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Der Hobbit - Eine unerwartete Reise

am 11 Dezember 2012 von Thomas Bayer

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Wundervolles Action-Spektakel nach J.R.R. Tolkien. Am Donnerstag kommt "Der Hobbit" in die deutschen Kinos. Wer geglaubt hat, "Der Hobbit" sei nur ein billiger Abklatsch der Herr-der-Ringe-Filme, der täuscht sich, dem dreifachen Oscar-Gewinner und Neuseeländer Peter Jackson ist es wieder gelungen, ein actionreiches Epos auf die Leinwand zu bringen, das unterhält und ans Herz geht.

Zur Handlung: Bilbo (Ian Holm) schreibt für Frodo (Elijah Wood) seine Lebensgeschichte auf. 60 Jahre zuvor war er losgezogen um den Drachen Smaug zu erledigen und das Zwergenreich Erebor zu befreien. Smaug hat die prachtvolle Stadt vor vielen Jahren überfallen, zerstört und viele Zwerge getötet. Auch die Elben waren den Zwergen nicht zu Hilfe gekommen und so mussten die Überlebenden ins Exil. Dieser Fluch haftet ihnen noch heute an.
Eines Tages steht der Zauberer Gandalf (Ian McKellen) vor Bilbos (Martin Freeman) Tür. Seine Andeutungen von nahenden Abenteuern beunruhigen den kleinen Hobbit. Nie zuvor hat er das geliebte und stets friedliche Auenland verlassen und er hat es auch nicht vor.
Doch dann taucht plötzlich der sagenumwobene Thorin Eichenschild (ein Zwergenprinz) mit seinen 12 Gefährten auf. Sie vernichten in Windeseile Bilbos Vorräte und hinterlassen überall Dreck. Bilbo ist davon gar nicht begeistert. Einen drei Meter langen Vertrag mit allen Eventualitäten haben sie auch mitgebracht. Und ehe es sich der Halbling versieht, befindet er sich in einem spannenden, gefährlichen Abenteuer und auf dem Weg in die Wildnis.
Ihnen begegnen Trolle, die sie am liebsten verspeisen würden. Nur mit viel Glück und Kampf schaffen sie es zu entkommen. Doch ihnen ist ein weitaus gefährlicher Gegner auf den Spuren. Der schickt die Varge (riesige Wölfe) los. Daraufhin gelangen sie nach Bruchtal, ins Reich der Elben, und landen bei einer Rast am Berg in der Gefangenschaft der Orks. Bilbo indes kann sich durch eine List befreien. Er findet sich nach einem Sturz tief im Berg an einem unterirdischen See wieder. Hier lebt das Wesen Gollum (Andy Serkins). Er war einst ein Hobbit namens Sméagol, doch durch den "Ring der Macht" hat er sich bis zur Unkenntlichkeit verändert. Bilbo findet den Ring und nimmt ihn an sich. Nur durch ihn kann er fliehen, da er unsichtbar macht. Die Zwerge sehen sich zur gleichen Zeit einem Heer von Orks gegenüber. Eine mörderische Schlacht beginnt.
Insgesamt 17 Oscars bekam Jacksons  Trilogie  "Der Herr der Ringe" bei 30 Nominierungen. Die drei Filme "Die Gefährten", "Die zwei Türme" und "Die Rückkehr des Königs" zählen damit zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten. Das Einspielergebnis der Filme lag bei fast 3 Mrd. US - Dollar.
Daran sollte man den Hobbit nicht messen. Der Hobbit erzählt die Vorgeschichte zum Herrn der Ringe, weniger spektakulär und dennoch sehenswert und ungemein unterhaltsam! Mehr als 500 Milionen Dollar hat Jacksons neues Mammutprojekt  gekostet.
Besonderen Wert legte der Regisseur auf eine neue 3D-Technik. Statt 24 nahm die Kamera 48 Bilder pro Sekunde auf. Das alles tut dem Film sicherlich gut, aber 3D ist nicht unbedingt notwendig. Einige Szenen, wie die Kämpfe gegen die Orks im Berg, wirken auch dadurch recht künstlich und insgesamt unglaubwürdig. "Der Hobbit" lebt von wunderbaren Schauspielern, einer prächtigen Ausstattung, Special Effects, atemberaubenden Landschaftsaufnahmen Neuseelands und der tollen Musik von Howard Shore. Die Natur Neuseelands hielt wieder als Kulisse für Jacksons Dreiteiler her. Besonders beeindruckend ist diese Landschaft bei der Flucht der Zwerge vor den Vargen und am Ende des Films, als die Gefährten von den Adlern gerettet werden und auf einem Felsmassiv stehen. Von hier reicht der Blick tief ins Land hinein bis auf die schneebedeckten Berge.
Gerade die zauberhaften Momente zeichnen den Film aus: Wenn der durchgeknallte Radagast mit einem Schlitten aus Haselnussreben (und von Hasen gezogen) durch die Welt rast und einen vergifteten Igel zu neuem Leben erweckt. Der Anblick der Elbenstadt Bruchtal ist traumhaft und wie in einem Märchen. Sie liegt in einem tief eingeschnittenen Tal, das von vielen Wasserfällen gespeist wird. Alles strahlt eine ungeheure Erhabenheit, Schönheit und Würde aus. Hier gibt es nichts Böses. Die Stadt besteht aus purem Licht. Auch die Zwergenstadt Erebor ist gelungen. Die Ausstattung des Films ist klasse. Selbst die Orks, Zwerge und Elben sehen anders aus als in "Der Herr der Ringe".
Martin Freeman spielt den jungen Bilbo ganz hervorragend, so zerbrechlich, aber auch witzig und ungemein kraftvoll und tapfer. Auch Richard Armitage überzeigt als Thorin Eichenschild.
Bekannte Charaktere wie Ian McKellen (als Gandalf), Cate Blanchett (Galadriel), Hugo Weaving (Elrond), Christopher Lee (Saruman) und Elijah Wood (Frodo) sind auch dabei.
Die Action- bzw. Kampfszenen wie der Überfall Smaugs auf Erebor sind so schnell geschnitten, dass man dem Ganzen kaum folgen kann. Oftmals sind diese Szenen sehr brutal. Dennoch verwundert es einen, wie man solche Kamerafahrten aufnehmen kann. Wegen der vielen Kampfszenen sollte man den Film erst ab 16 Jahren freigeben. Leider hat die FSK das Freigabealter auf ab 12 Jahre gesetzt.
Peter Jackson ist es gelungen, mit viel Liebe zum Detail, Fantasie, neuen Figuren, starken Schauspielern und schnellen SchnittenTolkiens Welt neu zu erschaffen. Mittelerde lebt und die Kritiker werden sich wundern.
Teil 2 von "Der Hobbit" kommt im Dezember 2013, Teil 3 im Juli 2014 ins Kino.

»USA 2012,
»Regie: Peter Jackson
»FSK ab 12 Jahren
»Kinostart: 13. Dzember 2012

 


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