Fish – Tourbericht „Clutching at stars“
FISH, der charismatische schottische Sänger, hat uns bereits im letzten Jahr mit dem “Return to childhood” Gig auf der Loreley und in Mainz eine wunderbare Reise zurück in die Vergangenheit beschert. In diesem Jahr sollte es eine Fortsetzung geben. Diesmal das Motto der Tour „Clutching at stars“, angelehnt an das Marillionalbum „Clutching at straws“, welches 1987 als letztes mit Fish als Sänger erschien. Zusätzlich sollte es einige Songs aus dem neuen Album „13 th Star“ geben.
Zum Zeitpunkt des Loreleygigs am 21.07.2007 im Rahmen des „Night of the Prog II Festivals“, brachte Fish neben den Songs des Clutching Albums tatsächlich neues Material, welches die meisten Besucher bis dato noch nie gehört hatten. Fishkonzerte sind halt immer wieder was besonderes. Die neuen Songs, aggressiv präsentiert, passten perfekt zu den Stücken aus der Marillion Zeit. So ließ ich mich während des gesamten Konzertes vor der phantastischen Kulisse der Loreley zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und herreisen. Bei „Warm wet circles“ muss mir dann irgendwas ins rechte Auge geflogen sein... Es folgte für uns die kleine Fish Tour, beginnend in Erfurt (16.11.), Aschaffenburg (17.11.) und schließlich Mainz (20.11.) wo wir neben dem Konzert auch noch zu einem Interview mit dem Onkel verabredet waren. Die Setlist für alle Konzerte war gleich, lediglich auf der Loreley wurde zusätzlich noch „Vigil“ gespielt. Was Fishkonzerte aber immer wieder so faszinierend macht, ist die Stimmung, egal ob Club oder größere Halle, die der Schotte gekonnt zwischen Band und Publikum anhand von „short stories“ aufbaut. Und da unterscheidet sich jedes einzelne der von uns gesehenen Konzerte. War es in Erfurt die Geschichte von kleinen Der folgende Bericht ist also von dem Mainzer Konzert. Nachdem wir uns mit Fish zwischen Einkaufsstress und Soundcheck zum Interview getroffen hatten, nahmen wir zwischen dem späteren geplanten Interview mit Artur Silber (Vorband „Central Park“) erst mal einige Bierchen ein. Nachdem noch Alex Schopbach zu uns gestoßen war, ging es dann nach dem großartigen Gig der Münchner „Central Park“ mit dem Onkel um kurz nach 21.00 Uhr endlich los. Nach dem optischen und musikalischen Opener ging es nach einigen Takten von „Sgt. Pepper“ endlich mit „Slainthe Mhath“ los. Die Stimmung war enorm und sollte bis zum Schluss auch bleiben. Festzustellen war eine solide Arbeit der Musiker Gavin Griffiths (drums), Chris Johnson (guitar), Steve Vantsis (bass), Foss Paterson (keyboard) und Frank Usher (guitar), sowie ein glänzend aufgelegter Frontmann, der wie immer den ständigen Kontakt zu den Fans herstellte. Es folgte das erste Stück vom neuen Album, nämlich „Circle line“. Mittlerweile hat das neue Material mit den Fans schon ausreichend Bekanntschaft gemacht, es wurde kräftig mitgesungen. Mit „So Fellini“ (Album: Fellini Days) kam anschließend ein typischer Mitsingklassiker bevor mit „Square go“ ein weiteres Stück vom „13 th Star“ gespielt wurde. Es folgten „The Perception of Johnny Punter“ (Album: Sunsets of Empire) und “Manchmal”, ebenfalls vom neuen Album. Nun folgte wieder der Trip in die Vergangenheit mit “Hotel Hobbies”, “Warm wet circles” und “That time of the night”. Allesamt Klassiker des Clutching Albums. Nach einer kurzen Euphoriewelle im Publikum, als Frank, aufgefordert von Fish, die ersten Takte von „Grendel“ anspielte, um sich dann genüsslich die Reaktionen anzusehen, kamen mit „Dark Star“ vom neuen Album noch „Sugar mice“ und „White Russian“ vom Clutching Album, die auch das Ende des regulären Sets bedeuteten. Der Zugabenteil wurde mit „Cliché“ (Album: "Vigil in a wilderness of mirrors" ) und „Incommunicado“ begonnen und endete letztendlich mit dem grandiosen „The last straw“ und den unvermeidlichen letzten Worten nach den Vorstellungen und Danksagungen an die Fans: Take care and stay alive! Zusammenfassend waren es klasse Konzerte mit jeweils rund 500 Besuchern die Lust auf mehr gemacht haben. Dieses Bedürfnis wird uns Fish im nächsten Jahr, wenn das „13 th Star“ Album offiziell veröffentlicht wurde, gleich im Frühling wieder erfüllen. Hier soll das neue Album präsentiert und der eine oder andere Fishklassiker zum besten gegeben werden. Und für das schönste Open Air kann man sich gleich das Wochenende vom 18.07.2008 bis 20.07.2008 ins Gedächtnis brennen, da findet nämlich das „Night of the Prog Festival III“ auf der Loreley statt. Übernachten werden wir allerdings diesmal in einem Wohnmobil (das Alter....). Übrigens spielen dann dort neben Fish auch seine alte Band Marillion. Weitere Informationen, sowie die Möglichkeit das neue Album käuflich zu erwerben, sind über www.the-company.com erhältlich. Arndt Planz
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