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Hofgeismarerin bei Big Brother - Leyla Eryigit zeigt sich allen

am 09 April 2005 von Wildwechsel

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Leyla Eryigit - Hofgeismarerin bei Big Brother - Köln, 26.02.2005<br /> Big Brother 6 "Das Dorf" - erstes Kandidatenshooting (c) S-Menne für Endemol Deutschland

Leyla Eryigit - Hofgeismarerin bei Big Brother - Köln, 26.02.2005
Big Brother 6 "Das Dorf" - erstes Kandidatenshooting (c) S-Menne für Endemol Deutschland

Auf RTL2 ist Anfang März die sechste Staffel "Big Brother" angelaufen und ein Ende ist nicht in Sicht. Wenn die Quoten stimmen, können wir das Treiben im Dorf wohl noch in Jahren täglich beobachten. Unter den 16 Bewohnern findet sich auch eine junge Frau aus der Nähe von Kassel: Mit der 21-jährige Leyla Eryigit ist jetzt auch eine Hofgeismarerin bei Big Brother dabei.

Big Brother VI ist größer, lebendiger und realer als die Staffeln zuvor. Die Bewohner leben in einer kleinen eigenständigen Welt, in der die Unterscheidungen in arm und reich immer deutlicher werden. In der, von Endemol diesmal als endlos angesetzten Show gibt es wie schon in der letzten Staffel die Drei-Klassen-Gesellschaft. Neu ist hingegen, dass alle Bewohner für ihr Geld arbeiten gehen müssen.

Auf dem Bauernhof, in der Autowerkstatt oder beim Mode-Label: Je nach Stellung in der Dorf-Hierarchie ist für jeden die passende Arbeit dabei. So auch für die 21-jährige Leyla aus Hofgeismar. Die in Vellmar aufgewachsene junge Frau war laut Freundin Katharina Neitsch nie ein Fan des Formats. Trotzdem reizte sie dieses Abenteuer, denn sie bezog am 1.3. das "Hiwi"-Haus des Big Brother Geländes in Köln-Ossendorf. Hier darf sie sich nun auf unbestimmte Zeit mit fünf weiteren Bewohnern in einem kleinen, tristen Kämmerchen vergnügen.

Vor ihrem Einzug in die Big Brother Welt war Leyla viel mit ihrer Performance Tanzgruppe unterwegs und tobte sich am Schlagzeug aus. Die gelernte Kfz-Mechanikerin lebte vor ihrem Einzug von Hartz IV. Im Dorf darf sie nun wieder ihren Beruf ausüben: Mit ihrer Arbeit in der Autowerkstatt kann sie sich etwas zu dem mickrigen Wochenbudget von 210 Euro (für alle sechs Bewohner!) dazu verdienen. Leyla gehört nun mal zu den im Dorf niedrig gestellten „Hiwis“ - eine eine ziemlich peinlicher Wortwahl, da „Hiwi“ sich von „Hilfswilliger“ ableitet. So nannte man in in der NS-Zeit KZ-Gefangene, die den Aufsehern halfen.

Der Alltag der "Hiwis" dreht sich um die existenzientiellen Dinge: Kochen, Essen, Schlafen... - alles muss nun geteilt werden! Aber die „quirlige Techno-Tänzerin“ Leyla, wie sie durch Big Brother beschrieben wird, brauchte laut Schulfreundin Marlen Müller schon immer „was Krasses“, und so wird sie durch ihre selbstbewusste und direkte Art der Herausforderung vermutlich standhalten können. Ihre ehemalige Arbeitskollegin Stefanie Höster meint, dass das Projekt für Leylas Energiepotential genau das richtige ist und hofft, dass sie lange im Haus bleiben darf.

In der Discothek Joy in Calden half Leyla öfters auch mal aus. „Dort sorgte sie immer für gute Stimmung und wenn sie auf dem Podest tanzte, war sie ein Blickfang“ erinnert sich Heike Röhre, Mitarbeiterin des Joy. Kein Wunder, Leyla sticht durch ihre burschikose Art hervor und lebt offen lesbisch: „Wenn jemand ein Problem mit meiner Sexualität hat, gehe ich auf Konfrontation,“ betonte sie auch im TV. Der Chef des JOYs Dieter Haas spricht sogar von einem echten „Leyla-Fanclub“ und denkt über einen Big-Brother-Themenabend nach.

Bei BB darf bekanntlich das Publikum entscheiden, wer die Sendung verlassen muss. Oder die Mitwirkenden werfen das Handtuch. Solange die Zuschauer Leyla im Haus sehen wollen, wird sie das Projekt aber wohl nicht verlassen. Mirjana Degen schätzt die Chancen ihrer kontaktfreudigen Freundin gut ein und meint dazu: "Wenn sie nicht die Lust am Spiel verliert, bleibt sie ewig im Dorf". Und ihr Joy-Fanclub ruft, nach eigenen Aussagen auf jeden Fall immer fleißig an. Endemol wird‘s. (acw)

» [ www.bigbrother.de ]


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Redaktion des Printmagazin Wildwechsel. Wildwechsel erscheint seit 1986 (Ausgabe Kassel/Marburg seit 1994). Auf Wildwechsel.de veröffntlichen wir ausgewählte Artikel der Printausgaben sowie Artikel die speziell für den Online-Auftritt geschrieben wurden.

  • Website: http://www.wildwechsel.de

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