat) - was den Tod des Archtikten
zur Folge hätte. Mit Zaubertrank im Gepäck soll das Unmögliche möglich gemacht
werden....Kurzweiliger Humor! (dj)
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Heaven
(USA/BRD/F 2001)
gal ob »Winterschläfer«, »Lola rennt« oder »Der Krieger und die Kaiserin«:
Tom Tykwers Filme handeln im Grunde immer über Schicksal, Liebe und
Hoffnung. Auch »Heaven«, der diesjährige "Berlinale"-Eröffnungsfilm, macht
da keine Ausnahme. Auf Grundlage des Drehbuchs des 1996 verstorbenen polnischen
Regisseurs Krzysztof Kieslowski ("Drei-Farben-Trilogie") drehte der Wuppertaler
die Geschichte einer in Turin lebenden Englischlehrerin (Cate Blanchett),
die zur "Selbsthilfe" greift. Weil die Polizei die Drogenproblematik an
ihrer Schule unbeachtet lässt, plant sie, mit Hilfe einer selbstgebastelten
Bombe den Dealer umzubringen. Doch etwas läuft schief, bei dem Anschlag
sterben auch unschuldige Kinder. Kurz darauf nimmt sie die Polizei fest.
Ausgerechnet bei der Vernehmung verliebt sich der junge Polizeibeamte Filippo
(Giovanni Ribis) in die Täterin. Tykwer zeigt in seiner ersten internationalen
Produktion eindrucksvolle Momente und Gefühle, die er ohne technische Effekte
in Szene setzte. Mit »Heaven« gelang dem deutschen Regisseur nicht nur eine
tragische Liebesgeschichte, sondern auch ein cineastisches Meisterwerk,
das den normalen Kino-Konsumenten aber aller Wahrscheinlichkeit nach überfordern
dürfte. Großes Kino! (nn)
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I Am Sam
(USA 2001)
eftig auf die Tränendrüse drückt Sean Penn als geistig Zurückgebliebener,
dem die zuständige Sozialarbeiterin die Tochter Lucy (Dakota Fanning)
wegnehmen und zu Pflegeeltern geben will. Grund: Lucy ist mittlerweile
sieben Jahre alt und Sam ihr intellektuell nicht mehr gewachsen. Und obwohl
Sam vor Gericht kaum Chancen hat, nimmt er den Kampf gegen das Rechtssystem
auf – denn „ein Leben ohne seine Tochter sei kein Leben mehr“. Unerwartet
Hilfe bekommt er von der Anwältin Rita Harrison (Michelle Pfeiffer),
die zunächst den Fall nur als Herausforderung angenommen hat, dann aber
Sams Problematik begreifen lernt und anfängt, mit Sam und Lucy vor Gericht
leidenschaftlich zu kämpfen. Arg kitschig, klar. Trotzdem: Rührend!
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2002 - Durchgeknallt
im All (D 2001)
eslie Nielsen ist wieder da. Und natürlich wird's wieder ziemlich
absurd und albern. Agent Doppel Null Richard "Dick" Dix (Leslie Nielsen)
kommt zum Einsatz, weil der Präsident der USA auf einer geheimen Mondbasis
angeblich im Auftrag von Aliens gefangen gehalten wird, während ein Klon
im Weißen Haus sitzt. Der Top-Agent und seine schöne Assistentin (Ophélie
Winter) brechen auf, um den echten Präsidenten zu befreien und ins
Weiße Haus zu bringen. Auf der Raumstation werden die beiden nicht nur
vom Wissenschaftler Dr. Pratt (Peter Egan) empfangen, sondern auch
noch von Verona Feldbusch! Die heißt hier Mrs. Pustle. Nanu?!?Das bringt
die Doppelnull jetzt aber endgültig durcheinander, so dass er die Präsis
verwechselt und vollends für Chaos auf der Erde sorgt. Gibt es einen Ausweg?
Science-Fiction- und Agentenklassiker werden gnadenlos durch den Kakao
gezogen. (lj)
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Bella Martha
(D 2001)
artha (Martina Gedeck) ist Chefköchin in einem Hamburger Nobelrestaurant.
Ihr Leben wie ihre Kochkünste unterliegen genauen Regeln, von denen sie
keinen Deut abweicht. Als ihre Schwester bei einem Autounfall stirbt und
Martha sich ihrer acht Jahre alten Nichte Lina (Maxime Forster)
annimmt, wird ihr Leben durcheinandergewirbelt. Turbulent wird es, als
der italienische Koch Mario (Sergio Castellitto) die Szenerie betritt,
um Martha am Arbeitsplatz zu entlasten. Denn er lebt gänzlich anders als
die kühle Köchin: Spontan kreiert er Gaumengenüsse, wo Martha sich strikt
an die Rezepte hält. Die auf den ersten Blick recht einfach komponierte
Story entpuppt sich beim näheren Hinsehen als vielschichtig. Getragen
wird der Film aber in erster Linie von Martina Gedeck, die wieder einmal
ihr Können unter Beweis stellt. Ihre Martha wird nicht den gierigen Zuschauern
preisgegeben, sondern bewahrt sich stets etwas Geheimnisvolles und Untergründiges.
Haute Cuisine des Kinos: Ein Hochgenuss der Schauspielkunst. (sk)
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Songs From The Second
Floor (S/NW/DK 2001)
er schwedische Regisseur und Werbefilmmacher Roy Andersson inszeniert
eine moderne Apokalypse in 46 Bildern. Fallen die nordischen Filmemacher
in letzter Zeit durch Dogma-Streifen auf, hält sich Andersson eher an
Regeln des Theaters. Seine 46 Szenen sind fast immer mit statischer Kamera
aufgenommen und zeigen meist eine extreme Weitwinkelperspektive. In der
Verzerrung wirken die Handlungsabläufe noch härter: Ein Firmenchef wirft
Untergebene hinaus, ein Zauberer zersägt fast um Haaresbreite einen Freiwilligen.
Bindeglied zwischen den Einzelteilen ist die Figur des Karl (Lars Nordh).
Er hat aus Verzweiflung sein Möbelgeschäft angesteckt, um der Versicherungssumme
habhaft zu werden und schlägt sich mit dem Verkauf von Kruzifixen durchs
Leben. Allesamt sind die Protagonisten auf die ein oder andere Weise Verlierer,
der Film zeigt den Untergang der westlichen Welt. Seine genau komponierten
Einstellungen werden von der Musik Benny Anderssons (ABBA) genial
unterstrichen. Keine leichte, aber lohnenswerte Kost(barkeit): Nordische
Apokalypse. (sk)
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The Mothman Prophecies
iesige "Mottenmänner" mit Flügeln und roten Augen sollen in einer kleinen
Stadt in West Virginia aufgetaucht sein. Sind es Außerirdische? Jede Menge
Spekulationen begleiten die skurrilen Geschehnisse. Als seine Frau (Debra
Messing) bei Recherchen zu diesem Thema ums Leben kommt, bricht für den
Washington-Post-Reporter John Klein (Richard Gere) eine Welt zusammen.
Er kündigt seinen Job und ermittelt selbst. Immer tiefer rutscht er in
die unheimliche Geschichte hinein. Bald kann auch er nicht mehr zwischen
Traum und Wirklichkeit unterscheiden. Mistery-Thriller nach wahren Begebenheiten.
Im November `66 mehrten sich in Virginia die Augenzeugenberichte, die
diese fledermausartigen Kreaturen gesehen haben wollen. Und nicht nur
das: Ufos wurden gesichtet, die Hysterie wurde immer größer. (dj)
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Panic Room
(USA 2002)
er “Panic Room” ist ein geheimes Zimmer inmitten eines modernen Sandsteinhauses
in New York - das perfekte Zuhause für die unter Angstattacken leidende
Millionärsgattin Meg Altmann ( Jodie Foster) und ihre Tocher Sarah (Kirsten
Stewart), die beide Ruhe und Sicherheit suchen. Schneller als erwartet
kommt das Hochsicherheitsversteck zum Einsatz, denn drei Gangster (Forest
Whitaker, Jared Leto, Dwight Yoakam) stürmen das Haus. Mutter und Tochter
können dem Anschlag gerade noch entkommen und finden Zuflucht in dem MiniBunker.
Auf Monitoren verfolgen sie nun angstvoll die Umsetzung eines perfiden
Plans... »Seven«-Regisseur David Fincher liefert für seine Verhältnisse
einen soliden Thriller ab, der aber nicht nur Film-Figuren zu einem finsteren
Albtraum entwickelt. Spannend, raffiniert, grandios! (dj)
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Rollerball
(USA 2001)
974 zeigte Regisseur Norman Jewisons ein zynisches Zukunftsbild anhand einer
Sportart, dem Rollerball. Bei diesem mörderischen Mix aus Hockey, Motocross
und Rugby, werden die Spieler praktisch “verheizt”, um das Volk in bester
römischer Tod-und-Spiele-Manier ruhig zu stellen. Das ganze funktioniert
so lange, bis der Champion rebelliert. Das Remake verkommt zu einem zweitrangigen
Videotheken-Movie mit dem Stellenwert eines »Karate Tiger Teil 38«. Ohne
Sinn und Verstand, ohne Originalität und Witz werden hier uninteressante
Sport-Szenen mit allen relevanten gesellschaftspolitschen Themen der heutigen
Zeit zu einem unerträglichen Cocktail gemixt. In jeder Sekunde wirkt alles
verzweifelt spektakulär. Selbst Klasse-Mime Jean Reno geht in dieser cineastischen
Katastophe unter. Schlimm! Es gibt viele Gründe, diesen Film nicht zu sehen.
Hier die wichtigsten: lahme Action, keine erkennbare Story, dazu stümperhafte
filmische Umsetzung - kurz erbärmlich! (dj)
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Jay & Silant Bob schlagen zurück
(USA 2001)
ir kennen sie aus dem Afroman-Videoclip »Because I Got High«, und auch
in in dem Film »Dogma« (mit Ben Afflect und Matt Damon) hatten sie ihren
Auftritt: Jay und Silant Bob - Kulthelden des amerikanischen Independent-Kinos,
erschaffen von Clerks-Regisseur Kevin Smith. Nun bekommen der dauerquasselnde
Kiffer Jay (Jason Mewes) und sein schweigsamer Kumpel Silant Bob (von
Kevin Smith selbstdargestellt) ihr eigenes Forum, sprich ihren eigenen
Film, ganz für sich allein: Die beiden Chaoten erfahren, dass ein Filmstudio
ihr Leben verfilmen will - ohne sie finanziell zu beteiligen. Prompt machen
sie sich auf nach Hollywood. Doch ihr Trip ist gepflastert mit reichlich
Turbulenzen. Smiths bissiger Humor verliert sich hier leider in albernen
Zoten auf »American Pie«-Niveau, doch die alberne Hollywood-Satire hatte
großen Erfolg in den Staaten und dürfte auch hier zulande für klingelnde
Kinokassen sorgen. Naja... (dj)
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Showtime
(USA 2002)
er Plot ist nicht neu: Ein TV-Polizist wird mit einem richtigen Cop auf
Streife geschickt. Schon in Johan Bahams in die Jahre gekommenen Film »Auf
die harte Tour« zeigte James Woods einem Filmstar (Michael J. Fox) die harte
Realität im Kampf gegen die Kriminalität. Nun bekommt Robert De Niro als
humorloser Detektive Mitch Preston Eddie Murphy zur Seite gestellt, die
für eine Reality-TV-Show ungewollt zusammenarbeiten müssen. Dass diese Komödie
funktioniert, ist vor allem der haarsträubenden Kombination aus De Niros
Taxi-Driver-Parodie und Murphys Plappermaul zu verdanken. Den beiden zuzuschauen,
macht einfach Spaß. Und William Shatner als Schauspieltrainer, der frustiert
über De Niros Schauspieltalent sinniert, ist auch nicht der schlechteste
Einfall. Kurzweilige Komödie! (dj)
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Schiffsmeldungen
(USA 2001)
uoyle (Kevin Spacey) ist ein Verlierer: mieser Job, Eltern, die Selbstmord
begehen und eine schlampige Ehefrau (Cate Blanchett), die ihn betrügt. Als
diese stirbt, wagt er auf Anraten seiner Tante (Judi Dench) einen Neuanfang.
So geht er zusammen mit ihr und seiner Tochter nach Neufundland, an den
Ort seiner Vorfahren. Er heuert bei der Lokalzeitung als Verfasser der Schiffsmeldungen
an und freundet sich mit der allein erziehenden Mutter Wavey (Julianne Moore)
an..... Mehrere Jahre galt der Bestseller von Annie Proux als unverfilmbar,
bis der dänische Regisseur Lasse Halmström das Projekt in Angriff nahm.
Herausgekommen ist ein stimmungsvolles Drama, das sich durch Wärme auszeichnet
und mit einer Top-Besetzung aufwarten kann. Großartig! (dj)
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Ice
Age
n diesem Monat bieten wir Euch in unserer Kinonacht einen Trickfilm der
Superlative! Die Erde kurz vor der Eiszeit an einem Samstagnachmittag: Das
Mammut Manfred, Säbelzahntiger Diego und das verpennte, aber hartnäckige
Faultier Sid retten ein Menschenbaby. Zusammen machen sie sich auf, dessen
Familie zu finden. Doch die Rettungsarbeiten werden vom gierigen Rattenhörnchen
Scrat erschwert, dass wegen einer einzigen Nuss eine Katastrophe planetaren
Ausmaßes heraufbeschwört. Auf ihrem Weg gen Süden müssen die Reisegefährten
daher etliche Abenteuer bestehen... Mit ihrem ersten abendfüllenden Animationsabenteuer
kratzt das New Yorker Blue Sky Studio mächtig am digitalen Trickfilm-Thron
der Konkurrenten DreamWorks (»Shrek«) und Disney/Pixar (»Monster AG«). »Ice
Age« bietet bizarre Welten, slapstickartigen Humor und eindrucksvolle Bilder
voller Bewegung und Action. Ein faszinierendes Trickfilm-Abenteuer! (nn)
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From
Hell (USA 2001)
r ist immer noch der berühmteste Serienmörder der englischen Kriminalgeschichte,
der nie gefasste Prostituierten-Schlitzer Jack the Ripper stand schon für
so manches Grusel-Kino Pate. Auch diesmal muss die Krimi-Legende herhalten:
London im Jahre 1888, ein unbekannter Killer wütet im Rotlichtviertel und
bringt reihenweise Huren um. Die Ermittlungen übernimmt Inspektor Abberline
(Johnny Depp), der zur Tätersuche seine sich vor allem unter Opium
entfaltenden hellseherischen Fähigkeiten und das Straßenmädchen Mary Kelly
(Heather Graham) als Lockmittel einsetzt. Eine Spur führt ihn in
die höchsten Londoner Kreise. Während Depps selbstzerstörerische Darstellung
wie immer hervorragend ist, bleibt der nach Alan Moores Erfolgs-Comic entstandene
Film unentschlossen, ob er eher Sozialstudie oder Horror-Story sein will.
So verliert sich das Ganze in einer vielfältigen Mischung aus Ausstattungs-Drama,
Krimi, Slasher-Morden, Liebesromanze und Thriller - was zuviel ist, ist
zuviel! (dj)
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Spy
Game (USA 2001)
ls eine Befreiungsaktion in einem chinesischen Gefängnis misslingt, wird
der CIA-Spitzel Tom Bishop (Brad Pitt) von den dortigen Machthabern
gefasst und verhaftet. Bereits 24 Stunden später soll er wegen Spionage
hingerichtet werden. Zur gleichen Zeit in Langley (Virginia), im Hauptquartier
des Geheimdienstes: CIA-Veteran Nathan Muir (Robert Redford) beginnt
seinen letzten Tag im Dienst. Noch bevor er ins Büro kommt, erhält er einen
Anruf aus der britischen Botschaft in Hongkong. So bekommt Muir Zugang zu
den streng geheimen Informationen über die Verhaftung seines ehemaligen
Agenten. Da die Beziehungen zwischen den Staaten und China nicht belastet
werden sollen, wollen die CIA-Oberen nämlich ihren Mann opfern - schließlich
war dieser nur inoffiziell im Einsatz. Gegen den Willen seiner Vorgesetzten
und mit vielen Tricks und Seilschaften versucht Muir nun Bishop vor Ablauf
des Ultimatums zu befreien, dafür bleiben ihm jedoch nur noch wenige Stunden.
Regisseur Tony Scott (»Top Gun«) kann großartige Explosionen koordinieren
und schnelle Bilder zu lauter Musik drehen - typische Popcorn-Kracher halt!
Nun betritt er neues Terrain, mit "Spy Game" versucht er einen Film mit
einer richtigen Geschichte zu erzählen - was ihm aber nur teilweise gelingt.
So überkommt den Zuschauer oft das Gefühl, dass der Regisseur mit seiner
Story überfordert ist und dass er diesen Makel hinter einer wahren Bilderflut
zu verstecken versucht. Dabei wird letztendlich aus dem guten Willen nur
Mittelmaß! (nn)
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A
Beautiful Mind (USA 2001)
ie amerikanische Elite-Uni Princeton 1947. Der hochintelligente John Nash
(brillant: Russel Crowe) beginnt mit seinem Mathematikstudium. Während
es mit dem Studentenleben und dem Kontakt zu seinen Kommilitonen hapert,
klappt das wissenschaftliche Studium um so besser. Mit der Entdeckung einer
sensationellen mathematischen Theorie beginnt seine kometenhafte Karriere:
Erst bekommt er einen begehrten Dozentenjob, dann folgt der Ruf aus dem
Verteidigungsministerium, hier soll er als Codeknacker zum Einsatz kommen.
Doch sein Aufstieg erfährt eine dramatische Wendung, denn plötzlich fühlt
sich Nash verfolgt, immer häufiger leidet er an Halluzinationen. Die Diagnose
ist ein Schicksalsschlag, er ist geisteskrank - der Beginn langer Jahre
der Paranoia und des Wahns. Der Film, der auf einer wahren Geschichte basiert,
schildert den mühsamen Heilungsprozess und späten Ruhm, als Nash schließlich
doch noch den Nobelpreis erhält. Regisseur Ron Howard hielt sich für sein
Drama eng an die Biographie des Preisträgers. Eindrucksvoll, zurecht für
den Oscar vorgeschlagen! (dj)
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Was
nicht passt, wird passend gemacht (BRD
2001)
uch ein toter polnischer Schwarzarbeiter kann die Mannen des Bautrupp Wiesenkamp
nicht schocken. Der Kollege wird einfach ins Fundament gegossen und unauffällig
entsorgt. So harmlos fängt der zweite Spielfilm von Regisseur Peter Thorwarth
an. Nach der bezaubernden Kifferkomödie »Bang Boom Bang« setzt Thorwarth
wieder auf den unwiderstehlichen Ruhrpott-Charme. Erfolgreich! Denn die
Welt der Bauarbeiter wird hier detailgenau, aber gleichzeitig so skurril
dargestellt, dass Lachtränen garantiert sind. Humoreske Garanten der turbolenten
Komödie sind Ralf Richter, Wille Thomczyk und Hilmi Sözer,
die die Baustellen-Jungs Horst, Kalle und Kümmel mit heftigen Sprüchen und
witzigem Slapstick darstellen. Sie malochen für Werner Wiesenkamp (Dietmar
Bär), dessen Firma nicht gerade eine Vorzeigebetrieb der Baubranche
ist. Ihre Arbeitsmoral verhindert, besonderes Vertrauen in die Maurerzunft
zu haben: Mit der Präzision am Bau haben es die drei nämlich nicht so, da
werden Pläne schon mal großzügiger ausgelegt - und wenn irgendwo etwas nicht
passt, dann wird es halt passend gemacht. Urkomische Komödie! (dj)
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Asterix
- Mission Cleopatra (F 2001)
eim Teutates, nur mit Grauen erinnert wir uns an die erste Realverfilmung
der Comicserie Asterix & Obelix. Das Abenteuer der aufmüpfigen Gallier war
seinerzeit dermaßen langweilig und uncharmant in Szene gesetzt worden, dass
die zweite Umsetzung mit ihrem Wortwitz und gelungenen Slapstick-Einlagen
regelrecht begeistert: Asterix & Obelix (Christian Clavier & Gérard Depardieu)
helfen dem Architekten Numerobis (Jamel Debbouze) einen Tempel für
die ägyptische Königin Cleopatra (Monica Belluci) zu bauen, der in
drei Monaten fertig sein soll. Brauchen sie länger, verliert die Königin
ihre Wette gegen Cäsar (Alain Chabat) - was den Tod des Archtikten
zur Folge hätte. Mit Zaubertrank im Gepäck soll das Unmögliche möglich gemacht
werden....Kurzweiliger Humor! (dj)
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Heaven
(USA/BRD/F 2001)
gal ob »Winterschläfer«, »Lola rennt« oder »Der Krieger und die Kaiserin«:
Tom Tykwers Filme handeln im Grunde immer über Schicksal, Liebe und
Hoffnung. Auch »Heaven«, der diesjährige "Berlinale"-Eröffnungsfilm, macht
da keine Ausnahme. Auf Grundlage des Drehbuchs des 1996 verstorbenen polnischen
Regisseurs Krzysztof Kieslowski ("Drei-Farben-Trilogie") drehte der Wuppertaler
die Geschichte einer in Turin lebenden Englischlehrerin (Cate Blanchett),
die zur "Selbsthilfe" greift. Weil die Polizei die Drogenproblematik an
ihrer Schule unbeachtet lässt, plant sie, mit Hilfe einer selbstgebastelten
Bombe den Dealer umzubringen. Doch etwas läuft schief, bei dem Anschlag
sterben auch unschuldige Kinder. Kurz darauf nimmt sie die Polizei fest.
Ausgerechnet bei der Vernehmung verliebt sich der junge Polizeibeamte Filippo
(Giovanni Ribis) in die Täterin. Tykwer zeigt in seiner ersten internationalen
Produktion eindrucksvolle Momente und Gefühle, die er ohne technische Effekte
in Szene setzte. Mit »Heaven« gelang dem deutschen Regisseur nicht nur eine
tragische Liebesgeschichte, sondern auch ein cineastisches Meisterwerk,
das den normalen Kino-Konsumenten aber aller Wahrscheinlichkeit nach überfordern
dürfte. Großes Kino! (nn)
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Rush
Hour 1 & 2
nspektor Lee (Jackie Chan) ist die Nummer Eins im Kampf gegen Hongkongs
Kriminalität. Als die Tochter des chinesischen Konsuls Han, seinem langjährigen
Freund, in Los Angeles entführt wird, übernimmt Lee die Ermittlungen. Das
FBI will das mit allen Mitteln unterbinden und beauftragt deshalb Polizist
James Carter (Chris Tucker), der auf Lee achtgeben und
ihn mit allen Mitteln von dem Fall fernhalten soll. Doch Carter ist selbst
aus, den Fall zu lösen, und versucht, den neugierigen Lee loszuwerden. Das
FBI versucht nun, beide abzuschütteln. Carter und Lee wird klar, dass an
der Sache etwas faul ist. Im zweiten Teil fliegen die beiden Cops nach den
bestandenen Abenteuern in L.A. nach Hongkong. Dort will Carter endlich einmal
ausspannen. Doch die exotische Idylle währt nur kurz: Zwei amerikanische
Zollbeamte werden ermordet. Lee bekommt den Fall übertragen. Trotz Carters
pausenloser Proteste stecken die beiden sehr schnell wieder im dicksten
Schlamassel. Jackie Chans unglaubliches Körpergeschick und der Humor der
Quasselstrippe Chris Tucker gehen eine geniale Verbindung ein. Großer Spaß!
(nn)
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Im
Fadenkreuz (USA 2001)
llein gegen alle! Wie war das nach dem 11. September? Action- und Kriegsfilme
haben auf der Leinwand keine Chance mehr? Keine fünf Monate später sieht
die Sache schon wieder ganz anders aus, Hollywood lässt es mehr krachen
als jemals zuvor, den Anfang macht dieser arg konservative Kriegsfilm, der
vor dem Hintergrund des Bosnienkrieges spielt. US-Pilot Burnett (Owen
Wilson) und Stackhouse (Gabriel Macht) werden auf einem
Erkundungsflug über feindlichem Gebiet abgeschossen, zuvor hatten sie illegale
militärische Aktiviäten entdeckt. Während der verletzte Stackhouse in die
Hände der Serben fällt und kaltblütig erschossen wird, kann Burnett fliehen
- doch die Milizen sind ihm dicht auf den Fersen. Auf sich allein gestellt
muss er sich bis zur nächsten UNO-Schutzzone durchschlagen. Regieneuling
John Moore bietet lediglich die üblichen Actionstandards, gnadenlose
Materialschlachten und Verfolgungsjagden. Der Konflikt, die ethnischen "Säuberungen"
und Massenmorde dienen nur als Kulisse, die eigentliche Tragödie wird nicht
erfasst. Vollkommen überflüssig! (nn)
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Enigma
(GB 2001)
ngland 1943: in Bletchley Park, nördlich von London, befindet sich die Dechiffrierzentrale
der englischen Streitmächte. In dem streng geheimen Projekt arbeiten Expertenteams
aus Mathematikern und Militärs, Kunst- und Sprachwissenschaftlern an der
Entschlüsselung feindlicher Funksprüche. Unter ihnen befindet sich auch
der brillante junge Mathematiker Tom Jericho (Dougray Scott).
In einem fieberhaften Wettlauf mit der Zeit versucht er, die Codes der feindlichen
deutschen U-Boote zu entschlüsseln, um dadurch die lebensnotwendigen Versorgungslinien
der Alliierten über dem Atlantik aufrecht zu erhalten. Doch das Genie ist
ein gebrochener Mann, der seiner verlorenen Liebe Claire (Saffron
Burrows) nachtrauert, die spurlos verschwunden ist. Zusammen mit
deren ehemaligen Mitbewohnerin Hester (Kate Winslet) macht
er sich auf die Suche nach ihr. Basierend auf dem gleichnamigen Romanbestseller
von Robert Harris liefert Regisseur Michael Apted (James Bond »The
world is not enough«) einen klassischen Spionagethriller mit subtiler Spannung.
Doch Apted wollte zuviel, die Geschichte ist überfrachtet und so komplex,
dass sie für den Zuschauer fast genauso kompliziert wie das Rätsel der Enigma
erscheint. Dennoch: spannend! (dj)
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Was
tun, wenn's brennt (D 2001)
3 Jahre sind vergangen, seit Tim, Flo, Maik, Hotte, Nele und Terror in der
Berliner Hausbesetzerszene aktiv waren. Inzwischen sind sie (fast) selber
Teil des einst verhassten Establishments geworden. Doch als ein längst vergessener
Sprengsatz, den sie einst deponiert hatten, unerwartet explodiert, müssen
sie sich wieder mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Til Schweiger
brilliert hier als doppelbödiger Alt-Anarcho. Die Komödie thematisiert das
Älterwerden und das Zerplatzen wilder jugendlicher Träume von einer besseren
Welt. Eine amüsante Remineszens an längst vergangene Revoluzzer-Tage! (dj)
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Die
Monster AG
ie
Monster AG« (2001) ist der neueste, computergenerierte Film der Firma Pixar,
die auch die »Toy Story« und »Das große Krabbeln« schuf. In Zusammenarbeit
mit Trickfilm-Spezialist Disney entstand ein schrulliger Streifen um eine
Schrecken-Fabrik, die von einem krabbenähnlichen Wesen namens Henry J. Waternoose
geleitet wird. Ein Mädchen namens Boo wird von dem blauen Gehörnten Riesenmonster
Sulley und dem einäugigen grünen Monster Mike versehentlich in die Welt
der Monster gebracht. Die beiden stehen damit auf der Abschussliste. Denn
Menschen bei der Monster AG: Das ist allerstrengstens verboten. Zumal die
Monster inzwischen mehr Angst haben vor den Kindern als umgekehrt. Der Film
startete mit großem Erfolg im November in den USA. Daran soll auch hier
angeknüpft werden! Achtung, »Star Wars« Fans: Im Vorprogramm ist erstmals
und exklusiv ein Ausschnitt aus »Episode 2« zu sehen.
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Ocean's
Eleven (USA 2001)
er
Mann gilt immer noch als Amerikas größter Entertainer: Frank Sinatra - Sänger,
Schauspieler, Lebemann. Erst griff Robbie Williams mit seinem neuen Album
»Swing When You Are Wining« auf dessen Werk zurück, jetzt bringt Hollywood
das Remake des Ganovenklassikers »Frankie und seine Spießgesellen« in die
Kinos. Vor vierzig Jahren machten Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis
Jr. und Co. Las Vegas unsicher, diesmal geben sich eine ganze Handvoll heutiger
Leinwandstars die Ehre: Bratt Pitt, Matt Damon, Don Cheadie und allen
voran George Clooney als Danny Ocean. Der frisch entlassene Sträfling
hat einen waghalsigen Plan: Innerhalb einer Nacht will er drei Kasinos überfallen
und so deren skrupellosen Besitzer Terry Benedict (Andy Garcia) um
150 Millionen Dollar erleichtern. Dafür versammelt er zehn geniale Verbrecher
unterschiedlicher Fachrichtung um sich - Falschspieler, Taschendiebe, Sprengstoffexperten...
Nach Oceans Plan klingt alles ganz einfach: Rein ins Kasino, die Dollars
einpacken und dann wieder raus. Reggisseur Steven Soderbergh, sonst
eher für realistische, kritische Bilder (Traffic) bekannt, setzt den Krimispaß
amüsant, elegant und charmant in Szene und lässt seinen Darstellern viel
Platz zur Entfaltung. Top! (dj)
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Mulholland
Drive (USA 2001)
in Film von David Lynch bedeutet Kino jenseits der alltäglichen Sehgewohnheiten.
Mit »Blue Velvet«, »Twin Peaks« oder »Lost Highway« lockte der Regisseur
sein Publikum in die Welt des Dunklen, Geheimnisvollen. Auch mit seinem
neuesten Werk sorgt er mit verstörten Bilder, irritierenden Wendungen, gar
unschlüssigen Szenen und hypnotisiernder Musik für einen cineastischen Albtraum:
Nachts in den Hügeln Hollywoods, auf dem Mulholland Drive. Die schöne Rita
(Laura Harring) klettert aus dem Wrack ihres Wagens. Vom Gedächtnisverlust
gepeinigt flüchtet sie in das Appartment der Nachwuchs-Schauspielerin Betty
(Naomi Watts). Die beiden Frauen freunden sich an und versuchen gemeinsam,
die wahren Identiät Ritas herauszubekommen. Auf ihren Nachforschungen geraten
sie in einen Strudel mysteriöser Ereignisse im Schatten der Traumfabrik.
Dem Zuschauer wird ein beklemmendes Puzzle vorgsetzt, das keinen richtigen
Sinn zu machen scheint, dennoch wird er magisch angezogen, mitgerissen und
am Ende verwirrt wieder ausgespuckt. Typisch Lynch - entweder man mag ihn,
oder man mag ihn nicht! Düsterer Mystery-Thriller! (dj)
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Reise
nach Kandahar (Iran/F
2001)
er
iranische Filmemacher Mohsen Makhmalbaf drehte seinen Film über das
repressive Taliban-Regime, als sich fast niemand in der westlichen Welt
für das Schicksal der Menschen in Afghanistan interessierte. Jetzt, nach
den Anschlägen des 11. September und den Angriffen der USA, ist das anders.
So wird dieser sehenswerte Film durch Krieg und Terror vielleicht die Beachtung
finden, die er verdient. Die fiktive Geschichte, die er erzählt, ist schlicht,
aber ergreifend: Die junge, in Kanada lebende Afghanin Nafas (Niloufar
Nazifa), von Beruf Journalistin, erhält einen Brief aus Kandahar. In
diesem kündigt ihre Schwester an, dass sie während der herannahenden nächsten
Sonnenfinsternis Selbstmord begehen will. Nafas bricht sofort zu einer beschwerlichen
Reise auf – vom Iran aus mit dem Pferd, in einen Ganzkörperschleier gehüllt
–, um ihre verzweifelte Schwester vielleicht zu retten. Trotz Stilisierung
und Fiktion wirklichkeitsnäher als jede Fernsehdokumentation. (sk). |
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Die
Sammler und die Sammlerin (F 2000)
ie
französische Filmemacherin Agnés Varda (»Vogelfrei«) ist ein Jahr
lang mit der Kamera durch Frankreich gereist, um Sammler aufzuspüren. Sie
hat dabei ganz unterschiedliche Gründe für das Sammeln von Antiquitäten,
Gemälden, Lebensmitteln, Müll oder Schrott ausfindig gemacht. Sie selbst
tritt in ihrem Film als Bilder-Sammlerin auf und reflektiert außer über
ihr Thema auch über sich selbst und ihre Arbeit als Regisseurin. Fantasievolle
Dokumentation. (sk) |
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Joyride
(USA
2001)
ewis (Paul Walker) und sein Bruder Fuller (Steve Zahn) treiben
per Funk ihre Späße mit dem Trucker Rusty Nails, der sich durch den Äther
knarzt und keucht. Lewis gaukelt ihm vor, dass er eine unglaubliche Schönheit
sei, die nur auf ihn gewartet habe; im Zimmer eines Motels. Doch aus dem
Spaß wird blutiger Ernst, über viele Meilen hetzt der Trucker seine Opfer,
treibt perverse Spiele mit ihnen. Nie ist er zu sehen, dafür umso eindrucksvoller
zu hören. Zum Schluss gelangt sogar Lewis' Freundin Venna (Leelee Sobieski)
in seine blutigen Hände. Mit einfachen, aber effektiven Mitteln spielt Regisseur
John Dahl mit den Emotionen seiner Zuschauer. Simpler Psychothriller,
der es in sich hat! (nn) |
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Herr
der Ringe
as
größte Filmbudget aller Zeiten (mehr als 300 Mio. Dollar), die längste Drehzeit
aller Zeiten - die Verfilmung des Fantasy-Meisterwerks "Der Herr der Ringe"
protzt nur so mit Superlativen, ganz der Literaturvorlage verpflichtet.
J.R.R.Tolkiens Buch (1954 veröffentlicht), das eine Welt voller Magie, Mythen
und Fabelwesen zeichnet, fand über 50 Millionen Leser. Der archetypische
Kampf zwischen und Gut und Böse gilt als die Grundlage für Fantasy-Abenteuer
wie »Star Wars« oder die »Unendliche Geschichte«. »Die Gefährten« bildet
nun den Auftakt der cineastischen Abenteuertriologie: Der schüchterne, junge
Hobbit Frodo Beutlin (Elijah Wood) erbt einen Ring. Doch es ist nicht irgendein
Ring, es ist der Meister-Ring, der alles beherrscht und absolute Macht verschafft.
Damit dieser nicht Sauron, dem bösen Herrn von Mordor, in die Hände fällt,
muss Frodo mit seinen treuen Gefährten Gandalf (Ian McKellen), Sam (Sean
Astin), Merry (Dominic Monaghan) und Pippin (Billy Bord) quer durch Mittelerde
zum feurigen Berg reisen, um den Ring zu zerstören. Aber die schwarzen Reiter
und die schrecklichen Orks sind ihnen dicht auf den Fersen. (dj)
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Memento
(USA 2001)
er
ehemalige Versicherungsdetektiv Leonard Shelby (Guy Pearce) lebt mit einem
fatalen Handicap - er hat das Kurzzeitgedächtnis verloren. Er weiß nicht,
was eine Minute vorher passierte. Das Letzte, an das er sich wirklich erinnern
kann, ist seine Frau, an ihr Gesicht, als sie ermordet wurde. Das einzige,
was Shelby seitdem antreibt, ist Rache, Vergeltung. Damit er das auch nicht
vergisst, hat er es sich auf die Brust tätowiert: “Find him an kill him”.
Überhaupt gleicht sein ganzer Körper einem “post-it”-Notizblock: “John G.
raped an murder my wife”, “Never answer the phone” Das ist nicht die einzige
bizarre Idee dieses Films, Regisseur Christopher Nolan bricht alle Regeln
filmischer Erzählstrukturen und beginnt seinen Thriller von hinten - mit
einem Mord. Dann wird Szene für Szene rückwärts erzählt. Da kling alles
zwar etwas merkwüdig, funktioniert aber großartig. Nach und nach fügt sich
das Puzzle zu einer Verbrecherjagd zusammen, und lässt auch den Zuschauer
mitraten: Gehört die schöne Natalie (Carrie-Ann Moss) zu den Guten, ist
Teddy ein hilfsbereiter Cop, oder hat er auch etwas zu verstecken? Nur das
Ende (bzw. der Anfang) kennt alle Antworten. Außergewöhnlich! (dj)
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Weil
es dich gibt (USA 2001)
ie Liebe. Ist sie Zufall, Schicksal, Fügung oder doch nur reine Glückssache?
Sara (Kate Beckinsale) und Jon (John Cusack) lernen sich im zufällig im
New Yorker Vorweihnachtstrubel kennen. Als sie gleichzeitig nach dem letzten
Paar schwarze Kaschmir-Handschuhe greifen, berühren sich - und schon funkt
es gewaltig. Doch die beiden sind bereits vergeben. “Sind wir füreinander
bestimmt, werden wir uns wieder sehen”, ist sich Sara sicher und beschließt
das Schicksal herauszufordern: Jon schreibt seine Telefonnummer auf eine
Fünf-Dollar-Note, die er sofort ausgibt, sie schreibt ihre Adresse in ein
Buch, das sie am nächsten Tag verkauft. Doch das Schicksal meint es nicht
gut mit den beiden, sie sehen sich nicht wieder. Zehn Jahre später machen
sie sich daher auf die Suche nacheinander. Ob das wohl klappt??? Keine Angst,
wir sind in Hollywood! Und natürlich ist Peter Chelsoms Film über die Macht
des Zufalls Kitsch, aber schöner Kitsch. Die hochromantische Idee wird mit
komischen Momenten und dem sympathischen Duo Beckinsale/Cusack erträglich.
Für Liebhaber romantischer Komödien ein absolutes Muss. Zauberhafte Romanze!
(dj)
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Im
Bann des Jade-Skorpions (USA 2001)
ew York, 1940. Schadensermittler C.W. Briggs (Woody Allen) arbeitet seit
Jahren bei der gleichen Versicherung. Obwohl er eigentlich ziemlich erfolgreich
ist, wird die resolute Betty Ann Fitzgerald (Helen Hunt) als Bürochefin
eingestellt, die nun fortan seine Arbeit kontrolliert. Keine gute Konstellation
- vom ersten Augenblick herrscht Krieg zwischen den beiden Streithähnen.
Doch Biggs trifft es noch schlimer: Bei einer Varieté-Show werden er und
seine Bürochefin von einem Magier namens Voltan (David Odgen Stiers) in
einen Hypnosebann versetzt. Auf Stichwort verfallen sie nun in Trance und
rauben den Schmuck ihrer Klienten. Seit der ewige Stadtneurotiker seine
intellektuelle Depression hinter sich gelassen hat, macht er Filme die einfach
Spaß machen. Sein neuestes Werk ist kein Meisterwerk aber nette, kurzweilige
Unterhaltung und gleichzeitig eine liebevolle Hommage an die Hollywood-Komödien
der 40er Jahre. Amüsant! (dj)
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Training
Day (USA 2001)
n den Ghettos von L.A. herrscht Krieg, Gewalt ist alltäglich. Drogen, Waffen,
Prostitution - die Gangs kämpfen um ihre Geldquelle, ihre Macht, ihren Einfluss,
sie bekämpfen sich untereinander und gegen die Polizei. Der verdeckte Ermittler
Alonzo Harris (Denzel Washington, großartig und diesmal richtig böse) hat
daraus die Konsequenzen gezogen und sich längst dem Gesetz der Straße angepasst.
Nur wenige Meilen entfernt schiebt der jungen Polizist Jake Hoyt (Ethan
Hawke) Dienst. Weil seine Karriere nicht als Streifenpolizist in einem langweiligen
Vorort enden soll, bewirbt er sich für einen Posten als verdeckter Ermittler
im Drogendezernat. Der Einstellungstest sieht einen Tag im Team von Alonzo
vor; einen “Training Day” hat Hoyt nun Zeit, den Zivilfahndern zu zeigen,
dass er dem knochenharten Job im Ghetto gewachsen ist. Doch von deren Arbeit
ist der idealistische Jake geschockt. Um einen bösen Buben zu fangen, ist
Alonzo und seinen Männern jedes Mittel recht - auch Gesetzesbruch! Leider
hakt das Ende ein wenig. Mit dabei HipHop- und R&B-Stars Dr. Dre, Snoop
Dogg und Macy Gray. Spannendes, authentisches Action-Drama! (dj)
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Harry
Potter & der Stein der Weisen
a
ist er nun, der erste Harry-Potter-Film: Das Waisenkind Harry Potter (Daniel
Ratcliffe) wächst bei seinen Pflege-Eltern, den Dudleys auf. Ihr leiblicher
Sohn wird fetter und fetter, Harry dagegen wird kurz gehalten und bekommt
wenig Liebe. An seinem elften Geburtstag erfährt Harry aber, dass seine
wahren Eltern Zauberer waren - und dass auch er zaubern kann! Voraussetzung:
Er muss nach Hogwarts, zur Zauberschule. Dort findet er endlich einen Freundeskreis,
bei dem er sich aufgenommen und geborgen fühlt. Und dort kommt er auch auf
die Spuren des Mörders seiner Eltern. Der lang erwartete Film unter Regie
von Chris Columbus (»Kevin - allein zuhaus«, »Mrs. Doubtfire«, »Seite an
Seite«) mit bekannten Stars wie Richard Harris, Robbie Coltrane und John
Cleese hat im November Weltpremiere. Man darf gespannt sein, ob er die zauberhafte
Atmosphäre der Bücher einfängt, die einen in der Literaturgeschichte unvergleichlichen
Siegeszug um die Welt angetreten haben. Die Macher glauben jedenfalls an
den großen Erfolg - schon sind Fortsetzungen in Planung. (lj)
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Apokalypse
Now Redux (USA 2001)
er
überarbeitete Neuschnitt des Vietnam-Films ist 49 Minuten länger. 22 Jahre
nach der ersten Fassung konnte Regisseur Francis Ford Coppola schließlich
diese endgültige Version realisieren. 1979 war der Film unter großen Mühen
schnell fertig gestellt worden, nachdem das Projekt fast an Katastrophen
während der Dreharbeiten - Herzinfarkt des Hauptdarstellers Martin Sheen
und Zerstörung der Filmbauten während eines Wirbelsturms - und einer Verdoppelung
der Kosten gescheitert wäre. Captain Willard erhält den Auftrag, den wahnsinnig
gewordenen Colonel Kurtz (Marlon Brando), der in der kambodschanischen Wildnis
von Eingeborenen wie ein Gott verehrt wird und einen privaten Krieg führt,
zu finden und zu töten. Die Reise Willards durch den Dschungel steigert
sich immer mehr zu einer Höllenfahrt ohne Ausweg. Die Darstellung des Vietnam-Krieges
als Inferno, mit seiner ganzen Unmenschlichkeit als das Grauen schlechthin
ist in der Neufassung noch intensiver. Das Meisterwerk Coppolas neu geschnitten
- einfach genial. (sk) |
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Die
Klavierspielerin (Österreich/F 2001)
ichael
Haneke (»Funny Games«) thematisiert auch in seinem neuen Film die Abgründe
von psychischer und physischer Gewalt. Die Verfilmung eines Romans von Elfriede
Jelinek porträtiert die Klavierprofessorin Erika Kohut (Isabelle Huppert).
Sie bietet der Außenwelt ein autoritäres, etwas verschrobenes Bild. Ihr
Zuhause hingegen ist von einer Hass-Liebe zu ihrer Mutter (Annie Giradot)
geprägt. Die Mutter unterdrückt und kommandiert sie wie ein Kleinkind herum.
Die zerbrechliche Hauptfigur wird von einer obsessiven Sexualität umgetrieben,
die sie einerseits in Porno-Kinos laufen, andererseits aber auch sich selbst
mit einer Rasierklinge verletzen lässt. Als sich der sehr viel jüngere Walter
Klemmer (Benoit Magimel) in ihrer Klavierklasse einschreibt und um sie zu
werben beginnt, macht Erika Kohut eine Wandlung durch. Sie wirkt zeitweilig
gelöst und vorsichtig verliebt. Diese kurze Phase nimmt jedoch - bedingt
durch ihre totale Unterwerfung und masochistischen Gewaltphantasien - ein
jähes Ende. Getragen wird der Film vor allem durch das sensible Spiel Isabelle
Hupperts. Eine sehenswerte Psycho-Studie zum Thema Gewalt. (sk) |
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Moulin
Rouge (USA/Australien 2001)
az
Luhrmann (»Strictly Ballroom«, »William Shakespeares Romeo & Julia«) hat
wieder einen fulminanten Film ins Rennen geschickt. »Moulin Rouge« ist ein
Musical, das gleichzeitig das Genre aufs Korn nimmt. Die Handlung ist klassischer
Tragödienstoff: die Liebe zwischen dem armen Dichter (Ewan McGregor) und
der kränklichen Hure (Nicole Kidman) - eine Kombination, wie man sie aus
der Oper »Latraviata« nach Alexandre Dumas' »Kameliendame« kennt und die
nie ein Happy End finden kann. Die melodramatische Story spielt gegen Ende
des 19. Jahrhunderts in Paris, Filmtitel und Schauplatz sind identisch.
Nicole Kidman, die in »Eyes Wide Shut« mühelos Tom Cruise an die Wand gespielt
hat, beweist wieder einmal mehr ihr unerschöpfliches schauspielerisches
Talent: in einer bislang für sie untypischen Rolle als singender und tanzender
Vamp Satine. Untermalt wird der Reigen von Anspielungen auf klassische Vorläufer
wie die Kameliendame und Parodien traditioneller Musicals durch moderne
Musik, zu hören sind Stücke von Madonna, Elton John und Paul McCartney.
Dem Zuschauer wird einiges abverlangt, er kann sich nicht entspannt in eine
Traumwelt entführen lassen, sondern muss mitdenken, um die Handlung und
ihre ironischen Anspielungen, z.B. auf Hollywood-Traditionen, nachvollziehen
zu können. Laut und bunt: ein Film wie ein Feuerwerk, wenn auch die Video-Clip-Ästhetik
und Überfrachtungen mit Andeutungen gelegentlich nerven. (sk) |
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Kiss
of the Dragon (USA/F 2001)
s
ist die klassische Martial-Arts-Geschichte: Ein Spezial-Auftrag führt
den besten Undercover-Cop des Landes ins Ausland. Dort wird er fälschlicherweise
des Mordes bezichtet. Er prügelt sich kreuz und quer durch die Großstadt,
rettet nebenbei „unehrenwerte“ Damen und ganz zum Schluss kriegt er den
Bösewicht. Diesmal stellt Jet Li (hier als Liu Jian) seine, zugegeben
bemerkenswerten Kampfkünste unter Beweis. Doch wie bereits in seinem letzten
Film »Romeo must die«, werden die eindrucksvollen Demonstration durch
lahme, alberne und miese Dialoge gestört und unterbrochen. Als wäre das
nicht schon schlimm genug, ist »Kiss of the dragon« ist auch noch unerträglich
brutal, um die Schwäche der Geschichte zu übertünchen – was nicht klappt!
Dass ausgerechnet der Fanzose Luc Besson, der mal wirklich gute Filme
wie »Leon – Der Profi« oder »Das fünfte Element« zu verantworten hatte,
macht das Ganze nicht besser! Lieblos gemachter Action-Thriller! (nn)
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Blow
(USA 2000)
low basiert auf der wahren Geschichte von George Jung.
Regisseur Ted Demme zeigt dessen Aufstieg vom kleinen Gras-Dealer zu dem
Mann, der Anfang der 80er Jahre den Kokain-Markt in den USA beherrscht.
Der Provinzler Jung (Johnny Depp) reißt von zu Hause aus. In Kalifornien
genießt er das Strandleben, die schönen Frauen und die sexuelle Revolution
- zu der auch eine gehörige Portion Marihuana gehört. George erkennt schnell
das Geschäftspotenial und baut mit seinen Freunden einen Partyservice auf,
der die gesamte Westküste mit Stoff versorgt. Doch dann wird er mit 300
Kilo Marihuana von der Drogenfahndung erwischt und landet im Knast, wo er
den Kolumbianer Diego kennenlernt. Der weiht ihn in die hohe Schule des
Kokainschmuggels ein. Nach seiner Entlassung steigt George so zum Geschäftspartner
des legendären Drogenbosses Pablo Escobar auf und überschwemmt die USA mit
weißem Puder. Stimmungsvoll gefilmtes Drogenepos mit einem eindrucksvollen
Johnny Depp - und Franka Potentes oft angekündigtes Hollywood-Debüt. Realistisches
Drogendrama! (dj) |
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Animal
em
"Tier im Manne" widmet sich die Komödie »Animal«. Im Mittelpunkt steht Marvin
(Rob Schneider) - klein, dick, leider auch etwas unterbelichtet. Gerne wäre
er ein cooler Cop geworden, doch daraus wurde nichts. Dann wird er auch
noch bei einem Autounfall schwer verletzt. Ein äußerst unkonventionell arbeitender
Wissenschaftler setzt ihm Organe von Tieren ein - mit erstaunlichen Folgen!
Die neuen Teile schenken ihm nämlich eine bislang ungeahnte Energie. Plötzlich
wird er zum Helden. Seine tierische Seite nimmt allerdings überhand, als
er die hübsche Rianna (Colleen Haskell) kennenlernt. Die Brunftzeit beginnt!
Noch brünftiger geht es in »Tomcat« zu, der in Paderborn ebenfalls gezeigt
wird. Ein paar Freunde schließen eine Wette ab: Wer als letzter unverheiratet
bleibt, darf eine halbe Million kassieren. Nach und nach kommen alle unter
die Haube. Nur Sexprotz Kyle und Spieler Michael bleiben übrig. Nachdem
Michael fett Spielschulden begleichen muss, bleibt ihm nur eins: den Casanova
Kyle unter die Haube bringen! Ob das gut geht? (lj) |
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Planet
der Affen (USA 2001)
S-Astronaut
Leo Davidson (Mark Wahlberg) ist auf der Suche nach einem Testschimpansen,
der auf einem Forschungsflug verschwunden ist. Durch einen magnetischen
Sturm kommt auch seine Raumkapsel vom Kurs ab und er muss auf einem fremden
Planeten notlanden. Bei seiner Ankunft stellt er erstaunt fest, dass hier
die Rollen zwischen Mensch und Affe vertauscht sind. Der Planet wird von
Menschenaffen regiert, Menschen haben hier nichts zu sagen und werden wie
Haustiere und Sklaven behandelt. Leo verschwindet in den Untergrund und
nimmt zusammen mit Menschenrechtlern den Kampf gegen die Unterdrücker, allen
voran dem grausamen Affen-General Thade (Tim Roth) auf. Reggisseur Tim Burton
setzt bei seinem Remake des gleichnamigen Klassikers von 1968 verstärkt
auf Action und bombastische Ausstattung, leider kann die Story nicht ganz
so überzeugen. Dennoch werden wahre »Planet der Affen«-Fans ihre Freude
haben; vor allem an dem Auftritt von Charlton Heston, der bereits im Original
die Hauptrolle spielte. Ein spannendes Sci-Fi-Action-Abenteuer - leider
nicht mehr als das! (nn) |
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Sass
- Die Meisterdiebe (D 2001)
as
Berlin der 20er Jahre. Nachdem ihnen das Finanzamt die Steuer abgeknüpft
hat, beschließen die Brüder Franz (Ben Becker) und Erich (Jürgen Vogel)
Sass, sich das Geld dreist wieder zu holen. Was einmal gut geht, kann auch
ein zweites Mal gut gehen. In unnachahmlicher Art wird Bank um Bank erleichert.
Und weil sie es immer wieder schaffen, die Polizei an der Nase herumzuführen,
werden sie zu gefeierten Volkshelden in der Stadt. Doch ihr größter Coup
könnte auch ihr gefährlichster werden, denn im Tresor der Diskonto-Bank
lagern über 8 Millionen Reichsmark: Wahlkampf-Spenden der NSDAP! Der auf
einer wahren Begebenheiten basierende Film überzeugt mit grandiosen Schauspielern
bis in die kleinste Nebenrolle und einer bemerkenswerten Geschichte. Großes
deutsches Gangster-Epos! (nn) |
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Jurassic Park III (USA
2001)
icht viel Neues im Dino-Land. Auch im dritten Teil der
Jurassic Park-Saga sind die bösen Dinosaurier auf Menschenjagd. Dr. Alan
Grant (Sam Neill) ist auf der Suche nach Geldgebern für seine Forschungsprojekte.
Er lässt sich auf ein Geschäft mit dem schwerreichen Abenteurer Paul Kirby
(Wilhelm H. Macy) ein. Grant soll Kirby zusammen mit dessen Frau Amanda
(Téa Leoni) bei einem Flug über die Insel Isla Sorna begleiten, die von
Dinosauriern bevölkert ist. Wie nicht anders zu erwarten, stürzt die Maschine
ab, und die Insassen sehen sich plötzlich in tödlicher Gefahr. Gefressen
werden, fliehen, anderen helfen, die bösen Tierchen bekämpfen - Jurassic
Park 3 greift auf Altbewährtes zurück. Mit dem Spintosaurus ist diesmal
ein noch größerer und noch bösartigerer Dino am Start. Gute Unterhaltung!
(nn) |
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Tomb
Raider (USA 2001)
etzt
ist es soweit: Die populärste Computer-Spielfigur kommt als Realfilm ins
Kino: Lara Croft, der Star der Tomb Raider-Serie und vor allem von Männern
angebetet, muss nun auf der Leinwand waghalsige Abenteuer bestehen. Kein
leichtes Unterfangen war die Wahl der Hauptdarstellerin, schließlich hatten
die vielen Fans schon eine gewisse Vorstellung von ihrer Computer-Braut
- die Wahl fiel letztendlich auf Angelina Jolie. Und in der Tat,
die Ähnlichkeit der Oscar-Preisträgerin mit dem animierten feuchten Männertraum
ist beeindruckend. Als eine Mischung aus Indiana Jones und 007 hat sie als
sexy Archälogin Croft in diesem Action-Abenteuer den Schlüssel zu einem
Artefakt - dem allsehenden Auge. Dieses Symbol verleiht in Zusammenhang
mit einer bestimmten Sternen-Konstellation, die nur alle 5000 Jahre besteht,
überirdische Macht. Und während Croft sich auf die Suche nach dem in mehrere
Einzelteile verstreuten Auge macht, heftet sich eine Schar von finsteren
Gestalten an ihre Fersen! In Paderborn läuft dazu der Film »Matrix« mit
Keanu Reeves: Am Ende des 22. Jahrhunderts wird die Welt von Computern regiert.
Doch es gibt noch Rebellen, die sich dagegen auflehnen... |
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Yi
Yi - A One and a Two (Taiwan/Japan 1999/2000)
er Film des taiwanesischen Regisseurs Edward Yang
beginnt auf einer Hochzeit und endet auf einer Beerdigung. Doch anders
als in »Vier Hochzeiten und ein Todesfall« geht es nicht um eine Liebesgeschichte,
sondern um verschiedene Katastrophen, Krisen und Komas, die eine Familie
in Taipeh ereilen: Einer der Protagonisten ist der Computerexperte NJ
(Wu Nianzhen); sein geordnetes Leben gerät aus den Fugen, als bei der
Hochzeit seines Schwagers seine Schwiegermutter ins Koma fällt. Im Zuge
dieser Ereignisse flüchtet sich seine vom Hausfrauenalltag frustrierte
Angetraute Min-Min (Elaine Jin) zu ihrem spirituellen Lehrer ins Ashram.
Auch NJs Kinder geraten in den Strudel der Geschehnisse; seine Tochter
Ting-Ting (Kelly Lee) wird sogar in einen Mord involviert und gerät in
Gefahr, weil sie sowohl Opfer als auch Täter kennt. Ein melancholisch-erheiternder
Einblick in das taiwanesische Kino und das Leben schlechthin. (sk)
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Un amore - eine Liebesgeschichte (Italien
1999)
er leise Film fokussiert 20 Jahre der Liebesbeziehung
zwischen Sara (Lorenza Indovina) und Marco (Fabrizio Gifuni). In den zwölf
Episoden, die verschiedene Zeitabschnitte ihres Zusammenseins beschreiben,
ist das "historische" Geschehen wie der Mauerfall oder die Millenniumsfeiern
zwar stets präsent, spielt aber lediglich eine untergeordnete Rolle. Im
Zentrum steht allein das Paar, wie es sich kennenlernt, streitet, trennt
und wieder zusammenfindet. Gerade in der Beschränkung auf die Beziehung
der beiden – Nebenfiguren erhalten kaum Gewicht – liegt die Kraft des
Films. Er verdichtet die Momente der Liebe, Freude, Traurigkeit und Trennungsschmerz
durch Kameratechniken, Episodenhaftigkeit sowie harte Schnitte und ermöglicht
auf diese Weise fast ein direktes "Miterleben". Ein unspektakulärer Film,
der die Unmöglichkeit einer Liebe vorführt, die die Zeit überwindet. (sk)
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Heartbreakers
- Achtung: Scharfe Kurven! (USA 2001)
ls Angela (Sigourney Weaver) am nächsten Morgen nach
der Hochzeit ihren Gatten Dean (Ray Liotta) in eindeutiger Situation mit
seiner Sekretärin (Jennifer Love Hewitt) entdeckt, gibt es für sie nur eins:
Scheidung und eine hohe Entschädigungssumme. Was Dean nicht ahnt: Er ist
der Betrogene, Angela heißt eigentlich Max, die Sekretärin ist ihre Tochter
Page und die ganze Sache war geplant und abgesprochen. Das Gaunerpärchen
hat das Spiel schon öfters erfolgreich durchgezogen. 14 Mal hat Max bereits
das Ja-Wort gegeben, um den Lebensunterhalt zu sichern. Um eine hohe Steuernachforderung
zu begleichen, müssen die beiden noch einmal auf Männerjagd gehen. Diesmal
soll es ein richtig dicker Fisch sein, das Opfer ist schnell gefunden: der
schwerreiche Tabak-Tycoon Tensy (Gene Hackmann). Während sich die Mutter
ans Werk macht, verliebt sich Page in einen Barkeeper, was das ganze Unternehmen
in Gefahr bringt. Heartbreakers ist nette Komödie zum Schmunzeln, herausragt
Gene Hackmann als lüsternder alter Knacker mit rauchgelben Zähnen und Sigourney
Weavers "russische" Version des Beatles-Klassikers »Back in the USSR«. Unterhaltsam!
(nn) |
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Die
Polizistin (D 2000)
ndreas Dresen (Regisseur des Episodenfilms »Nachtgestalten«)
hat wieder einen großen Wurf gelandet. Im Mittelpunkt steht die Polizeimeisterin
Anne (Gabriela Maria Schmeide), die - allein unter Männern - voller Tatendrang
ihren neuen Job in Ost-Berlin antritt. Ihre erste Euphorie schlägt schnell
um, als die einfühlsame Anne merkt, dass ihre Kollegen längst Methoden entwickelt,
um Distanz zu den Delinquenten zu wahren: Albert (Horst Krause) ist für
sein rigoroses Durchgreifen bekannt, Mike (Axel Prahl) geht kumpelhaft scherzend
mit den ertappten Tätern um. Der Streifen zeigt Polizeialltag, fern von
Verklärung und Verteufelung. Verhaftungen und Verbrecherjagd sind eher nebensächlich,
nichts erinnert an »Tatort« oder Actionkrimis. Anne ist am Ende desillusioniert,
auch ihre Verliebtheit in Mike fällt nicht gerade auf fruchtbaren Boden.
Doch der Film ist alles andere als trübsinnig, die Protagonisten bringen
durch resolutes Auftreten und Humor vieles ins Lot. Die Milieustudie bringt
es fertig, alle Nebenfiguren für den Moment ihres Auftritts Hauptdarsteller
sein zu lassen. »Bonjour Tristesse« im Berliner Osten - humorvoll-nachdenkliches
Drama! (sk) |
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Bounce (USA 2000)
er
Werbeprofi Buddy (Ben Affleck) tauscht bei einem Zwischenstopp sein Flugticket
mit dem Familienvater Greg Janello (Toni Goldwyn), denn der will schnell
nach Hause zu seiner Familie. Als Buddy am nächsten Morgen aufwacht, erfährt
er, dass seine Maschine abgestürzt und er nochmal davon gekommen ist. Der
eigentlich unbekümmerte Sonnyboy ist geschockt, denn Greg hinterlässt Frau
und zwei Kinder. Monate später, vom schlechten Gewissen geplagt, sucht Buddy
die junge Witwe Abby (Gwyneth Paltrow) auf, ohne ihr etwas von dem Tausch
zu erzählen - und verliebt sich in sie. Zwar ist die Story vorhersehbar
und arg konstruiert, trotzdem: eine rührende Romanze! (nn) |
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Grüne
Wüste (D 1999)
nno Sauls Erstlingsfilm zeigt das Erwachsen-Werden zweier Jugendlicher in
einer Krisensituation. Katja (Tatjana Trieb) und Johann (Robert Gwisdek)
sind zwei befreundete Vierzehnjährige, die in einem öden fränkischen Dorf
aufwachsen. Ihr Fluchtpunkt ist der Odenwald, die titelgebende »Grüne Wüste«,
wo sie auf den Spuren einer Rittersage wandeln, Zukunftspläne schmieden
und ihre Sorgen teilen. Im Wald besprechen sie auch familiäre Probleme wie
das Verhältnis von Katjas Mutter Doris (Martina Gedeck) mit Johanns Vater
Simon (Heino Ferch). Als Johann jedoch an Leukämie erkrankt, wird das Erträumte
vom Ernst des Lebens eingeholt. Nach anfänglicher Hoffnungslosigkeit beschließen
die Freunde, trotzig für ihr Leben zu kämpfen. Getragen wird der Film maßgeblich
von den authentisch agierenden Hauptdarstellern. Der Film hebt sich wohltuend
von Fließband-Teenagerkomödien Hollywood'scher Machart ab. (sk) |
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Brendan
trifft Trudy (GB/Irland 2000)
er
etwas langweilige Lehrer Brendan (Peter McDonald) ist eingefleischter Single,
singt im Kirchenchor und outet sich gleich am Anfang als notorischer Filmfan:
Mit Hilfe von nachgespielten Filmszenen-, -zitaten und -plakaten interpretiert
er sein gesamtes Leben. Als er die wilde Trudy (Flora Montgomery) in einer
Kneipe kennenlernt, kommt Farbe in sein Leben. Ihre erste Begegnung währt
nur einen kurzen Abend lang, Trudy verschwindet plötzlich von der Bildfläche.
Die originellen Filmzitate können die etwas dröge Love-Story nicht aufpeppen
- alles in allem aber annehmbar, vor allem für Cineasten! (sk) |
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Die Legende von Bagger Vance
(USA 2000)
ür Regisseur Robert Redford ist Golfspielen ein Selbstfindungskurs, ein
Workshop zum Aufbau des Selbstbewusstseins. Der junge Golfspieler Rannulph
Junuh (Matt Damon) kommt aus dem ersten Weltkrieg zurück in seine Heimat.
Den Lebensmut verloren, will er vom Golf und seiner Verlobten Adele (Charlize
Theron) nichts mehr wissen. Er wendet sich dem Alkohol zu. Zehn Jahre
später ist seine Heimatstadt Schauplatz eines Turnieres, und Junuh lässt
sich überreden, wieder zum Golfschläger zu greifen. Ihm zur Seite steht
der geheimnisvolle Caddie Bagger Vance (Will Smith). Großes Hollywood-Kino,
das aber in banalen Dialogen versackt. (nn)
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Harry
meint es gut mit dir (F 2000)
ie
Geschichte beginnt auf einer Autobahnraststätte, wo der Strahlemann Harry
(Sergi Lopez) seinen alten Schulfreund Michel (Laurent Lucas) wiedertrifft.
Michel, der mitsamt seiner gereizten Familie in den Urlaub unterwegs ist,
kann sich nicht so recht an Harry erinnern, der ihm jedoch mit Anekdoten
aus der Schulzeit auf die Sprünge hilft. Harry bringt Michel dazu, ihn samt
Freundin ins Feriendomizil einzuladen, wo er Michels Leben sogleich in die
Hand nimmt: Zunächst tut er sich bloß als nerviger, ewig lächelnder Angeber
hervor. Schrittweise mischt er sich jedoch in alles ein. Hierbei schreckt
er auch vor einem Mord an Michels Eltern nicht zurück. Regisseur Dominik
Moll gelingt es auf raffinierte Art und Weise, die anfangs komödienhafte
Stimmung in einen gruseligen Thriller umschlagen zu lassen, der einem die
Fußnägel aufrollt. Hochspannung und unerwartete Wendungen wie bei den besten
Chabrol-Klassikern! (sk) |
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Frau2
sucht Happy End (BRD 2000)
interzeit.
Lange Nächte und Momente, in denen Singles neidisch an Paare denken – man
will auch berühren und berührt werden, begehren und begehrt werden. Genauso
wie in dieser melancholischen Liebesgeschichte. Gregor (Ben Becker) ist
Radiomoderator in Berlin und einsam, seine Freundin (Sabrina Setlur) hat
sich von ihm getrennt. Seine Gefühle tauscht er mit „Frau2" aus, seiner
E-Mail-Freundschaft, der er als „Happy End" schreibt. "Frau2" heißt eigentlich
Mai (Isabella Parkinson), und der geht es auch nicht so gut. Sie ist in
Nick (Nicolas von Wackerbarth) verliebt, den Freund ihrer besten Freundin.
Während des Chattens merken die beiden, dass sie eigentlich gut zueinander
passen. Dennoch haben sie Angst, sich zu treffen – denn was ist, wenn die
Realität nicht mit der Vorstellung zusammenpasst? Obwohl die Geschichte
nicht wirklich neu und alles spätestens seit »E-mail für dich« irgendwie
bekannt ist, ist der Film sehenswert. Hier wurde die Liebe nicht neu erfunden,
sondern eine Liebeserklärung an die Liebe geschrieben und gefilmt – wenn
das nichts ist?! Zum Verlieben! (nn) |
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Unbreakable
(USA 2000)
r
ist der Mann fürs Mystische: M. Night Shyamalan. Bekannter als der Name
des Inders dürfte sein letzter Film sein: »The Sixth Sense« – einer der
erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Auch diesmal setzt Shyamalan auf ein
bekanntes Gesicht, wieder muss sich Hauptdarsteller Bruce Willis mit irrealen
Phänomenen auseinandersetzen: David Dunn überlebt als einziger von über
130 Passagieren ein Zugunglück, auch war er noch nie krank in seinem Leben
– was ist der Grund für seine geheimnisvolle Immunität? Auf der Suche nach
einer Erklärung trifft er auf den Comiczeichner Elijah Price (Samuel L.
Jackson). Wie schon bei »The Sixth Sense« nimmt sich dieser Film viel Zeit
für die Entwicklung der Story. Kameraführung und die subtile Vermittlung
des Geheimnisvollen reichen, um in den Bann gezogen werden. Guter Mistery-Thriller,
der nicht ganz an seinen erfolgreichen Vorgänger heranreicht! (nn) |
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Meine
Braut, ihr Vater und ich (USA 2000)
as
erste Treffen mit den zukünftigen Schwiegereltern ist in vielen Fällen eine
heikle Angelegenheit. Greg Focker (Ben Stiller) dürfte nach eigenen Erfahrungen
mit seinem Schwiegervater in spe (Robert de Niro) ein Lied davon singen.
Vermutlich hat er nicht gedacht, dass es so schwierig sein würde, vor dem
pensionierten CIA-Spion eine gute Figur zu machen. Obwohl oder gerade weil
Greg sämtliche Register des guten Benehmens und gesitteten Anstands zieht,
will es ihm nicht recht gelingen. Zumal der Vater seine Tochter Pam (Teri
Polo) nur ungern weggibt. Mit den Sitten des Hauses kann Greg sich nur schwerlich
anfreuden und erwischt ein Fettnäpfchen nach dem anderen. Rasante Komödie
voller vorehelicher Katastrophen. (fb) |

Links zum Film:
lostsoulsmovie.com
deliverusfromevil.com

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Lost
Souls (USA 1999)
atan
macht den Menschen in New York das Leben schwer. Maya (Winona Ryder) konnte
ihm gerade noch entwischen und mimt seitdem die Exorzismus-Sekundantin.
Satan plant eine unheilsame Wiedergeburt im Körper von Bestesellerautor
Peter Kalson (Ben Chaplin). Maya versucht diesen zu warnen. Der aber will
als überzeugter Atheist nichts davon wissen. Doch dann ereignen sich merkwürdige
Dinge. Die Grenzen zwischen Gut und Böse beginnen zu verschwimmen. (fb)
[ hier
] gehts zur Verlosung |
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The
Virgin Suicides (USA 1999)
ofia
Coppola, der Tochter von Francis Ford, ist ein beachtliches Erstlingswerk
gelungen. Dargestellt wird die 70er-Jahre-Atmosphäre Amerikas mit ihren
rigiden Moralvorstellungen anhand der Familie Lisbon mit fünf Töchtern im
Teenager-Alter. Auf die strengen elterlichen Vorschriften reagieren die
Schwestern selbstzerstörerisch. Schon der Anfang des Films verweist auf
die kommende Tragik: Cecilia wird mit aufgeschnittenen Pulsadern in der
Badewanne gefunden. Auf diesen versuchten Selbstmord hin wird den Mädchen
ein Stückchen Freiheit zugebilligt: Sie dürfen eine Party feiern. Doch die
endet für eine der Schwestern tödlich. Zur Strafe wird Lux' (Kirsten Dunst)
Plattensammlung dem Feuer übergeben, alle müssen die Schule verlassen. Der
Regisseurin gelingt der schwierige Drahtseilakt zwischen Komödie und Tragödie
hervorragend, die Handlung wird mit heiteren Pastellfarben gezeichnet, die
in ironischem Gegensatz zu den düsteren Vorkommnissen stehen. Anders als
die zur Zeit vorherrschenden »TeenagerKomödien« mit ihrem Streben nach größtmöglicher
Geschmacklosigkeit versucht der Film auf sensible Weise, den Reifungsprozess
der Mädchen zu beleuchten. Konservatives Elternhaus als Jungfrauen-Selbstmord-Maschine:
amüsante Tragikomödie. (sk) |

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Der
Grinch (USA 2000)
o
stellt man sich ein perfektes Weihnachten vor: bunte Lichterketten, strahlende
Christbäume und eine friedliche Kleinstadt. Doch die ist gar nicht so friedlich.
Denn einer mag hier das Weihnachtsfest überhaupt nicht und Menschenkinder
sind ihm ein Greuel: der Grinch! Erfolgs-Regisseur Ron Howard lässt hier
Jim Carrey als Anti-Weihnachtsmann mit anarchischer Lust die groß geplanten
Feiertage zerstören - basierend auf einem alten amerikanischen Jugendbuchklassiker.
Der Gnom mit dem grünen Fell und der Hundeschnauze stiebitzt den Bewohnern
am heiligen Abend einfach alle Geschenke, als Rache, dass sie ihm seit Jahren
übel mitgespielt haben. Dass der Film nicht im Weihnachtskitsch endet, ist
vor allem dem Hauptdarsteller zu verdanken, der wieder alle komödiantischen
Register zieht. Das beste Mittel gegen die typische Weihnachtsmelancholie!
(nn |

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Jetzt
oder nie - Zeit ist Geld (BRD 2000)
s
sollte die Erfüllung des großen Traumes werden. Die nicht mehr ganzen jungen
Ladies Carla (Gudrun Okaras), Lilli (Elisabeth Scherer) und Meta (Christel
Peters) - zusammen immerhin 241 Jahre - wollen die Seereise in den Süden
machen. Doch das lang gesparte Geld wird ihnen direkt vor der Bank geklaut.
In ihrer Verzweiflung beschließen die drei, selbst eine Bank zu überfallen
und sich das Geld zurückzuholen. Beim Skat hecken sie ein todsicheres Ding
aus, doch mit der Ausführung hapert's: Meta bekommt Angstzustände, Lilli
verguckt sich in den Kassierer und ihr Fahrer ist halb blind. Mit viel Liebe
und Herz haben Produzent Till Schweiger und Regisseur Lars Büchel ihren
kleinen Film inszeniert, und können auf Gaststars wie Corinna Harfouch und
Oliver Korittke bauen - doch die eigentlichen Helden sind die alten Damen.
Herzergreifend lustig! (nn) |


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Shaft
- noch Fragen? (USA 2000)
in
Actionfilm benötigt mehrere Zutaten, damit er funktioniert. Schießereien,
Verfolgungsjagden, ein Bösewicht und ein Held sind natürlich ein Muss. Das
hat auch Regisseur John Singelton bei seinem Remake der kultigen 70er-Jahre
Krimi-Reihe »Shaft« bedacht. Dennoch ist er an seinem Vorhaben gescheitert,
einen wirklich guten Film zu machen: Nach einem Mord an einem Schwarzen
wird der weiße Student Walter Wade (Christian Bale) festgenommen. Doch bereits
kurze Zeit später ist der Sohn eines einflussreichen Geschäftsmannes gegen
Kaution wieder frei. Der New Yorker Detective John Shaft riecht die eindeutige
Korruption, kann aber vorerst nichts machen. Doch die Zeit der Rache kommt,
als Wade zwei Jahre nach seiner Flucht ins Ausland zurückgekehrt. Trotz
Samuel L. Jackson als Hauptdarsteller und trotz der guten Vorlage wirkt
der Aufguss lieblos, dilettantisch und badet gnadenlos in Klischees. Reine
Brutalität macht keinen Film wirklich cool. Was dem 2000er Shaft außerdem
fehlt, ist Charme und Groove! Der Rassenhass und die sozialen Kontraste,
die zwischen Schießereien und waghalsigen Stunts nur im Vorbeigehen aufgegriffen
werden, hinterlassen zudem einen faden Beigeschmack. Groß wurde die Rückkehr
einer Legende angekündigt - aber die ist gescheitert, schade. Langweiliger
Action-Thriller! (nn) |

|
O
Brother, Where Art Thou? (USA 2000)
ie
Coen-Brüder (»The Big Lebowski«, »Fargo«) haben wieder einmal – diesmal
auf den Spuren von Homers Odyssee – einen sehenswerten Ciné-Coup gelandet.
Angesiedelt ist der Film im Süden der USA der 30er Jahre: Everett Ulysses
McGill (George Clooney) überredet zwei seiner Mithäftlinge Pete (John Turturro)
und Delmar (Tim Blake), den Knast hinter sich zu lassen, um sich auf die
Suche nach einem versteckten, weil geraubten, Goldschatz zu machen. Dass
dies keine Butterfahrt wird, liegt auf der Hand: Allerhand Unbill in Form
von Einäugigen, Sirenen und weiteren, weniger fabelhaften Wesen tritt ihnen
in den Weg. Rasant, spaßig und voller musikalischer (Folk-) Einlagen stellt
dieser Film auch eine amüsante Reise durch Legenden der amerikanischen Geschichte
dar. "Down by Law" la Coen: unbedingt ansehen! (sk) |

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The
Cell (USA 2000)
ie
Therapeutin Catherine Deane (Jennifer Lopez) experimentiert mit einer radikalen
Methode: Mit einer neuartigen Apparatur wird sie direkt mit dem Gehirn ihrer
Patienten verbunden und wandert in deren Unterbewusstsein herum. Unterdessen
hinterlässt der geisteskranke Serienkiller Carl Stragher (Vincent D'Onofrio)
eine Spur von toten Mädchen. Nach einer weiteren Entführung kann die Polizei
seinen Aufenthaltsort ermitteln, bei der geplanten Festnahme wird der Mörder
jedoch im Koma liegend gefunden - von dem Mädchen keine Spur. Als letzter
Ausweg dient die neue Methode von Catherine Deane, sie erklärt sich bereit
in Straghers Gerhirn einzutreten. Der ehemalige Videoclip-Regisseur Tarsem
jagt seine farblosen Hauptdarsteller durch Hochglanzkulissen im MTV-Style.
In diesem Fall gilt form follows design, und auch Sexbombe Jennifer Lopez
kann über die Schwäche des Films nicht hinwegtrösten. Mittelmaß! (nn) |


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Oi!
Warning (D 1998)
er
17-jährige Janosch (Sascha Backhaus) ist von der Schule geflogen, verlässt
sein kleinkariertes Elternhaus am Bodensee und geht nach Düsseldorf. Dort
trifft er seinen alten Freund Koma (Simon Goerts) wieder, der zwischenzeitlich
zu einem rechten Skinhead geworden ist. Janosch wird schnell hineingezogen
in den Bann aus Hass, Gewalt und Macht, die von Koma und dessen Skin-Freunden
ausgeht. Kahl rasiert folgt er ihnen samt ihrer Ideologie blind. Bis er
eines Tages den Punker Zottel (Jens Veith) kennenlernt, dessen Lebensweise
ihm Mut zu einer Kehrtwende macht und in den er sich verliebt... . In schwarz-weißen
Bildern, ohne schwarz-weiß zu malen, präsentiert der Film dem Publikum die
Ereignisse in einer durchbrochenen Rückblende. Beeindruckend realistisch
wird gezeigt, dass sich hinter dem rauhen Skinhead-Klima von Herrschaft
und Machoallüren auch eine gehörige Portion Gartenzwergmentalität verbirgt.
Harter filmischer Brocken, an dem zu knabbern es sich auf alle Fälle lohnt.
(sk) |


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Dancer in the Dark (DK/S/F
2000)
em Regisseur
Lars von Trier (»Breaking the Weaves«) ist wieder ein Geniestreich gelungen.
Selma (Björk) leidet an einer Erbkrankheit, die sie langsam erblinden
lässt. Sie behält das Geheimnis jedoch für sich und arbeitet trotz immer
schlechter werdender Sehkraft weiter in einer Fabrik. Denn sie will um
jeden Preis ihrem zehnjährigen Sohn eine Augenoperation ermöglichen, um
ihm ihr Schicksal zu ersparen. Um ihrem Alltag zu entkommen, flieht sie
in eine farbige, bunt-schillernde Musicalwelt. Doch als ihr tief verschuldeter
Nachbar Bill (David Morse) ihr auch noch ihr mühsam Zusammengespartes
rauben will, kommt es zu einer Katastrophe. Lars von Trier bewahrt durch
seine Handkamera- und Videotechnik die Story vor dem Abrutschen ins Sentimentale.
Die Sängerin Björk brilliert in ihrer ersten (und angeblich letzten Rolle)
als Selma. Melodramatischer Film, gekonnt umgesetzt. (sk)
|

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Schatten
der Wahrheit (USA 2000)
ie
unzählige Filme mit vorgeblichem "Hitchcock- Touch" scheitert auch dieses
Hollywood-Stück bei dem Versuch, den Stil des Altmeisters zu erreichen.
Zu sehr verharrt er in den inzwischen zum Klischee gewordenen Kameraeinstellungen,
Licht-Schatten-Effekten und Szeneabläufen, die Old Alfreds Handschrift prägten.
Das Ehepaar Claire (Michelle Pfeiffer) und Norman (!) Spencer (Harrison
Ford) lebt glücklich und zufrieden in einer beschaulichen Villa, bis es
neue Nachbarn bekommt. Nach einem fürchterlichen Streit verschwindet die
Frau des Nachbarn und Claire sieht, wie der ein riesiges Paket mit seinem
Auto abtransportiert. Daraufhin fängt es bei den Spencers an zu spuken –
der Geist der Frau scheint es sich bei den Nachbarn bequem machen zu wollen
... . Robert Zemecki (»Scream«, »Forrest Gump«) macht den gleichen Fehler
wie eine ganze Reihe von Hitchcock-Nachahmern vor ihm. Aus Achtung vor dem
Maestro zitiert oder kopiert er ihn viel zu oft. Besser hätte er daran getan,
mit einer wirklich neuen und glaubhaften Geschichte das berühmte Suspense
zu treffen, dieses Spiel mit Zuschauer-Vorahnungen in fesselnden Spannungszyklen.
Schade, denn die Story hätte durchaus diese Chance geboten. So bleibt es
eine leider misslungene Annäherung an den unnachahmbaren Thrillerkünstler!
(sk/lj) |

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Scary
Movie (USA 2000)
uf
dem Campus verbreitet ein Mörder Angst und Panik unter den Studenten. Aha!
Ein Mädel (Anna Farris) wird von einem Mann verfolgt, der erstaunliche Ähnlichkeit
mit dem Fischer hat, den sie und ihre Freunde im vergangen Sommer mit dem
Auto überfahren haben. Soso! Drew (Carmen Electra) wird vorm Fernseher beim
Schauen von Horrorfilmen ermordet, muss vorher aber noch gewaltig rumschreien.
Na klar! Irgendwie überkommt einen bei diesem Film ständig das Gefühl, alles
schon mal gesehen zu haben. Ist das die Fortsetzung von Blair Witch Projekt
oder Halloween Teil 35? Falsch! Spätestens in dem Moment, in dem die Baywatch-Nixe
Electra nur noch in Unterwäsche dasteht - sehr zur Begeisterung der männlichen
Zuschauer - und nach den Klamotten auch noch die Brustimplantate (!) verliert,
steht fest, das diese ganzen Überlegungen nicht stimmen können. Die Teenager-Horror-Persiflage
»Scary Movie« veralbert Filme wie »Scream«, »Ich weiß, was du letzten Sommer
getan hast« und Co. gnadenlos. Damit wurde sie in den Staaten zu einem der
erfolgreichsten Filme des Jahres. Trotzdem: Klamauk! (nn) |
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Conamara (D/Irland
2000)
xel
(Andreas Schmidt) reist von Berlin ins irische Conamara, um seine Jugendliebe
wiederzufinden und für sich zu gewinnen. In der Tat verfällt die herbe
Schönheit Maria (Ellen Ten Damme) - und mit ihr das gesamte Dorf - dem
Charme des schüchternen Deutschen und setzt dabei ihre Ehe mit Antaine
(Darragh Kelly) aufs Spiel. Die Dramatik spitzt sich zu, als ihre Tochter
José (Katie Nic Dhonnacha) verschwindet. Behutsam führt der Regisseur
Eoin Moore ("plus-minus-null") das Innerste seiner Figuren vor, ohne dass
große Worte gemacht werden müssen. Vielmehr drücken sich Gefühle vor allem
in den Gesichtern der Darsteller und im übertragenen Sinn auch durch die
karge irische Landschaft aus. Der Erzählstil ist von »Dogma« geprägt,
Moore arbeitet weitgehend mit Handkameras und hat eine unkonventionelle,
wirkungsvolle Schnittechnik entwickelt. Trotz des moralinsauer erhobenen
Zeigefingers am Ende: einfach gut! (sk)
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Der
Krieger und die Kaiserin (D 2000)
er
Druck war enorm. Wie soll ein erfolgreicher Film wie »Lola rennt« getoppt
werden? Ein Film, der nicht nur in Deutschland begeisterte, sondern auch
im Ausland reichlich Beachtung fand. Die Antwort: am besten gar nicht! Regisseur
Tom Tykwer nahm sich lange Zeit für seinen Film »Der König und die Kaiserin«.
Er kehrte nach Lolas rasanter Rennerei zu einer ruhigen Erzählweise zurück
und beschreibt mit poetischen Bildern die Geschichte einer ungewöhnlichen
Liebe. Die Geschichte von zwei Menschen, deren gemeinsames Schicksal vorbestimmt
ist, obwohl sie in unterschiedlichen Welten leben: Sissi (Franka Potente)
arbeitet in der Psychiatrie. Bodo (Benno Fürmann) ist ein arbeitsloser Ex-Soldat.
Bei einem Unfall wird Sissi schwer verletzt, Bodo rettet ihr kurz entschlossen
das Leben, verschwindet dann aber spurlos. Sissi macht sich nach einem langen
Heilungsprozess auf die Suche nach ihrem Retter, sie will mehr als diesen
kleinen gemeinsamen Augenblick. Doch Bodo (Benno Fürmann) weist sie zurück,
er will nichts von ihr wissen. Tykwers Film hat große Momente, reicht aber
nicht an die Qualität seines prominenten Vorgängers heran. Dennoch: Gut!
(nn) |


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U-571
(USA 2000)
-
in Film mit
ungewollt makabrem Beigeschmack. Man hat die Kursk-Katastrophe noch im Hinterkopf,
schon taucht im Kino ein neues U-Boot-Abenteuer auf. Die Vorgabe für Hollywood
hängt dabei hoch: Der deutsche Film »Das Boot« setzte vor 20 Jahren Maßstäbe,
an denen sich auch heute noch vergleichbare Filme messen lassen müssen.
»U 571« ist zwar ein netter Film mit guten Schauspielern (Harvey Keitel,
Matthew McConaughe, selbst Jon Bon Jovi fällt nicht negativ auf), der aber
längst nicht an die Qualität des deutschen Kriegsfilms heranreicht. April
1942: Im Atlanik tobt der U-Boot-Krieg, in dem die Deutschen den alliierten
See-Streitkräften immer wieder empfindliche Verluste zu fügen. Der Erfolg
der Deutschen basiert auf der Verschlüsselungsmaschine “Enigma”, die es
dem Gegner unmöglich macht, Funksprüche zu entschlüsseln. Lt. Commander
Mike Dahlgren (Bill Paxton) und seine Crew des U-Bootes S-33 erhalten den
Auftrag, als deutsche Matrosen getarnt, die Maschine aus dem deutschen Boot
“U-571” zu holen, das stark beschädigt im Atlantik treibt. Doch die Mission
läuft nicht planmäßig - beim Entern wird die S-33 versenkt. Meilenweit vom
"Boot"-Niveau entfernt, trotzdem spannend und unterhaltsam! (nn).
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Road Trip (USA
2000) -
pätestens
nach »Verrückt nach Mary« hat Hollywood die Geschmacklosigkeit entdeckt.
War es bei Mary das Sperma im Haar, trieb es anschließend der Hauptdarsteller
bei »American Pie« mit dem Apfelkuchen, so leckt in diesem Film der Kellner
den Toast eines unzufrieden Kunden ab und zieht ihn dann durch den Schritt.
Iiiihh-bäh! Sehr unfein. »Road Trip« ist eine spaßige Komödie geworden,
die sich auf brüllend-komische Weise über harmlose Teenager-Filme und
pubertierende Peinlichkeiten lustig macht: Josh (Breckin Meyer) ist ein
kleines Missgeschnick passiert. Da hat er doch tatsächlich die Videoaufnahme
seines Seitensprunges an die eigene Freundin (Rachel Blanchard) geschickt.
Keine Frage: Das Tape muss zurück! Also macht sich Josh zusammen mit seinen
drei Colleg-Freunden E.L. (Sean William Scott), Rubin (Paulo Costenzo)
und Kyle (DJ Qualls) auf den Weg quer durch die Staaten nach Texas, wo
die eigentliche Liebe wohnt, um die Spuren des Seitensprungs zu verwischen.
Denn wie lautet das oberste Gebot beim Fremdgehen: Lass Dich nie erwischen!
Kurzweiliger Spaß! (nn).
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X-Men (USA
2000)
ie X-Men
sind Mutanten. Sie sehen aus wie normale Menschen, besitzen jedoch telpathische
Kräfte und andere unglaubliche Fähigkeiten: Storm (Halle Berry) kontrolliert
das Wetter, Cyclops (James Marsden) kann mit seinen Augen Gebäude zerstören
oder Wolverine (Hugh Jackman) besitzt erstaunliche Selbstheilungskräfte.
»X-Men« ist die Verfilmung eines der erfolgreichsten Marvel-Comics. Und
wie so oft im Comic geht es in einem Comic um den Kampf zwischen Gut und
Böse. Denn hier besitzen auch die Schurken Superkräfte, die sie unheilvoll
und todbringend einsetzen. Auf der einen Seite steht der Professor X (Patrick
Stewart), der Mentor der Guten, auf der anderen der Oberschurke Magnete
(Ian McKellen) mit seinen bösartigen Gesellen. Mutant gegen Mutant - so
lautet das Duell, das Regisseur Bryan Singer aber Gott sei Dank nicht
zu einem reinen Special-Effect-Overkill verkommen ließ. Den einzelnen
Charakteren bietet sich Raum zur Entfaltung und so entwickelt sich der
Film, auch wegen der guten Schauspieler, zu einem spannenden und düsteren
Drama. Leider kommt die Comic-Verfilmung, die sich in erster Linie an
Erwachsene richtet, trotzdem nicht ganz ohne Längen aus. Dennoch: Diese
X-Men sind überraschend gut und ziemlich cool! (nn) .
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Im Juli (D
1999)
er Referendar
Daniel (Moritz Bleibtreu) reist auf Umwegen seiner vermeintlichen Traumfrau
Melek (Idil Öner) nach Istanbul hinterher. Er muss zwar nicht gegen Windmühlen
kämpfen, aber es stellen sich ihm mannigfaltige Hindernisse in Form von
vor Wut rasenden Landwirten, sinkenden Automobilen und Leichen in den
Weg. Der künftige Mathematik-Lehrer trifft auf seiner Irrfahrt durch Österreich,
Ungarn, Rumänien und die Türkei immer wieder auf Juli (Christiane Paul),
die ihn mit ihrer Weissagung, mit der alles begann, eigentlich auf sich
aufmerksam machen wollte. Der Regisseur Fatih Akin zeigt nach seinem Erstlingsfilm
»Kurz und schmerzlos«, dass er auch die komödiantische Fabulierkunst mühelos
beherrscht. Trotz bekannter Gesichter ein amüsant-turbulentes Road & Love-Movie.
(sk).
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Coyote
Ugly (USA
2000) -
anke, Hollywood.
Endlich wurden die Gebete der Männerwelt erhört. Jerry Bruckheimer, bekannt
für Filme mit üppiger Verpackung und leichtem Inhalt, schenkt uns ein cineastisches
Wunderwerk, das selbst in den feuchtesten Träumen nicht hätte besser ausfallen
können. Violet Sandfort (Piper Perabo) flieht aus der drögen Kleinstadt
nach New York, um Songwriterin zu werden. Doch die Karriere kommt nicht
in Gang. Daher landet unser hübsches Landei im Nachtclub »Coyote Ugly«,
in dem die heißesten Barkeeperinnen der Stadt (u.a. Tyra Banks) arbeiten.
Violet lernt das Handwerk des Cocktail-Shakens recht schnell. Schon bald
hat sie den ersten Bewunderer: Kevin (Andy Garcia). Stand einst Tom Cruise
in »Cocktail« hinter der Theke, so sind diesmal die Männer an der Reihe,
bedient zu werden. Doch mehr als ein paar pralle Brüste und ein paar knackige
Ärsche gibt es nicht zu sehen. Aber wollen Männer wirklich mehr? (nn).
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Die
totale Therapie (D/Österreich
1998)
uf einem Bauernhof
in der österreichischen Provinz wollen neun zahlungskräftige Wiener Probanden
fernab jeglicher Zivilisationsattribute wie Handy, Zigaretten und Internet
mit Urschrei und Veganismus ihre seelischen Wehwehchen loswerden. Doch das
Shirvia-Therapiezentrum in malerischer Einöde erweist sich als tödliche
Falle für fast alle der Kursteilnehmer. Das Umgehen üblicher Figurenkostellationen,
unerwartete Wendungen und Handlungsweisen zeichnen den Film aus. Diese permanente
Spannung plus exzellente Darsteller, die es mit detailliertem Spiel schaffen,
ihre Figuren zum Leben zu erwecken, machen den Film sehenswert. Psycho-Molotow-Cocktail
mit Blixa Bargeld als Dr. Romero. (sk). |