CD-Kritik "DJ meets Mittelalter" hier
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et Gaudium
MARC MUSICUS
Biographie: seit 15 Jahren DJ (anfangs Wave, Independent,
Underground, seit 7 Jahren auf Parties, Empfängen und Geburtstagsfesten
mit Jazz und Worldmusik u.a.)- Vor 5 Jahren erste erfolgreiche Versuche,
historische Musik auf Parties etablieren. Seit einem Jahr spezialisiert
auf Mittelalter. Marc Musicus stellte für das Magazin "Pax et Gaudium"
den Sampler "DJ meets Mittelalter" zusammen.
Marc Musicus ist 34 Jahre alt und hat 3 Kinder.
Interviews von A-Z:
[ Buttermaker
] 2001
[ Casey's Orbit ] 2003
[ Dieter
Gorny ] 2001
[ Marc Musicus ] 2004
[ Moonspell ] 2003
[ Milky
] 2002
[ Natalie
] 2002
[ Nicole
da Silva ] 2004
[ Solanoid ] 2003
[ Tote
Hosen ] 2003
Aktuelle Playlist:
Potentia Animi - Gaudete
(spätestens nach der 2. Strophe sind alle still
und lauschen)
Pampatut "Der weisse Mann"
(mega starkes Vollmondcover)
Rabenschrey - Schwarzbier
(der wohl bekannteste Trommelrhythmus der Welt)
Musiktheater Dingo: Mehr, mehr, mehr
(Die heiße Nummer mit dem "Gimpel Gempel")
Dun es tak - Buja Buja (allerfeinster MA Techno)
Truppo trotto - Laeg din maw
(die maultrommelnden Dänen)
|
Ww:
Was ist das besondere an Mittelalter-Tanznächten?
Zum einen die Möglichkeit die komplette Bandbreite der Musikrichtung
hören zu können;
von heftigem Mittelalterrock zu volkstümlichen Elementen, von
mystischen Klängen zu alten Hoftänzen, von lauten Saufliedern
zu bombastischen Sackpfeiffen und natürlich so manche interessanten
Töne aus Europa und Arabien, zum andern und da kann ich nur für
mich sprechen, ein mit viel Fantasie und Humor zusammengestelltes Programm,
das sowohl dem Neuling wie auch dem MA-Musik begeisterten Insider einen
kurzweiligen Abend bietet und so einiges bis dato Unbekanntes zu Ohren
fördert
Ww: Was für ein Publikum kommt?
Neben den Historischen sieht man auch Anhänger der Gothikszene
und Metalfans, sehr viele interessierte Neugierige (mit wenig Ahnung aber
vielen Fragen). Bei frühabendlichen Auftritten sind oft auch viele
begeisterte Kinder (samt ihren nicht weniger Spaß habenden Eltern)
zu Gast.
Ww: Kommen hauptsächlich "gewandete" Insider der Mittelalterszene?
Auf Spezial-Parties sind es gute 75%, auf Marktveranstaltungen
sind selten mehr als 50%; da die meisten selbst auf dem Fest aktiv sind,
ist es bei vielen eine Frage der Kraftreserven!
Ww: Welche Altersklassen sind vertreten?
Zwischen 7-70, so manche älteren Semester in Gewandung sind bei
klassischer MA-Tanzmusik auch auf der Tanzfläche zu finden.
Ww: Was ist das Packende, Mitreißende an Mittelaltermusik?
Mittelaltermusik ist in meinen Augen der Überbegriff für
historisch beeinflusster Musik verschiedenster Richtungen. Durch diese
enorme Vielfalt und Abwechslung ist die Musik immer anhörbar
und in so vielen Fällen zeitlos schön. Vor allem verbindet man
damit auch wunderschöne Erlebnisse auf Märkten und Festen.
Ww: Welche Musik kommt am Besten an?
Das ist generell sehr schwierig zu beantworten, denn es ist publikums-
und ortsabhängig, meist sind die Lieder der regionalen MA-Bands oder
die Klassiker von Corvus Corax, In Extremo, Schandmaul usw gefragt Man
kann es auch so sagen: Je bekannter die Melodien, desto ausgelassener ist
die Stimmung Ach ja, Saltarello von Dead can Dance ist immer noch das mit
Abstand am meisten gewünschte Lied.
Wie bist du zur Mittelaltermusik gekommen?
Bewußt wahrgenommen habe ich die MA-Musik 1995 bei einem Subway
to Sally Konzert. Interessant wurde es dann 1997 bei den ersten Samplern.
So wuchs und wuchs die Sammlung Subway's Dudelsack in "banks of sicely"
und das Hexenintro haben mich so beeindruckt, dass man das Resultat sogar
auf meinem Sampler hören kann.
Ww: Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg.
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Das Interview führte Ww-Redakteur Dr. Lothar Jahn |