Rückblick aufs Jubiläum

RIESENANDRANG BEI WW-PARTY

Am 15.2. ging in der rappelvollen Warburger Stadthalle die langerwartete Ww-Jubiläumsveranstaltung über die Bühne: Im Laufe des Abends wollten über 3000 Leute an der Party teilnehmen - leider fanden nicht alle Einlaß, denn laut Auflagen der Stadt Warburg durften sich nur jeweils 1600 Leute zur gleichen Zeit im Saal aufhalten: So mußte ständig kontrolliert werden, wer kam und ging. Ein weiterer Grund zum Frust für feierwillige Teenies: Ein Herr vom Ordnungsamt war persönlich anwesend, um sicherzustellen, daß per Personalausweiskontrolle dafür gesorgt war, daß ab 20 Uhr keiner unter 16, ab 24 Uhr keiner unter 18 im Saal war. Die Folge dieser übergenauen Kontrollen, die an "Ostzonen"-Grenzformalitäten erinnerten, waren endlos lange Menschenschlangen vor dem Eingang - und nicht wenige mit langen Gesichtern, die fortgeschickt werden mußten, weil sie zu jung waren oder sich nicht ausweisen konnten!

Wer endlich drin war, konnte sich dann aber auf zwei Tanzflächen austoben: Besonders gut war die Stimmung auf dem kleinen Techno-Floor, wo Beathoven, Tom Etlusch, Christian Block und Jürgen Pischke einheizten. Buntgemixtes gab es im großen Saal - als DJ Tom aus dem KuBa auftrat, sprang auch hier der Funke endgültig über. Eine skurrile Einlage gab der urige Entertainer BUTTERMAKER, der als Überraschungsgast witzige Allerweltsweisheiten zu Ohrwürmern verarbeitete und sich dabei auch nicht von einer abgebrochenen Mikrophonklemme aus der Ruhe bringen ließ.

Währenddessen wurde im Internet-Café neben der Bühne in Zusammenarbeit von Compronet, Dawa und Wildwechsel unablässig gesurft, und im VIP-Bereich hinter der Bühne speisten zahlreiche Prominente, Wildwechsel-Kunden und einige enge Freunde des Hauses "herrlich italienisch". Vielen Dank an unser Stammlokal - Ristorante "Italia" - für das gute Essen! Manchem war die Musik nicht laut genug, doch auch hier hatte es strenge Auflagen der Stadt gegeben, da die Halle absurderweise über keine vernünftige Schallisolierung in Richtung Krankenhaus verfügt. Trotz dieser Einschränkung sorgte die Kasseler Firma Ton Direkt für einen guten Sound - und für eine ansprechende Light-Show. Schon der leistungsstarke Strahler vor der Halle, der "Ufos" an den Himmel warf, signalisierte: "Hier ist heute was ganz besonderes los."

Vor der Halle drehte schon ab 18 Uhr aber auch die Polizei ihre Runden. Selbst weit um Warburg herum waren die Freunde und Helfer an diesem Abend besonders präsent. Doch die offenbar erwarteten Zwischenfälle blieben aus - ein paar kleine Rangeleien wurden vom Security Team sofort geschlichtet. Drinnen ging es mehr als friedlich zu! Man konnte sich in der Halle aber auch so richtig wohlfühlen: Die Warburger Künstlerin Cosnomoja hatte nicht nur für eine ansprechende Dekoration der eigentlich eher ungemütlichen Räumlichkeiten gesorgt, sondern darüber hinaus mit Bodypainting auch einige Damen aus dem Publikum verschönert. Weil dazu auch Brust und Bauch entblößt wurden, überschrieb die »Neue Westfälische« am folgenden Tag ihren sehr positiven Party-Rückblick mit der etwas augenzwinkernden Schlagzeile"Bei der Wildwechsel-Party fielen die Hüllen". Doch das Ganze artete entgegen solcher Headlines (leider?) nicht zu einer Massen-Orgie aus, dafür war es eine rundum gelungene Disco-Fete.

Ww-Chief und Moderator Fedor hätte aus dem 10-Jahres-Fest gerne ein noch unvergeßlicheres Ereignis gemacht, aber eine hartnäckige Viruserkrankung in der Vorbereitungswoche, die beinharten Auflagen sowie die kurzfristige Absage einiger Überraschungsgäste - darunter ein bekannter Schlagerstar - machten ihm einen Strich durch die Rechnung. So konnten mehrere der geplanten Aktionen nicht realisiert werden. Die strengen Auflagen machten z.B. die ursprünglich geplante Pyroshow unmöglich. Am Ende stand dann aber ein gelungenes Fest bis 3 Uhr morgens. Die Stimmung war gut, wenn auch nicht ekstatisch. Bei allen, die umsonst nach Warburg kamen und aufgrund der strengen Kontrollen, die ganz und gar nicht in unserem Sinne waren, draußen bleiben mußten, entschuldigen wir uns! (lj/pp)