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Ein Lichtblick für Arbeitslose - Praktika im Ausland

am 15 Oktober 2012 von Maria Blömeke

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Ein Lichtblick für Arbeitslose - Praktika im Ausland

Niclas Gessner in seinem Praktikum in England

Die Bewerberfristen sind um, die neuen Auszubildenden sind eingestellt.  Doch es gibt immer noch Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz ergattern konnten. Auch andere junge Leute haben Probleme bei der Jobsuche. Da bleibt oft das Gefühl zurück, schlecht zu sein und „nichts wert“ oder „nichts gut zu können“.

Abhilfe kann ein Praktikum schaffen, um einfach Berufserfahrung zu sammeln. Das Projekt IdA bietet deutschlandweit Auslandspraktika an. Das Angebot richtet sich an alle Berufsgruppen. Junge Erwachsene ohne Arbeit und Arbeitslose mit gesundheitlichen Einschränkungen. Zunächst werden die Teilnehmer in Kursen vorbereitet und erhalten Sprachkurse, die sie auf dem Niveau abholen, auf dem sie gerade sind.
IdA, das für Integration durch Austausch steht, wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Die Erfolgsquote liegt laut eigenen Angaben bei 73%.

Im Interview berichtet Niclas Gessner von seinen Erfahrungen in England.
Welchen Beruf haben Sie gelernt?
Ich bin Verwaltungsfachangestellter.
Hatten sie irgendwelche Vorkenntnisse in dem Beruf?
Nein, da ich seit Abschluss meiner Ausbildung arbeitslos bin.
Welche Ängste und Sorgen hatten Sie vor und während des Aufenthalts?
Meine einzige Sorge galt der Kommunikation. Auch in Verhaltensweisen. Ich wusste nicht, wo die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten zwischen Engländern und Deutschen liegen.
Wie war der Sprachkurs?
In der Vorbereitungsphase hatten wir den Englischunterricht bei einer deutschen Lehrerin, die uns mit einfallsreichen Methoden (Hörspiele, Videos, etc.) sehr gut auf England vorbereitet hat und offene Fragen (Verständnis, Grammatik) nicht unbeantwortet ließ. In England hatten wir eine Einheimische, die uns die Feinheiten und bestimmte Regeln der englischen Sprache erklärt hat. Da die gesamte Kommunikation auf Englisch stattfand, haben wir so auch gleich den Praxisbezug gehabt.
Wie ist es am Anfang gewesen?
Am Anfang war ich schlicht neugierig auf das Projekt und begeistert über die Chance, nicht nur meine Sprachkenntnisse, sondern auch meine eigenen Grenzen zu erweitern. Ich habe auch gleich zu Beginn gemerkt, dass ich bei IdA wirklich etwas mitnehmen könnte.
Wie ist die Vorbereitungsphase abgelaufen?
In der Vorbereitungsphase haben wir gemacht: jeden Tag 4 Stunden Sprachunterricht, Bewerbungstraining mit Optimierung der Bewerbungsunterlagen, interkulturelles Training, Konflikttraining und einen Vortrag über Arbeitsrecht. Am besten gefallen hat mir, dass die einzelnen Gruppen klein waren und so auf die Wünsche und Anregungen der Teilnehmer eingegangen wurde.
Wie waren die Sprachkenntnisse vor dem Projekt?
Ich hatte nur sehr holpriges Schulenglisch, das ich vor dem Projekt fünf Jahre nur sehr wenig genutzt hatte.
Wie war der Aufenthalt selbst?
Während des Aufenthalts haben wir zu dritt im malerischen Kingsand/Cawsand in Graystone Cottages gewohnt. Der kleine Ort bietet gute Möglichkeiten, mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen. Weiterhin liegt Kingsand/Cawsand direkt am Meer und bietet bei klarem Wetter eine wunderschöne Aussicht. Die Menschen sind sehr aufgeschlossen und freundlich. Anne Bodenbender, unsere Kursleiterin, war mit uns beim Eden Project, einer riesigen Anlage mit verschiedenen Pflanzen aus aller Welt. Viele dieser Pflanzen waren in speziellen Gewächshäusern. Heather Bloor, unsere Ansprechpartnerin vor Ort, hat für uns Wochenendausflüge organisiert.
Wie war die Betreuung während des Projekts?
Die Betreuung war wirklich sehr gut. Probleme konnten immer gelöst werden und unsere Ansprechpartner waren immer verfügbar.
Wie war das Verhältnis zu den Kollegen/ Betreuern?
Meine Kollegen von Mount Edgcumbe waren herrlich entspannt und gut drauf. So war auch das Verhältnis sehr freundschaftlich und locker. Klar gab es anfangs ein paar Schwierigkeiten. Aber das legte sich schnell.
Wie war es danach?
Etwas merkwürdig, da ich meine Heimat aus einem ganz neuen Blickwinkel betrachtet habe. Dazu kam, dass ich England noch frisch im Kopf hatte und mich erst wieder daran gewöhnen musste, mit allen nur Deutsch zu reden.
Haben Sie einen Job oder etwas in Aussicht?
Ja, ich habe vor allem in letzter Zeit viele Vorstellungsgespräche gehabt.

» [ www.ida-marburg.de ]


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